Zahnfee auf Bewährung [DVD] – Review – DVD-PALACE ® Home Entertainment

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Ein Review von Marcus Kampfert

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Eishockeyspieler Derek Thompson (Dwayne Johnson) glaubt nicht an Zahnfeen-Zauber – bis ihm die oberste Zahnfee (Julie Andrews) selbst ein paar echte Flügel verpasst und zu einer Woche Feendienste verdonnert. Für den beinharten Spieler der wohl peinlichste Job schlechthin, da er zusätzlich ein Outfit mit Flügeln tragen muss. Derek gibt dennoch sein Bestes, doch bereits nach den ersten Einsätzen wird ihm klar, dass er nur dann eine Chance hat, aus der Nummer wieder herauszukommen, wenn er den Job auf seine persönliche coole Art und Weise erledigt….


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Im Handel ab: 06.08.2010
Anbieter: 20th Century Fox Home Entertainment
Originaltitel: Tooth Fairy
Genre(s): Komödie
Fantasy
Regie: Michael Lembeck
Darsteller: Dwayne Johnson, Ashley Judd, Stephen Merchant, Ryan Sheckler, Seth MacFarlane, Julie Andrews
FSK: o. A.
Laufzeit: ca. 97 min
Audio: Deutsch: Dolby Digital 5.1 Englisch: Dolby Digital 5.1 Italienisch: Dolby Digital 5.1 Spanisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 16:9 (1.85:1) anamorph
Medien-Typ: 1 x DVD-9
Regionalcode: 2
Verpackung: Amaray Case
Untertitel: Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte, Deutsch, Englisch, Türkisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Rumänisch,
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Zahnfee Trainings-Center (mit deutschen Untertiteln)
  • Fairyoke (mit deutschen Untertiteln)
  • Gag Reel (mit deutschen Untertiteln)
  • Deleted Scenes (deutsche Übersetzung)
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb

revimg_bild-9682826 Nun ja, von einem aktuellen Kinofilm, der zudem wohl als Blockbuster geplant war, darf man eigentlich eine Top-Bildqualität erwarten, da Technik und Budget dies durchaus zulassen. Leider bietet die ZAHNFEE alles andere als Top-Werte. Der Transfer zeigt immerhin satte Farben mit einer Neigung Gesichter etwas zu gelb-braun darzustellen. Das Bild ist insgesamt sehr dunkel abgestimmt, was zwar für eine „warme” Grundstimmung sorgt, aber auch dafür, dass man in dunklen Abschnitten und auf schwarzen Elementen keinerlei Abstufungen und Feinheiten erkennt. Die Konturen sind oft etwas grob, was besonders auf Hintergründen auffällt. Überhaupt wirkt das Bild nur im Vordergrund scharf, mit der Tiefe ist es hingegen nicht allzu weit her. Ein dezentes, aber durchweg sichtbares Blockrauschen deutet auf eine starke Komprimierung des Materials hin.

7von10-7327472  7 von 10 Punkten

revimg_ton-8159606 Als Familienkomödie punktet auch die ZAHNFEE überwiegend über den lebendigen, dynamisch wie räumlich gut eingemischten Score, der auch etwas Tiefenbass hören lässt. Effekte und Hintergrundgeräusche fallen da klangtechnisch deutlich ab und tummeln sich meist nur auf der Front, allenfalls mal recht leise auch auf den Rears. Die Stimmen erklingen klar und klinisch sauber aus dem Center. Die deutsche Übersetzung ist ordentlich, die Wahl der Synchronstimmen teils unglücklich (gerade die Kinder klingen nicht ihrem Alter gemäß). Der Original-Sound kommt nochmals lebendiger, präziser, dynamischer und erwartungshalber natürlicher rüber.

7von10-7327472  7 von 10 Punkten

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Der Clip „Zahnfee-Flugschule“ dauert rund 20 Minuten – viel Zeit für eine informative Making Of-Featurette. Doch weit gefehlt, hierbei handelt es sich nämlich lediglich um ein (äh… witzig gemeintes) „Zahnfeen-Workout“ mit vier gelenkigen Kids und einer Vorturnerin, die eigentlich nur erzählt anstatt mitzumachen und wohl zu lange Kindererzieherin war… Weiter geht es mit einem tatsächlich witzigen Feen-Karaoke von The Rock und Darsteller Stephen Merchant (wer erahnt den Titel… genau, „Wind Beneath My Wings“ *schenkelklopf*)! „Spaß am Set“ ist das übliche Gag Reel bei dem Darsteller und Crew (wohl absichtlich) patzen, um es hinterher als Gag mit auf die DVD packen zu können.

Und nun zum (tatsächlichen) Highlight der Extras: den „Deleted Scenes“ von rund zehn Minuten Laufzeit, die zwar überwiegend nur erweiterte Sequenzen darstellen, dafür aber immerhin mit vorausgeschicktem Kommentar des Regisseurs Michael Lembeck versehen sind, wodurch zumindest ein Hauch von Information zur Filmentstehung durch den Heimkinosaal weht. Doch soweit werden die meisten Informationssüchtigen wohl gar nicht kommen, da sie bereits ob der anderen überflüssigen Features abgeschaltet haben…

3von10-7418426  3 von 10 Punkten

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Technisches Fazit:  6von10-7177945  6 von 10 Punkten

Oh Mann, und schon wieder hat Hollywood eine dieser unsäglichen Familienkomödien verbrochen in denen ein Actionstar – man nehme hier Dwayne „The Rock“ Johnson – als Witzfigur verbraten wird – und das, obwohl es sich nicht einmal um einen Streifen aus dem Hause Disney handelt, die ja für solche Werke durchaus bekannt sind! Die Story geht um die Zahnfee und um den Glauben an sie bzw. überhaupt an Fabelwesen und Magie – einzige neue Facette dabei: Es gibt sie auch in männlich (sofern man Männer in Strumpfhosen mit geplüschten Flügeln als „männlich“ bezeichnen mag). Der Film ist aber sehr oberflächlich, die romantische Komponente zudem extrem abgedroschen. Er hat nur ganz wenige Schmunzler zu bieten, ist nicht wirklich witzig sondern oft eher vorsätzlich lächerlich, bietet sehr mäßige Effekte, die hoffentlich absichtlich so schwach sind und selbst so tolle Schauspielerinnen wie Julie Andrews (als Chefin der Zahnfeen) spielen hier vollkommen unter Wert! Nun ja, die vornehmliche Zielgruppe (FSK-Freigabe „ab 0 Jahren“) werden dennoch zufrieden sein. Unverbesserliche RomantikerInnen und Familienfilme-Allesseher dürfen ebenfalls einen Blick riskieren. Wer aber gelungenes Popcornkino, witzige Sonntagnachmittagunterhaltung oder auch nur irgend eine Form von Neuem sucht, ist hier indes Fehl am Platze und sollte lieber eine Wiederholung von Filmen wie (um nur einige zu nennen) TSCHITTI TSCHITTI BÄNG BÄNG, MARY POPPINS, HOOK, PETER PAN oder SANTA CLAUS (na gut, mit dem sollte man noch ein paar Wochen warten) einplanen – das waren noch wirklich fantasievolle und witzige Familien-Unterhaltungsfilme, aber diese Zeiten scheinen im effektverliebten, formelbesessenen Hollywood wohl endgültig passé?! Die DVD bietet für einen aktuellen vermeintlichen Blockbuster eine eher bescheidene technische Umsetzung, denn das Bild ist meist nur mäßig scharf und zeigt Blockrauschen. Die Vertonung lebt nur vom munteren Score, die Effekte bleiben überwiegend frontbetont. Die Extras sind, abgesehen von den mit Kommentar versehenen Deleted und Extended Scenes, reine Spaß-Clips, die nur die Jüngsten fesseln dürften. Als Leihtitel wohl noch akzeptabel, der Kauf will inhaltlich und qualitätsbezogen wohlüberlegt sein.