Waffenschwestern [DVD] – Review – DVD-PALACE ® Home Entertainment

0

Ein Review von Carlito Brigante

revimg_inhalt-8599989

In der nahen Zukunft beträgt das zahlenmäßige Verhältnis von Männern zu Frauen 2:1. Die Frauen teilen sich in zwei Lager auf: Die verlassenen Ehefrauen und die fiesen Geliebten. Um die “wertvollen” Männer an sich zu binden bzw. zurückzuerobern, ist ihnen jedes Mittel recht und so tobt alsbald ein blutiger Krieg unter den Frauengangs in den Straßen Bangkoks.


coververgroessern-3435210

revimg_ausstattung-4359517

Im Handel ab: 09.04.2010
Anbieter: Sunfilm Entertainment / Mr. Banker
Originaltitel: The Mia
Genre(s): Action
Regie: Kittikorn Liasirikun
Darsteller: Pimsiree Pimsee, Apasiri Nitibhon, Matinee Kingpoyom
FSK: 16
Laufzeit: ca. 77 min
Audio: Deutsch: Dolby Digital 5.1 Deutsch: Dolby Digital 2.0 Thailändisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 16:9 (1.85:1) anamorph
Medien-Typ: 1 x DVD-9
Regionalcode: 2
Verpackung: Amaray Case
Untertitel: Deutsch,
Extras/Ausstattung:
  • Trailer von anderen Filmen
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Making Of
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb

revimg_bild-7210352 Das Bild (1,78:1, anamorph)ist nicht gerade berauschend. Die Schärfe ist mangelhaft, sieht das Bild doch fast durchgehend zu weich und detailarm aus. Die Farben wurden nachbearbeitet und sehen in der Regel überbetont und unnatürlich aus. Der Kontrast ist recht steil, was zu wiederholten Überstrahlungen in hellen Flächen führt. Es gibt ein leichtes Hintergrundrauschen. Die Kompression ist ganz gut, bleibt sie doch unauffällig. Der Bildstand ist unruhig.

6von10-5795515  6 von 10 Punkten

revimg_ton-1952165 Beide Tonspuren (Deutsch und Thai in DD 5.1) bleiben unter ihren Möglichkeiten. Da der Film recht dialoglastig ist, spielt sich das Geschehen überwiegend an der Front ab. Aber dank der Musikuntermalung und einiger Surroundeffekte (Kugelsirren, etc.), die gut ortbar aus allen Boxen kommen, entsteht ein teilweise guter Raumklang. Dem fehlt es zwar ein bisschen an Kraft und Dynamik, aber für diesen Low Budget-Film ist es schon ganz okay. Die deutsche Synchro kann man aber getrost vergessen, klingt sie doch mal wieder drittklassig und billig. Es gibt optionale deutsche Untertitel.

7von10-3065677  7 von 10 Punkten

revimg_bonus-2362414
Das Bonusmaterial besteht aus einem Making of (ca. 4 min), das den Namen nicht verdient, weil dieses Extra lediglich unkommentierte Bilder vom Dreh enthält, die mit Musik (u .a. aus dem KILL BILL-Soundtrack) unterlegt wurden. Dazu gibt es einen thailändischen Original-Trailer.

2von10-4647267  2 von 10 Punkten

revimg_fazit-4193514

Technisches Fazit:  6von10-5795515  6 von 10 Punkten

THE MIA (originaler thailändischer Titel) oder THE BULLET WIVES (internationaler Titel) ist ein einziges Ärgernis und ein Reinfall auf ganzer Linie. Die Story klingt wie ein feuchter Traum von Männern. Aufgrund des dramatischen Mangels an Männern, bricht ein tödlicher Kampf zwischen Ehefrauen und Geliebten aus. Aus diesem nicht ganz ernst zu nehmendem Thema, hätte man mehr machen können und müssen. Doch so wie es hier umgesetzt wurde, erweist sich der Plot als verschenkt. Die Bildgestaltung wurde zusammengeklaut und präsentiert eine Mischung aus John Woo und THE MATRIX für Arme. Die Inszenierung soll wohl opernhaft sein, wirkt aber durchweg nur lächerlich. Die Schießereien sind wie Tänze choreographiert und deshalb wird da viel gehüpft, gedreht, getanzt und andere gekünstelte, unpassende und alberne Bewegungen vollführt. Das sieht alles andere als elegant aus, eher ungelenk und steif. Die Bilder sind gelackt, durchgestylt und extrem stilisiert. Sie sind überhöht durch endlose Zeitlupen, Farbfilter und andere Kameramätzchen. Das der Film aber ein Low Budget-Film ist, kann man nicht übersehen. Man will nach mehr aussehen, als man ist, aber alles ist hier eine Nummer kleiner. THE MIA (Thailand, 2005) ist auch vom Drehbuch her keine Offenbarung. Der Plot ist hanebüchen geschrieben, die Figuren platt und eindimensional, die Dialoge herzzerreißend dämlich. Zwischen den wenigen Actionszenen wird viel zu viel gequatscht und alles zieht sich in die Länge. Der Film wirkt so unweigerlich dröge und langatmig. Da hilft auch nicht gerade die überkandidelte und selbstverliebte Inszenierung. WAFFENSCHWESTERN (deutscher Titel) ist unfreiwillig komische, nerv tötende Kost, die wie gewollt, aber nicht gekonnt wirkt. Der ganze Film ist recht imbezil und wahrscheinlich nur für Leute geeignet, die tatsächlich noch Thai-Mädchen mit Knarren anregend finden.