Ohne jeden Ausweg [DVD] – Review – DVD-PALACE ® Home Entertainment

0

Ein Review von Louis Anschel

revimg_inhalt-8118083

Emmett Young, aufstrebender Detective in Diensten der Mordkommission zu Philadelphia, erfährt von seinem Hausarzt, dass er nur noch ein paar Tage zu leben hat, bevor ihn ein schmerzhafter Krankheitstod dahin rafft.

Ein geheimnisvoller Fremder, der Emmett beim folgenden Absturztrunk unter die Arme greift, macht ihm den Vorschlag, ihn von einem Profikiller kurz und schmerzlos aus dem Weg räumen zu lassen. Emmett hat nichts dagegen – bis ihn die Nachricht von der Verwechslung seiner Blutprobe erreicht.

revimg_ausstattung-1241902

Im Handel ab: 24.03.2002
Anbieter: mediacs AG
Originaltitel: Emmett’s Mark
Genre(s): Drama
Regie: Keith Snyder
Darsteller: Scott Wolf, Greg Wood, Ira Hawkins, Khandi Alexander, Adam LeFevre, Danielle Mason, John Doman, Benjamin John Parrillo, Katrina Law, Gabriel Byrne, Sarah Clarke, Tim Roth, Rhonda Overby, Wendy Grantham, Talia Balsam, Jennifer Horner, Elizabeth Reaser, Hayden Saunier, Jan Austell, Maggie Kaiser, Lou Demeis, Mickey Goldhaber, Wayne Duvall, Skylar Apter, Samantha Lemole, Johnny Alonso, Dan Buran, Spencer Howard, Mark Zobian, Carolyn McCormick, Donna Marrazzo, Christopher Mann, Ellen Sceiblo, William DaRuffa, Keith Snyder, Courtney Taylor Burness, Kym Cohen, Greg Korin
FSK: 16
Laufzeit: ca. 110 min
Audio: Deutsch: DTS 5.1 Deutsch: Dolby Digital 5.1

Englisch: Dolby Digital 5.1

Bildformat: 16:9 (2.35:1) anamorph
Medien-Typ: 1 x DVD-9
Regionalcode: 2
Verpackung: Amaray Case
Untertitel: Deutsch,
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Trailer von anderen Filmen
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Making Of
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Exklusiver Audiokommentar des Regisseurs
  • 4 Deleted Scenes (dt. untertitelt)
  • Featurette vom Fantasy Filmfest (dt. untertitelt)
  • DVDconnector für PC
Zusatzinfos: Tatsächliche Laufzeit – entgegen der Coverangabe – 100 Min.

Infos zum Film bei der OFDb

Infos zum Film bei der IMDb

revimg_bild-7720584 Das Bild (2.35:1 anamorph codiert) hat einige Schwächen: Es rauscht, was besonders in dunklen Szenen auffällt und mit der Schärfe hapert es. Diese hat unter einem eingesetzten Rauschfilter etwas gelitten. Die Kontraste sind etwas zu steil, denn helle Flächen überstrahlen dunkle. In dunklen Sequenzen können die Kontraste wahrlich nicht überzeugen, das Bild verschwimmt – auch wegen der Unschärfe. Die Farben sind etwas zu blaß. Dropouts oder Kratzer sind nicht zu erkennen.

7von10-4996727  7 von 10 Punkten

revimg_ton-7775727 Der Ton liegt in drei Spuren vor: Deutsch und Englisch Dolby Digital 5.1 und Deutsch DTS. Der DTS-Track klingt dynamischer und baßbetonter als die beiden Dolbyspuren. Doch auch der DTS-Mix kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Rears in das Klanggeschehen nicht sehr gut eingebunden wurden. Zwar ertönen sie beim Score, der sich auf diese Weise räumlich im Heimkino verbreiten kann, und auch bei einigen Hintergrundgeräuschen kommen sie zum Einsatz, Surroundeffekte, die durchaus möglich gewesen wären, kommen leider nicht zum Zuge. So ist die Angelegenheit doch recht frontlastig. Unterstützt wird der Score ab und zu recht deutlich vom Subwoofer, so daß der Ton insgesamt als gut zu bewerten ist.

8von10-9382217  8 von 10 Punkten

revimg_bonus-5267554 Der Audiokommentar des Regisseurs, mit dem die Extras beginnen, ist informativ. Keith Snyder geht auf Cast & Crew und einzelne Szenen genau ein. Hier erfährt man, daß der Film wegen Budgetproblemen fast ausschließlich an Originalschauplätzen gedreht wurde, was ihm einen gewissen dokumentarischen Charakter verleiht. Die “Featurette Fantasy Filmfest” zeigt den Regisseur, der nach Berlin gekommen ist, um seinen Film auf dem dortigen Filmfestival vorzustellen. Die Kamera begleitet ihn für ein paar Augenblicke. Vier geschnittene Szenen sind in “Deleted Scenes” zu sehen. Hier bewahrheitet sich allerdings erneut die Faustregel, daß es einen Grund hat, warum sie nicht in den fertigen Film hinein genommen wurden. Weiter geht es mit einem “Making of”, das seinen Werbegehalt nicht verbergen kann. Neben sehr vielen Filmausschnitten kommen noch Hauptdarsteller und Regisseur in Kurzinterviews zu Wort. Abgeschlossen werden die Extras durch den Kinotrailer und eine Trailershow.

6von10-3070365  6 von 10 Punkten

revimg_fazit-9228317

Technisches Fazit:  7von10-4996727  7 von 10 Punkten

Manchmal gibt es Überraschungen, und bei “Ohne jeden Ausweg” wurde der Reviewer wieder einmal auf dem falschen Fuß erwischt. Kein 08/15-Streifen ist hier zu sehen, sondern ein durch eine gewisse Innovation überraschender Film. Zwar ist die Idee nicht neu, einen Killer auf sich selbst anzusetzen (Ich erinnere nur an “I hired a contract killer” von Aki Kaurismäki.), aber dieses Thema allein reicht Regisseur Keith Snyder für seinen Debütfilm nicht aus. Er erzählt parallel eine zweite Geschichte, nämlich die von einem Serienmörder… Dinge verlaufen nicht wie geplant, ungeahnte Wendungen nehmen ihren Lauf, die Geschwindigkeit des Films nimmt dabei zu. Die Kamera, dynamisch geführt, gleicht sich der Temposteigerung des Films an. Sie ist häufig in Bewegung und meist nahe an Emmett dran. Sie rast auf ihn zu, verfolgt ihn, läßt von ihm ab, aber nur um in einem Gegenschnitt wieder auf ihn zuzurasen. So ein Film fernab vom Mainstream macht großen Spaß. Einige Ungereimtheiten im Plot sollte man da nicht zu ernst nehmen und beruhigt unter den Teppich kehren. Langes Fazit, kurzer Sinn: Absolut empfehlenswert!