Natalie Merchant – VH1 Storytellers [DVD] – Review – DVD-PALACE ® Home Entertainment

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Ein Review von Marcus Kampfert

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Bereits mit 17 Jahren begann die Karriere von NATALIE MERCHANT als Sängerin der Folk-Pop Band 10.000 Maniacs. Ihrer seidigen Stimme und Ihres ausgesprochen sozialen Engagements ist es zu verdanken, dass ihre Fanbase ständig anwuchs. Mitte der 80er Jahre durchliefen die 10.000 Maniacs viele Höhen und Tiefen. 1994 beschloss NATALIE MERCHANT, die Band zu verlasen und eine Solokarriere zu starten. Seitdem erblickten einige musikalische Perlen der Künstlerin das Licht der Welt, wie z.B. „Tigerlily“, „Ophelia“, „Motherland“, u.v.m. Diese DVD wurde 1998 im Manhatten Center in New York (USA) aufgenommen, für die wundervolle TV Reihe “VH1 Storytellers“. Außer der großartigen Performance sind zwei Bonus Tracks auf der DVD enthalten, die nicht im TV ausgestrahlt wurden.

Tracklisting

– These Are The Days – Carnival – What’s The Matter Here? – Kind And Generous – Back Your Heart – Wonder – Verdi Cries Bonus Tracks: – These Are The Days (Full Performance) – Life Is Sweet

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Im Handel ab: 25.07.2005
Anbieter: Warner Music Group
Originaltitel: Natalie Merchant – VH1 Storytellers
Genre(s): Musik
Darsteller: Natalie Merchant
FSK: o. A.
Laufzeit: ca. 54 min
Audio: Musik: Dolby Digital 5.1 Musik: L-PCM 2.0 Stereo
Bildformat: 4:3 Vollbild (1.33:1) NTSC
Medien-Typ: 1 x DVD-5
Regionalcode: 0
Verpackung: Amaray Case
Untertitel: Englisch, Spanisch, Portugiesisch,
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Menü mit Soundeffekten
  • 2 Bonus Tracks
  • Music-Only Option
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb

revimg_bild-4064144 Der anamorphe Transfer hat zwei entscheidende Schwächen: die Kantenschärfe und das Rauschverhalten. Während Objektkanten gerade in Totalen „butterweich“ aussehen und auch bei Nahaufnahmen nicht über ein befriedigendes Maß hinauskommen, neigt das Rauschen dazu, diese zudem des Öfteren sogar regelrecht aufzulösen. Gesichter sehen aus, als ob sie mit „Wanderpickeln“ übersät wären, und Hintergründe sind oft in Bewegung, obwohl aus festem Material! Beim Kontrast hat man auf eine Betonung der kräftigen und satten Farben gesetzt, was gelegentlich für Detailverluste in dunklen Bildteilen sorgt. Gelegentlich sind Dropouts sichtbar und die Kompression hinterlässt unschönes Blockrauschen, das sich mit dem in analoger Form vereint. Auch Nachzieher lassen sich beobachten. Zu erwähnen wäre noch die Tiefenschärfe, die als einzige in der Abbildung der Details überzeugen kann und die Wertung somit etwas anhebt. Hier ist es Warner Vision mangels einer PAL-Vorlage alles in allem leider nicht gelungen, eine adäquate Bildqualität zu zaubern, was dem guten Inhalt allerdings keinen Abbruch tut. Das gibt “nur” ganz knappe sechs Punkte.

6von10-3969220  6 von 10 Punkten

revimg_ton-1280795 Das Konzert wird wahlweise in einer DD 5.1- oder L-PCM-Stereo-Variante angeboten. Entscheidet man sich für die Surround-Spur, so erwartet einen zumindest eine ausgewogene Stereofront zuzüglich der klaren Stimme von Natalie Merchant aus dem Center. Die Instrumente wurden nicht direkt einer Box zugeordnet, sondern verteilen sich leicht diffus auf den gesamten Frontbereich. Das sorgt für ein breites Klangbild mit ausreichendem Volumen. Die Bässe werden trocken wiedergegeben und lassen den Instrumentalisten beim Anschlagen seiner Saiten regelrecht erahnen. Die Gitarren klingen meist griffig, weitere Instrumente wie Orgel oder Klavier begnügen sich oft mit der Nebenrolle. Was den hinteren Hörraum anbelangt, hat die DVD leider nur wenig zu bieten. Die Rears werden lediglich vom Publikum während der Songpausen aktiviert, ansonsten halten sie praktisch Funkstille. Das raubt dem ansonsten klangtechnisch gelungenen Mix auch eine bessere Wertung. Die L-PCM-Spur wird Stereo-Hörern zu gefallen wissen, da sie sehr ausgewogen klingt.

7von10-4838585  7 von 10 Punkten

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Schade, hier wird es leider ganz dünn. Neben den Bonus-Titeln “These Are The Days (Full Performance)” (ohne Erläuterung) und “Life Is Sweet” (mit), gibt es lediglich die so genannte Music-Only Option zur Anwahl. Die Erläuterungen zu den einzelnen Stücken sind nämlich in separaten Kapiteln gespeichert, so dass nach Aktivierung der Sonderfunktion diese praktisch übersprungen werden. Das ist sinnvoll, wenn man die DVD bereits schon mal gesehen hat und nun lediglich die Songs hören möchte. Der Nachteil dabei: Man merkt deutliche Sprünge, da die Übergänge recht hart sind.

Lobend zu erwähnen wären ansonsten nur noch die durchweg teilanimierten und musikuntermalten Menüs nebst Übergängen. Das komplette Konzert kann in Englisch, Portugiesisch oder Spanisch untertitelt werden, so dass ein großer Teil der Weltbevölkerung die Lyrics und die Erläuterungen auch verständlich per Schrift verfolgen kann; nur deutsche Untertitel fehlen unverständlicherweise.

3von10-6421405  3 von 10 Punkten

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Technisches Fazit:  6von10-3969220  6 von 10 Punkten

Die Ex-Frontfrau der 10.000 Maniacs, Natalie Merchant, hat es auch Solo drauf! So könnte das Fazit lauten, nachdem man sich diese Ausgabe der erfolgreichen Reihe VH1-Storytellers angesehen hat. Souverän bringt Natalie ihre bekanntesten Songs, die irgendwo zwischen Folk Music, Country und Songwriter angesiedelt sind, darunter auch einen Hit der Ex-Band. Nicht ganz so straight wirkt sie bei den Erklärungen, die als fester Bestandteil der Storytellers den Künstlern die Entstehungsgeschichte beziehungsweise den Background ihrer Songs entlocken sollen. Emotional und manchmal leicht „entrückt“, kurz darauf wieder in sich gekehrt, erzählt sie von den sensiblen, teils recht pragmatischen Geschichten, die ihre Songs umgeben.

Die Musik ist über jeden Zweifel erhaben: Das Songwriting liefert perfekte, seichte Folk- und Pop-Melodien, dargeboten von einer wunderbaren Stimme, untermalt von geradezu singenden Instrumenten. Obwohl der Mitschnitt inklusive Bonus nur 54 Minuten dauert, stellt sich allerdings – auch auf Grund der reduzierten Instrumentierung – mit der Zeit etwas Eintönigkeit ein, was in diesem Fall aber zu verschmerzen ist, da die Melodien dennoch allemal bewegen. Die Laufzeit ist dann auch schon eines der Mankos der mit 25 Euro Ladenpreis recht teuren DVD. Dazu kommen das unscharfe Bild und Fehlen jeglicher Extras, wenn man die “Music-Only Option” außen vor lässt. Fans werden wohl dennoch zum musikalischen Sahnestück greifen; allen anderen kann man zumindest das Reinhören reinen Gewissens empfehlen.