Narco – Die wunderbare Welt des Gustave Klopp [DVD] – Review – DVD-PALACE ® Home Entertainment

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Ein Review von Danny Walch

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Bombenhagel, Weltraumgefechte, Kampfeinlagen à la “Matrix”: In seinen Traumwelten ist Gustave Klopp (Guillaume Canet, “Vidocq”) unangefochtener Held. Nur dumm, dass er dank seiner Schlafkrankheit im richtigen Leben nichts auf die Reihe kriegt. Bis er seine Träume in Comicform bringt und sich plötzlich von Feinden umzingelt sieht. Denn nicht nur ein durchgeknallter Therapeut, ein irrer Verleger und ein mörderisches Eiskunstlaufpaar sind hinter dem “Träumer” her, auch Gattin Paméla scheint sich ganz plötzlich mit Karate-Kumpel Lenny Bar (Benoît Poelvoorde, “Mann beißt Hund”) gegen das Zeichentalent verschworen zu haben. Hilfe im aberwitzigen Geschehen ist da nur noch von einem zu erwarten: Jean-Claude van Damme!


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Im Handel ab: 12.05.2006
Anbieter: Koch Media GmbH
Originaltitel: Narco
Genre(s): Komödie
Regie: Tristan Aurouet, Gilles Lellouche
Darsteller: Guillaume Canet, Zabou, Benoît Poelvoorde, Guillaume Gallienne, François Berléand, Jean-Pierre Cassel, Vincent Rottiers, Léa Drucker, Gilles Lellouche, Jean-Noël Brouté, Lionel Abelanski, Philippe Lefebvre, Laurent Lafitte, Mélanie Doutey, Anne Marivin, Diane Kruger, Eglantine Rembauville-Nicolle, Ange Malafosse, Philippe Lellouche, François Levantal, Xavier Claudon, Alexis Tomassian, Jean-Christophe Herbeth, Olivier Doran, Arnaud Henriet, Jacques Zabor, Odile Mallet, Laurent Bréchet, Marc Citti, Thomas Jouannet, Smadi Wolfman, Alexandra Mercouroff, Delphine Benattard, Sinclair, Pascale Lievyn, Elodie Hesme, Jean-François Gallotte, Jérémie Covillault, Eric de Montalier, Yann Queffélec, Valérie Lemercier, Christophe Rossignon, Dominique Hulin, Matthias Van Khache, Jean-Claude Van Damme, Jérôme Hardelay, Crystal Lesser-Benit
FSK: 12
Laufzeit: ca. 105 min
Audio: Deutsch: DTS 5.1 Deutsch: Dolby Digital 5.1 Französisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 16:9 (2.35:1) anamorph
Medien-Typ: 1 x DVD-9
Regionalcode: 2
Verpackung: Amaray Case
Untertitel: Deutsch,
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Making Of
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Interviews
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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revimg_bild-7304255 NARCO wurde ein überzeugender 2,35:1-Transfer mit anamorpher Abtastung spendiert. Zwar könnte die Gesamtschärfe noch knackiger sein, doch stellen die Kantenabgrenzung und Detailzeichnung zufrieden. Rauschen ist nur selten zu sehen – wenn, dann vor allem auf farblich homogenen Hintergründen. Die überdurchschnittlich hohe Bitrate gibt der Kompression genügend Spielraum, um Artefakte oder Blockrauschen zu vermeiden. An den Farben gibt es freilich nichts auszusetzen. Alles sieht so aus, wie es der Regisseur beabsichtigt hat. Die einzelnen Töne wirken bunt und satt, während Kontrast sowie Schwarzwert mit fehlerlosen Leistungen für einen plastischen Bildeindruck sorgen. Das Master präsentiert sich letztlich in einem sauberen Zustand, denn Schmutz oder Defekte sind nicht zu sehen.

8von10-1553033  8 von 10 Punkten

revimg_ton-1432973 In Sachen Sound fährt Koch Media die üblichen Geschütze auf. Während die gelungene deutsche Synchronsation in Dolby Digtial 5.1 sowie DTS vorliegt, muss man beim französischen Original mit einer Dolby-Variante vorlieb nehmen. Es fällt auf, dass der DTS-Track einen enormen Volume-Boost erfahren hat und auf gleichem Lautstärkeniveau etwas dynamischer bei der Effektstreuung sowie Musikwiedergabe wirkt. Obwohl viele Dialoge den Film bestimmen, darf der Mix immer mal wieder zeigen, was in ihm steckt. Besonders in den Traumsequenzen geht ziemlich gut die Post ab. Dann gibt es tolle Split-Surround-Effekte aus allen Richtungen und der Bass hämmert, was das Zeug hält. Abseits der Actionszenen überzeugt der Score durch Räumlichkeit. Auch präsentieren sich die Stimmen dabei sehr satt und laut, die französischen wirken da etwas leiser, aber besser in den Gesamtmix eingebettet. Das Klangspektrum umfasst glasklare Höhen sowie tiefe Bässe und kann daher als fehlerlos bezeichnet werden.

8von10-1553033  8 von 10 Punkten

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Koch Media hat NARCO deutsche Untertiteln für Hörgeschädigte spendiert. In Sachen Ausstattung erwartet den Zuschauer im Hauptmenü ein Link zu einer achtteiligen Trailershow. Im Extras-Menü findet man dagegen den eigentlichen NARCO-Trailer sowie einen Teaser.

Deutsch untertitelte Interviews mit einer Länge von 22 Minuten bilden den einsamen Mittelpunkt des Bonusmaterials. Hier kommen Personen von vor oder hinter der Kamera zu Wort und geben allerlei Informationen wie Charakter- oder Storybeschreibungen, aber kaum filmtechnische Details. Immerhin werden hin und wieder kurze B-Roll-Clips eingespielt.

Viel wird hier nicht geboten, doch entschädigen die hübschen, im Comicstil gestalteten Menüs etwas für den Mangel an Extras.

2von10-3474100  2 von 10 Punkten

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Technisches Fazit:  7von10-8839185  7 von 10 Punkten

NARCO ist ein in vielerlei Hinsicht seltsamer Film. In der ersten Hälfte bestimmen viele Gags das Geschehen und man hat den Eindruck, einer waschechten Komödie beizuwohnen. Jedoch wandelt sich die Story dann zusehends und bekommt gegen Ende tragische wie ernste Züge, ohne jedoch den Humor gänzlich abzuwürgen. Die Lebensgeschichte des narkoleptischen Gustave Klopp steht hier im Mittelpunkt. Diese Schlafkrankheit stellt ein großes Hindernis in Gus’ (wie ihn alle nennen) Leben dar. Seine Frau Paméla hält ihn für einen Versager, denn einen Job findet er nicht beziehungsweise behält ihn nicht lang, weil er immer und überall plötzlich einschläft. Der einzige, der zu ihm hält, ist sein Kumpel Lenny Barr, seines Zeichens Karatelehrer sowie Fan von Jean-Claude van Damme und selbsternannter zukünftiger Kampfsportmeister. Natürlich ist genau das Gegenteil der Fall – Lenny wurde gefeuert und ist nun Busfahrer. Man sieht schon, die Figuren in NARCO sind allesamt irgendwie komisch und skurril. Auch der Look des Films unterstützt diese Atmosphäre. Alles wurde mit knalligen Bonbonfarben ausgestattet, so dass eine starke, comichafte Wirkung erzielt wird. Das Zeichnen von Comics ist nicht durch Zufall auch Gus’ große Leidenschaft und spielt eine wichtige Rolle im Film. So bringt er seine Narkolepsieträume zu Papier und auch der Zuschauer darf diese an Hand genialer Traumsequenzen erleben. Leider gibt es nur zwei davon, dafür sind diese zum Brüllen komisch. Egal ob MATRIX-Gus einige Finanzamt-Agenten in einem wilden Shootout oder mit seinem Raumgleiter einen Bierdosen-Todesstern zerlegt – das Zwerchfell wird stark beansprucht. Trotz einiger kleiner Längen kann man den Film jedem empfehlen, der ein Faible für abgedrehte Komödien mit gewissen ernsthaften Tendenzen hat. Die Schauspieler machen ihre Sache hervorragend. Neben Guillaume Canet (VIDOCQ) als Gustave Klopp ist Benoit Poelvoorde (MANN BEISST HUND) als Lenny der heimliche Star von NARCO. Seine Karate-Vernarrtheit und der Van Damme-Fanatismus sorgen für die komischsten Momente des Films. Van Damme selbst gibt sich bei zwei Cameos sogar selbst die Ehre als Lennys imaginäres Gewissen. Die DVD von Koch Media präsentiert NARCO in sehr guter Bild- und Tonqualität. Dagegen wirken die Extras in der Menge arg dürftig.