Macbeth [DVD] – Review – DVD-PALACE ® Home Entertainment

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Ein Quickie von Danny Walch

Unsere Wertung: 7von10-8579000

Macbeth ist ein brutaler Drogendealer der kriminellen Unterwelt. Boss der Gang ist der unberechenbare Duncan, der von allen gefürchtet wird. Drei Teenager-Hexen prophezeien Macbeth eines Tages, dass er schon bald sehr mächtig sein wird. Macbeths Gier ist grenzenlos. Gemeinsam mit seiner intriganten Ehefrau plant er eine tödliche Verschwörung, um Duncans Platz an der Spitze der Gang einzunehmen. Doch durch den Mord an Duncan gerät Macbeth in einen gefährlichen Sog aus Macht und Gewalt. Seine Feinde verbünden sich gegen ihn und haben nur ein Ziel: seinen Tod.

Der anamorphe 1,85:1-Transfer macht einen ziemlich gelungenen Eindruck. Die Schärfe ist konstant hoch und zeigt dank der guten Kompression nur wenig Rauschen. Die Farben wurden mitunter stark verfremdet und wirken dunkel und erdig. Ebenfalls ein Stilmittel stellt der erhöhte Kontrast dar, der hellere Flächen dezent überstrahlen lässt. Die beiden Dolby Digital 5.1-Tracks in Deutsch und Englisch sind dem synchronisierten DTS-Pendant in Sachen Druck und Räumlichkeit unterlegen. Denn dieser bietet einen satten Sound mit viel Bass, Dynamik sowie direktionalen Effekten. Die Dolby-Varianten wirken durchweg kraftloser. Die Stimmenverständlichkeit ist aber stets tadellos. An Extras liefert Sunfilm einen interessanten Audiokommentar des Regisseurs sowie zwei sehenswerte Making Of-Featuretten mit einer Gesamtlänge von etwa einer halben Stunde. Diverse Trailer und Booklet fehlen ebenfalls nicht.

Was Baz Luhrman 1996 mit ROMEO & JULIA bereits vollbracht hatte, ahmte im Jahr 2006 der australische Regisseur Geoffrey Wright (ROMPER STOMPER) nach. Er nahm den genau 400 Jahre alten Stoff von Shakespeares Meisterwerk MacBeth, portierte die Handlung in die Gegenwart und lies die Darsteller die alten, schwülstigen Dialoge sprechen. So sehen wir dann hier auch den durch Sam Worthington dargestellten MacBeth nicht als Königsmörder, sondern als Gangster, der ganz nach oben will. Seine Frau Lady MacBeth ist jedoch die heimliche treibende Kraft hinter dem Komplott, welches in seinen gewalttätigen Momenten nicht mit Schwert und Messer, sondern mit der Schusswaffe ausgefochten wird. Für exprimentierfreudige Filmfans, welche durch die ziemlich anstrengenden Originaldialoge nicht abgeschreckt werden, ist dieser Film durchaus mehr als einen Blick wert.

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