Kalt ist der Abendhauch [DVD] – Review – DVD-PALACE ® Home Entertainment

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Ein Review von Carlito Brigante

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Berlin in den 30er Jahren: Hugo (August Diehl) und Charlotte (Fritzi Haberland) wären eigentlich das perfekte Paar, und trotzdem finden die beiden nicht zueinander. Hugo heiratet ihre Schwester, als diese schwanger wird und das Schicksal führt die zwei irgendwann auseinander. Charlotte lebt ihr eigenes Leben, übersteht den Krieg, Ehemann und Liebhaber, wird dreifache Mutter, hat im wahrsten Sinne des Wortes eine Leiche im Keller und trifft nach Jahrzehnten, mit fast über 80, ihre große Liebe wieder. Und für Charlotte ist eines klar: das ist der Mann, auf den sie ihr ganzes Leben gewartet hat.

Die Erfüllung dieser Leidenschaft liegt in der Bestätigung: Auch Hugo hat – zu spät – erkannt, dass es nur eine wirkliche Liebe in seinem Leben gab.


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Im Handel ab: 23.06.2008
Anbieter: Universum Film / Senator Home Entertainment
Originaltitel: Kalt ist der Abendhauch
Genre(s): Kriminalfilm
Regie: Rainer Kaufmann
Darsteller: Fritzi Haberlandt, August Diehl, Heinz Bennent, Gisela Trowe
FSK: 12
Laufzeit: ca. 124 min
Audio: Deutsch: Dolby Digital 5.1 Englisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 16:9 anamorph
Medien-Typ: 1 x DVD-9
Regionalcode: 2
Verpackung: Amaray Case
Untertitel: Deutsch,
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Making Of
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Interviews
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb

revimg_bild-2130013 Das Bildformat wird auf dem Cover falsch beziehungsweise irreführend angegeben. Es ist die Rede von einem Format 1,33:1 bzw. 4:3. Vorhanden ist das Bild jedoch nicht-anamorph, sprich Letterbox, aber immerhin im richtigen Seitenverhältnis von 2,35:1. (Die alte Auflage von EuroVideo bot übrigens noch ein anamorphes Bild). Die Bildqualität ist ordentlich, aber sicher nicht perfekt. Schwächen zeigen sich wie so oft in der Schärfe, die hier nur mittelprächtig ist. Gerade Detaildarstellungen sind leicht unscharf und Totalen wirken stets ein wenig weich. Die Kompression könnte besser sein, neigt sie doch wiederholt zu einem leichten Blockrauschen. Die Farben und der Kontrast sind gut. Das Bild zeigt auch gelegentlich kleinere Fehler wie Dropouts oder Verschmutzungen.

8von10-9605872  8 von 10 Punkten

revimg_ton-5298241 Die DD 5.1-Tonspur macht ihre Sache im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut. Da der Film dialoglastig ist, spielt sich naturgemäß das meiste Geschehen an der Front ab. Die überwiegende Frontlastigkeit wird aber durchbrochen von einigen Nebengeräuschen (wie Regen etwa), die dem Film zumindest in Ansätzen eine gewisse Räumlichkeit vermitteln. Es gibt keinerlei Untertitel.

8von10-9605872  8 von 10 Punkten

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Diese Neuauflage kommt mit weniger Extras daher als noch die alte DVD (von EuroVideo) zu bieten hatte. Vorhanden sind nur noch ein Making of (ca. 3 min), das seinen Namen nicht verdient hat, handelt es sich doch nur um ein paar kurze unkommentierte Bilder vom Dreh; fünf Interviews (ges. ca. 13 min) und ein Trailer. Im Vergleich fehlen also der Audiokommentar, Storyboard-Vergleiche, geschnittene Szenen und das Moodboard.

3von10-1400603  3 von 10 Punkten

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Technisches Fazit:  7von10-8776003  7 von 10 Punkten

Nach DIE APOTHEKERIN (1997) verfilmt Regisseur Rainer Kaufmann mit KALT IST DER ABENDHAUCH (2000) zum zweiten Mal einen Roman von Ingrid Noll. Die zwölf Millionen DM teure Produktion (und doch nur mäßigem Zuschauerfolg) bietet neben großen Gefühlen in einem epischen Rahmen besonders eine feine, hervorragende Ausstattung und eine bestechend edle Fotografie, die den Film schon deswegen sehenswert macht. Bei den Schauspielern ragt vor allem Hauptdarstellerin Fritzi Haberlandt (damals noch eine Entdeckung, heute etabliert und mehrfach preisgekrönt) heraus. Gegen sie haben selbst erfahrene Schauspieler keine Chance. Sie spielt diese mit ihrer Frische, ihrer Unbekümmertheit und ihrem Elan an die Wand, so dass selbst ein August Diehl reichlich blass dagegen aussieht. KALT IST DER ABENDHAUCH ist besseres deutsches Kino, dem man mal eine Chance geben sollte. Warum die neue DVD jedoch schlechter, zumindest was die Extras betrifft, daherkommt als die alte, bleibt ein Rätsel. Fragen zum Review? Fragen an den Autor? Hier klicken!