Jackbutt – The TV-Movie – ungekürzt [DVD] – Review – DVD-PALACE ® Home Entertainment

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Ein Review von Marcus Kampfert

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Unsere Gesellschaft wird immer verdorbender, nicht zuletzt durch das, was uns das Fernsehen so alles vorsetzt. Genau da hakt “Jackbutt” ein und nimmt die Macher aufs Korn … Es wird gezappt was das Zeug hält. Es ist eine absolut komische Verarsche des Fernsehprogramms und der Werbung …

Man könnte “Jackbutt” fast mit Stefan Raab vergleichen, aber eben nur fast. Denn Stefan Raab ist gegen diese Jungs ein echtes Nachmittagsprogramm!


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Im Handel ab: 09.10.2008
Anbieter: Eurovideo Bildprogramm GmbH / MIG Film GmbH
Originaltitel: TV: The Movie
Genre(s): Satire
Regie: Sam Maccarone
Darsteller: Steve-O, Lee Majors, Preston Lacy
FSK: Keine Jugendfreigabe
Laufzeit: ca. 86 min
Audio: Deutsch: Dolby Digital 5.1 Deutsch: Dolby Digital 2.0 Stereo Englisch: Dolby Digital 5.1 Englisch: Dolby Digital 2.0 Stereo
Bildformat: 16:9 (1.85:1) anamorph
Medien-Typ: 1 x DVD-9
Regionalcode: 2
Verpackung: Amaray Case
Untertitel: Deutsch,
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb

revimg_bild-5549973 Das Bild zeigt knallige, teils übersteuerte Farben, einen Kontrastumfang, der leichtes Überstrahlen zur Folge hat und somit bei viel Licht oder Dunkel einige Details verschluckt. Das Hintergrundrauschen ist für ein TV-Bild annehmbar, die Kompression hinterlässt sichtbare, bewegliche Blockmuster. Überraschend hoch ist die Schärfe, die nur durch das Nachziehen bei Bewegungen leidet. Das „Amateur-Material“ macht trotz der Mängel eine passable Figur und bringt es daher auf fünf Punkte.

5von10-3720885  5 von 10 Punkten

revimg_ton-4374744 Von diesem Titel auf C-Movie-Niveau darf man sicherlich nicht viel erwarten und genau das wird dann auch geboten. Musik und Sprache sind ohne Verzerrungen verständlich, einige Hintergrundgeräusche dringen leise aus Front und Rears. Der Subwoofer hat Sendepause und die Dynamik plätschert durchgängig auf niedrigem Level. Etwas ärgerlich ist, dass die Übersetzung per Overdub stattfindet, das heißt, dass unter der schlampigen Synchro mit Amateuren die Originalsprache leise zu hören ist. Für diese Art Film ist das tonale Erlebnis wohl gerade noch akzeptabel, dennoch gibt es deutliche Abzüge.

4von10-2362286  4 von 10 Punkten

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Die Extras auf der DVD bieten vor allem weitere, teils ausgemusterte Clips vom Niveau des Hauptfilms. Deren Laufzeit inklusive der Deleted Scenes sowie Bloopers beläuft sich auf etwa 40 Minuten. Der Teaser (00:36) und Trailer (02:19) geben einen Vorgeschmack auf den Streifen. In Shortbus (10:43) gibt es eine frühe Version des TV-Formates „Jackbutt“ zu sehen, das seinerzeit noch als Serie geplant war, bevor daraus schließlich ein abendfüllender Clip-Reigen in Spielfilmlänge wurde.

Es gibt sogar auch ein Feature, welches der Information dient, sofern sich die Beteiligten nicht gerade wieder an dummen Sprüchen ergötzen: Der Videokommentar ist ein Extra, dass nach einem kurzen Opener automatisch startet und den Film mit einem kleinen eingefügten Fenster zeigt, in welchem Steve-O und Konsorten beim Besprechen des Streifens zu beobachten sind.

5von10-3720885  5 von 10 Punkten

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Technisches Fazit:  5von10-3720885  5 von 10 Punkten

JACKBUTT ist so etwas wie die amerikanische Version von SWITCH, allerdings von deutlich härterer Gangart und weniger Parodie, denn vielmehr bloße Zurschaustellung von derben Klischees und Fäkalhumor mit dem Anspruch, der TV-Zunft einen (humorigen) Spiegel vorzuhalten. Der Kopf der Truppe ist Steve-O (JACKASS), der es einfach liebt, seine besten Stücke so wie Gott sie schuf in die Kamera zu halten. Hier darf man froh sein, dass trotz des Zusatzes „uncensored“ schwarze Balken über den nicht unbedingt notwendigen Details liegen. Ansonsten gibt es Filmparodien, Fake-Shows bzw. TV-Reality-Formate, Fake-News und Fake-Commercials – alles unter dem vorwiegenden Vorsatz zu „schockieren“. Dass sich die Darsteller dabei oft auch blamieren, soll das Ganze noch lustiger machen. Na ja… Ziemlich übel – und daher rührt wohl auch die KJ-Freigabe – wird hier in einigen Clips der Umgang mit Drogen und Alkohol zelebriert. Die drastischen Folgen hat man wohl nur mit eigenen Augen eventuell schon härter (unter dem Einfluss wahrnehmungs- und bewusstseinsverändernder Substanzen) gesehen. Im Verhältnis dazu wird erstaunlich wenig nackte Haut gezeigt – abgesehen der von Steve-O – obwohl das Thema Sex eines der häufigsten ist. Wer etwas länger dranbleibt, darf in Cameo-Auftritten „Stars“ wie Judd Nelson oder Lee Majors bewundern (was auch immer die Beweggründe für deren Teilnahme an diesem Stück zweifelhafter Filmgeschichte waren)! Wer geschmacklich darauf steht, wird sicher Gefallen an den rund 80 „unzensierten“ Minuten JACKBUTT finden – sensible Zeitgeister sollten sich an diesem Titel lieber nicht „vergreifen“! Technisch bietet die DVD ein passables Niveau in Bild sowie Ton und die Extras laden mit vielen Blödeleien zumindest zu weiterer Unterhaltung der derben Art bei.