I sell the Dead – 2 Disc Special Edition [DVD] – Review – DVD-PALACE ® Home Entertainment

0

Ein Review von Carlito Brigante

revimg_inhalt-5777117

Arthur Blake (Dominic Monaghan) ist am Ende einer erfolgreichen Karriere im Irland des 18. Jahrhunderts angelangt. Augenblicklich sitzt er im Gefängnis und wird seinem Kompagnon Willie Grimes (Larry Fessenden) bald auf die Guillotine folgen. Vorher aber legt er noch die Beichte ab, schildert Pater Francis Duffy (Ron Perlman), wie alles kam. Wie er Leichenräuber wurde, über seinen finsteren Auftraggeber Dr. Vernon Quint (Angus Scrimm), den blutigen Konkurrenzkampf mit der rivalisierenden Murphy-Gang und wie sich manch ausgegrabene Leiche als gar nicht so tot erwies. Hier mischt sich das good ol’ feeling der TALES FROM THE CRYPT mit vernebeltem Hammer-Retrostyle und einer guten Prise irischen Humors, wenn im Kampf gegen Vampire, Zombies & Co. die Friedhöfe durchforstet werden. Immer gemäß dem Motto: Vertraue niemals einer Leiche!


coververgroessern-8748497

revimg_ausstattung-4648328

Im Handel ab: 27.11.2009
Anbieter: WVG Medien GmbH / Splendid Entertainment
Genre(s): Horrorkomödie
Regie: Glenn McQuaid
Darsteller: Dominic Monaghan, Ron Perlman, Angus Scrimm
FSK: 16
Laufzeit: ca. 85 min
Audio: Deutsch: Dolby Digital 5.1 Englisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 16:9 (2.35:1) anamorph
Medien-Typ: 2 x DVD-9
Regionalcode: 2
Verpackung: Doppel Amaray Case
Untertitel: Deutsch,
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Visual FX
  • Behind the Scenes
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb

revimg_bild-8626768 Der Film liegt in seinem Originalbildformat von 2,35:1 (anamorph) vor. Leider könnte die Detailschärfe ein wenig besser sein, wirken viele Szenen doch einen Tick zu weich. Die Farben und der Kontrast wurden nachbearbeitet. Die Farben sind je nach Szene und Schauplatz entweder eher blass gehalten oder kräftig betont geworden. Es gibt ein leichtes Hintergrundrauschen, aber problematisch ist da eher die Kompression, die durch teils deutliche Unruhen auf sich aufmerksam macht.

7von10-6284561  7 von 10 Punkten

revimg_ton-5099250 Deutsche Synchronisation und englische Originalfassung sind in Dolby Digital 5.1 vorhanden. Beide Spuren sind dabei von der Abmischung her praktisch identisch. Diese ist für so einen Film recht gelungen. Obwohl letztendlich immer noch einen Tick zu frontlastig, ist der Sound überaus gut geworden und überzeugt durch eine detailreiche Kulisse. Die hinteren Boxen sind fast immer im Einsatz und erschaffen so durch den Musikscore und die Umgebungsgeräusche eine tolle räumliche Atmosphäre. Es gibt optionale deutsche Untertitel.

8von10-8056408  8 von 10 Punkten

revimg_bonus-3879942 Die vorliegende Single-Disc verfügt über keinerlei Extras.

1von10-8396068  1 von 10 Punkten

revimg_fazit-3037740

Technisches Fazit:  7von10-6284561  7 von 10 Punkten

I SELL THE DEAD (USA; 2008) ist das Spielfilmdebüt des Regisseurs Glenn McQuaid, der hier zugleich als Produzent, Autor und Regisseur in Personalunion agiert. McQuaid durfte aus seinem Kurzfilm THE RESURRECTION APPRENTICE von 2005 einen Langfilm machen und das Ergebnis sieht man hiermit. Die Aufgabe hatten schon viele und nahezu alle scheiterten daran, denn das Problem ist nun mal, was in einem Kurzfilm funktioniert, muss nicht in einem abendfüllenden Film funktionieren. Auch I SELL THE DEAD ist der erneute Beweis dafür, dass der Stoff, der für ein Kurzwerk ausreichte, keinen ganzen Film allein tragen kann. Anfang des 19. Jahrhunderts in England. Die Grabräuber Arthur Blake (Dominic Monaghan, LOST) und Willie Grimes (Larry Fessenden, selber Regisseur, u. a. von WENDIGO und THE LAST WINTER), die unter anderem für den skrupellosen Doktor Vernon Quint arbeiten (Angus Scrimm, PHANTASM I bis IV), werden geschnappt und zum Tode verurteilt. Grimes hat bereits Bekanntschaft mit der Guillotine gemacht, während Blake noch etwa fünf Stunden in seiner Zelle auf die Hinrichtung warten muss. Er bekommt zuvor noch Besuch von einem Priester (Ron Perlman, HELLBOY), der scheinbar an seiner Lebensgeschichte interessiert ist. Diese wird in Rückblenden erzählt. Es dauert zu lange, bis es richtig losgeht, dann werden die einzelnen Episoden (Vampire, Alien, Zombies) schnell abgespult, hier gibt es jedoch wenigstens Erzähltempo. Aber am Ende hängt der Erzählfluss wieder durch. Es gibt einfach viel zu viel Leerlauf. Auch ist der Streifen zu geschwätzig, zu dialoglastig, was ebenfalls kein Tempo aufkommen lässt. Die ganze Inszenierung ist schleppend. So etwas wie Spannung gibt es praktisch gar nicht. Und die finale Wendung ist nicht mal halb so überraschend wie vielleicht angedacht. Außerdem soll dies eine Horrorkomödie sein. Dumm nur, dass die Witze nicht lustig sind. Wenigstens wurde der Film ein wenig verspielt inszeniert, mit Wischblenden, comicartigen Standbildern, etc. Auch ist der Streifen eine kleine, bescheidende Hommage an die Hammer-Filme. Er ist zumindest ansatzweise atmosphärisch gelungen, in der Darstellung der nebligen und düsteren Schauplätze. Dennoch ist das Endergebnis alles andere als überzeugend. Der Film krankt einfach an einer fehlenden überzeugenden Geschichte, die alles zusammenhält. Es gibt keine wirkliche Story, sondern mehr eine Aneinanderreihung von Episoden. I SELL THE DEAD ist als Horrorkomödie gescheitert, weil sie nicht komisch, sondern unwitzig ist und viel zu langweilig daherkommt. Schade, Chance vertan. Der Stoff hätte mehr hergeben können.