Halloween [DVD] – Review – DVD-PALACE ® Home Entertainment

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Ein Review von Danny Walch

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Als der zehnjährige Michael Myers (Daeg Faerch) in der Nacht von Halloween zum ersten Mal mordet, sind die Bewohner der Kleinstadt Haddonfield in Illinois fassungslos. Nur zu gern möchte man diesen schrecklichen Vorfall schnell vergessen. Michael wird in eine geschlossene Anstalt gesteckt, wo Dr. Loomis (Malcolm McDowell) jahrelang versucht, mit dem Jungen zu kommunizieren. Während sich Haddonfields Teenager Jahre später auf ein neues Halloween vorbereiten, flieht der inzwischen 25-jährige Michael (Tyler Mane) aus der Anstalt. Und nun ist niemand mehr vor dem eiskalten Maskenmörder sicher.


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Im Handel ab: 07.04.2008
Anbieter: Universum Film / Senator Home Entertainment
Originaltitel: Halloween
Genre(s): Horror
Regie: Rob Zombie
Darsteller: Scout Taylor-Compton, Malcolm McDowell, Tyler Mane, Brad Dourif, Sheri Moon, William Forsythe, Danny Trejo, Danielle Harris
FSK: Keine Jugendfreigabe
Laufzeit: ca. 105 min
Audio: Deutsch: DTS 5.1 Deutsch: Dolby Digital 5.1 Englisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 16:9 (2.35:1) anamorph
Medien-Typ: 1 x DVD-9
Regionalcode: 2
Verpackung: Steelbook
Untertitel: Keine Untertitel
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
Zusatzinfos:
  • Halloween
  • Infos zum Film bei der OFDb

    Infos zum Film bei der IMDb

revimg_bild-7647680 Der anamorphe 2,35:1-Transfer wurde von einem eingedeutschten Master erstellt, was man daran erkennt, dass das Zitat von Dr. Loomis am Anfang von HALLOWEEN entsprechend übersetzt wurde. Die Schärfe ist durchweg hoch und fällt auch in den vielen Nachtszenen kaum ab. Details kommen immer gut zur Geltung und Kanten werden klar abgebildet. Die Kompression hat mit dem geringen Rauschanteil auf Hintergründen kaum Mühe und tendiert nur selten zu unruhigen Strukturen. Die Farben werden stets satt, aber im Sinne des Filmstils oftmals etwas verfremdet wiedergegeben. Der Kontrast wartet mit ausgewogenen Werten sowie einem satten Schwarz auf, welches beim Finale jedoch etwas zu viel vom Geschehen verschluckt. Auffällige Schmutzpartikel oder Defekte auf dem Filmmaterial waren nicht zu entdecken. Alles in allem ein Top-Transfer in SD-Auflösung mit nur wenigen negativen Auffälligkeiten.

9von10-3750626  9 von 10 Punkten

revimg_ton-3028446 Tonal gibt es drei Alternativen auf der Disk zu vermelden. Die leider etwas uninspiriert wirkende deutsche Synchronisation liegt sowohl in DTS als auch Dolby Digital 5.1 vor, während das englische Original lediglich in letzterem Format auf den Silberling gebannt wurde. Die Mixe warten nicht mit sonderlich vielen dynamischen wie direktionalen Effekten auf, dafür gibt der Film dann wohl auch zu wenig her. Das Meiste kommt von der Front mit zugegeben toller Unterstützung von hinten bei der Wiedergabe des atmosphärischen Scores sowie diverser Umgebungsgeräusche. Der Bass pumpt dann auch entsprechend Druck in den Raum, wie bei den Surroundeffekten gibt die Action auf dem Schirm aber auch hier nicht viel Potenzial her, so dass diese Aufgabe erneut eher der Musik zufällt. Die Stimmen sind in jeder Sprachfassung perfekt zu verstehen, jedoch wirken die deutschen Sprecher deutlich zu steril. Das wird dann übel, wenn die von Kinder und Teenager kreischen und schreien, denn diese stammen aus dem Original und klingen wesentlich leiser und natürlicher als die synchronisierten Dialoge. An der allgemeinen Klangqualität gibt es nichts auszusetzen. Bässe, Mitten und Höhen werden im Rahmen der Möglichkeiten des Films nahezu optimal ausgenutzt.

8von10-2749413  8 von 10 Punkten

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Die uns vorliegende Disk mit der Kinofassung kommt im schicken Steelbook daher und verfügt über deutsche Untertitel. Ausführliches Bonusmaterial steht hier außer dem Kinotrailer nicht zur Verfügung, dafür muss man sich die 3-Disk Special Edition kaufen.

1von10-1068976  1 von 10 Punkten

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Technisches Fazit:  7von10-5865075  7 von 10 Punkten

Kultregisseur John Carpenter schuf 1978 den Low-Budget-Horrothriller HALLOWEEN, welcher sich weltweit zu einem Hit entwickelte und nicht weniger als sieben Sequels nach sich zog. Nachdem der letzte Beitrag, HALLOWEEN 8: RESURRECTION außer dem Tod der Figur Laurie Strode (gespielt von Jamie Lee Curtis) nichts Neues zu bieten hatte und dementsprechend auch bei den Kritikern baden ging, musste dringend eine Frischzellenkur her. Auf der Suche nach einem Regisseur für Teil 9 bot sich Rob Zombie an, der mit seinen Beiträgen HAUS DER 1000 LEICHEN sowie THE DEVIL’S REJECTS in den letzten Jahren neuen Schwung ins Horrorgenre gebracht hatte. Aus dem achten Sequel wurde jedoch alsbald ein Remake des Originals, was die Fangemeinde des mittlerweile zum Kult avancierten Serienkillers Michael Myers in eine gewisse Erwartungshaltung versetzte. Das Ergebnis ist ein zwiespältiges. HALLOWEEN beginnt damit, dass man versucht, Michael Myers, eine Vergangenheit zu geben. Die knappe erste Hälfte des Films sieht man ihn im Kreise seiner verkommenen White-Trash-Familie: Mutter (Rob Zombies Ehefrau Sheri Moon Zombie) eine Stripperin, Stiefvater ein versoffener Taugenichts, Schwester ein verkommenes Luder. Früh beginnt Michael damit, Tiere zu quälen und zu töten. Als die Hänseleien der Mitschüler irgendwann überhand nehmen, macht er auch vor Menschen und schließlich seiner Familie nicht halt. Nur die kleine Baby-Schwester wird verschont. Diese wird adoptiert und heißt fortan Laurie Strode (Scout Taylor-Compton, ZOMBIES), was ihren infernalischen Bruder jedoch 15 Jahre später nicht daran hindert, den Fängen seines Therapeuten Dr. Loomis (Malcolm McDowall) zu entkommen und sein Werk zu vollenden. Nach dieser sehr ausführlichen Hintergrundgeschichte von Michael Myers erzählt Regisseur Rob Zombie den Inhalt des Originals fast 1:1 nach, sogar die Optik wirkt oftmals sehr ähnlich. Das Problem des Films ist nur, dass er diesen Part dermaßen straff zusammenpresst, dass bald Anflüge von Monotonie aufkommen. Myers flitzt von Haus zu Haus und murkst eine Person nach der anderen ab wie ein Fließbandarbeiter. Immerhin geschieht das in drastisch-blutigen Bildern, was zugegeben einen nicht zu unterschätzenden Unterhaltungsfaktor darstellt. Das Finale im Myers Haus ist dann wieder fast zu lang geraten und in mehrere Phasen unterteilt. Zuerst bekommen es Laurie und ihre zu beaufsichtigenden Kinder mit Myers zu tun, danach die Polizei, anschließend Laurie und Loomis gemeinsam, bevor das Kindermädchen sich am Ende allein gegen ihren Bruder stellen muss. Die Darsteller spielen zwar nicht oscarreif, aber solide. Vielleicht wird ein bisschen zu viel gekreischt und geschrien, das nervt nämlich irgendwann etwas. In Nebenrollen sind übrigens noch einige bekannte Gesichter wie Brad Dourif, Danny Trejo oder Sid Haig zu sehen. Die uns vorliegende Kinofassung ist nach Meinung des Rezensenten der Unrated-Fassung vorzuziehen, da jene eine völlig überzogene, unpassende sowie unglaubwürdige Version des Ausbruchs von Michael Myers aus der Psychiatrie enthält, in welcher zwei Wärter eine Insassin vergewaltigen. Insgesamt kann man HALLOWEEN als einen soliden Horrorfilm mit tollem Score bezeichnen, der nicht an das Original herankommt, aber gute Ansätze hat, doch durch zu viel Straffung gegen Ende an Spannung und Atmosphäre einbüßt. Gorehounds und Rob-Zombie-Jünger werden dennoch gut bedient. Die Disk aus dem Hause Universum/Senator Film zeigt die Kinofassung in bestechender Bild- und Tonqualität. Bonusmaterial lag uns leider nicht zum Test vor.