H6 – Tagebuch eines Serienkillers [DVD] – Review – DVD-PALACE ® Home Entertainment

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Ein Review von Dennis Meihöfer

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25 Jahre nach dem Mord an seiner Freundin wird Antonio Frau aus dem Gefängnis entlassen. In der Haft ist ein teuflischer Plan in ihm herangereift: Die Welt von ihrem Abschaum zu befreien und zum größtern Serienkiller aller Zeiten zu werden. Als er unverhofft ein heruntergekommenes Hotel erbt, sieht der Psychopath seine zeit gekommen. Im Zimmer Nr. 6 des Hoztel ‘reinigt’ er seine Opfer, während er nach außen ein scheinbar normales Leben neben seiner neuen Ehefrau führt. Eines Tages begeht er einen Fehler und wird von der Polizei verhaftet. Damit kommt er seinem Plan, reich und vor allem berühmt zu werden, ein ganzes Stück näher…


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Im Handel ab: 16.02.2007
Anbieter: Sunfilm Entertainment / Tiberius Film GmbH
Originaltitel: H6: Diario de un asesino
Genre(s): Horror
Thriller
Regie: Martín Garrido Barón
Darsteller: Fernando Acaso, Angel Alarcon, Raquel Arenas, Ruperto Ares, María José Bausá, Ramón Del Pomar, Miquel Fernandez, Martín Garrido, Antonio Mayans, Sonia Moreno, Xènia Reguant, Mark San Juan, Alejo Sauras, Elena Seguí, Miquel Sitjar
FSK: JK/SPIO
Laufzeit: ca. 92 min
Audio: Deutsch: DTS 5.1 Deutsch: Dolby Digital 5.1 Spanisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 16:9 (1.78:1) anamorph
Medien-Typ: 1 x DVD-9
Regionalcode: 2
Verpackung: Amaray Case
Untertitel: Deutsch,
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Interviews
  • Behind the Scenes
Zusatzinfos: Im Gegensatz zur Verleihfassung (Spio/JK) und den Veröffentlichungen in Östereich sowie der Schweiz ist die Kauf-DVD (keine Jugendfreigabe) um einige Minuten geschnitten.

Infos zum Film bei der OFDb

Infos zum Film bei der IMDb

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revimg_bild-7626581 H6 – TAGEBUCH EINES SERIENKILLER liegt im anamorphen 1.78:1 Format vor und kann leider nur bedingt überzeugen. Das Geschehen spielt überwiegend in düsteren Situationen, so dass dem Schwarzwert eine wichtige Stellung zuteil wird. Leider ist dieser zu dominant ausgefallen, weshalb viele Inhalten oft im dunklen Dickicht „ersaufen“. Passend hierzu ist der Kontrast gering gehalten und verleiht dem Geschehen mit den etwas blassen Farben einen erdigen Look. Dies scheint gewollt zu sein und passt zur Thematik des Filmes. Gegen Ende gibt es zwei, drei Szenen, in dem das Schwarz zu einem Blau tendiert – möglicherweise ein Fehler in der Abtastung. Leider ist die Schärfe über die gesamte Laufzeit etwas wechselhaft ausgefallen. Zwar weiß sie meist zu gefallen und zeichnet auch feinere Strukturen einigermaßen präzise ab, jedoch tauchen immer wieder Szenen auf, in denen das Bild schlicht verwaschen ausschaut. Hintergrundrauschen ist durchgehend vorhanden und fällt je nach Situation mal mehr oder weniger deutlich ins Auge.

Filmbilder
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7von10-1234378  7 von 10 Punkten

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Die deutsche Synchronisation liegt in zwei Abmischungen vor: Dolby Digital 5.1 sowie DTS 5.1. Letztere Spur hat einen etwas kraftvolleren Bass und ist auf dem Center deutlich lauter. Unterschiede im Raumklang gibt es nicht, wobei das mögliche Potential leider nicht erreicht wird. Deutliche Aktivitäten aus den Rears gibt es lediglich bei Szenen, in denen der Score einsetzt. Dabei kommt der Sound gut hörbar aus dem hinteren Bereich und sorgt auch dank des gelungenen Basses für eine stimmige Atmosphäre. Im krassen Gegensatz hierzu stehen die ruhigeren Passagen, bei denen man kaum räumlichen Klang vernehmen kann. Feinere Umgebungsgeräusche sind ebenso Mangelware wie ortbare Effekte, wobei der Film hierfür durchaus entsprechende Situationen geboten hätte. Der spanische Originaltrack in Dolby Digital 5.1 unterscheidet sich zum deutschen Pedant nur durch etwas leisere Stimmen.

7von10-1234378  7 von 10 Punkten

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Sehr schön gelungenen ist das Hauptmenü der Disk, welches dezent animiert und mit Musik unterlegt wurde. Unter Interviews verbergen sich Statements von Fernando Acaso (5:43 Min.), Martin Garrido (1:41 Min.) sowie Alejo Sauras (1:05 Min.), welche alle etwas über ihre Rollen sowie den Film erzählen. Behind the Szenes (18:55 Min.) zeigt unkommentierte Aufnahmen der Dreharbeiten. Abgerundet wird die Disk durch acht Trailer, darunter den deutschen sowie originalen zu H6. Für den Hauptfilm und die Interviews liegen abschließend noch deutsche Untertitel vor.

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Technisches Fazit:  6von10-8763586  6 von 10 Punkten

H6 – TAGEBUCH EINES SERIENKILLER ist ein verstörtes Stück Kino aus Spanien, das die dunkle Seite eines Menschen aufzeigt. Antonio Frau ist auf den ersten Blick ein normaler Mann mittleren Alters. Durch sein freundliches Auftreten lockt er ahnungslose Prostituierte in sein Hotel, um dort seinen grausamen Plan, die Welt von ihrem menschlichen Abschaum zu befreien, auszuführen. So hat er in Zimmer Nr. 6 einen abgeschotteten Raum gestaltet, in dem er seine Opfer langsam quält, sie anschließend zerstückelt und in der Gegend verstreut verscharrt. All dies wird fein säuberlich in seinem Tagebuch notiert, um eines Tages reich und berühmt zu werden… Marín Garrido Barón schuf mit H6 – TAGEBUCH EINES SERIENKILLER einen sehr interessanten Film über die Taten eines psychopathischen Serienkillers. Gerade die entsprechenden Szenen, in denen Antonio Frau seine Opfer quält und ermordet, haben grausige Stimmungen, ohne dass die direkten Taten gezeigt werden. So gibt es beispielsweise beim ersten Mord, als die Prostituierte zersägt wird, nur die entsprechenden Bewegungen und viel Blut zu sehen. Hier legte Barón Wert auf die entsprechende Atmosphäre, um die Grundstimmung durchweg bedrückend zu halten. Der Streifen ist deswegen auch keine leichte Kost, da sich zwischen den Taten viel Zeit für den Aufbau des Charakters mit seinen krankhaften Phantasien genommen wird. Wer einen „actionreichen“ Film wie HOSTEL oder SAW erwartet, der ist hier völlig falsch. H6 wurde in ungeschnittener Form der FSK vorgelegt, rasselte jedoch laut Jörg Bauer von Sunfilm mit „lautem Gepolter“ durch die Prüfung. Das begehrte „Keine Jugendfreigabe“-Siegel, welches auch vor einer Indizierung schützt, bekam leider nur eine um zirka zehn Minuten geschnittene Fassung. Während diese für den Verkauf bestimmt ist, wird die ungeschnittene Version mit einer SPIO/JK-Freigabe im Verleih sowie in Österreich und der Schweiz erhältlich sein. Technisch eine durchaus gelungene Veröffentlichung, wobei die Bild- und Tonqualität besser sein dürfte. Bonusmaterial ist nur wenig vorhanden und bietet leider auch keine tiefgründige Hintergrundinformationen.