Darf ich bitten? [DVD] – Review – DVD-PALACE ® Home Entertainment

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Ein Review von Marcus Kampfert

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Anwalt John Clark (Richard Gere) hat alles, was man sich für ein glückliches Leben wünschen könnte. Und doch hat er das Gefühl, dass ihm etwas fehlt. Spontan folgt er eines Abends einer bildschönen Frau (Jennifer Lopez) in ein Tanzstudio und lässt sich für Tanzstunden einschreiben, um sie kennen zu lernen. Bald schon muss er feststellen, dass seine Begeisterung für die attraktive Paulina verblasst im Vergleich zu seiner wachsenden Leidenschaft für das Tanzen. Fieberhaft bereitet er sich auf den größten Tanzwettbewerb Chicagos vor – und ruft damit seine Frau (Oscar®-Preisträgerin Susan Sarandon) auf den Plan, die gerne wüsste, wo ihr Gatte einen immer größeren Teil seiner Freizeit verbringt….

Ein wunderbarer Film über Liebe, Träume und unerfüllte Lebenswünsche, der seinen großartigen Stars auf den Leib geschrieben wurde. Richard Gere, Jennifer Lopez und Susan Sarandon laufen zu Höchstformen auf!


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Im Handel ab: 17.03.2005
Anbieter: Buena Vista Home Entertainment
Originaltitel: Shall We Dance
Genre(s): Komödie
Regie: Peter Chelsom
Darsteller: Richard Gere, Jennifer Lopez, Susan Sarandon, Stanley Tucci, Bobby Cannavale, Lisa Ann Walter, Omar Benson Miller, Anita Gillette, Richard Jenkins, Nick Cannon, Mya, Onalee Ames, Sharon Bajer, J.D. Crew, Tamara Hope, Kim Kindrick, Stan Lesk, Sean O’Brian, Melissa Panton, Diana Salvatore, Stark Sands, Maria A. Sotiropoulos, David Sparrow, Denis Tremblay, Katya Virshilas, Deborah Yates
FSK: o. A.
Laufzeit: ca. 102 min
Audio: Deutsch: Dolby Digital 5.1 Englisch: Dolby Digital 5.1

Spanisch: Dolby Digital 5.1

Bildformat: 16:9 (1.85:1) anamorph
Medien-Typ: 1 x DVD-9
Regionalcode: 2
Verpackung: Amaray Case
Untertitel: Englische Untertitel für Hörgeschädigte, Deutsch, Englisch, Türkisch, Serbisch, Spanisch, Kroatisch, Slowenisch, Estnisch, Hebräisch, Arabisch,
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Audiokommentar vom Regisseur Peter Chelsom
  • Tanzsaal für Anfänger
  • Hinter den Kulissen
  • Die Musik zum Film
  • Musikvideo „Sway” von Pussycat Dolls
  • Zusätzliche Szenen
  • Alternatives Ende
Zusatzinfos:
  • Kinostart: 04.11.2004
  • Infos zum Film bei der OFDb

    Infos zum Film bei der IMDb

revimg_bild-5051380 Die Farben des anamorphen Transfers erweisen sich als sehr gut gesättigt, aber noch natürlich. Der Kontrast bekommt auf Grund der angepassten, immer perfekten Ausleuchtung keinerlei Probleme mit der Darstellung von wichtigen Bilddetails. Der Schwarzwert kann als gut bezeichnet werden. Bei der Schärfe gilt es leichte Abstriche zu machen: Sowohl an den Kanten, die teils eine Überschärfung zeigen, als auch in den Feinheiten, die das letzte Quäntchen in der Ausarbeitung vermissen lassen, deutet sich der digitale Filtereinsatz an. Immerhin ist jedoch kaum Hintergrundrauschen zu sehen und auch die Anzahl an Kratzern hält sich erwartungsgemäß in Grenzen. Die Konturen wirken mitunter in Totalen etwas ausgefranst und große homogene Flächen zeigen Blockrauschen, was der erhöhten Kompressionsrate zu schulden kommen könnte. Da das Bild insgesamt recht sauber ist und ruhig läuft, wird noch ein gewisses Maß an Plastizität und Tiefe bewahrt, wodurch es alles in allem doch zu verdienten sieben Punkten reicht.

7von10-3010784  7 von 10 Punkten

revimg_ton-5038198 DARF ICH BITTEN? bietet das erwartete tonale Ambiente. Hervorzuheben ist der stets sehr bassstarke, dynamisch ausgefeilte und raumgreifende Soundtrack, der von Tanzrhythmen dominiert wird. Gerade in den Szenen auf den Turnieren kommt richtiges „Mittendrinfeeling” auf. Ansonsten bietet der Film wenig Platz für große Effekte und so sind es lediglich Hintergrundgeräusche, die sich in einigen Abschnitten wohltuend im Raum ausbreiten (z.B. Straßenverkehr). Die Synchronstimmen erklingen stets gut verständlich aus dem Center. Gerade bei der Musik fällt ein wirklich hoher Frequenzumfang auf, der für ein sauberes und weites Klangbild sorgt. Im Rahmen der Möglichkeiten ein wirklich guter Mix, dem das englischsprachige Original in Sachen Natürlichkeit noch leicht überlegen ist.

7von10-3010784  7 von 10 Punkten

revimg_bonus-9343468 Nach Einlegen der Disc erwartet einen zunächst die bei Buena Vista standardmäßig vor den Film gelegte, per Fernbedienung überspringbare Trailershow bevor es weiter zum Hauptmenü geht. Dieses ist musikuntermalt und mit bewegten Filmszenen hinterlegt, animierte Übergänge führen zu den Unterpunkten mit stummen Standbildern. Die Extras sind unter „Bonusmaterial” abgelegt.

Den Anfang macht der Audiokommentar von Regisseur Peter Chelsom, der zwar mit der Zeit etwas monoton wirkt, aber viele interessante Fakten zu allen Bereichen der Filmentstehung bietet. So erfährt man z.B., dass lediglich einige wenige Szenen in Chicago gedreht wurden und ein Großteil in Winnipeg entstand, die im Film zu hörenden Walzer extra komponiert wurden oder der Part von Jennifer Lopez erst ins Drehbuch reingeschrieben und dann letztendlich doch erheblich zusammengestrichen wurde. Das Featurette „Tanzsaal für Anfänger” (0:06:21) ist nicht etwa ein Videokursus, sondern ein Zusammenschnitt von Statements mit Cast und Crew sowie Seteinstellungen und Archivmaterial, der die Tanzszenen und Hintergründe beleuchtet. Bei Hinter den Kulissen (0:23:03) handelt es sich eher um das „Making Of”, welches allerdings zum Großteil als Werbefeaturette durchgeht, da es neben vielen Filmszenen nur wenige aussagekräftige Statements bietet, denn meist umreißen die Sprecher nur ihre Rolle, die Story oder Lobpreisen die Beteiligten.

Die Musik zum Film (0:03:55) gibt einen kurzen Einblick in die modernen und klassischen Musikelemente. Fünf Zusätzliche Szenen wahlweise mit Regiekommentar (0:17:32) werden dann noch angeboten. Sie umfassen neben einem alternativen Anfang zwei der angesprochenen weggestrichenen Szenen mit Jennifer Lopez sowie zwei verlängerte Einstellungen und können zusammen oder einzeln angeschaut werden; der Kommentar erklärt deren Wegfall im Endschnitt. Zum Abschluss gibt es noch das Musikvideo „Sway” von den Pussycat Dolls. Die Videoclips sowie der Audiokommentar bieten allesamt optionale Untertitelung und liegen in guter Bildqualität vor. Drei Sprachen und 13 anwählbare Untertitelspuren (inkl. Suaheli und Arabisch) sind ebenfalls erwähnenswert.

Wirklich informativ ist nur der Audiokommentar, die anderen Features sind zu oberflächlich und enthalten sehr viele Filmszenen.

4von10-1094742  4 von 10 Punkten

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Technisches Fazit:  6von10-4980825  6 von 10 Punkten

Das Original von SHALL WE DANSU?/SHALL WE DANCE? aus dem Jahr 1996 kommt aus Japan und dürfte hierzulande weitestgehend unbekannt geblieben sein. Die Amerikaner haben es sich allerdings zur Aufgabe gemacht, erfolgreiche Filme aus Fernost über den Teich zu holen und für das eigene Publikum kompatibel zu machen. Nicht immer wird ein Streifen dadurch auch besser, wie das vorliegende Beispiel beweist. Aus der subtilen und fast verschämten Inszenierung eines soziokulturellen Tabus bei Masayuki Suo, wird eine typisch amerikanische Märchenschnulze für Erwachsene. Da versammeln sich die typischen ethnischen und sozialen Gruppen zum gemeinsamen Aufbruch zur neuen Bestimmung in schwelgerischen, kitschigen und knallbunten Bildern, werden wie selbstverständlich alle (zu erwartenden) Konflikte über Bord geworfen, um klischeehaft und hollywoodlike auf ein vorsehbares Happy End zuzusteuern. Selbst ein vermeintliches Traumcast mit Richard Gere, Susan Sarandon und Jennifer Lopez in den Hauptrollen vermag dem Film keine (inhaltliche) Substanz zu verleihen, was vor allem am routinierten, viel zu emotionslosen Spiel derer liegt. Farbe ins Stück bringen da schon eher die Nebendarsteller, wie der famos aufspielende Stanley Tucci, die schräg-witzige Lisa Ann Walter (Bobby), die an eine junge Bette Midler erinnert oder Richard Jenkins als Privatdetektiv mit Gewissen. Gerade das Zusammenspiel von Gere und der Lopez funktioniert leider außerhalb der Tanzszenen überhaupt nicht und belastet den ohnehin eher lahmen Plot. Der handwerklich solide Film ist für Tanzfanatiker und Fans der Schauspieler sicherlich noch sehenswert, darüber hinaus wird es aber wohl überwiegend enttäuschte Zuschauer geben! In technischer Hinsicht kann man aber Buena Vista und der Disc keine Vorwürfe machen. Bild und Ton sind überdurchschnittlich und die Extras bieten einen, wenn auch eher oberflächlichen Einblick in die Entstehung des Films.