Daniel Defoe – Robinson Crusoe auf dem Mars [DVD] – Review – DVD-PALACE ® Home Entertainment

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Ein Review von Carlito Brigante

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Commander Christopher Draper (Paul Mantee) und Colonel Dan MacReady (Adam West) umkreisen auf einer wissenschaftlichen Mission den roten Planeten Mars. Als ihnen nur noch ein Experiment mit dem Bordäffchen Mona vor ihrer Heimreise fehlt, tritt ein Meteor in das Gravitationsfeld des Mars ein, was das Raumschiff aus dem stabilen Orbit bringt. Notgedrungen müssen beide per Rettungskapseln auf den Planeten runter. Nach der Landung sieht sich Draper einer feindlichen Umwelt mit leidlich atembarer Luft gegenüber, der ständigen Bedrohung durch seltsame Feuerbälle ausgesetzt. Schon bald muss er feststellen, dass MacReady die Landung nicht überlebt hat, aber dank Mona findet er in Höhlen unter der Oberfläche Essbares vor und kann im Laufe der Zeit durch Einfallsreichtum sogar die Sauerstoffprobleme bezwingen. Doch dann findet er erst ein Skelett und später taucht ein Raumschiff in der Nähe auf, offensichtlich eine Rasse, die andere Wesen versklavt. Als jedoch einer der Sklaven flieht, entscheidet sich Draper zum Eingreifen…


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Im Handel ab: 19.01.2012
Anbieter: SchröderMedia Handels GmbH & CO KG / White Goatee Films (WGF)
Genre(s): Science Fiction
Western
Regie: Byron Haskin
Darsteller: Paul Mantee, Vic Lundin, Adam West
FSK: 12
Laufzeit: ca. 96 min
Audio: Deutsch: Dolby Digital 1.0 Mono Englisch: Dolby Digital 1.0 Mono
Bildformat: 16:9 (2.35:1) anamorph
Medien-Typ: 1 x DVD
Regionalcode:
Verpackung: Amaray Case
Untertitel: Keine Untertitel
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Musikvideo(s)
  • Wendecover
  • Featurette „Destination Mars”
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb

revimg_bild-5181137 Der Film liegt in seinem originalen Bildformat von 2,35:1 (anamorph) vor. Der in Techniscope gedrehte Film macht auf DVD eine solide Figur, weist aber einige Mankos auf. Die Schärfe ist nur mäßig, weshalb Nahaufnahmen noch ganz gut aussehen, Totalen aber schon deutlich detailärmer und deshalb weicher. Der Kontrast ist ausgewogen, der Schwarzwert satt. Die Farben sind recht kräftig. Sicher auch dank des Filmkorns gibt es ein deutliches Bildrauschen. Die Kompression arbeitet unauffällig.

7von10-8215407  7 von 10 Punkten

revimg_ton-6526378 Deutsch: Dolby Digital 1.0 Mono (Mit Nachsynchro) Englisch: Dolby Digital 1.0 Mono Deutsch: Dolby Digital 1.0 Mono (Mit O-Ton ohne UT) Die deutsche Synchro liegt in zwei Fassungen vor. Einmal mit einer Nachsynchro für die wieder eingefügten fehlenden Szenen, der Film liegt nun also erstmals komplett in Deutsch vor, und einmal in einer Fassung, in der die fehlenden Stellen im englischen Original ohne Untertitel sind. Die deutsche Version weist diverse Unsauberkeiten in den Dialogen auf: Es rauscht, zischt und knackt wiederholt, auch wenn dies die Verständlichkeit nicht weiter beeinträchtigt. Die englische OF ist ein wenig leiser und klingt auch einen Tick dumpfer, dafür ist sie aber auch frei von Unsauberkeiten oder sonstigen Fehlern. Es gibt keinerlei Untertitel.

6von10-4818830  6 von 10 Punkten

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Die Extras bestehen aus einer Featurette: „Destination Mars” (ca. 19 min), die sich mit dem Realitätsgehalt des Filmes beschäftigt und inwieweit das Gezeigte wissenschaftlich haltbar ist (hier kommen entsprechende Experten zu Wort), einem Musikvideo (ca. 4 min) und einem Trailer. Die Extras liegen alle nur in Englisch ohne jegliche Untertitel vor. Zum Vergleich: Auf der US-DVD gibt es noch einen Audiokommentar von Regisseur Byron Haskin, Drehbuchautor Ib Melchior, den Schauspielern Paul Mantee und Victor Lundin, Produktionsdesigner Al Nozaki und Filmhistoriker Robert Skotak.

3von10-6543553  3 von 10 Punkten

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Technisches Fazit:  6von10-4818830  6 von 10 Punkten

ROBINSON CRUSOE ON MARS (USA, 1964) ist eine freie Adaption des Roman-Klassikers von Daniel Defoe. Im vorliegenden Fall wurde daraus sogar eine Science Fiction-Version, die, wie der Titel schon sagt, auf dem Mars spielt. Der Handlungsablauf bleibt im Grunde derselbe: Strandung, Überlebenskampf, Rettung von „Friday”/”Freitag”, nur die kleineren Zutaten rundherum sind ein wenig anders. Der frühere Spezialeffekte-Macher und spätere Regisseur Byron Haskin, auch verantwortlich für Filme wie THE WAR OF THE WORLDS (Kampf der Welten, 1953) und den Paranormal-Thriller THE POWER (Die sechs Verdächtigen, 1968), lieferte einen ebenso naiven wie schlichten Abenteuerfilm ab, der dennoch den Charme alter Produktionen versprüht, gerade weil er so unbedarft seine Geschichte erzählt. Die Lebensumstände auf dem Mars (flüssiges Wasser, Kanäle, Sauerstoff, etc.) erscheinen uns heute völlig falsch, beruhen aber tatsächlich auf dem wissenschaftlichen Kenntnisstand zu Beginn der 1960er Jahre, also noch vor der Mondlandung und weiterführenden Forschungsergebnissen durch Sonden. Die Beteiligung von Haskin als Regisseur könnte man auch daran erkennen, dass hier die gleichen Raumschiffe wie schon in THE WAR OF THE WORLDS eingesetzt wurden, wenngleich minimal verändert. Aus heutiger Sicht sind die visuellen Effekte natürlich veraltet und wirken weniger überzeugend als zu ihrer Entstehungszeit, aber dies unterstreicht nur den altmodischen Charme. NOTLANDUNG IM WELTRAUM (alter dt. Kinotitel) bzw. ROBINSON CRUSOE AUF DEM MARS mag insgesamt ein wenig bieder und mit wenig „Action” ausgestattet erscheinen, ist aber feine Sci-Fi-Kost in „Old-School-Manier”.