Zombie – Dead/Undead [Blu-ray] – Review – DVD-PALACE ® Home Entertainment

0

Ein Review von Carlito Brigante

revimg_inhalt-1709712

Es geht um Macht, Herrschaft und Unterjochung. Wahnsinnige Vampire setzen einen Virus frei, der friedliche Blutsauger in durchgeknallte Zombies verwandelt, mit einem schier unstillbaren Hunger auf Fleisch – egal ob von Menschen oder Vampiren. Eine Eliteeinheit der Vampire, rekrutiert aus allen Epochen seit Anbeginn der Zeit, versucht diese Zombies und die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Inmitten des Wahnsinns gerät eine Gruppe menschlicher Teenager zwischen die Fronten. Sie haben nur eine Chance zu überleben: Sie müssen sich den Kriegern gegen das Böse anschließen.


coververgroessern-9320102

revimg_ausstattung-9145042

Im Handel ab: 17.04.2013
Anbieter: Eurovideo Bildprogramm GmbH / MIG Film GmbH
Originaltitel: The Dead Undead
Genre(s): Horror
Regie: Matthew R. Anderson, Edward Conna
Darsteller: Luke Goss, Cameron Goodman, Vernon Wells
FSK: 18
Laufzeit: ca. 92 min
Audio: Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1 Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Bildformat: High Definition (1.77:1) – 1080p
Medien-Typ: 1 x Blu-ray
Regionalcode: B
Verpackung: Blu-ray Case
Untertitel: Keine Untertitel
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Wendecover
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb

revimg_bild-8870434 Die Bildqualität dieses Low-Budget-Flicks ist nur mäßig. Der Film (1,77:1; 1080p) wurde angeblich auf 16mm gedreht, was die Körnigkeit und das daraus resultierende Rauschen des Bildes erklärt. Dieses ist insbesondere in den Nachtszenen teil ziemlich heftig. Das führt auch zur eher mauen Schärfe. Das Bild wirkt generell etwas weich und bringt kaum Details hervor. Der Kontrast ist meistens recht ausbalanciert, aber viele Szenen sind schlecht beleuchtet und da hilft auch kein sauberer Kontrast mehr. Die Farben sehen recht kräftig aus. Die Kompression arbeitet weitgehend unauffällig.

6von10-9748964  6 von 10 Punkten

revimg_ton-1837179 Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1 Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1 Es gibt optionale deutsche Untertitel. Der Ton und seine Abmischung beeindrucken kaum. Da der Film recht dialoglastig ist, spielt sich das Geschehen überwiegend auf der Front ab. Aber auch die Ballereien und die Metal-Untermalung bleiben frontlastig, da die Rears nur recht verhalten eingesetzt werden. So stellt sich auch nie eine wirklich brauchbare räumliche Atmosphäre ein. Immerhin klingt die OF etwas natürlicher als die leicht sterile Synchro, die sowieso wieder einmal billig und alles andere als überzeugend klingt.

7von10-6068903  7 von 10 Punkten

revimg_bonus-4761784 Keine Extras.

1von10-3682799  1 von 10 Punkten

revimg_fazit-6947616

Technisches Fazit:  6von10-9748964  6 von 10 Punkten

ZOMBIE – THE DEAD UNDEAD heißt eigentlich nur THE DEAD UNDEAD (USA, 2011). Ob es da den Titelzusatz gebraucht hätte? Aber die – deutschen – Verleiher bevorzugen ja Titel, die einem schon ins Gesicht schreien, was einen erwartet, was auch die mangelnde Kreativität im Horrorgenre erklärt, wo viele neue Filmtitel offensichtlich aus einem Bullshit-Bingo entstanden sind, in dessen Pool scheinbar ausschließlich Wörter wie „of-the-Dead”, „Saw”, „Chainsaw”, „Massacre”, „Zombie”, „Vampir”, „Killing”, „Slaughter” und ähnliches enthalten sind. Das vorliegende Werk versucht es mit einer ganz neuen Masche: Zombies und Vampire sind angesagt, immer noch oder mal wieder, ganz wie man will, warum also nicht innovativ sein und es mit Zombie-Vampiren versuchen. Ja, genau, richtig gelesen/gehört: ZOMBIE-VAMPIRE, im Film hip als ZV’s bezeichnet! Doch worum geht es? Frei von unnötigen Bürden wie einem (vernünftigen) Drehbuch hangelt sich hier eine Gruppe illustrer Typen durch das Werk. Erst steht eine Gruppe Teens im Mittelpunkt, dann ein Trupp Vampire, und alle treten gegen Zombie-Vampire an. Die anfänglichen Teenies werden schnell aus der Story genommen und die Erzählperspektive verlagert. Das führt dazu, dass man mit keinem Charakter so richtig warm wird. Ohne zu viel verraten zu wollen, aber die Story birgt ein paar hanebüchene Wendungen, die unter anderem Anlass für einige Flashbacks in die Vergangenheit einiger Protagonisten sind. Die Plotlöcher werden großzügig mit Schießereien gefüllt. Es wird deshalb viel herum geballert, weshalb der Streifen mehr wie ein Actionfilm als ein Horrorfilm wirkt. Die Protagonisten betonen allerdings die ganze Zeit, wie wenig Munition sie noch haben und wie sparsam sie sein müssen, aber das hält sie nicht davon ab, mit Dauerfeuer um sich zu schießen, als gäbe es kein Morgen und der Nachschub würde auf Bäumen wachsen. Stellenweise wirkt das ganze Schauspiel wie ein „Gun-Porn”: immer wieder gibt es Zeitlupen von schießenden Sturmgewehren, MGs und anderen Waffen, wie Hülsen ausgeworfen werden und zu Boden fallen. Jedoch sieht alles etwas billig und wenig ästhetisch oder gar stylisch aus. Und das die Bilder auch noch mit Metal-Gedöns einfachster Couleur unterlegt sind macht es nicht besser. Die dargestellte Gewalt schwankt zwischen blutarmem Umfallen und Splattereinlagen wie Kopf wegpusten, Gliedmaßen wegballern und Leiber durchlöchern. Die Blutfontänen stammen praktisch alle aus dem Computer und leider sehen die CGI-Effekte recht kostengünstig und manchmal sogar dämlich aus. Da man aber bei den Shootouts – erfreulicherweise – echte Platzpatronen verballerte, was in Low-Budget-Filmen auch immer seltener wird, hatte man wohl kein Geld mehr für ansehnliche und überzeugendere visuelle Effekte. Der Gesamteindruck ist also ziemlich trashig, was durch die unterirdische deutsche Synchronisation noch verstärkt wird. Der unfreiwillige Unterhaltungseffekt dauert aber nicht lange an. Schade eigentlich, der Ansatz zu einem beknackten, aber formidablen Party-Tape war anfangs durchaus da!