Tarantula [Blu-ray] – Review – DVD-PALACE ® Home Entertainment

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Ein Review von Danny Walch

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Beim Brand eines Laboratoriums in der kalifornischen Wüste, wo ein Forscher mit Wachstumsbeschleunigungen experimentiert, entweicht eine giftige Tarantel. Bald erreicht das Tier die monströsen Ausmaße eines Hochhauses und droht ganze Städte auszurotten. Mit Napalm-Bomben bewaffnet rückt die amerikanische Luftwaffe an, um dem Biest den Garaus zu machen.

Ein mit einfachen dramaturgischen Mitteln, aber spannend und stilsicher inszenierter Gruselfilm, der zu einem Klassiker des Genres wurde. Beiläufig, aber wirkungsvoll entwickelt er eine unterschwellige erotische und politische Mythologie: Die Spinne als Inkarnation bedrohlicher Triebe, aber auch als Ausdruck wachsender Ängste vor einem Atomkrieg.


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Im Handel ab: 12.06.2014
Anbieter: Koch Media GmbH
Originaltitel: Tarantula
Genre(s): Horror
Regie: Jack Arnold
Darsteller: John Agar, Mara Corday, Leo G. Carroll, Nestor Paiva, Ross Elliott, Edwin Rand, Raymond Bailey, Hank Patterson, Bert Holland, Steve Darrell, Dee Carroll, Edgar Dearing, Don Dillaway, Clint Eastwood, Jane Howard, James Hyland, Tom London, Bob Nelson, Eddie Parker, Ray Quinn, Vernon Rich, Bing Russell, Robert R. Stephenson, Jack Stoney, Stuart Wade, Billy Wayne, Rusty Wescoatt, Bud Wolfe
FSK: 12
Laufzeit: ca. 80 min
Audio: Deutsch: DTS-HD Master Audio 2.0 Englisch: DTS-HD Master Audio 2.0
Bildformat: High Definition (1.85:1) – 1080p High Definition (1.33:1) – 1080p

(s/w)

Medien-Typ: 1 x Blu-ray
Regionalcode: B
Verpackung: Blu-ray Case
Untertitel: Deutsch, Englisch,
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Super 8-Fassung
  • Normal 8-Fassung
  • Interview mit Jack Arnold
  • dt. Original-Vorspann
  • Bildergalerie mit seltenem Werbematerial
  • dt.und engl. Originaltrailer
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Technische Daten:

Codec: MPEG-4 AVC Video (High Profile 4.1) Bitrate: 30147 kbps

Auflösung: 1080p / 23,976 fps / 16:9

Das Bild von TARANTULA liegt wahlweise im Bildformat 1,37:1 (mit schwarzen Balken links und rechts) oder 1,85:1 vor. Letzteres ist das Originalformat des Films, es darf allerdings bezweifelt werden, ob das Framing auch korrekt ist, denn vergleicht man die Bildqualität der beiden Fassungen, könnte man eher darauf schließen, dass bei der Widescreen-Fassung lediglich in das 1,37:1-Bild hineingezoomt wurde und kein echtes Widescreen-Master vorlag. Darauf lässt nämlich das an den vertikalen Rändern exakt gleich beschnittene Bild schließen. Effektiv bedeutet das in der 1,85:1-Fassung einen Auflösungsverlust, da das Bild durch das Zoomen nicht mehr Bildinformationen hinzugewinnt, die vorhandenen aber auf die volle Breite des Bildes gestreckt werden. Da nicht bekannt ist, ob die 1,37:1 eine voll geöffnete Fassung darstellt – oder wie bei vielen 35mm-Produktionen rechts und links noch Bildinformationen vorhanden sind – ist das Vorgehen von Koch Media zweifelhaft. Dies wird noch unterstützt durch einige Einstellungen, wo in der Widescreen-Fassung das Framing durch angeschnittene Objekte nicht korrekt erscheint sowie durch die etwas grobere Bildqualität. Prinzipiell ist dieBildqualität in beiden Fassungen eigentlich sehr gut. Filmkorn wird sauber abgebildet, erscheint allerdings auf Grund der Produktionsumstände ziemlich stark. Der Verzicht auf Filter sorgt für sehr gute Schärfewerte, saubere Detailzeichnung sowie klare Konturen mit marginaler Nachschärfung. Ausnahme sind Einstellungen mit optischen Spezialeffekten, was aber wiederum in der Machart des Films begründet ist. Die Widescreen-Fassung wirkt minimal weicher und etwas kantiger, vermutlich durch das digital eingezoomte Bild. Die Kompression arbeitet derweil absolut sauber. Der Schwarz-Weiß-Transfer verfügt über einen vorzüglichen Kontrastumfang, der Grauabstufungen tadellos durchzeichnet. Es kommt bis auf ein paar Einstellungen mit optischen Tricks niemals zum Versumpfen von Objekten im Schwarz oder Überstrahlen von Weiß. Die Plastizität ist für einen Schwarz-Weiß-Film durchaus gelungen. Schmutz sowie analoge Defekte sind zwar auf dem Ausgangsmaterial noch zu sehen, halten sich aber in einem akzeptablem Rahmen.

8von10-4364351  8 von 10 Punkten

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Verfügbare Tonspuren:

Deutsch: DTS-HD Master Audio 2.0 / 48 kHz / 1587 kbps / 16-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)
Englisch: DTS-HD Master Audio 2.0 / 48 kHz / 1571 kbps / 16-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)

Der Sound von TARANTULA liegt sowohl in Deutsch als auch Englisch in DTS-HD Master Audio 2.0 (Mono) vor. Kanaltrennung auf der Front gibt es nicht, ebenso ist Bass quasi nicht vorhanden. Dafür ist der Klang allgemein recht satt und klar. Es gibt nur marginale Alterserscheinungen wie Knacken oder Rauschen. Verzerrungen sind praktisch nicht zu hören. Die Dialoge sind in beiden Sprachfassungen absolut sauber und bestens verständlich. Mit Siegfried Schürenberg sowie Gert Günther Hoffmann sind die Synchronsprecher auch prominent besetzt. Die allgemeine Klangqualität bietet einen klaren Sound mit leichter Mittenbetonung. Die Höhen wirken niemals kratzig oder stumpf.

5von10-6649805  5 von 10 Punkten

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Untertitel für TARANTULA gibt es in Deutsch und Englisch. Das Bonusmaterial Beginnt mit einem 26 Minuten langen Interview mit Jack Arnold, der sehr ausführlich über die damalige Zeit in Hollywood sowie die Entstehung des Films erzählt. Weiter geht es mit der Super8-Fassung sowie der Normal8-Fassung – gekürzt und in schlechter Bildqualität. Der deutsche Kinovorspann ist nostalgisch wertvoll, dasselbe gilt für den deutschen und amerikanischen Kinotrailer. Zum Abschluss darf man dann noch eine Bildergalerie anschauen.

4von10-2009603  4 von 10 Punkten

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Technisches Fazit:  6von10-6516654  6 von 10 Punkten

TARANTULA ist ein B-Monsterfilm aus der frühen Phase der berühmten Autokino-Epoche des amerikanischen Kinos – genauer gesagt aus dem Jahr 1955. Regie führte hier Genreikone Jack Arnold, der den B-Horrorfilm um etliche Klassiker wie DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS, DER SCHRECKEN SCHLEICHT DURCH DIE NACHT sowie GEFAHR AUS DEM WELTALL bereichert hat. Die Handlung ist dabei so nebensächlich wie uninteressant und dient mit seinem klassischen “Mad Scientist”-Thema nur als Aufhänger für die Monster-Sequenzen. Der Wissenschaftler Professor Deemer experimentiert mit Wachstumshormonen an Tieren und leider auch Menschen. Bei einem Kampf zwischen ihm und seinem durch ein misslungenes Experiment entstellten Kollegen wird das Labor zerstört und eine mutierte Riesentarantel entkommt in die Freiheit. Diese wächst aber immer mehr und fällt alsbald nicht nur über das Vieh der lokalen Farmer her, sondern macht auch vor Menschen nicht halt… Auch nach nunmehr 60 Jahren macht TARANTULA aus Sicht des B-Movie-Freundes immer noch einen Heidenspaß. Natürlich ist die Handlung doof, die Charakterzeichnung oberflächlich und stereotyp, aber der Charme der Spezialeffekte besitzt einen doch sehr nostalgischen und nach wie vor faszinierenden Unterhaltungswert. Eine gewisse unfreiwillige Komik kann man dem Ganzen heutzutage aber sicherlich auch nicht absprechen. Die Effekte wurden mit einer echten Tarantel gemacht, die per Doppelbelichtung in das Filmmaterial einkopiert oder per Luftdüsen über eine Modelllandschaft manövriert wurde. Die Darsteller spielen gut, aber bei dieser Art Film auch nicht allzu bemerkenswert. Erwähnenswert ist dabei ein Auftritt des damals noch völlig unbekannten Clint Eastwood als Flugzeug-Pilot. Wer auf gut getrickste Monsterfilme der 1950er Jahre und Klassiker im Allgemeinen steht, der dürfte TARANTULA auf jeden Fall seiner Sammlung einverleiben. Die Blu-ray Disc von Koch Media bietet den Film in zwei Bildformaten sowie mit gutem Sound. Das Bonusmaterial ist nicht umfangreich, aber immerhin hat man sich Mühe gegeben einiges zusammenzutragen.

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Blu-ray Player: Panasonic DMP-BDT500
Digitaler Videoprozessor: Darbee DVP5000
AV-Receiver: Yamaha RX-V2067
LED-TV: Toshiba 55YL768G

Center-Speaker: Heco Metas XT 31

Front-Speaker: Heco Celan XT 701
Surround-Speaker: Klipsch RB-51
Subwoofer: Elac SUB 111.2