Rampage – Rache ist unbarmherzig [Blu-ray] – Review – DVD-PALACE ® Home Entertainment

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Ein Quickie von Danny Walch

Unsere Wertung: 7von10-7710858

Globale Erwärmung, Welthunger, Überbevölkerung und maßloser Konsum: Bill Williamson (Brendan Fletcher, “Alone In The Dark”, “88 Minutes”) hat die Schnauze voll. Er ist genervt von seinem aussichtslosen Job, seinen unerträglichen Mitmenschen und der Welt im Allgemeinen. Doch er hat einen unglaublichen Plan, der ein besonders blutiges Zeichen setzen und ihm ein besseres Leben liefern soll. Mit einer selbst konstruierten Kevlar-Rüstung und bis an die Zähne bewaffnet, startet er eine Tötungsorgie und nimmt scheinbar grundlos eine gesamte Kleinstadt auseinander…

Technik:

Video: VC-1 (Advanced Profile 3) / 23772 kbps / 1080p / 23,976 fps / 16:9 Englisch: DTS-HD Master Audio / 5.1 / 48 kHz / 2153 kbps / 16-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit) Deutsch: DTS-HD Master Audio / 5.1 / 48 kHz / 2166 kbps / 16-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit) Kommentar engl.: DTS Audio / 2.0 / 48 kHz / 768 kbps / 16-bit

Kommentar deu: DTS Audio / 2.0 / 48 kHz / 768 kbps / 16-bit

Das Bild von RAMPAGE liegt in 2,35:1 auf dieser Blu-ray Disc vor. Die Qualität des Transfers ist sehr gut, wie man es von einer neuen Produktion erwartet. Details werden trotz der Wackeloptik noch klar gezeichnet und Konturen wirken stark, aber nicht nachgeschärft. Rauschen tut hier kaum etwas und auch die Farb- sowie Kontrastwerte machen einen ausgezeichneten Eindruck. Das Bild wirkt durchweg plastisch mit natürlichen, aber satten Tönen und einer nicht zu steilen Helligkeitsbalance. Schmutz und analoge Defekte sind nirgends zu sehen. In Sachen Sound in etwa derselbe positive Eindruck. Effekte werden vor allem bei Schießereien gut in die Surroundkulisse einbezogen, was den Tracks des Öfteren eine gute Räumlichkeit beschert. Der Subwoofer ist in diesen Szenen ebenfalls gefordert und darf viel Druck aufbauen. Sicherlich sind die beiden Tonspuren nicht so dynamisch und lebhaft wie die Tonspuren von Blockbustern, aber auch dank der super Dialogwiedergabe inklusive überzeugender Synchronisation wird hier letztendlich eine überzeugende Technik geboten. Deutsche Untertitel sind für RAMPAGE natürlich ebenso vorhanden wie zwei Audiokommentare von Uwe Boll – einer in Deutsch, der andere in Englisch. Wie gewohnt nimmt Boll hier kein Blatt vor den Mund, erläutert die momentane Situation in der Industrie, sinniert über den Weltuntergang und schimpft auf das Fernsehen sowie das Studiosystem Hollywoods. Das Making Of zum Film dauert neun Minuten und lässt überwiegend Uwe Boll selbst über die Entstehung seines Werks sprechen. Hier und da werden ein paar Aufnahmen von Set gezeigt, die allerdings recht zusammenhanglos mit dem gesagten korrespondieren.

RAMPAGE ist eigentlich der bisher beste Film von “Kult”-Regisseur Uwe Boll (je nachdem, wie man “Kult” interpretiert). Leider ist das Vergnügen auf dieser Blu-ray stark beschnitten, nämlich über vier Minuten. Von der eigentlichen Rampage, also dem Amoklauf, ist nicht mehr viel zu sehen. Dabei würde dieser Film so viel Spaß machen. Uwe Boll hat eine einigermaßen originelle Idee ansehnlich verpackt und mit hübschen Actionszenen sowie krachenden Explosionen ausgestattet. Man sollte jedoch keine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema “Amoklauf” erwarten, da der Film bereits nach kurzer Zeit eine unerwartete Wendung nimmt. Von da ab ist RAMPAGE ein interessanter Actionfilm mit einigen wirklich bissigen Anflügen schwarzen Humors mit gesellschaftskritischem Hintergrund. Alleine die Bingo-Szene dürfte im Heimkino für schallendes Gelächter sorgen. Wer den Spaß ungekürzt genießen will, sollte auf die im Oktober erscheinende holländische Blu-ray warten, die ebenfalls deutschen Ton enthalten wird. Diese Cut-Version mit FSK-Freigabe kann dagegen auf keinen Fall empfohlen werden.

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