Offroad [Blu-ray] – Review – DVD-PALACE ® Home Entertainment

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Ein Review von Carlito Brigante

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Meike Pelzer (Nora Tschirner) ersteigert vom Zoll einen beschlagnahmten Proll-Jeep – um endlich etwas zu tun, was niemand von ihr erwartet. Bisher ist ihr Lebensplan nämlich gerade und ohne unvorhersehbare Kurven. Doch dann erwischt Meike ihren Verlobten Phillip (Max von Pufendorf) mit ihrer besten Freundin Denise (Nora Binder) und gerät völlig aus der Spur. Als sie in der Seitenverkleidung ihres Jeeps 50 Kilo Kokain findet, lässt sie ihr altes Leben hinter sich und begibt sich auf einen Trip ins Ungewisse – finanziert durch ihre ersten Drogengeschäfte! Davon sind einige Leute natürlich weniger begeistert. Allen voran die eigentlichen Besitzer der Ware. Auf ihrer wilden Reise trifft Meike nicht nur auf Salim (Elyas M’Barek), der ihr hier und da hilft, sondern auch auf die Liebe und plötzlich ist alles anders …


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Im Handel ab: 02.08.2012
Anbieter: Paramount Home Entertainment
Originaltitel: Offroad
Genre(s): Komödie
Action
Regie: Elmar Fischer
Darsteller: Nora Tschirner, Elyas M’Barek, Maximilian von Pufendorf, Tonio Arango, Thomas Fränzel, Stefan Rudolf, Dominic Raacke, Leslie Malton, Axel Milberg, Vittorio Alfieri, Can Aydin, Sunny Bansemer
FSK: 12
Laufzeit: ca. 98 min
Audio: Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1
Bildformat: High Definition (2.35:1) – 1080p
Medien-Typ: 1 x Blu-ray
Regionalcode: B
Verpackung: Blu-ray Case
Untertitel: Keine Untertitel
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Culcha Candela Musik Video “Hungry Eyes”
  • Making of
  • Deleted Scenes
  • Trailer
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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revimg_bild-9152805 Das Bild (2,35:1; 1080p) macht eine gute Figur. Die Schärfe ist durchweg auf hohem Niveau und sorgt für ein angenehm knackiges und detailreiches Bild ohne große Schwächen. Der Kontrast ist bewusst etwas steil gewählt worden, was einerseits zu leichten Überstrahlungen von hellen Flächen und andererseits zum Verschlucken einiger Details in dunklen Flächen führt. Der Schwarzwert ist satt. Die Farben wurden nachträglich bearbeitet und dabei entsättigt. Alle Farbtöne sind nun etwas gedämpft, weshalb der Look recht kühl, blass und manchmal etwas dreckig aussieht. Die Kompression zeigt aber leichte Unruhen und gelegentlich dezente Blockbildungen.

9von10-5412469  9 von 10 Punkten

revimg_ton-1826237 Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1 Es gibt optionale deutsche Untertitel. Der Sound spiegelt die eher ruhige Art des Filmes wieder. Die meiste Zeit bleibt es dialog- und somit frontlastig. Surroundaktivitäten gibt es in aller Regel nur in Form von Musik, sei es der Soundtrack oder Szenen wie in den Clubs. Umgebungsgeräusche bleiben eine Ausnahme. Etwas mehr Aktivität gibt es aber bei den Verfolgungsjagden. Erstaunlich ist dabei der Bass, denn der Subwoofer wird einige Mal erstaunlich kraftvoll und beinahe schon aggressiv eingesetzt.

8von10-8642671  8 von 10 Punkten

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Das Bonusmaterial ist etwas chaotisch, weil in zu viele kleine sinnlose Häppchen aufgeteilt und letztendlich auch zu inhaltsleer. Zum Beispiel verbergen sich hinter dem Punkt Making of (ca. 16 min) leider nur diverse Outtakes und andere Bilder vom Dreh. Dazu gibt es ein Musikvideo von Culcha Candela “Hungry Eyes” (ca. 4 min), Bilder von der Premiere (ca. 2 min) und wenig gehaltvolle Clips wie Die Story (ca. 4 min), Charaktere (ca. 4 min),Die Richtige (ca. 2 min), Action (ca. 4 min), Autoshow (ca. 2 min) und Dixie (eine nicht verwendete Szene; ca. 2 min). Vervollständigt wird das Material von einem Trailer.

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Technisches Fazit:  8von10-8642671  8 von 10 Punkten

OFFROAD (BRD, 2012) ist der deutsche Versuch einer Roadmovie-Krimi-Komödie, die verzweifelt versucht witzig zu sein und doch nur versagt, weil sie öde, biedere Kost abliefert, wie man sie leider schon zu oft gesehen hat, und dann auch noch in aller Regel besser als das hier. Die Liste der Schwächen ist lang. Das Drehbuch ist zu schwach und bietet mit seinen Figuren das übliche Sammelsurium aus schrägen Typen, die aber keinerlei Tiefe oder eine zweite Ebene haben. Abgesehen von der Hauptfigur sind alle anderen Abziehbilder und reine Behauptungen. Die Story krankt an der mangelnden Spannung und es gibt dazu weder Dramatik noch echtes Gefühl. Ganz schlimm ist aber für eine Komödie das Fehlen von jeglichem echten Witz. Er ist ganz einfach nicht vorhanden. Stattdessen bekommt man peinliche Türkenwitze, alten Provinzhumor und Klischees ohne Ende, alles zusammengesetzt aus dem Humorbaukasten deutscher Filmproduktionen. In der Hauptrolle ist Nora Tschirner (KEINOHRHASEN, FC VENUS) zu sehen, die wieder einmal Nora Tschirner spielt, also liebenswert, süß, etwas trottelig, zum Knuddeln und Pferde stehlen. Mehr kam aber bislang noch nie von ihr und auch hier ist nicht mehr zu erwarten. Die anderen, u.a. Max von Pufendorf, Elyas M’Barek, Tonio Arango, Thomas Fränzel, Stefan Rudolf, bieten kaum mehr als Routine. OFFROAD ist eine belanglose, harmlose Klamotte, die nicht wehtut, aber auch nicht beglückt. Das ist nicht mal ein gelungener Fernsehfilm und hätte dementsprechend nichts im Kino zu suchen gehabt. Da wünscht man sich BANG BOOM BANG (1999) zurück, der wirklich zeigt, was einst möglich war und nun wieder eingeschlafen ist.