Fame – Der Weg zum Ruhm [Blu-ray] – Review – DVD-PALACE ® Home Entertainment

0

Ein Review von Matthias Schmieder

revimg_inhalt-7270294

Alan Parkers (“Evita”, “The Commitments”) erfolgreiches Musical erzählt die mitreißende Geschichte von acht jungen Menschen, die auf einer angesehenen Musik- und Schauspielschule den Traum von einer großen Karriere realisieren wollen.


coververgroessern-3423293

revimg_ausstattung-5207371

Im Handel ab: 25.09.2009
Anbieter: Warner Home Video
Originaltitel: Fame
Genre(s): Musikfilm
Regie: Sir Alan Parker
Darsteller: Irene Cara, Lee Curreri, Eddie Barth, Laura Dean, Antonia Franchesi, Boyd Gaines, Paul McCrane, Gene Anthony Ray
FSK: 12
Laufzeit: ca. 134 min
Audio: Deutsch: Dolby Digital 5.1 Englisch: Dolby Digital 5.1 Spanisch: Dolby Digital 5.1 Französisch: Dolby Digital 5.1 Italienisch: Dolby Digital 5.1 Thai: Dolby Digital 5.1
Bildformat: High Definition (1.85:1) – 1080p
Medien-Typ: 1 x Blu-ray BD25
Regionalcode: B
Verpackung: Blu-ray Case
Untertitel: Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte, Englische Untertitel für Hörgeschädigte, Spanisch, Koreanisch,
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
neu_120_600_mc-6521037

revimg_bild-9832928
Das Bild dieser Blu-ray wurde in einen 1080p/1.85:1-Transfer gepackt, der leider eine eher durchwachsene Performance abliefert. Schon in den ersten Sekunden werden die größten Probleme sichtbar, denn während der Credits ist der sehr unruhige Bildstand sowie die nicht ganz optimale Schärfe an den erscheinenden Schriften gut erkennbar. Auch die erste Filmszene sorgt mehr für Verunsicherung als auf Hoffnung für eine gute Bildqualität. Während des Eröffnungsmonologs ist das Bild verwaschen, undeutlich und völlig ausgebleicht. Zum Glück ändert sich dies mit dem nächsten Schnitt auf eine etwas besser ausgeleuchtete Szene, die nun endlich eine passable Bildqualität bietet, die auch deutlich über den DVD-Veröffentlichungen liegt. Dummerweise treten diese harten Qualitätsunterschiede während des Filmes immer wieder auf. Während vor allem Tageslichtszenen mit ausgewogenen Farben, einer ordentlichen Schärfe sowie einer hohen Anzahl an Details fast schon begeistern, sind es meist Sequenzen in dunklen Räumen, welche die Performance ganz deutlich nach unten ziehen. Etwas störend wirken sich die Rauschunterdrückungsmaßnahmen aus, die sowohl Hintergrundrauschen aber auch das feine Filmkorn unterdrücken. Dies geht auf Kosten der Natürlichkeit und sorgt außerdem für ein etwas weicher erscheinendes Bild. Der Transfer wurde bis auf wenige Ausnahmen von analogen Defekten befreit, dennoch sind ab und an leichte Verschmutzungen und Defekte des Ausgangsmaterials zu erkennen.

6von10-4882383  6 von 10 Punkten

revimg_ton-7895039
Wie auch die Bildqualität ist auch der Sound mit einer Ambivalenz versehen, die verhindert einen wirklich positiven Gesamteindruck zu vermitteln. Während die deutsche Synchronisation nur als Dolby Digital 2.0 Stereo-Variante im Menü zum Vorschein kommt, ist zumindest der Originalton als Dolby TrueHD 5.1 verfügbar. Wer jetzt jedoch die Erwartungen zu hoch schraubt, dürfte zumindest was die Dialogwiedergabe angeht, ziemlich enttäuscht werden. Während Score und Soundeffekte sehr dynamisch und voluminös über alle Lautsprecher verteilt werden, sind die Dialoge des englischen Originals eine absolute Katastrophe. Sie sind enorm blechern, dünn und leise; zudem klingen sie, als würden sie mehrere Meter hinter der Projektionsfläche ausgegeben werden. Bei der deutschen Synchronisation ist dieser Effekt glücklicherweise nicht ganz so extrem ausgeprägt, da es sich ja lediglich um eine Stereo-Spur handelt, dennoch ist das Ergebnis auch hier nicht gerade berauschend. Zwar ist der Film nun schon fast 30 Jahre alt, dennoch sollte dies nicht zu solch drastischen Qualitätsverlusten beim Sound führen, zumal die Score- und Effekt-Wiedergabe wunderbar gelingen.

4von10-9384188  4 von 10 Punkten

revimg_bonus-8821032
Das Bonusmaterial ist eher mager ausgefallen und wurde komplett von der DVD-Veröffentlichung recycelt. So findet man aufs Neue den Audiokommentar mit Alan Parker sowie etliche ziemlich kurz geratene Interviews mit nahezu dem kompletten Cast. Weiterhin gibt es einen kleinen Blick hinter die Kulissen bei der Dokumentation „On Location“, sowie einen Ausflug zur echten School-of-Modern-Arts in „Exkursion – Ein Besuch der Schule, die zum Film inspirierte“. Bis auf den US-Trailer gibt es nichts mehr zu entdecken.

3von10-5074430  3 von 10 Punkten

revimg_fazit-8756992

Technisches Fazit:  5von10-5077645  5 von 10 Punkten

“Fame – Der Weg zum Ruhm” (1980) war Regisseur Alan Parkers großer Durchbruch in Hollywood. Zwar konnte der Mann, der uns im späteren Verlauf seiner Kariere Filme wie THE WALL (1982), DIE ASCHE MEINER MUTTER (1999) und DAS LEBEN DES DAVID GALE (2003) bescherte, auch schon vorab kleine Erfolge feiern, doch diese modernisierte Variante des Tanz- und Musikfilms verhalf ihm zu Weltruhm.

Dabei ist FAME (1980) gar nicht mal so wahnsinnig außergewöhnlich, vielmehr krankt der Film inhaltlich an den zu vielen Handlungssträngen und der zu kurzen Zeit, in der man sich diesen widmen kann. Dennoch war FAME einer der ersten Filme, die endlich etwas Ernsthaftigkeit und Zeitgeist in das Genre trugen. Zudem war der Soundtrack ein riesiger Erfolg und wurde etwa mit dem Oscar ausgezeichnet. FAME (1980) war insgesamt so erfolgreich, dass man sich 1982 sogar dazu entschied eine Serie daraus auszukoppeln, die in fünf Jahren über 136 Episoden nach sich zog und in der TV-Landschaft sehr beliebt war. Erstaunlich ist auch, dass in dieser Serie ein Großteil der Künstler des Kinofilmes mitwirkten, was den Charme der Serie maßgeblich beeinflusste. Und wie es in Hollywood so halt läuft, ist dies nicht das Ende der Geschichte, denn derzeit laufen die Dreharbeiten an einem Remake, das eigentlich noch in diesem Jahr in den Kinos, zumindest in Amerika, ankommen sollte – hoffentlich wird das keine Bauchlandung. Die Blu-ray Disk-Auflage enttäuscht ein wenig. Zwar wurde das Bild insgesamt gut aufgemotzt, doch immer wieder schleichen sich sehr schlechte Shots auf die Leinwand. Auch der Sound enttäuscht, denn die Abmischung des Originals ist, was die Sprache anbelangt, eine Katastrophe. Das Bonusmaterial wurde 1:1 von der DVD-Veröffentlichung kopiert.

Subjektive Filmwertung: 6 von 10 Klassiker die heute nur noch wenig Eindruck hinterlassen