Cannibal Inferno [Blu-ray] – Review – DVD-PALACE ® Home Entertainment

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Ein Quickie von Danny Walch

Unsere Wertung: 5von10-2060368

Jack Steele, ein schwerreicher Privatinvestor, ist zusammen mit seinem Adoptivsohn Billy auf der Suche nach dem mysteriösen Schatz von Marco Polo. Ihre Reise bringt sie auf eine Insel abseits der Küste Argentiniens und direkt in die Hände eines primitiven Kannibalen-Stamms, der Yamma Yamma. Ein seltsamer Einsiedler, der mitten unter den Wilden seit Jahren überlebt, kennt das Geheimnis der Menschenfresser. Nur er hat den Schlüssel, die Schatzsucher aus den Fängen des hungrigen Stamms zu befreien – bevor sie bei lebendigem Leib gefressen werden.

Technische Daten:

Video: MPEG-4 AVC / 17991 kbps / 1080p / 23,976 fps / 16:9 / High Profile 4.1 Englisch: DTS-HD Master Audio 2.0 / 48 kHz / 1772 kbps / 24-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 1509 kbps / 24-bit)

Deutsch: DTS-HD Master Audio 2.0 / 48 kHz / 1668 kbps / 24-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 1509 kbps / 24-bit)

Das Bild von CANNIBAL INFERNO liegt auf dieser Blu-ray von Sunfilm im Bildformat 1,78:1 in 1080p-Auflösung vor. Die Bildqualität ist eher mäßig. Die Schärfe könnte knackiger sein, das Bild wirkt weich und rauscht leicht. Die Kompresson hat etwas Mühe in einigen Szenen. Die Farben wirken jedoch natürlich, wenngleich manchmal etwas blass. Dasselbe gilt für den angenehmen Kontrast mit manchmal eher grauem Schwarzwert. Die Beschädigungen im Bild sind von den Machern absichtlich hinzugefügt worden, um den Film visuell auf alt zu trimmen. Der Sound in DTS-HD Master Audio 2.0 (Stereo) liegt in Deutsch und Englisch vor. Die Asynchronität in Bezug auf die Lippenbewegungen ist dabei beabsichtigt. Die Qualität der deutschen Synchronisation ist dagegen schlecht. Sie stammt aus dem Hause DigiDreams von Oliver Krekel. Die Sprecher klingen nicht nur steril nach Tonstudio, sondern wirken auch nicht immer professionell. Das englische Original hat hier mehr Atmosphäre. Stereoeffekte sind marginal herauszuhören, ansonsten hat der Sound einen sauberen, satten Klang ohne großartige Dynamik oder Bassfundament. Untertitel sind leider nicht vorhanden und das Bonusmaterial beschränkt sich auf zwei Trailer zum Film sowie eine Trailershow des Anbieters Sunfilm/Tiberius.

CANNIBAL INFERNO (im Original ISLE OF THE DAMNED) ist eine Hommage an das italienische Kannibalen-Kino der 1970er und 1980er Jahre. Der Film stammt aus dem Jahr 2008 und hat gerade mal 20000 Dollar gekostet. Leider sieht er auch so aus. Bei aller Liebe, aber was dem Zuschauer hier präsentiert wird, sieht aus wie eine Laienschauspieltruppe, die am Wochenende in den Wald geht, um mit Kostümen aus dem Faschingsdiscount einen Film zu drehen. Das wäre ja noch nicht allzu schlimm, wenn man bedenkt, dass der billige Look zumindest zum Teil beabsichtigt ist: Falsche Bärte und Perücken, Tier-Einstellungen im Zoo aufgenommen, billige Spezialeffekte aus der Bastelstube und das Nichtvorhandensein von Talent in jeglicher filmschaffender Hinsicht – Regie, Schauspiel, Schnitt, Musik. Dass der Film auch noch um gut fünf Minuten geschnitten ist, nötigte mich nach einer halben Stunde zum Abschalten. Wer es toll findet, wenn lächerlich kostümierte Laiendarsteller durch die Laubwälder von Maryland (da wurde der Film gedreht) rennen wie beim Kindergeburtstag ohne irgendeine erkennbare Handlung und sich gegenseitig (in der vorliegenden Fassung unsichtbar) niedermetzeln, der wird hier sicherlich seinen Spaß haben. Normalerweise findet man diese Art Film als Amateurproduktion auf Youtube – kostenlos!

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