Babysitter Wanted [Blu-ray] – Review – DVD-PALACE ® Home Entertainment

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Ein Review von Carlito Brigante

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Für Angie beginnt ein neues Leben. Sie verlässt ihre tief religiöse Mutter, um an einem College zu lernen. Um sich Geld dazu zu verdienen, jobbt sie auf der abseits gelegenen Farm der Stantons als Babysitter. Aber Angies erste Nacht dort könnte gleichzeitig ihre letzte sein! Die anonymen Anrufe sind erst der Anfang! Bald steht ein unheimlicher Mann vor ihr und Angie muss um ihr Leben kämpfen. Und oben schläft der unschuldige Junge, auf den sie aufpassen soll. Aber ist wirklich alles so wie es scheint?


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Im Handel ab: 05.11.2009
Anbieter: KSM – Krause & Schneider Multimedia / NewKSM
Originaltitel: Babysitter Wanted
Genre(s): Horror
Regie: Jonas Barnes, Michael Manasseri
Darsteller: Sara Thompson, Bill Moseley, Nana Visitor, Matt Dallas, Kristen Dalton
FSK: 18
Laufzeit: ca. 86 min
Audio: Deutsch: Dolby Digital 5.1 Englisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat: High Definition (1.78:1) – 1080p
Medien-Typ: 1 x Blu-ray
Regionalcode: B
Verpackung: Blu-ray Case
Untertitel: Deutsch,
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Biographien Crew
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Behind The Scenes
  • Bildergalerie
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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revimg_bild-3481079 Die Bildqualität (1080p) ist nicht gerade dem Medium entsprechend. Das Bild liegt in 1,78:1 (anamorph) vor, weist aber einige Mängel auf. Die Schärfe ist gerade noch gut, zeigt aber kleinere Schwächen in der Detaildarstellung auf. Die Kompression könnte besser sein, neigt sie doch wiederholt zu leichtem Blockrauschen. Die Farben und der Kontrast wurden nachbearbeitet, so dass das Ergebnis als gewolltes Stilmittel zu betrachten ist. Die Farben sind überaus kräftig, während der Kontrast recht niedrig angelegt wurde, so dass eine Menge Details in den vielen dunklen Szenen verschluckt werden. Mit der generell spärlichen Beleuchtung sieht man stellenweise fast gar nichts mehr. Am ärgerlichsten ist jedoch das sehr starke Bildrauschen, das omnipräsent ist und wie ein dichter Schleier über dem Bild liegt.

7von10-9007909  7 von 10 Punkten

revimg_ton-8307416 Der Ton liegt jeweils in Deutsch und Englisch in Dolby Digital 5.1 und PCM 5.1 vor. Die Abmischung ist bei allen Fassungen gleich. Der Ton beeindruckt dabei kaum. Da der Film recht dialoglastig ist, spielt sich das Geschehen überwiegend an der Front ab. Die hinteren Boxen kommen immer dann zum Einsatz, wenn etwas Musik oder Umgebungsgeräusche ins Spiel kommen. Dies trägt zwar zur Atmosphäre bei, ist aber nicht mehr als solide. Ein signifikanter Unterschied der DD-Spuren zu den PCM-Versionen, außer dass sie ein bisschen lauter sind, konnte nicht festgestellt werden. Es gibt optionale deutsche Untertitel.

8von10-2560937  8 von 10 Punkten

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Die Extras bestehen aus einer Behind the Scenes-Featurette (ca. 15 min; OmU), einer Bildergalerie und einem deutschen Trailer.

3von10-3413356  3 von 10 Punkten

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Technisches Fazit:  7von10-9007909  7 von 10 Punkten

Mit BABYSITTER WANTED (USA; 2008) gibt das Regie-Duo Jonas Barnes und Michael Manasseri (eigentlich eher Schauspieler) sein Regiedebüt. Das Drehbuch, ebenfalls von den beiden Regisseuren, folgt einer Babysitterin, die allein in einem fremden Haus, von etwas unheimlichem bedroht wird. So eine Story ist so alt wie die Geschichte des Horrorfilmes. Sie kratzt aber an gewissen Urängsten und funktioniert meistens ganz gut. Hier leider nicht so ganz. Es gibt einige unerwartete Wendungen, denn gerade wenn man zu wissen glaubt wie der Hase läuft, kommt alles doch ganz anders. Der Rest ist allerdings typischer Genrestandard, wie ein einsames Haus weit außerhalb der Stadt, anonyme Anrufe, unheimliche Geräusche im und vor dem Haus, Eindringlinge, die nichts Gutes im Sinn zu haben scheinen. Es gibt dazu riesige Löcher in der Erzählung. Man muss nicht alles zu Tode erklären, aber gar nichts zu erzählen macht die Sache nicht geheimnisvoll sondern langweilig und somit gleichgültig. Ein wenig störend ist die Charakterisierung der Protagonistin als grenzenlos naives und religiöses, frömmelndes Landei, das zum ersten Mal allein von zu Hause weg ist, um in einer für sie fremden Stadt zu studieren. Wie so eine plötzlich übermenschlich zu agieren beginnt, ist eine erstaunliche Wandlung. Ist sie nachvollziehbar? Egal. Nach dem Babysitter-Horror folgt dann Folter- und Terror-Horror. Körper werden fachgerecht zerlegt (hier setzen die Schnitte der deutschen Fassungen an), aber auch hier will sich der Horror nicht einstellen. Torture-Porn ist einfach nicht spannend oder gar beklemmend, sondern auf Dauer einfach nur öde. Und da man sonst auch nicht mehr viel zu erzählen hat, wird es recht schnell langweilig. Der Film hat praktisch keine Spannung und überhaupt ist das Erzähltempo reichlich langsam. Störend ist auch die Bildgestaltung des Films. Da der Film in einer Nacht spielt, hätte man schon gerne gesehen, was da vor sich geht. Kann man aber nicht, weil es teilweise extrem dunkel ist, so dass man wenig bis gar nichts sieht. Man kann teilweise nicht einmal nachvollziehen, wer dort was, warum macht. So bleibt ein nur ansatzweise unterhaltsamer Film, der sein Potential verschenkt und gegen Ende sogar ein wenig albern wird. Man konnte es sich nicht einmal verkneifen mit dem Ende auf eine Fortsetzung zu schielen. BABYSITTER WANTED ist leider nicht so gut wie er gerne sein möchte. Was vielversprechend beginnt, kann nicht gehalten werden und wird schlechter. Das Resultat ist bedeutungsloses Mittelmaß. ANMERKUNG: Die zur Rezension vorliegende Blu-ray läuft ca. 86 Minuten (24F/s) und entspricht der stärker geschnittenen und damit FSK-freigegebenen KJ-Version (ca. 83 Minuten PAL/DVD-Laufzeit). Es gibt noch eine leicht gekürzte SPIO/JK-Fassung (ca. 85 min, PAL). Eine komplett ungeschnittene Fassung (ca. 87 min, PAL) ist in Deutschland und auch fürs deutschsprachige Ausland bislang nicht vorgesehen. Bei derzeitigem Interesse am Film sollte man sich also eine andere Importfassung besorgen, z.B. die UK-DVD.