Das Rätsel des silbernen Dreiecks

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Ein Review von Danny Walch

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Beim Überfall auf einen Geldtransporter tötet einer der vier Räuber einen Polizisten. Kurze Zeit später kommt der Mörder selbst durch ein Wurfmesser mit einem silbernen Dreieck ums Leben. Die Waffe führt Scotland-Yard-Inspektor Elliot direkt in den Zirkus Barberini, doch der Eigentümer des Messers, der „Große Danilo“, ist schon vor längerer Zeit gestorben. Allerdings hat er seinem Sohn ein mysteriöses Geheimnis vermacht und auch der rätselhafte Dompteur Gregor, der sein von Raubtieren entstelltes Gesicht hinter einer Maske verbirgt, scheint mehr zu wissen, als er sagen will…

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Im Handel ab: 15.12.2006
Anbieter: Kinowelt Home Entertainment
Originaltitel: Circus of Fear
Genre(s): Mystery
Thriller
Horror
Regie: John Llewellyn Moxey
Darsteller: Christopher Lee, Leo Genn, Anthony Newlands, Heinz Drache, Eddi Arent, Klaus Kinski, Margaret Lee, Suzy Kendall, Cecil Parker, Victor Maddern, Maurice Kaufmann, Lawrence James, Tom Bowman, Skip Martin, Nosher Powell, Gordon Petrie, Henry B. Longhurst, Dennis Blakely, George Fisher, Peter Brace, Roy Scammell, Geoff Silk, Keith Peacock, Alfred Vohrer
FSK: 16
Laufzeit: ca. 74 min
Audio: Deutsch: Dolby Digital 1.0 Mono
Englisch: Dolby Digital 1.0 Mono
Bildformat: Letterbox (1.66:1)
Medien-Typ: 1 x DVD-9
Regionalcode: 2
Verpackung: Amaray Case
Untertitel: Deutsch,
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Starinfos
  • Fotogalerie
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb

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Deutsche Fassung (S/W):

Das Beinahe-Vollbild-Master der deutschen Schwarz-Weiß-Fassung ist nicht in bestem Zustand. Es rauscht sichtbar und Defekte, Schmutz sowie Laufstreifen tauchen immer mal wieder auf. Die Schärfe kann noch als ordentlich bezeichnet werden und auch der Kontrastumfang erlaubt recht feine Grau-Nuancen. Insgesamt ein zweckmäßiger Transfer, aber kein Vergleich zu einem richtig restaurierten.

Originalfassung (in Farbe):

Für diese Fassung hielt das US-Master von Blue Underground her, welches einer gründlichen Restauration unterzogen wurde. Leider wurde die Normwandlung nicht optimal durchgeführt und so stören Kammeffekte mitunter das Sehvergnügen. Das anamorphe Bildformat von etwa 1,78:1 (wobei hier Windowboxing für schwarze Ränder an allen Seiten sorgt) umrahmt einen Farbtransfer mit guter Schärfe und Detailzeichnung.

Der Kontrast ist auch hier als gelungen zu werten, denn im Zusammenwirken mit dem minimal zu dominanten Schwarzwert ergibt sich eine in Anbetracht des Alters erstaunliche Plastizität. Die Farben wirken dabei natürlich und nur wenige Defekte stören das Filmvergnügen. Diese Fassung stellt für Bildqualitätspuristen eindeutig die bessere Wahl dar.

5 von 10 Punkten

revimg_ton-9359019Während die deutsche Fassung in der Dolby Digital 2.0 (Mono)-Synchronisation daherkommt, enthält die Originalfassung die ursprüngliche englische Tonspur im selben Format. In letzterer sprechen selbst die deutschen Darsteller Englisch, indes sich etwa Eddi Arent in der deutschen Version nicht einmal selbst synchronisiert hat. Die Qualität beider Tracks ist nicht optimal. Während das höhenbetonte und spitz klingende Original bereits bei der Titelmusik zu Verzerrungen neigt, wirkt die Synchronisation durchgehend etwas blechern. Insgesamt ist die Soundqualität der Synchronisation trotzdem besser, denn beim Original ist ein starkes Lispeln der Sprecher zu vernehmen, welches beim Schauen ohne Untertitel Verständnisschwierigkeiten hervorrufen kann.

4 von 10 Punkten

revimg_bonus-2028959Wie bereits erwähnt, wurde die Originalfassung mit deutschen Untertiteln ausgestattet, die deutsche dagegen nicht. In Sachen Extras erwarten den Käufer die Trailer zu DER RÄCHER sowie DAS RÄTSEL DES SILBERNEN DREIECKS. Weiterhin gibt es eine Fotogalerie zu bestaunen, bevor die Biografien von Heinz Drache und Klaus Kinski den Inhalt der DVD abschließen. Wer die Disk in seinem PC-Laufwerk abspielt, erhält noch Zugriff auf eine PDF-Datei mit Produktionsnotizen.

3 von 10 Punkten

revimg_fazit-3770612Technisches Fazit:    4 von 10 Punkten

DAS RÄTSEL DES SILBERNEN DREIECKS stellt eine Krimi-Koproduktion zwischen der deutschen Constantin-Film sowie dem britischen Produzenten Harry Alan Towers dar. Ausgestattet mit schauspielerischen Größen beider Nationen wie Christopher Lee und Heinz Drache inszenierte Regisseur John Moxey eine durchaus spannende Geschichte um einen Killer, der im Winterquartier eines Zirkus auf der Suche nach der Beute aus einem Raubüberfall die Angestellten meuchelt. Der gegen Ende etwas ins Alberne abdriftende Plot samt dem an den Haaren herbeigezogenen Ende verpassen dem Ganzen einen etwas faden Beigeschmack. Auch Christopher Lee-Fans werden hier nicht intensiv auf ihre Kosten kommen, da der legendäre Darsteller über weite Strecken des Films sein Gesicht unter einer schwarzen Kapuze verbirgt. Dagegen dürfen sich die Anhänger von Klaus Kinski auf einen weiteren überzeugenden Schurkenauftritt des exzentrischen Darstellers freuen.

Die deutsche Fassung unterscheidet sich vom Original durch entschärfte Mordszenen (die deutsche Urfassung bekam nur eine FSK 18 und wurde auf FSK 12 heruntergeschnitten), kleinere Handlungsstraffungen und ein paar eingefügte Comedy-Elemente in Person von Eddi Arent. Beide Fassungen befinden sich auf der neuen DVD von Kinowelt, welche technisch nicht schlecht ausfällt, jedoch etwas hinter den Möglichkeiten zurückbleibt. Immerhin gibt es ein paar Extras dazu.

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