Ein
Review von Carlito Brigante

Er forderte rund 17 Millionen Menschenleben, Historiker nennen ihn die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" – der 1. Weltkrieg. Erstmals in der Geschichte der Menschheit war ein Krieg vollständig industrialisiert, Soldaten wurden zu Kanonenfutter, das in den Schützengräben vegetierte und starb.
Diese 10teilige Dokumentation wirft einen noch nie da gewesenen ausführlichen Blick auf die Entstehung, den Verlauf und die Auswirkungen dieser Menschheitskatastrophe. Seltenes Archivmaterial und tief berührende, schockierende Interviews mit Veteranen zeichnen das Bild eines Krieges, der das Ende aller Kriege sein sollte und stattdessen den Boden bereitete für die großen und blutigen Umbrüche des 20. Jahrhunderts.
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| Im Handel ab: | 22.02.2011 |
| Anbieter: |
ASCOT ELITE Home Entertainment
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| Originaltitel: | War to end all wars |
| Genre(s): |
Dokumentation
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| Regie: | Edward Feuerherd |
| FSK: | 12 |
| Laufzeit: | ca. 420 min |
| Audio: | Deutsch: Dolby Digital
Englisch: Dolby Digital
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| Bildformat: | 4:3 Vollbild (1.33:1)
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| Medien-Typ: | 4 x DVD
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| Regionalcode: | 2 |
| Verpackung: | DVD-Box
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| Untertitel: |
Keine Untertitel
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| Extras/Ausstattung: |
- Kapitel- / Szenenanwahl
- Wendecover
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| Zusatzinfos: |
Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Das Bild (1,33:1) zeigt eine wechselhafte Qualität, die je nach Quelle, Alter oder Sonstigem variiert. Die Bilder wurden nicht restauriert oder sonst wie bearbeitet, sodass man es hier mit alten, oftmals unscharfen Bildern zu tun hat, die dazu einen wackeligen Bildstand aufweisen, sowie einen steilen Kontrast, Helligkeitsschwankungen, Kratzer, Dropouts und Laufspuren. Eine bessere Qualität bekommt man nur bei Fotos und bei eingeblendeten Karten. Aber angesichts des Alters und der Verwendung in einer Doku kann man gnädig darüber hinwegsehen.
4 von 10 Punkten

Die Doku liegt in Deutsch und Englisch vor, beide Spuren in Dolby Digital 2.0. Die Sprecher in beiden Fassungen sind jederzeit sauber und verständlich. Wie so oft bei dieser Art Doku wurden die (eigentlich stummen) Aufnahmen nachträglich mit Soundgeräuschen unterlegt, die aber auch oftmals übertrieben, falsch, asynchron klingen. Insgesamt also eher unnötig.
Es gibt keinerlei Untertitel.
6 von 10 Punkten

Keine Extras.
1 von 10 Punkten

Technisches Fazit: 4 von 10 Punkten
WW I - WAR TO END ALL WARS (dt. Covertitel) bzw. THE WAR TO END WAR (Originaltitel; USA, 2008) ist eine ausführliche, zehnteilige Dokumentation über den Ersten Weltkrieg.
Negativ zu vermelden sind die zahllosen Aufnahmen, die nicht nur doppelt, sondern sogar drei- und vierfach verwendet werden. Der Versuch, die Mehrfachverwendung durch das Spiegeln einzelner Szenen zu vertuschen, ist natürlich etwas billig und fällt trotzdem auf. Die Kommentare passen oft auch nicht zu den gezeigten Bildern, aber das dürfte dem Mangel an Filmaufnahmen aus der Zeit geschuldet sein. Auch die Musikauswahl ist oft seltsam und etwas gewöhnungsbedürftig. Dafür bekommt man aber eine sehr detaillierte und faktenreiche Doku, die auch kleinere Aspekte des Konfliktes beleuchtet und dazu mit einer angenehm nüchternen Erzählweise vorgetragen und präsentiert wird.
Die Doku schlägt einen Bogen von der Situation der Vorkriegszeit über den zündenden Funken und die Mobilmachungen bis zu dem Beginn der Kampfhandlungen an allen Fronten. Nachdem kein schneller Sieg oder zumindest eine eindeutige Entscheidung herbeigeführt wurde, sah man sich vom Winter 1914 an im Westen einem Stellungskrieg ausgeliefert, der sich nur noch von Graben zu Graben abspielte, kaum mehr signifikante Bodengewinne hervorbrachte, aber sich als eine ungeheure Materialschlacht und Todesmaschine für Millionen Menschen erwies.
Jede Folge ist in mehrere Akte eingeteilt. Die Erzählstruktur ist nicht immer ganz chronologisch, sondern springt je nach Schauplatz der Kampfhandlungen auch schon mal hin und her (von der Ost- zur Westfront, vom Land- zum Seekrieg, und wieder zurück). Großen Platz werden den einzelnen Militäroperationen eingeräumt, die zusätzlich mit Karten verdeutlicht werden. Aufgewertet werden die Archivaufnahmen von (scheinbar älteren) Interviews mit Zeitzeugen, die als Soldaten am Ersten Weltkrieg auf verschiedenen Seiten teilnahmen. So bekommt man einen recht umfassenden Einblick in den ersten großen technischen Krieg (Panzer, Luftwaffe, Gas), der eigentlich das Ende aller Kriege herbeiführen sollte, aber leider nur das grausame, verlustreiche Präludium für die Katastrophe knapp 20 Jahre später wurde, dem Zweiten Weltkrieg.
Die Doku geht in Ordnung. Es geht sicher besser, mit mehr Aufwand und höheren Produktionskosten, aber das Ergebnis kann sich doch sehen lassen und ist zumindest mehr als zufriedenstellend und solide.
Die DVD Box mit Schuber enthält zehn Folgen (ges. ca. 420 Minuten), verteilt auf vier DVDs.
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