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 3377  Review zu: Virus 05.06.2012
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Ein Review von Danny Walch



Der Frachter „Sea Star“ gerät im Südpazifik in einen heftigen Taifun und droht zu sinken. Der siebenköpfigen Crew gelingt es, sich in letzter Minute in das Auge des Sturms zu retten, um das Schiff wieder seetüchtig zu machen. Da taucht vor ihnen ein russisches Forschungsschiff auf, von dessen Besatzung jegliche Spur fehlt. Der nach dem Verlust seiner gesamten Fracht finanziell ruinierte Kapitän Everton (Donald Sutherland) liebäugelt bereits mit einer Belohnung von mindestens 30 Mio. Dollar, die ihm nach dem Seefahrtsgesetz für die Rückführung des Schiffes zustünden. An Bord des Schiffes lassen die Spuren der Verwüstung schreckliche Geschehnisse erahnen. Sämtliche Stromkabel wurden durch Axthiebe gekappt, Stahltüren sind zerbeult, Blutspritzer befinden sich an Boden und an Wänden. Die Aussicht auf einen fetten Finderlohn siegt jedoch über die Vernunft und die Crew der Sea Star beginnt, das Forschungsschiff wieder flott zu machen.

Kaum ist die Elektrizität wiederhergestellt und die Maschinen angeworfen beginnt tief im Inneren des Schiffes eine außerirdische Intelligenz aufzuleben. Seltsame Dinge geschehen: Das Schiff setzt sich in Bewegung, der Anker löst sich wie von selbst und zerstört die Sea Star, in den Labors beginnen die Computer in rasender Geschwindigkeit Daten zu verarbeiten, während seltsame Roboter eifrigst damit beschäftigt sind „etwas“ zusammenzusetzen und zu reparieren. In der Zwischenzeit stößt die ahnungslose Crew doch auf eine Überlebende – die russische Forscherin Nadia. Diese berichtet die unglaubliche Geschichte einer außerirdischen Lebensform, die sich über die Raumstation Mir via Satellit auf die Erde eingelogged hat, um den Virus „Mensch“ zu vernichten und schließlich die Erde zu besiedeln. Dies geschieht mittels sogenannter „Biomechanoiden“ - Roboter, die aus Teilen des menschlichen Körpers hergestellt werden. Die Krönung der Schöpfung ist Goliath, gegen den die Crew kaum eine Chance hat, zumal es auch noch gilt, gegen die Gewalt der Natur anzukämpfen.

Während der Taifun tobt bewegt sich das Schiff direkt auf die Küste Australiens zu. Die einzige Hoffnung auf Rettung der Menschheit scheint es, das Schiff in die Luft zu jagen und Goliath auf dem Grund des Meeres zu begraben. Dies bedeutet für die Crew entweder sich selbst dafür zu opfern oder die genialste Flucht seit Menschengedenken auszuarbeiten ...

Cover Virus
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Im Handel ab:03.05.2012
Anbieter: Concorde Home Entertainment
Originaltitel:Virus
Genre(s): Thriller
Regie:John Bruno
Darsteller:Jamie Lee Curtis, William Baldwin, Donald Sutherland, Joanna Pacula, Marshall Bell, Sherman Augustus, Cliff Curtis, Julio Oscar Mechoso, Yuri Chervotkin, Keith Flippen, Olga Rzhepetskaya-Retchin, Levani Outchaneichvili, David Eggby, Matthew Sullivan
FSK:16
Laufzeit:ca. 103 min
Audio:Deutsch: DTS-HD 5.1
Englisch: DTS-HD 5.1
Bildformat:High Definition (2.20:1) - 1080p
Medien-Typ:1 x Blu-ray
Regionalcode:B
Verpackung:Blu-ray Case
Untertitel: Deutsch,
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Trailer von anderen Filmen
  • Biographien Crew
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Making Of
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Interviews
  • Englische Fassung mit dt. Untertiteln (nicht ausblendbar)
  • Kommentar
  • geschnittene Szenen
  • DVD-Rom
  • DTS-Trailer
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Codec: VC-1 Video (Advanced Profile 3)
Bitrate: 21367 kbps
Auflösung: 1080p / 23,976 fps / 16:9


Zum ersten Mal in Deutschland wird VIRUS im korrekten Bildformat von 2,40:1 veröffentlicht, während alle bisherigen deutschen DVDs ein gezoomtes Bild hatten. Scheinbar handelt es sich hier um ein neues Master von Universal, denn die Bildqualität erweist sich für einen Film, der vor 15 Jahren gedreht wurde, als überzeugend. Die Schärfe ist vor allem in den hellen Szenen hoch, in den dunklen ist das Bild softer, aber nicht unscharf. Jedoch muss man klar betonen, dass man die atemberaubenden Robotermodelle noch nie in einer solchen Klarheit zu Gesicht bekommen hat. Die DVDs sahen dagegen immer total vermatscht aus. Das durchgehend präsente Filmkorn wird relativ sauber abgebildet, wenngleich sich bei genauerem Hinschauen Unsauberkeiten einschleichen. Ob daran der wieder einmal nicht optimale Encode von Concorde oder dezente Rauschfilter Schuld sind, bleibt eine offene Frage. Nachgeschärft wurde nur leicht und die Kompression zeigt immerhin keine auffälligen Blockartefakte. Die Farben erscheinen natürlich sowie gut gesättigt. Dasselbe gilt für die ausgesprochen gelungene Kontrastbalance, die bei einem guten Schwarz selbst in dunkelsten Szenen das Geschehen nicht absaufen lässt und im Weiß nicht überstrahlt. Für einen 15 Jahre alten Film ohne aufwändige visuelle Stilmittel wird hier sogar eine ordentliche Plastizität geboten. Schmutz sowie analoge Defekte sind indes auf dem Ausgangsmaterial nicht mehr zu erkennen.

Bewertung  7 von 10 Punkten




Verfügbare Tonspuren:

Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1 / 48 kHz / 2233 kbps / 16-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)
Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1 / 48 kHz / 2451 kbps / 16-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)


Zwei DTS-HD Master Audio 5.1-Tracks befinden sich auf der Scheibe und zwar in den Sprachen Deutsch und Englisch. Die deutsche Abmischung besitzt zwar jede Menge direktional ortbarer Surroundeffekte, wirkt aber im Großen und Ganzen leicht spröde und steril. Die Effekte harmonieren nicht immer gut mit den übrigen Umgebungsklängen sowie der Musik und wirken oftmals etwas herausgehoben. Das englische Original verbindet Effekte, Musik und Umgebungssound harmonischer miteinander und erzeugt so etwas mehr Raumklang. Der Bassdruck kann in beiden Tracks als gut bezeichnet werden, wenngleich ihm etwas die Tiefe und der Punch fehlen. Auf der Front sind Rechts-Links-Aktivitäten klar getrennt und die Dialogwiedergabe ist in beiden Sprachfassungen absolut problemlos, wobei auch die Synchronisation nicht steril wirkt. Die allgemeine Klangqualität ist ohne Fehl und Tadel, aber auch kein Highlight. Satte Mitten dominieren das Geschehen, aber auch Höhen und Bässe werden solide, jedoch eben nicht herausragend abgebildet.

Bewertung  7 von 10 Punkten




Deutsche Untertitel sind für VIRUS vorhanden. Das Bonusmaterial beginnt mit dem Kinotrailer zum Film, gefolgt vom Making of "Ghost of the Machine", welches 17 Minuten dauert und einen Blick hinter die Kulissen der Produktion erlaubt. Neben Interviews mit Cast und Crew sind vor allem die Erklärungen zu den Trickeffekten interessant. Erstaunlich, was man für VIRUS an Robotern gebaut hat. Anschließend folgen fünf Minuten an entfernten Szenen, welche aber nur mäßig interessant sind und nichts Wesentliches zum Film beitragen. Das Hinter den Kulissen-Feature dauert sieben Minuten und zeigt B-Roll-Aufnahmen vom Set sowie Interviews mit dem Regisseur, der Produzentin Gale Anne Hurd sowie weiteren Beteiligten. Zum Abschluss gibt es noch eine Trailershow mit weiteren Titeln aus dem Hause Concorde.

Bewertung  3 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  6 von 10 Punkten


VIRUS ist ein Science Fiction-Horrorfilm aus dem Jahr 1999 von Regisseur John Bruno. Bruno ist ein langjähriger Weggefährte von niemand geringerem als Kultregisseur James Cameron und zeichnet sich verantwortlich für die Spezialeffekte in AVATAR, TRUE LIES, TERMINATOR 2 sowie TITANIC. Außerdem inszenierte er 1996 die Freizeitparkattraktion T2 3-D: BATTLE ACROSS TIME und arbeitete bei CLIFFHANGER, BATMANS RÜCKKEHR, GHOSTBUSTERS, POLTERGEIST I und II sowie neuerdings bei der TWILIGHT: BREAKING DAWN-Saga mit. Vielleicht als Dank für seine treuen Dienste produzierte Camerons damalige Ehefrau Gale Anne Hurd VIRUS und überließ John Bruno die völlige künstlerische Kontrolle - mit mäßigem Erfolg. Satten 70 Millionen Dollar Budget standen mickrige 30 Millionen an Einnahmen aus dem Kino gegenüber und auch die Kritiken meinten es nicht gut mit dem Film. Die Handlung ist dabei recht simpel wie zielführend: Die Crew des Hochsee-Schleppers Sea Star verliert bei einem Sturm ihre Ladung und bringt Kapitän Robert Everton (Donald Sutherland; DIE NADEL) an den Rand des finanziellen Ruins. Glücklicherweise stoßen sie auf ein russisches Forschungsschiff, welches menschenleer ist und von Everton als Treibgut reklamiert wird. Zurück im Hafen würde die Mannschaft eine millionenschwere Belohnung erwarten. Entgegen der Warnungen der Ersten Offizierin Kit Foster (Jamie Lee Curtis; HALLOWEEN) begibt sich die Crew auf das Schiff, welches jedoch von einer außerirdischen Intelligenz kontrolliert wird, die sich in den elektrischen Systemen des Schiffes eingenistet hat und jeden Menschen als Eindringling sieht - einen Virus, der beseitigt werden muss...

Jamie Lee Curtis sagte einmal in einem Interview, dass sie, wenn sie sich mit Schauspielkollegen über ihre schlechtesten Filme unterhält, immer VIRUS nennt. Nun ja, was Charakterdesign und Handlung angeht, verdient sich der Film wahrlich keine Lorbeeren, aber die Action- sowie Horrorelemente machen VIRUS eigentlich zu einem schwer unterhaltsamen B-Movie. Zumal die tollen Spezialeffekte auch 15 Jahre nach den Dreharbeiten noch große Klasse sind und davon zeugen, dass John Bruno sein Handwerk versteht, auch wenn er als Regisseur vielleicht nicht so begabt ist wie als Fachmann für Spezialeffekte. Denn ein Großteil des Budgets muss in die extrem aufwändigen Roboterkonstruktionen geflossen sein, die alleine schon das Schauen von VIRUS wert sind. Wie man im Bonusmaterial sehen kann, funktionierten die Geräte auch in der Realität und es wurde fast nichts mit CGI animiert, sondern alles mechanisch. Die Konstrukte sind teilweise wirklich furchterregend, vor allem die Mensch-Roboter-Hybriden sehen schauerlich gut aus und sorgen für viel Horror. Eigentlich erinnert VIRUS ein wenig an OCTALUS - DEEP RISING nur statt CGI-Effekten mit mechanischen. Das gilt auch für den Unterhaltungsfaktor. Die Darsteller spielen nicht sonderlich überzeugend, bis auf Donald Sutherland, der den fiesen Kapitän mit Inbrunst verkörpert, während Jamie Lee Curtis eher gelangweilt bis genervt scheint. In Nebenrollen sind unter anderem Joanna Pacula (DEEP BLUE SEA) und William Baldwin (HAWAII FIVE-O) zu sehen. Was am Ende übrig bleibt ist ein Science Fiction-Horrorfilm mit leichtem B-Movie-Touch, aber mit grandiosen Spezialeffekten sowie einigen guten Horror-Momenten. Besonders in Zeiten von CGI-Orgien ist dieser Film für Freunde von handgemachten Effekten wie geschaffen.

Die Blu-ray Disc von Concorde präsentiert VIRUS erstmals im korrekten Bildformat. Die Technik ist durchaus gut, die Ausstattung kennt man schon von den DVDs.




Blu-ray Player: PAnasonic DMP-BDT320
AV-Receiver: Yamaha RX-V2067
LED-TV: Toshiba 55YL768G

Center-Speaker: Magnat Quantum 613
Front-Speaker: Magnat Quantum 605
Surround-Speaker: Teufel "The Egg" MO 4 FCR
Subwoofer: Elac SUB 111.2






© DVD-Palace Home Entertainment




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