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 8290  Review zu: Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeiten 25.10.2005
BMV-Medien

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Ein Review von Marcus Kampfert



Die mitreissende Verfilmung des weltberühmten, gleichnamigen Romanklassikers - von Mira Nair ("Monsoon Wedding") voller Farbenpracht, Charme und Sinnlichkeit inszeniert!

Becky Sharp, die Tochter eines englischen Künstlers und einer französischen Sängerin, hat ihre Eltern bereits in jungen Jahren verloren. Sie sehnt sich nach einem glamourösen Leben, welches ihr gesellschaftlicher Stand ihr aber nicht erlaubt. Becky gelingt es, mit Geist, Charme und Sexappeal die feine Gesellschaft Londons Anfang des 19. Jahrhunderts zu erobern. Sie wickelt die Männer reihenweise um den Finger und findet schließlich in Marquis von Steyne einen mächtigen Gönner: Er lässt ihre kühnsten Träume wahr werden, doch Becky ahnt nicht, dass der Preis dafür hoch sein wird....

Cover Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeiten
Cover vergrößern




Im Handel ab:10.10.2005
Anbieter: Universum Film / UFA home entertainment
Originaltitel:Vanity Fair
Genre(s): Drama
Romanze
Regie:Mira Nair
Darsteller:Gabriel Byrne, Angelica Mandy, Roger Lloyd-Pack, Ruth Sheen, Kate Fleetwood, Reese Witherspoon, Lillete Dubey, Romola Garai, Tony Maudsley, Deborah Findlay, John Franklyn-Robbins, Paul Bazely, Rhys Ifans, Jonathan Rhys-Meyers, Charlie Beall, David Sterne, Bob Hoskins, Douglas Hodge, Meg Wynn Owen, Georgina Edmonds, Emilie Richardson, Tim Preece, Geraldine McEwan, Natasha Little, Eileen Atkins, James Purefoy, Helen Coker, Tim Seely, Jim Broadbent, Sophie Hunter, Paul Bentall, Sean McKenzie, Kathryn Drysdale, John Woodvine, Barbara Leigh-Hunt, Nicholas Jones, Sian Thomas, Trevor Cooper, Brian Pettifer, Steven Elder, Gabrielle Lloyd, William Melling, Daniel Hay, Niall O'Brien, Anu Gopalakrishnan, Tom Beard, Roma Edmonds, Gledis Cimque, Thomas Grant, Kelly Hunter, Camilla Rutherford, Alexandra Staden, Jonathan Phillips, Richard McCabe, Veerendra Saxena, Bruce Mackinnon, Mathew Horne, Tim Bentinck, Andrew Price, Tom Sturridge, Chloe Treend, Stefane Sauer, Nicole Forbes, Amanda Courtney-Davies, Louise Weekley, Lene Langgaard, Sarah Mogg, Tracey Lushington, Sandy Borne, Stephanie McMillan, Suzanne Thomas, Mari Baade, K. Knight, Sylvano Clarke, Max Bollinger, Robert Pattinson, Vijay Raaz
FSK:6
Laufzeit:ca. 135 min
Audio:Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat:16:9 (2.35:1) anamorph
Medien-Typ:1 x DVD-9
Regionalcode:2
Verpackung:Digipak
Untertitel: Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte, Englisch,
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Trailer von anderen Filmen
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Making Of
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Audiokommentar von Mira Nair
  • Entfernte Szenen
  • Featurette "Die Frauen von Vanity Fair"
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Die Farben des anamorphen Transfers sind natürlich bis kräftig und haben weisen eine hohe Sättigung auf, ohne zu überstrahlen. Der Kontrast wirkt etwas dunkel abgestimmt, in schlecht ausgeleuchteten Szenen fehlen daher einige Feinheiten. Dafür ist der Schwarzwert topp und zeichnet klare Konturen. In Nahaufnahmen wie Totalen erscheint die Schärfe nicht ganz perfekt, sowohl Kanten als auch Details wirken etwas weich (Stilmittel?). Die Tiefenschärfe hingegen ist immer gut und sorgt zusammen mit den anderen vorgenannten Ausprägungen für einen plastischen Gesamteindruck, dem nur wenig zu neun Punkten fehlt.

Jedoch ein dezentes Hintergrundrauschen und die trotz sehr niedriger Kompression (eine Bitrate von fast 8,5 Mbps wird erreicht) vorhandene, leichte Blockbildung in Form von Stufen bei Farbverläufen führen dazu, dass eine Wertung höher als acht Punkte endgültig ausgeschlossen ist. Für einen brandneuen Film zwar nicht enttäuschend, aber auch keine Offenbarung!

Bewertung  8 von 10 Punkten




Dieser Kostümfilm lebt zunächst von der räumlichen Abbildung des Score, welcher sich weit ausbreitet und einen Hauch von Dynamik mitbringt. Ebenfalls ausgeprägt erscheint die Kulisse, welche aber immer wieder mal längere Pausen einlegt (meist bei Innenaufnahmen) und somit nicht das Letzte aus ihren Möglichkeiten herausholt. Manche Hintergrundgeräusche ertönen allerdings gar direktional aus den Boxen und sorgen für Atmosphäre. Einige aufwändigere Effekte bieten zu wenig Transparenz und Druck, um sich vom allgemeinen Geschehen abzusetzen, erklingen aber zumindest schön räumlich (zum Beispiel Gewitter). Dennoch verpuffen hier die seltenen Chancen zum Außergewöhnlichen. In der Schlusssequenz, welche in Indien spielt, erwacht sogar der Subwoofer zu selten aktivem Spiel, was der orientalischen Musik zugute kommt, das dynamikarme Geschehen aber nur bedingt aufwertet. Alles Geschilderte trifft im Übrigen auf beide 5.1-Spuren zu, welche hier im englischen Original und der deutschen Synchro vorliegen. Die Stimmen sind dann auch das einzig Abgrenzbare, wobei hiesige Synchro in Sachen Lautstärke die Nase vorn hat, während das Original etwas authentischer, aber leiser erklingt.

Bewertung  7 von 10 Punkten




Universum Film spendierte dem Kostümfilm einige Extras. Den Anfang macht das leider viel zu oberflächliche Making Of (11:06 Minuten), welches praktisch eine Werbefeaturette ist und kaum mehr als die Storyline, ein paar gegenseitige Schulterklopfer und wenig informative Statements der Crew wiedergibt. Unterlegt ist das Ganze mit reichlich Filmszenen. Weiter geht es mit der kurzen Featurette "Die Frauen hinter Vanity Fair" (08:58 Minuten), die eigentlich nur eine Fortsetzung des Making Ofs ist und daher kaum mehr Interessantes offenbart. Die Sektion "Entfernte Szenen" (13:29 Minuten) zeigt neben Erweiterungen vorhandener Einstellungen auch einen alternativen Anfang (unterscheidet sich nur geringfügig vom letztendlich ausgewählten) sowie ein alternatives Ende, welches den Fokus der Becky Sharp auf eine andere Person lenkt (wie übrigens eine weitere alternative Szene inmitten der gelöschten). Leider bleiben die Gründe für deren Entfernung ungeklärt und Sache der eigenen Interpretation. Diesen Freiraum gewährt uns die Regisseurin allerdings nicht mehr in ihrem aufschlussreichen, im Sprachenmenü versteckten Audiokommentar, welcher sehr gelungen jegliche Aspekte der Produktion erläutert und auch auf Intentionen sowie Inspirationen von Miss Nair eingeht. Lobenswerterweise lässt sich dieser wie alle weiteren Video-Features (Ausnahme: Filmtrailer) optional untertiteln. Den Abschluss bildet die obligatorische Trailershow des Anbieters, welche halbwegs zum Genre passende Werke vorstellt.

Die Menüs machen einen edlen Eindruck und stimmen auf den Film ein. Leider bietet man Animationen und Musikuntermalung jedoch nur in der 1. Stufe an, danach ist alles stumm und starr.

Bewertung  6 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  7 von 10 Punkten


VANITY FAIR behandelt mit Rebecca Sharp eine der wohl bekanntesten und schillerndsten Romanfiguren überhaupt (auch wenn sich beim Autor des Reviews hier eine Bildungslücke offenbart), die für ein recht oft ausgewalztes Sujet steht: dem Traum einer Person aus armem Hause, zur gehobenen Klasse zu gehören, und dies allein durch die Tugenden der Raffinesse, Intelligenz, Charme und Ausstrahlung zu bewerkstelligen (quasi vom Tellerwäscher zum Millionär - nur eben ohne Arbeit, aber doch mit Fleiß)!

Die romantische wie sozialkritische Vorlage stammt aus der Feder des großen indischstämmigen Literaten William Makepeace Thackeray und bewegt seine Hauptfigur durch das frühe 19. Jahrhundert in England und deren Kolonie Indien. Regisseurin Mira Nair (bekannt durch ihre Werke MONSOON WEDDING und SALAAM BOMBAY) schafft daraus vor allem ein bildgewaltiges Epos, das in Pomp und Farben schwelgt, also zuallererst ein Film der Ausstatter ist, welche hier ganze Arbeit geleistet haben. Kostüme, Gebäude und Sets im Allgemeinen versetzen einen inmitten des Geschehens und wissen durch ihre Detailliertheit zu gefallen. Die orientalischen Einflüsse, welche zum einen auf Thackeray, zum anderen auf die indische Regisseurin zurückzuführen sind, geben dem bunten Punsch eine zuckersüße Note. So weit ist, wenn man so will, alles im Lot. Auch die Schauspieler geben ihr Bestes, wobei lediglich Reese Witherspoon in der Rolle der Becky Sharp wirklich herausragt. Alle anderen Darsteller zeigen routiniert, was ihnen leicht von der Hand geht, gefordert werden sie indes kaum. Der Film ist voll und ganz auf die Protagonistin ausgelegt und lässt alle anderen lediglich wie Marionetten ihrer raffinierten Schachzüge aussehen. Das ist durchaus im Sinne der Story und passt dahingehend, doch macht es diese gleichzeitig etwas eindimensional, da man nach einer Stunde eigentlich nicht mehr unbedingt nur einem Charakter folgen möchte, sondern nach Abwechslung sucht. Die Dialoge sorgen immerhin oft für Kurzweil und sprühen vor Witz und Charme. Leidlich unterhaltsam schwingt sich der spannungsarme Plot dann aber - wie für Hollywood zu erwarten war - doch zum schwelgerischen Happy End auf, welches die smarte Becky eigentlich gar nicht mehr verdient hätte. So bleibt der Zuschauer zwiegespalten, ob des zugunsten eines amerikanischen Märchens hingewürgten Schlusses, der so gar nicht zum Gedachten und Vorgezeichneten passen will. Lehnen sich die Inszenierung wie die Story ein wenig an Werke von Balzac an, so hatte man offensichtlich nicht die Traute, es auch in deren Weise grausam und bitter enden zu lassen. Es obliegt dem Rezensenten jedoch nicht, dies der Inszenierung oder seiner Romanvorlage in die Schuhe zu schieben, da Letztere ihm inhaltlich nicht bekannt ist.

Was man aber in jedem Fall attestieren kann ist, dass sowohl die Regie als auch das Schauspiel neben der Ausstattung im Rahmen der Studiovorgaben zu überzeugen wissen und man einem leidlich unterhaltsamen Reigen frönen darf. Wem das reicht, der/die kann sich die etwas langen 135 Minuten ruhig gönnen.

Die DVD zum Film bietet solide Technik. Bild und Ton liegen knapp über dem Durchschnitt. Die Extras könnten noch üppiger sein, bieten aber gerade durch den gelungenen Audiokommentar einen ausreichenden Einblick in die Entstehung des Epos' und die Intentionen seiner Regisseurin.






Und das meinen unsere Kollegen...

Fazit: 3/5
"Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeiten" gehört sicher nicht zu den großen Film-Highlights, zumindest durchschnittliche Unterhaltung hat der mit Reese Witherspoon und Gabriel Byrne gut besetzte Film allemal zu bieten. Durchschnittlich präsentiert sich aber nicht nur der Film, sondern auch diese DVD aus dem Hause Universum Film. Technisch liegt die DVD auf brauchbarem, aber sicherlich nicht überra [...]
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© DVD-Palace Home Entertainment




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