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 3712  Review zu: Valentinstag 02.08.2010

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Ein Review von Matthias Schmieder



Die hochkarätige Besetzung glänzt in einer urkomischen und herzerwärmend romantischen Komödie des Regisseurs von Pretty Woman und Plötzlich Prinzessin. Einzelne kleine Geschichten, die sich immer wieder kreuzen an diesem Tag im Leben der Liebe. Es geht um einen Heiratsantrag. Um Blumen, die nicht versendet werden. Um ein großes Geheimnis, das schließlich erzählt wird. Um den "Überraschungsbesuch" der schließlich sie überrascht. Um Streit, Küsse, falsche Wendungen, richtige Entscheidungen und vieles mehr. Ob die Liebe für Sie neu ist oder ob Sie mit der Liebe abgeschlossen haben - Sie werden dieses mit 19 Stars besetzte humorvolle Fest der Romantik lieben.

Cover Valentinstag
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Im Handel ab:18.06.2010
Anbieter: Warner Home Video / New Line Home Entertainment
Originaltitel:Valentine's Day
Genre(s): Romanze
Komödie
Regie:Garry Marshall
Darsteller:Bradley Cooper, Jennifer Garner, Taylor Swift, Jamie Foxx, Jessica Alba, Kathy Bates, Jessica Biel, Eric Dane, Patrick Dempsey, Hector Elizondo, Topher Grace, Anne Hathaway, Ashton Kutcher, Queen Latifah, Taylor Lautner, George Lopez, Shirley Maclaine, Emma Roberts, Julia Roberts
FSK:o. A.
Laufzeit:ca. 124 min
Audio:Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch: Dolby Digital 2.0
Spanisch: Dolby Digital 5.1
Italienisch: Dolby Digital 5.1
Japanisch: Dolby Digital 5.1

Bildformat:High Definition

Medien-Typ:1 x Blu-ray BD50
Regionalcode:B
Verpackung:Blu-ray Case
Untertitel: Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte, Englische Untertitel für Hörgeschädigte, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Holländisch, Japanisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Griechisch, Rumänisch, Hebräisch, Kantonesisch,
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Musikvideo(s)
  • Audiokommentar
  • Nicht verwendete Szenen
  • Verpatzte Szenen
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb


Warner verpasste dem mit Stars nur so gespickten Werk einen 1080p-Transfer im Originalen Seitenverhältnis von 1,85:1. Trotz offensichtlich gutem 35mm-Ausgangsmaterial ist die Bildqualität der Blu-ray Disk eher enttäuschend. Besonders auffällig ist die sehr neutrale, fast deutlich untersättigte Farbwiedergabe. Ist man von Filmen dieses Genres eigentlich eher poppig-bunte Ausrichtungen gewohnt, sind es hier gerade Rot- und Blautöne, die etwas deplatziert wirken. Auch in Sachen Schärfe ist die Blu-ray Disk nicht auf dem Stand der Technik. Zwar gibt es immer Szenen die Tiefe und Detailreichtum bieten, doch bleiben zu viele Sequenzen der 125 Minuten Laufzeit auf zu unterdurchschnittlichem Niveau, um die Wertung maßgeblich zu beeinflussen.

Wenn es dem Bild auch durchgehend an Feinzeichnung und Punch fehlt, was vor allem auch an dem zu hoch angesiedelten Schwarzwert begründet liegt, so ist der Kontrastumfang vorbildlich. Selbst Szenen bei Tageslicht bleiben stets homogen ausgeleuchtet ohne überstrahlende Segmente oder versumpfende Details. Digitale oder auch analoge Artefakte sind niemals zu beobachten – hier hält die Disk dem Vergleich mit anderen aktuellen Produktionen locker stand. Da es hier im Palace keine halben Punktzahlen zu vergeben gibt, sichert sich die Disk gerade noch einmal 7 Punkte.

Bewertung  7 von 10 Punkten




Die Blu-ray Disk kommt mit insgesamt sechs Tonspuren daher, wobei wieder einmal nur das englische Original mit einem DTS-HD Master Audio 5.1- Track beglückt wurde. Die übrigen Spuren müssen mit herkömmlichem Dolby Digital 5.1 Vorlieb nehmen, so auch die deutsche Synchronisation.

Erfreulicherweise gibt es nicht all zu viele Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Kodierungsverfahren, da VALENTINE'S DAY (USA, 2010) nur wenig Möglichkeit zur tonalen Entfaltung bietet. Das Hauptgeschehen spielt sich auf der Stereofront ab, die nur ab und an von Umgebungsgeräuschen wie Flugzeuglärm durchbrochen wird. Die Dialoge des Original sind dabei wunderbar aufgelöst, was den Stimmfarben der vielen verschiedenen Darsteller sehr zu Gute kommt. Die deutsche Synchronisation ist auf der Wiedergabe-Seite auf nahezu gleicher Qualität, dafür ist die Synchronisation an sich sehr fragwürdig, da sie den Film unnötig ins alberne abdriften lässt. Gerade Ashton Kutcher und Jennifer Garner kommen durch ihre Synchronstimmen gar nicht gut weg.

Besser sieht es mit der Eingliederung des Soundtracks aus, der an prominenter Stelle alle Lautsprecher ausfüllt, leider aber nicht dynamisch genug ist um die Qualität in die Höhe zu reißen. Gerade die Rear-Kanäle sind etwas zu zaghaft und zurückhaltend.

Bewertung  7 von 10 Punkten




Auch wenn die Rubrik „Extras“ der Blu-ray Disk unglaublich vollgestopft aussieht, ist das Bonusmaterial doch etwas knapp ausgefallen. So findet man auf der Disk eine ganze Reihe an „Nicht verwendeten Szenen“ die mit einer Laufzeit von 14 Minuten zu Buche schlagen. Außerdem sind noch knapp sechs Minuten an durchaus amüsanten Outtakes „Verpatze Szenen“ sowie eine Featurette mit dem Titel „Die Darsteller und ihre Valentinstagserlebnisse“, in welchem die Darsteller etwas aus dem Nähkästchen plaudern. Weniger interessant sind hingegen der Beitrag „Der Garry-Faktor“ sowie das Musikvideo "Stay here forever" von Jewel. Wer etwas über den Film erfahren möchte, muss somit auf den Audiokommentar von Regisseur Garry Marshall zurückgreifen, denn nur hier wird eingehend sein Werk behandelt.

Bewertung  4 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  6 von 10 Punkten


Es gibt Regisseure, die bleiben ihr Leben lang auf eine bestimmte Art des Filmes festgeschrieben – zu ihnen zählen Männer wie Michael Bay, der es liebt Dinge mit möglichst viel Getöse in die Luft fliegen zu lassen, wie auch Uwe Boll, dem es wie kaum einem anderen gelingt auch aus moderatem Stoff völligen Mist zu produzieren. Garry Marshall gehört auch zu dieser Spezies Regisseur, doch er versteht/verstand es wie kein Zweiter Komödien und Dramen dem Publikum näher zu bringen ohne dabei platt zu wirken. Seinen großen Durchbruch hatte Marshall mit OVERBOARD – EIN GOLDFISCH FÄLLT INS WASSER (USA, 1987) in dessen Hauptrolle Goldie Hawn ihr Glück versuchte. Viel mehr aber war es gerade einmal vier Jahre sein wohl bis heute erfolgreichstes Werk PRETTY WOMAN (USA, 1990), das bis heute als Prototyp der modernen romantischen Komödie gilt, das ihn endgültig zur Legende machte. Mit nun mehr 76 Jahren kann man ihm noch immer ein Händchen für interessantes Material bestätigen, wenngleich VALENTINSTAG (USA, 2010) trotz geradezu inflationärer Starbesetzung leider äußerst durchschnittlich bleibt.

Mindestens so regelmäßig wie Weihnachten und Ostern darf man sich als Kinogänger auf die obligatorischen Romanzen freuen, die alljährlich groß beworben in die Kinos drängen. Trotz dieser Schwemme an Material sind nur wenige Werke dabei die im Gedächtnis hängen bleiben. Gerne erinnern wir uns dabei an Filme wie HAUTNAH (USA, 2004) oder auch dem unvergesslich guten TATSÄCHLICH...LIEBE (USA, 2003), die ebenfalls mit einer Fülle herausragender Darsteller aufwarten konnten – VALENTINSTAG zählt letztendlich leider nicht dazu.

Garry Marshall vereint in seinem Werk zwar die altbekannten Elemente zu einem homogenen Ganzen, doch die Fülle an Individualisten und die schiere Menge der Episoden, die leider nur sehr lose miteinander zusammenhängen, machen den Erzählfluss zäh und zu episodenhaft. Sind weite Strecken des Films völlig vorhersehbar und nach Schema-F gestrickt, gibt es aber einige Episoden, die den versiegenden Unterhaltungswert gerade nochmal retten können. Hierzu gehören die Episoden mit Jennifer Garner und Jessica Biel, welche an sich gut gelungen und mit viel Gespür für Timing inszeniert wurden. Ashton Kutcher kann andererseits ebenso wenig für seinen stereotyp veranlagten Charakter wie auch Julia Roberts, die mit ihrem unmotivierten Auftritt wohl ihrem einstigen Entdecker und Mentor Marshall einen Gefallen tun wollte, eine Schuld für ihren gerade noch als Cameo zu bezeichnenden Auftritt zugesprochen werden.

Was VALENTINE'S DAY (Originaltitel, USA 2010) nun letztendlich auszeichnet, ist seine durchaus amüsante Ausrichtung sowie die stellenweise gelungene Inszenierung. Dennoch bleiben sowohl die Charaktere als auch die Story völlig austauschbar und somit nicht länger als notwendig im Gedächtnis des geneigten Zuschauers.

Ähnlich sieht es bei der technischen Umsetzung der Blu-ray Disk aus, die zwar eine solide Bildqualität bietet, dennoch nicht über den Durchschnitt hinaus kommt. Auf Audio-Seite gibt es ebenso wenig Besonderes zu berichten wie über das Bonusmaterial. Wie auch der Film ist die Disk aus dem Hause Warner absolutes Mittelmaß mit der Tendenz nach oben.


Subjektive Filmwertung: 6 von 10 mit Darstellern inflationär umgehende, völlig austauschbare Romanzen






© DVD-Palace Home Entertainment




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