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 3765  Review zu: Tony Takitani 20.11.2005
BMV-Medien

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Ein Review von Michael Holland



Tony Takitani ist ein Einzelgänger. Seine Mutter starb wenige Tage nach seiner Geburt und sein Vater verbrachte mehr Zeit mit seiner Jazzband als mit seinem Sohn. Einsamkeit schien für Tony ein natürlicher Zustand zu sein. Sein Leben verändert sich jedoch grundlegend, als er sich in die attraktive Eiko verliebt, die er wenig später heiratet. Zum ersten Mal erlebt Tony das Glück von Nähe und Geborgenheit. Dies wird allerdings getrübt durch Eikos exzessive Leidenschaft für Designer-Kleidung. Als sich ein ganzer Raum mit den teuren Kleidungsstücken füllt, bittet Tony seine junge Frau, ihre Einkäufe einzuschränken. Eiko stimmt ihm zu, doch keiner ahnt, welche dramatischen Folgen diese Entscheidung haben wird...

Cover Tony Takitani
Cover vergrößern




Im Handel ab:31.10.2005
Anbieter: Alive AG / Alamode Film
Originaltitel:Tony Takitani
Genre(s): Drama
Regie:Jun Ichikawa
Darsteller:Rie Miyazawa, Hidetoshi Nishijima, Issei Ogata, Shinohara Takahumi, Yumi Endo
FSK:o. A.
Laufzeit:ca. 76 min
Audio:Deutsch: Dolby Digital 2.0 Stereo
Japanisch: Dolby Digital 2.0 Stereo
Bildformat:16:9 (1.85:1) anamorph
Medien-Typ:1 x DVD-9
Regionalcode:2
Verpackung:Amaray Case im Schuber
Untertitel: Deutsch,
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Trailer von anderen Filmen
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Making Of
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Bei TONY TAKITANI handelt es sich mal wieder um einen Film, dessen Regisseur mit großem Enthusiasmus Stilmittel einsetzte. Zum tief melancholischen Grundton passend, wurde den Farben nahezu jede Sättigung entzogen - sie wirken meist überaus trist (später eiskalt) und wie von einem ganz leicht ins Violette tendierenden Grauschleier überzogen. Hinzu gesellt sich, neben dem sehr weich gewählten Kontrast, eine starke Aufhellung des Bildes. Daraus resultiert zwingend ein schlicht mangelhafter Schwarzwert. Aber auch die Plastizität leidet sichtbar; vor allem Personen beziehungsweise deren Gesichter wirken stets störend flach. Dem diesbezüglich schlechten Eindruck setzt die einer höchstens angenehmen Schärfe geschuldete Detailarmut der hier gebotenen Optik schließlich ihre Krone auf.

Als größter Kritikpunkt erweist sich allerdings stets präsentes, oft deutliches Rauschen inklusive einiger stehender Muster. Immerhin werden auf diese Weise potenzielle Kompressionsprobleme überdeckt, obwohl manchmal Doppelkonturen klar sichtbar sind. Dafür treten keinerlei Verschmutzungen oder Beschädigungen auf. Hauchdünne fünf Punkte sind hier unter Berücksichtigung der offensichtlich mit Absicht eingesetzten Verfremdungen ein angemessenes Ergebnis.

Bewertung  5 von 10 Punkten




Beide Dolby Digital 2.0 Stereo-Tracks werden nur mit der Wiedergabe des Scores vor eine größere Aufgabe gestellt und erledigen sie ohne Makel - die Musik erklingt hell und klar. Echte Effekte treten niemals auf, lediglich die "Katastrophenszene" kann diesbezüglich kleine Akzente setzen. Ansonsten geben sich beim deutschen Ton alle Synchronsprecher viel Mühe, was allerdings nichts an ihren stets ziemlich laut über dem Geschehen schwebenden Stimmen ändert. Diesen Eindruck verstärkt der Umstand, dass Umgebungsgeräusche teilweise eliminiert wurden (gut hörbar zu Beginn im Klassenzimmer), woraus eine gewisse Sterilität resultiert. Neben ungleich besserer Einbettung von Sprache punktet die japanische Original-Spur, wie bereits angedeutet, durch ein wesentlich reicheres, lebendigeres akustisches Ambiente. Dieses hebt TONY TAKITANI schließlich noch auf ganz knappe fünf Punkte.

Bewertung  5 von 10 Punkten




Alle Menüs bieten musikalische Untermalung in Form des wunderschönen Scores, die Haupt- und Kapitelauswahl wurden zusätzlich unaufdringlich animiert. Nach diesem wirklich gelungenen Einstieg folgt allerdings recht schnell ziemliche Ernüchterung. Neben der Werbeclips zu zwölf Titeln - darunter auch TONY TAKITANI - offerierenden Trailershow findet man bloß noch ein Making Of. Dieses bietet dafür allerdings üppige 68 Minuten Laufzeit und eine ungewöhnliche Form: Grundsätzlich besteht es aus kommentiertem Behind the Scenes-Material, das allerdings dort, wo es nötig erscheint, um Filmszenen bereichert wurde, welche die jeweils angesprochenen Aspekte der Entstehung illustrieren. Natürlich haben wir es bei weitem nicht durchgängig mit spannenden Aufnahmen vom Dreh zu tun, aber sehenswert und informativ ist das - wie auch der Hauptfilm auf Wunsch deutsch untertitelte - Feature schon. Deshalb stehen hier in der Wertung immerhin gute drei Punkte.

Bewertung  3 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  5 von 10 Punkten


Die auch in Deutschland stetig anwachsende Fangemeinde von Autor Haruki Murakami darf sich freuen: Selten wurde ein literarisches Werk im Kino so adäquat umgesetzt wie seine Erzählung "Tony Takitani". Obwohl Regisseur Jun Ichikawa auffallend dicht am Text bleibt, sogar einzelne Sätze oder manchmal ganze Passagen (nahezu) 1:1 übernimmt, findet er dennoch zu einem ganz eigenen Stil - im Geiste der Vorlage.

Murakamis oft schnörkellose, auf den ersten Blick möglicherweise sogar recht einfache Sprache gewinnt ihren Wert daraus, was zwischen den Zeilen verborgen liegt. Ein Ansatz, welchen sich Ichikawa völlig zu Eigen macht. Bei ihm regiert ebenfalls scheinbarer Minimalismus - beispielsweise in Form eines auf die Variation weniger Themen beschränkten, auffallend zurückhaltenden und trotzdem (oder gerade deshalb?) unglaublich intensiven Scores. Gleiches gilt für das Cast: Hier kommt kein riesiges Gefolge zum Einsatz, sondern stemmen lediglich zwei Hauptdarsteller jeweils Doppelrollen. Darüber hinaus ist Ichikawa jede Form von Effekthascherei völlig fremd, weswegen er beispielsweise die unvermittelt hereinbrechende Katastrophe (bei Murakami sowieso bloß mittels weniger Sätze beschrieben) nicht einmal ansatzweise visualisiert. Man nimmt sie lediglich als kurzen Augenblick auf der Tonspur wahr. Stattdessen bietet TONY TAKITANI vielerlei Momente statischer, unterschwellig wirkender Optik. So erscheint unter anderem der Blick in ein riesiges Zimmer, vollgestopft mit Kleidern und Erinnerungen, in seiner erdrückenden Melancholie schon beinahe bedrohlich. Später, wenn es leer steht, verstärkt sich dieser Eindruck noch.

Derartige Augenblicke entfernen sich natürlich weit vom Buch, sind ihm aber trotzdem gleichzeitig extrem nah. Ein wahres Meisterstück gelingt der Regie indes bezüglich des Ablebens von Tonys Mutter. Murakami beschreibt es in einem ungewöhnlich blumigen Absatz wie folgt: "Ihr Tod war ein sehr stiller, unauffälliger Tod. Widerstandslos und ohne großes Leiden war sie verschwunden, als wäre sie einfach erloschen oder als wäre jemand hinter die Bühne getreten und hätte ganz sacht einen Schalter umgelegt." Diese gleichermaßen behutsame wie traurige Schilderung angemessen filmisch darzustellen, ist fast unmöglich - gelingt Ichikawa aber meisterhaft. Er zeigt eine hübsche junge Frau im schlichten grauen Kleid, welche sich mit einem Schirm schützt, obwohl es nicht regnet, und durch einen Wald geht. Dann rückt ihre schemenhafte Gestalt plötzlich weit an den linken Rand. Während sie scheinbar voller Freude lächelt, fängt das Bild an zu zittern und wird immer wieder unscharf. Zu den Worten "So schnell sie gestorben war, so schnell wurde sie eingeäschert" sieht man schließlich nur noch die Bäume, deren Äste sich im Wind wiegen.

An formalen Aspekten interessierte Zuschauer dürfte außerdem die ungewöhnliche Aufnahmetechnik in ihren Bann schlagen. Ein großer Teil aller Szenen folgt nämlich dem gleichen Prinzip: Die Kamera fährt von links in das Geschehen hinein, verweilt, beobachtet nur kurz oder lauscht Gesprochenem, um schließlich das Bild rechts wieder zu verlassen. Es ist fast so, als hätte man ein Buch vor sich, würde zum Lesen der aufgeschlagenen Seite eine Pause machen und dann umblättern.

Natürlich müsste TONY TAKITANI ungeachtet aller audiovisuellen Brillanz scheitern, wenn Ichikawa die Geschichte dieses Mannes, welcher seine exorbitante Einsamkeit quasi als natürlichen Zustand ansieht und von der Liebe nur eines Besseren belehrt wird, um letztlich furchtbar daran zu scheitern, inhaltlich nicht in den Griff bekäme. Aber auch hier gelingt es ihm unter Einsatz eigentlich simpler Mittel, der Vorlage absolut treu zu bleiben. So fällt auf, dass die handelnden Personen kaum miteinander reden, oft ihrer ganz eigenen Welt verhaftet sind. Zusätzlich kommentiert ein Erzähler ohne größere Emotionen das Geschehen, was Distanz zum Zuschauer schafft. Diese erreicht aber niemals derart umfassende Ausmaße, dass man am Schicksal der Protagonisten keinen Anteil mehr nimmt - und zwar auf Grund eines ebenso einfachen wie effektiven Tricks. Ichikawa bricht nämlich mit klassischen Erzählformen, indem er seine Charaktere manchmal nicht nur angefangene Sätze der Off-Stimme zu Ende führen, sondern auch das Publikum ansprechen lässt. Sie schauen dabei selten in die Kamera, ihre Worte wirken teils beiläufig, verfehlen allerdings die Wirkung nicht: Man wird gleichzeitig auf Abstand gehalten und direkt einbezogen.

Nach arg kurzen 72 Minuten (ohne Abspann) ist TONY TAKITANI leider schon vorbei und erlaubt sich dann doch eine gewichtige Änderung. Wo nämlich Murakami mit bedingungsloser Konsequenz zum Unhappy End findet, fügt Ichikawa eine zusätzliche Sequenz hinzu. Sie zu interpretieren, obliegt jedem selbst. Und während für Tony Takitani vielleicht ein winziger Hoffnungsschimmer leuchtet, kehrt der Zuschauer langsam wieder aus dieser Einsamkeits-Studie zurück, welche einem Traum ähnelt. Wunderschön anzuschauen, übergroß in den Emotionen, mehr gefühlt als gesehen - auf Zelluloid gebannte Poesie eben, die gleichermaßen fordert, fasziniert, zermürbt und Gänsehaut verursacht. Wer sich die Mühe macht, unter ihre Schale aus kalten Farben, kaum fassbarer Trauer und häufig eisiger Stille zu schauen, findet dort ein rotglühendes Herz vor, dessen Schlag noch lange in den eigenen Ohren nachhallt.

Im Großen und Ganzen wird die deutsche DVD diesem auf ihr enthaltenen Film gerecht, da dem Ausgangsmaterial technisch wahrscheinlich keine viel besseren Ergebnisse zu entlocken waren. Als äußerst schade erweist sich allerdings der Mangel an Extras - umso mehr, da in Japan eine Special Edition mit sehr umfangreichen Interviews und anderen Features vorliegt, sie also existieren.

Subjektive Filmwertung: 9 von 10 ständigen Stoffwechseln






© DVD-Palace Home Entertainment




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