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 2307  Review zu: Todeskommando Russland Box 18.07.2013
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Ein Review von Carlito Brigante



Todeskommando 1:
Im Russland des Jahres 1942 scheint sich das Kriegsglück zu wenden, und die fast schon geschlagene Rote Armee macht Stück für Stück Boden gut gegen die nunmehr im Rückzug begriffene Wehrmacht...

Todeskommando 2:
Eine russische Pioniereinheit im Großen Vaterländischen Krieg erhält den Auftrag, hinter der Front Gerüchten von einer deutschen Geheimwaffe nachzugehen...

Todeskommando 3:
Tschechien im Juni 1945. Der Zweite Weltkrieg ist schon seit einem guten Monat zu Ende, doch noch immer ziehen bewaffnete Wehrmachtsteile mordend durchs Land, verüben Anschläge aus dem Hinterhalt, und versuchen sich in Richtung der alliierten Linien durchzukämpfen...

Todeskommando 4:
In den späten Tagen des Zweiten Weltkriegs müssen vorrückende russische Truppen die schockierende Entdeckung machen, dass deutsche Spezialeinheiten unter Verwendung klassischer Guerillataktiken auf beiden Seiten der Front operieren...

Cover Todeskommando Russland Box




Im Handel ab:06.06.2012
Anbieter: SchröderMedia Handels GmbH & CO KG / White Goatee Films (WGF)
Genre(s): Kriegsfilm
Regie:Vitaly Vorobjev
Darsteller:Pavel Majkov, Kirill Pletnyov, Yevgeni Pronin, Sergei Grekov, Dieter Göde
FSK:16
Laufzeit:ca. 440 min
Audio:diverse
Bildformat:diverse
Medien-Typ:2 x DVD
Regionalcode:
Verpackung:Doppel Amaray Case
Untertitel:
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Wendecover
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb


TODESKOMMANDO RUSSLAND:
Das Bild liegt zwar in seinem Originalformat von 1,85:1 vor, aber die Qualität an sich ist leider unbefriedigend. Die Schärfe ist mangelhaft, so dass das Bild stets ein wenig unscharf aussieht. Der Kontrast ist steil, so dass die ganze Zeit helle Bildbereiche zu Überstrahlungen neigen. Die Farben sind recht blass, aber ob das Gestaltungsmittel sein soll oder ein weiteres Manko, kann nicht verifiziert werden. Es gibt weiterhin ein deutliches Bildrauschen und auch die Kompression sorgt zusätzlich für Unruhen bzw. Blockbildungen in homogenen Flächen.

TODESKOMMANDO RUSSLAND 2:
Die Schärfe ist ganz gut, aber die Detailzeichnung könnte noch besser sein. So wirkt das Bild auf größeren Bildschirmen ein bisschen weich. Der Kontrast ist recht steil, sodass helle Flächen zum leichten Überstrahlen neigen. Die Farbwiedergabe ist gut. Es gibt ein leichtes Bildrauschen und die Kompression fällt durch Unruhen in homogenen Flächen auf.

TODESKOMMANDO RUSSLAND 3:
Das Bild (1,85:1; anamorph) hat bestimmt schon bessere Tage gesehen. Die Schärfe hat Schwächen, sieht das Bild doch stets ein wenig zu weich aus. Die Farben sind zu blass und ausgewaschen. Der Kontrast könnte besser sein, ebenso wie der Schwarzwert. Es gibt zahlreiche analoge Defekte und kleine Verschmutzungen im Bild. Das Hintergrundrauschen ist sichtbar, aber nicht weiter von Belang. Viel schlimmer ist da schon die Kompression, die augenfällig vor sich hin arbeitet und immer wieder durch Blockbildung ins Auge sticht. Auch Nachzieheffekte kann man wiederholt beobachten.

TODESKOMMANDO RUSSLAND 4:
Das Bild (1,78:1; anamorph) macht keine besonders gute Figur. Die Schärfe ist nur mäßig. Was in Großaufnahmen noch akzeptabel aussieht, wird in Totalen absolut weich und detailarm. Die Farben wurden entsättigt, so dass der ganze Film gewollt blass und ausgewaschen aussieht. Der Kontrast ist ziemlich steil, was helle Flächen überstrahlen und Details in dunklen Szenen verschlucken lässt. Es gibt ein leichtes Rauschen und diverse analoge Defekte wie Dropouts und kleinere Verschmutzungen. Die Kompression macht durch mal mehr, mal weniger, starke Unruhen und Blockbildung auf sich aufmerksam.

Bewertung  6 von 10 Punkten




Im Gegensatz zu den Einzelveröffentlichungen gibt es hier für jeden Film nur eine Tonspur, die mit der deutschen Synchronisation in DD 2.0. Es gibt dazu natürlich auch keinerlei Untertitel. Die Tonspuren selbst sind brauchbar, aber sicher keine Offenbarung. Die Dialoge sind verständlich, aber Volumen, Dynamik oder kraftvolle Elemente sollte man nicht erwarten.

Alle vier Filme haben gemeinsam, dass sie an einer schlechten Synchro leiden, die streckenweise unterirdisch ausfällt. Sie klingt steril und künstlich, die Stimmenauswahl ist oft absurd und die Betonung der Sprecher schwankt scheinbar zwischen Unfähigkeit oder gelangweilter Arbeitsverweigerung.

Bewertung  5 von 10 Punkten




Keine Extras.

Bewertung  1 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  5 von 10 Punkten


Die TODESKOMMANDO RUSSLAND - BOX enthält auf zwei DVDs folgende vier Filme:

TODESKOMMANDO RUSSLAND:
„Sekretnoe oruzhie - Nesluzhebnoe zadanie 3“ (Originaltitel; Russland, 2006) oder in Deutsch: TODESKOMMANDO RUSSLAND ist ein Film, den die Welt nicht braucht. Und auch etwas anderes ist sicher: Eine „Geheimwaffe“ (= Sekretnoe oruzhie) ist dieser Film ganz sicher auch nicht. Hinter dem großmäuligen Titel verbirgt sich nämlich nichts als ein drittklassiger Kriegsfilm, der auf ganzer Linie versagt. Pathetisch und mit einem Klischeedrehbuch gesegnet, dem Klischeefiguren und -situationen entspringen, dümpelt das Werk vor sich hin. Maue Darsteller murmeln debile Dialoge (die Synchro ist übel!) und stolpern durch schwache Action, die lausig inszeniert wurde, was nicht nur dem mageren Budget anzulasten sein dürfte. Auch die Ausstattung ist mies, weil alles andere als authentisch. Sogar Fantasieuniformen kommen zum Einsatz. Überhaupt sieht der Film nicht gut aus und kann für das Auge nichts bieten. Der Film weist eine billige Optik auf, weil er auf Video gedreht wurde und auch danach aussieht. Der Look sieht einfach aus ästhetischen Gesichtspunkten unmöglich aus und auch der Rest wurde visuell komplett langweilig gefilmt. Besonders erwähnenswert: Praktisch jede Szene hat im Hintergrund dicke Rauchschwaden zu bieten, was wohl Atmosphäre herstellen soll, auf Dauer aber nur lächerlich, billig und vor allem unmotiviert erscheint. Nein, die Russen haben schon bessere Genrefilme hervorgebracht. Über TODESKOMMANDO RUSSLAND sollte man schnell und dauerhaft den Mantel des Schweigens hüllen.


TODESKOMMANDO RUSSLAND 2:
„V IYUNE 41-GO“ (Originaltitel; Russland, 2008) a.k.a. TODESKOMMANDO RUSSLAND 2 hat inhaltlich nichts mit dem Vorgänger des gleichen - deutschen - Namens zu tun. Die Low Budget-Produktion erzählt von einer Gruppe von Aufklärern, angeführt von einem jungen Leutnant, die hinter den feindlichen Linien agiert, um Informationen über die Bewegungen und Stärke des Gegners zu sammeln. Die Gruppe ist wie bei solchen Filmen bunt zusammengewürfelt und besteht sowohl aus unbedarften Anfängern als auch aus erfahrenen Frontsoldaten. Man rauft sich zusammen, um die Aufgabe zu erfüllen und die kriegswichtigen Infos an die eigenen Leute zu übermitteln. Soweit gibt es also nicht viel Neues zu berichten.

Die Actionszenen sind ganz in Ordnung, auch wenn man ihnen die kostengünstige Herkunft ansieht. Da mögen die CGI-Flugzeuge und die Explosion eines Modellzuges nicht immer gelungen sein, man kann darüber hinwegsehen. Dazu gibt es noch den typischen Pathos und ein nicht unbedingt notwendiges „Love Interest“.

TODESKOMMANDO RUSSLAND 2 ist also ein nicht wirklich gelungener WKII-Film, der aber für einen verregneten Sonntagnachmittag allessehenden Kriegsfilm-Aficionados etwas Spaß bringen könnte.


TODESKOMMANDO RUSSLAND 3:
Der oben angeführte TODESKOMMANDO RUSSLAND (Sekretnoe oruzhie - Nesluzhebnoe zadanie 3, 2006) ist eigentlich der dritte Teil einer Serie, während der als TODESKOMMANDO RUSSLAND 3 (Nesluzhebnoe zadanie, 2004) betitelte Film eigentlich der erste Teil ist. Danke für diese Verwirrung bei der Namensnennung, die ja in Deutschland Tradition hat.

TODESKOMMANDO RUSSLAND 3 bzw. "Nesluzhebnoe zadanie" (Russland, 2004) ist ein durchschnittlicher, mäßig spannender Kriegsfilm, der dem Genre nichts Neues beizutragen hat. Die Fronten sind klar verteilt, der Ablauf altbekannt. Auch die Figurenkonstellation kennt man zur Genüge. Es gibt den schweigsamen Denker, den Frischling, den Draufgänger, den Spaßvogel, usw. usw. Neu ist nur die abstruse Story über Waffen SS-Einheiten, die einen Kriegsverbrecher auf der Flucht hinter den russischen Linien begleiten und verteidigen. Die Geschichte spielt sogar im Juni 1945, also nach der Kapitulation der deutschen Truppen. Die Deutschen sind wie immer abgrundtief böse, eindimensionale Darstellungen also garantiert. Entweder sie sind blonde, psychopathische Killer oder feige, weinerliche Muttersöhnchen. Frauen haben hier auch nicht viel zu tun. Es tauchen lediglich zwei (russische) auf und eine davon steht nur herum und wartet auf ihren Liebsten, dazu darf sie ein oder zwei Sätze voller Wehmut flüstern. Die Frauen bei den Nazis haben gar nichts zu tun oder zu sagen. Den Rest machen Stalins Helden, die unter zahlreichen Opfern tapfer die faschistischen Hunde (O-Ton) nach und nach liquidieren.


TODESKOMMANDO RUSSLAND 4:
PROTIVOSTOYANIE (Russland, 2005), oder nach hiesiger Lesart: TODESKOMMANDO RUSSLAND 4 – DIE KONFRONTATION, ist ein wenig erbaulicher Kriegsfilm aus russischer Fließbandproduktion.

Dieser sichtbar als ein Low Budget-Werk zu identifizierender Film ist von vorne bis hinten ziemlich ärgerlich. Er sieht billig aus, ist schauspielerisch und von der Inszenierung her auf niedrigem, manchmal laienhaftem Niveau und dazu noch langatmig und langweilig.

Der Film zerfällt auffällig in zwei disparate Teile. Erst nach 54 Minuten kommt es zu dem Teil der Geschichte, die groß als Story auf dem Cover beworben wird. Vorher gibt es einen anderen Plot, der in einem Lazarett spielt und wo es sich um einen Mordfall und die Suche nach dem Mörder und Verräter handelt. Es scheint fast so, als ob der Film aus zwei unterschiedlichen Quellen zusammengeschnitten wurde (zwei unterschiedliche Filme oder eine Serie?). Der ganze Film ist komplett unspannend. Nicht ganz unschuldig sind auch die völlig unpassenden Humoreinlagen. Für einen Kriegsfilm gibt es wenig Actionszenen und selbst die wurden mies oder gar lächerlich inszeniert.

TODESKOMMANDO RUSSLAND 4 ist also gänzlich erbärmlich umgesetzt. Aber es geht noch schlimmer, denn die misslungene deutsche Synchro setzt dem noch einen drauf. (Siehe auch die Tonbewertung.)






© DVD-Palace Home Entertainment




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