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 4226  Review zu: The Wire - 1. Staffel 23.02.2011

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Ein Review von Carlito Brigante



Die bei Fans und Kritikern gleichsam beliebte Crime-Serie "The Wire" spielt im Milieu von Polizisten, Kriminellen, Drogensüchtigen, Politikern und Journalisten in Baltimore. Dreh- und Angelpunkt der Handlung ist der Drogenhandel in der Stadt. In der ersten Staffel dreht sich alles um den Mordprozess gegen Drogenbaron D'Angelo Barksdale. Kaum dingfest gemacht muss Detective Jimmy McNulty allerdings hilflos mit ansehen, wie die Kronzeugin der Staatsanwaltschaft ihre aussage unerwartet zurückzieht. Ohne diesen entscheidenden Beweis fällt die anklage in sich zusammen und D'Angelo kann seiner Bestrafung entkommen.

Episoden:

DVD 1:
1. Das Ziel
2. Die Einheit
3. Die Geschäfte

DVD 2:
4. Offene Akten
5. Der Pager-Code

DVD 3:
6. Die Abhöraktion
7. Überführt
8. Lektionen

DVD 4:
9. Spieltag
10. Der Preis
11. Die Jagd

DVD 5:
12. Die Säuberung
13. Das Urteil

Cover The Wire - 1. Staffel
Cover vergrößern




Im Handel ab:12.11.2010
Anbieter: Warner Home Video / HBO Video
Originaltitel:Wire, The: The Complete First Season
Genre(s): TV-Serie
Kriminalfilm
Regie:Clark Johnson, Peter Medak, Clément Virgo, Ed Bianchi, Joe Chappelle, Gloria Muzio
Darsteller:Dominic West, Lance Reddick, Wendell Pierce, Larry Gilliard, Jr., Idris Elba, Wood Harris, J.D. Williams, Dominic Lombardozzi, Seth Gilliam, Andre Royo, Wendy Grantham, Hassan Johnson, Michael B Jordan, Clayton Lebouef, Sonja Sohn
FSK:16
Laufzeit:ca. 924 min
Audio:Deutsch: Dolby Digital 2.0
Englisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat:4:3 Vollbild (1.33:1)
Medien-Typ:5 x DVD-9
Regionalcode:2
Verpackung:Slim Case im Schuber
Untertitel: Deutsch,
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Das Bild der TV-Serie liegt in seinem Originalformat von 1,33:1 (4:3) vor. Die Qualität ist dabei ordentlich, wenn auch nicht gerade überragend. Die Schärfe ist gerade mal gut, aber es fehlt an Details. Das Bild sieht oft ein bisschen weich aus, besonders auf größeren Fernsehern oder bei Beamern. Der Kontrast ist ein wenig steil, was zu leichten Überstrahlungen führt. Es gibt ein dezentes Bildrauschen und einige Auffälligkeiten bei der Kompression, die des Öfteren durch Unruhen und Blockbildung auf sich aufmerksam macht. Die Farben wurden scheinbar nicht bearbeitet und wirken recht natürlich. Je nach den Lichtverhältnissen sehen die Farbtöne deshalb auch mal kräftiger und mal blasser aus. Das alles fügt sich zu dem beabsichtigten, pseudo-dokumentarischen Look der Serie zusammen.

Bewertung  7 von 10 Punkten




Die deutsche Synchronisation liegt in Dolby Digital 2.0 Stereo vor, während die englische Originalfassung in DD 5.1 verfügbar ist.

Die deutsche Version ist solide, wenn auch nicht mehr zu erwarten war. Die Dialoge sind stets verständlich, aber es fehlt an Kraft und Dynamik. Außerdem ist die deutsche Synchro nicht gerade gelungen. Sie klingt nicht nur steril und unnatürlich, sondern die Stimmauswahl ist oft zweifelhaft. Man sollte, wie so oft, die OF bevorzugen.

Diese ist weitaus besser. Sie klingt nicht nur natürlicher und authentischer, sondern auch sonst überlegen. Die Abmischung ist zwar auch hier frontlastig, was aber wegen der dialogorientierten Ausrichtung nicht verwundert. Die Rears bieten zwar immer wieder Musik und Umgebungsgeräusche, aber die Beigaben sind zu leise, um wirklich einen gelungenen Raumklang kreieren zu können. In einigen „Actionszenen“ mit Verfolgungsjagden und Schießereien kommen die hinteren Lautsprecher aber auch besser zur Geltung. Es gibt aber auch hier keinen Krawall-Sound, denn auch der Ton unterwirft sich dem gewollt realistischen Ansatz. Es gibt optionale deutsche und englische Untertitel.

Bewertung  7 von 10 Punkten




Die einzigen Extras sind drei Audiokommentare: Zu den Folgen 1 (Autor, Schöpfer und Produzent David Simon), 2 (Regisseur Clark Johnson) und 12 (David Simon und Autor George P. Pelecanos). Die AKs liegen leider nur in Englisch ohne jegliche Untertitel vor.

Bewertung  3 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  7 von 10 Punkten


THE WIRE (USA; 2002 – 2008) ist nicht weniger als beeindruckend und entpuppt sich sukzessiv tatsächlich zu einer der besten TV-Serien aller Zeiten.

Die Serie ist keine leichte Kost für den Gelegenheitszuschauer, der sich nur ablenken will, denn hier muss man dran bleiben und aufpassen. Und wenn man den ruhigen Einstieg und eine Einfindungszeit hinter sich hat, wird einem die Größe klar. Die Serie basiert auf einem komplexen und wagemutigen Konzept, das immer weitere Kreise zieht. Die erste Staffel ist so praktisch nur ein Prolog für die Staffeln zwei bis fünf, so dass sich die gesamte Serie wie ein Epos lesen lässt.

In der ersten Staffel steht der Kampf gegen das allgegenwärtige Drogenproblem der Stadt Baltimore im Mittelpunkt. Dieser Kampf wird aus drei Perspektiven erzählt: Polizei, Dealer und Süchtige. Je weiter die Untersuchung aber fortschreitet, umso mehr Steine werden den ermittelnden Cops in den Weg gelegt. Die Polizisten erfahren, dass sie eine ungeliebte Ermittlung durchführen, die von fast allen Seiten behindert wird. Sie bekommen es zunehmend mit den höchsten Kreisen der Stadt zu tun und sehen sich diversen Intrigen ausgesetzt. Die Cops geben aber nicht auf und müssen erkennen, dass Spuren bis in die höchsten Ämter der Stadt führen, wo eine unheilvolle Allianz aus Korruption und Bestechung zwischen Gangstern, Politikern und Wirtschaftsleuten besteht. Der Schöpfer, Autor und Produzent der Serie David Simon, war früher Polizeireporter bei der Baltimore Sun und weiß deshalb wovon er schreibt.

In der Serie steht kein einzelner Charakter im Mittelpunkt. So gibt es ein größeres, aber gleichwertiges Ensemble-Cast mit größtenteils unbekannteren Schauspielern, aus dem aber vorrangig Dominic West heraussticht. West war zum Beginn der Serie für ein größeres Publikum noch relativ unbekannt, schuf sich aber im Laufe der Jahre durch Filme wie „300“, PUNISHER: WAR ZONE oder CENTURION einen Namen. Im Gegensatz zu anderen Serien gibt es hier auch jede Menge komplexer Figuren, denn jede einzelne entwickelt sich weiter und offenbart immer wieder erstaunliche Wendungen, Nuancen oder neue Seiten, die das vorherige Bild auf den Kopf stellen. Das macht die Serie alles andere als langweilig oder vorhersehbar.

Als Vorbild diente erklärtermaßen THE CONVERSATION (Der Dialog, 1974) von Francis Ford Coppola und wie der Film hat auch die Serie einen realistischen, semi-dokumentarischen Ansatz, der keine Hochglanzoptik, aber sehr viel Handkamera und kein künstliches Licht vorsieht. Und wenn man dazu noch die unaufgeregte, beinahe elegische und trotzdem hochspannende und fesselnde Erzählweise nimmt, die ohne dramaturgische Cliffhanger, ohne aufgesetzte Action, Spannung oder andere Drehbucheinfälle auskommt, dann bekommt man eine Ausnahme-Serie wie THE WIRE, die sich wohltuend von den anderen oberflächlichen Werken abhebt. Kein Wunder, dass die Serie nach einer gewissen Anlaufzeit mit positiven Kritiken und Preisen überhäuft wurde.






© DVD-Palace Home Entertainment




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