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 3633  Review zu: The House of the Devil 11.03.2010

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Ein Review von Danny Walch



Erzählt wird die Geschichte der jungen Samantha (Jocelin Donahue), die einen Babysitterjob annimmt, um die 300 Dollar Monatsmiete für ihre neue Wohnung zu verdienen.

Zu spät merkt sie, dass sie in eine Falle gelockt wurde. In dem düsteren Haus beginnt ein blutiger Kampf auf Leben und Tod, in dem die Protagonistin im wahrsten Sinne durch die Hölle geht!

Cover The House of the Devil
Cover vergrößern




Im Handel ab:29.01.2010
Anbieter: Alive AG
Originaltitel:The House of the Devil
Genre(s): Horror
Regie:Ti West
Darsteller:Jocelin Donahue, Tom Noonan, AJ Bowen, Mary Woronov, Greta Gerwig
FSK:16
Laufzeit:ca. 93 min
Audio:Deutsch: DTS-HD 5.1
Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: DTS-HD 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1

Bildformat:High Definition (1.85:1) - 1080p
Medien-Typ:1 x Blu-ray
Regionalcode:B
Verpackung:Blu-ray Case
Untertitel: Keine Untertitel
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Behind the Scenes
  • Deleted Scenes
  • Audiokommentare
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Technische Daten:

Codec: MPEG-4 AVC Video High Profile 4.1
Bitrate: 19995 kbps
Auflösung: 1080p / 23,976 fps / 16:9


Die Blu-ray Disc zu THE HOUSE OF THE DEVIL besitzt das Bildformat 1,78:1. Da der Film bewusst auf 1980er Jahre getrimmt wurde, wirkt der Look auch ziemlich schmuddelig. Dazu gehört ein sehr präsentes Filmkorn, welchem aber nicht mit Filtern zu Leibe gerückt wurde. So bleibt eine gute Schärfe erhalten, die in den überwiegend dunklen Szenen zwar nicht allzu knackig, aber sehr angenehm wirkt. Die wenigen hellen Szenen besitzen einen etwas höheren Detailgrad. Konturen werden klar gezeichnet und wirken nicht überschärft. Die Kompression arbeitet sauber und bildet keine auffälligen Blockartefakte. Die Farben wirken zu Gunsten des 80er-Looks etwas zurückgenommen sowie leicht erdig. Die Kontrastbalance weiß durch eine ordentliche Durchzeichnung in den dunklen Passagen zu gefallen, allerdings bietet THE HOUSE OF THE DEVIL stilbedingt weder eine besondere Plastizität noch ein herausragendes Schwarz. Schmutz oder analoge Defekte findet man auf dieser Blu-ray Disc indes nicht.

Bewertung  7 von 10 Punkten




Verfügbare Tonspuren:

Englisch: DTS-HD Master Audio / 5.1 / 48 kHz / 2436 kbps / 16-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)
Deutsch: DTS-HD Master Audio / 5.1 / 48 kHz / 2439 kbps / 16-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)
Kommentar: DTS-HD Master Audio / 2.0 / 48 kHz / 1706 kbps / 16-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)
Kommentar: DTS-HD Master Audio / 2.0 / 48 kHz / 1567 kbps / 16-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)


In Sachen Sound werden von AL!VE zwei DTS-HD Master Audio 5.1-Tracks in Deutsch und Englisch angeboten. Die Abmischung orientiert sich wie schon das Bild der Blu-ray am Sounddesign der 1980er Jahre. Im Wesentlichen hört sich das Ganze so an wie Dolby Surround. Effekte gibt es nur selten und die sind dann auch nicht sonderlich präzise. Von hinten kommen meistens Musik sowie Umgebungsklänge. Richtige Räumlichkeit stellt sich jedoch selten ein. Auf der Front ist eine dezente Stereo-Kanaltrennung herauszuhören. Auch der Subwoofer arbeitet nicht am Limit, darf sich aber immerhin des Öfteren in den Schockszenen dazu schalten. Die Dialoge sind in beiden Sprachfassungen stets bestens zu verstehen, wobei auch die Qualität der deutschen Synchronisation absolut tadellos erscheint. Der Klang schallt satt und voll aus den Boxen, ohne eine besondere Dynamik in den Höhen hervorzubringen. das würde aber auch nicht zum Stil von THE HOUSE OF THE DEVIL passen.

Bewertung  7 von 10 Punkten




Deutsche Untertitel sind leider nicht vorhanden. Dafür hat die Disk gleich zwei Audiokommentare zu bieten, die allerdings ebenfalls nicht übersetzt wurden. Der erste wird von Regisseur Ti West und Hauptdarstellerin Jocelyn Donahue gesprochen. Die beiden unterhalten sich recht locker über die Entstehung des Films sowie Anekdoten vom Set. Glücklicherweise fällt das Feature nicht zu trocken oder technisch aus. Richtig lustig wird es jedoch, wenn sich Ti West, Sounddesigner Graham Resnik sowie die Produzenten Larry Fessenden und Peter Phok vor dem Mikrofon versammeln. Zwischen den wild durcheinander gewürfelten Aussagen zum Film, zur Technik etc. gibt es immer mal wieder Scherze und Gelächter zu hören, während einer der Beteiligten zwischenzeitig auch mal aufsteht, um mehr Bier zu holen. Es folgt im Extras-Bereich das Behind the Scenes-Feature "In the House of the Devil", welches knapp 14 Minuten läuft und außer unkommentierten Aufnahmen von verschiedenen Aspektne der Produktion wie dem Set oder den Masken und Effekten wenig Interessantes bietet. Interviews fehlen zum Beispiel völlig. Die drei Deleted Scenes laufen insgesamt ca. sieben Minuten, sind allerdings nicht besonders aufregend und nur als Ergänzung zu betrachten. Zum Schluss wartet noch der Trailer zum Film auf den Zuschauer.

Bewertung  4 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  6 von 10 Punkten


Mit THE HOUSE OF THE DEVIL präsentiert der junge, aufstrebende Horrorregisseur Ti West (CABIN FEVER 2) einen recht ungewöhnlichen Genrefilm. Dieses Werk soll eine Hommage an das Horrorgenre der 1980er Jahre sein. Doch während andere Produktionen den Begriff der Hommage nur auf den Inhalt beziehen, wurde Wests Film auch optisch voll auf diese glorreiche Epoche getrimmt. Von der Gestaltung des Vorspanns über die Kulissen, Ausstattung (zum Beispiel Kassetten-Walkman), Kleidung, Frisuren bis zur Synthesizer-Musik wurde hier alles umgekrempelt und man merkt nur selten, dass es sich eigentlich um eine Produktion des Jahrgangs 2009 handelt. Die Handlung spielt im Jahr 1983 und dreht sich um die chronisch klamme, konservativ eingestellte Studentin Samantha (Jocelin Donahue, ER STEHT EINFACH NICHT AUF DICH), die ihrer sexsüchtigen, chaotischen Mitbewohnerin Megan (Greta Gerwig) überdrüssig ist und sich selbst eine Wohnung sucht. Die ist allerdings ziemlich teuer und um das Geld aufzutreiben, braucht sie einen Job. Den findet sie auch bei dem mysteriösen Mr. Ulman (Tom Noonan, bekannt als ursprünglicher "Roter Drache" aus Michael Manns MANHUNTER), welcher Samantha als Babysitterin engagiert. Doch als sie am Abend während einer beginnenden Mondfinsternis bei den Ulmans aufschlägt, findet sie dort kein Kind vor, sondern Mr. Ulman eröffnet ihr, dass sie eigentlich auf dessen alte, kranke Schwiegermutter aufpassen soll. Widerwillig und gegen viele Dollars willigt sie ein. Doch als sie allein in der Dunkelheit sitzt und gelangweilt durch das Haus streift, merkt sie bald, dass hier irgendwas nicht mit rechten Dingen zugeht...

Fans des 1980er Jahre Horrors werden bei THE HOUSE OF THE DEVIL frohlocken. Ti West ist es wirklich vorzüglich gelungen, die Atmosphäre von 1983 einzufangen. Eine etwas fahle Optik und der zeitgenössische Score sind nur die Basis für eine wunderbare Entfaltung der Handlung, die nicht durch Folterorgien oder sinnlose Metzeleien in Erscheinung tritt. Vielmehr wird ein sehr langsamer, aber stetiger Spannungsaufbau sowie ein sehr hohes Maß an Suspense geboten. Die wohl beste Sequenz des Films dauert weit über 20 Minuten und zeigt Samantha, wie sie durch das stockdunkle Haus geht, in Schränke und dunkle Ecken schaut und langsam aber sicher Verdacht schöpft, dass irgendetwas in diesem Haus nicht stimmt. Diese Szenen beeindrucken dann auch durch eine fabelhafte Kamera- sowie Beleuchtungsarbeit, ohne die das Ganze gar nicht funktionieren würde. West führt den Zuschauer mit gezielten Spannungsspitzen sowie dezenten Schockmomenten langsam an den Höhepunkt des Films heran, der dann im Gegensatz zu der erwähnten "Erforschungs-Sequenz" ein rasantes Tempo sowie ziemlich viel Blut und Gewalt enthält. Wenn man den Film mit anderen Werken vergleichen müsste, könnte man eine Mixtur aus DAS OMEN sowie Wes Cravens DAS HAUS DER VERGESSENEN in Betracht ziehen. Im Prinzip weiß der Zuschauer allein schon durch den Filmtitel was passieren wird, jedoch ist Samanthas Figur wie in den Vorbildern der 1980er Jahre relativ naiv gehalten, was den bekannten "Tu das nicht"-Effekt beim Zuschauer auslöst. Die Darstellerleistungen sind durchaus gut, aber sicherlich nichts Besonderes. Tom Noonan versteht es aber durchaus, den mysteriösen Auftraggeber mit dunkler Stimme darzustellen. Insgesamt stellt THE HOUSE OF THE DEVIL einen absoluten Geheimtipp des Horrorgenres dar. Vor allem Freunde des 1980er Jahre Horrors werden hier auf ihre Kosten kommen, da Ti West die Atmosphäre toll eingefangen hat. Aber auch der Suspense- und Gruselfaktor kommen nicht zu kurz. Die Gore-Fraktion wird dagegen eher gegen Ende bedient.

Die Blu-ray aus dem Hause AL!VE zeigt THE HOUSE OF THE DEVIL in guter Technik, die ebenfalls an die Epoche angelehnt wurde. Das Bonusmaterial ist nicht reichhaltig, aber für eine Videoproduktion durchaus in Ordnung.






© DVD-Palace Home Entertainment




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