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 5205  Review zu: The Devil's Rejects - Director's Cut - 2-Disc Special Edition 29.06.2009

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Ein Review von Danny Walch



Auge um Auge. Zahn um Zahn.
Das ist – im blutigsten Sinne des Wortes – das Lebensmotto der Familie Firefly. Doch als ihre Ranch vom Kugelhagel des rachedurstigen Sheriff Wydell (William Forsythe) und seiner Männer durchsiebt wird, können Otis (Bill Moseley) und seine Schwester Baby (Sheri Moon Zombie) entkommen. Auf ihrer Flucht durch den Süden Amerikas hinterlassen sie zusammen mit ihrem Vater, Captain Spaulding (Sid Haig), eine grausame Spur des Wahnsinns. Aber Wydell will sie stellen und auch er kennt dabei weder Tabus noch Grenzen...

Cover The Devil's Rejects - Director's Cut - 2-Disc Special Edition
Cover vergrößern




Im Handel ab:08.05.2009
Anbieter: Sunfilm Entertainment / Tiberius Film GmbH
Originaltitel:The Devil's Rejects
Genre(s): Horror
Thriller
Regie:Rob Zombie
Darsteller:Sid Haig, Bill Moseley, Sheri Moon, William Forsythe, Ken Foree, Matthew McGrory, Leslie Easterbrook, Geoffrey Lewis, Priscilla Barnes, Dave Sheridan, Kate Norby, Lew Temple, Danny Trejo, Dallas Page, Brian Posehn, Elizabeth Daily, Tom Towles, Michael Berryman, P.J. Soles, Deborah Van Valkenburgh, Ginger Lynn Allen, Jossara Jinaro, Chris Ellis, Mary Woronov, Daniel Roebuck, Duane Whitaker, Michael 'Red Bone' Alcott, Juanita Cuzman, Juanita Guzman, Sean Moran, Jordan Orr, Kelvin Brown, Glenn Taranto, Jessica Helmer, Mike Bellesfield, Nicholas Marino, Steve Railsback, John H. Tobin, Robert Trebor
FSK:18
Laufzeit:ca. 111 min
Audio:Deutsch: DTS-HD Master Audio 7.1
Englisch: DTS-HD Master Audio 7.1
Bildformat:High Definition (1.85:1) - 1080p
Medien-Typ:1 x Blu-ray
Regionalcode:B
Verpackung:Blu-ray Case
Untertitel: Deutsch,
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Musikvideo(s)
  • Bonus-DVD
  • Audiokommentare von Regisseur & Darstellern
  • „30 Day in Hell“ - 140 Minuten lange Dokumentation über die Entstehung des Films
  • Outtakes
  • Morris Green Show
  • Mary the Monkey Girl Commercial
  • Spaulding Christmas Commercial
  • Deleted Scenes
  • Make-Up Tests
  • Matthew McGrory Nachruf
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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THE DEVIL'S REJECTS liegt auf dieser Blu-ray Disc von Sunfilm im Bildformat 1,78:1 vor und wurde mit dem MPEG4-AVC-Codec auf die Scheibe gebannt. Die Auflösung beträgt wie gewohnt 1920x1080 progressiv dargestellte Bildpunkte bei 24 Frames/Sek. Die Bildqualität macht dabei einen wirklich sauberen Eindruck. Das Bild weist zwar eine deutlich erkennbare Körnung auf, welcher allerdings nicht mit Filtern zu Leibe gerückt wurde, was die gute Detailzeichnung erhält. Feinheiten bleiben so auch in dunklen Szenen immer bestens zu erkennen. Die Konturen werden klar und ohne auffällige Überschärfung gezeichnet. Die Kompression hat mit dem Ausgangsmaterial keine sichtbaren Probleme und bildet folglich niemals Blockartefakte. Die Farbgebung des Films setzt auf optische Verfremdungen, welche meist ins Grünliche oder Gelbliche tendieren. Daher bekommt man nur selten natürliche Töne geboten, wogegen die Sättigung absolut perfekt ausfällt. Auch die ausgewogenen Kontrastwerte lassen in Sachen Durchzeichnung und Plastizität kaum Wünsche offen. Der Schwarzwert überzeugt durch eine dunkle Tiefe. Schmutz und Defekte sind nur bei sehr genauem Hinsehen zu erkennen und fallen entsprechend niemals negativ ins Gewicht.

Bewertung  8 von 10 Punkten




Zwei Tonspuren zieren den Audiopart der Blu-ray. Die deutsche Synchronisation wurde auf DTS-HD Master Audio 7.1 hochgemixt, während das englische Original in DTS-HD Master Audio 5.1 vorliegt. Letzterer Track klingt wie schon bei HAUS DER 1000 LEICHEN deutlich besser, denn er besitzt viel mehr Volumen, Druck und Dynamik als das komprimiert wirkende deutsche Pendant. Die Abmischung enthält viele direktionale Effekte, die präzise angesteuert werden, aber nur selten Räumlichkeit erzeugen können. Diese Aufgabe fällt meistens der Musik zu, während der Tiefenbass für Druck sorgt. In der deutschen Tonspur fallen diese Faktoren allesamt zu schwach aus. Die Dialoge sind in beiden Sprachfassungen bestens zu verstehen, wirken in der deutschen Fassung aber etwas steril. Der Klang an sich ist zumindest beim englischen Original einwandfrei und bietet luftige Höhen, breite Mitten sowie tiefe Bässe. Die deutsche Synchronisation wirkt dagegen wie erwähnt im Dynamikumfang komprimiert.

Bewertung  7 von 10 Punkten




Auf der Blu-ray mit dem Hauptfilm stehen gleich zwei Audiokommentare zum Anhören bereit. Während der von Regisseur Rob Zombie sachlich-nüchtern, aber jederzeit kompetent sowie informativ ausfällt, bieten die Darsteller Sheri Moon Zombie, Bill Moseley und Sid Haig im zweiten vor allem eine lockere Plauderei mit vielen Anekdoten von den Dreharbeiten. Wer genauer hinhört, entdeckt aber auch einige interessante Insider-Infos von der Produktion. Dazu kommen der Filmtrailer sowie eine Trailershow des Anbieters, welche auch die Vorschau auf den Erstling HAUS DER 1000 LEICHEN beinhaltet.

Der Blu-ray Disc liegt noch die bekannte DVD aus der Special Edition bei. Den Beginn macht gleich das beste Feature der gesamten Extras: die Making Of-Dokumentation "30 Days in Hell", welche in satten 145 Minuten den gesamten Produktionsprozess in einer Art Tagebuch wiedergibt. Immer wieder unterbrochen durch eingestreute Themenclips ist man so von Anfang bis Ende bei den Dreharbeiten dabei. Im Laufe des Beitrags kommen praktisch sämtliche Filmbeteiligte aus Cast & Crew zu Wort.

Von Interesse sind nun eigentlich nur noch die rund 13 Minuten Deleted Scenes, welche hintereinander weg gezeigt werden, teils aber nur aus um wenige Sekunden verlängerte Einstellungen bestehen. Einige blutige Mini-Sequenzen sind hier zu sehen. Die letzte Szene, deren Inhalt wir hier nicht verraten, hätte aber der Erklärung wegen durchaus im Film verbleiben dürfen. Die "Bloopers" stellen die üblichen Outtakes dar, welche sich hier immerhin auf gute fünf Minuten summieren. Unkommentierte Aufnahmen von den Make-up Tests zeigen, dass der schmuddelige Look der Firefly-Familie regelrecht ´choreographiert´ wurde.

Was nun folgt, hat mit dem Film als solches nur noch am Rande zu tun und umfasst Mini-Clips, welche meist kaum länger als 2 Minuten dauern: Bloody Stand-up lässt einen geschminkten Nebendarsteller am Set 'dummes Zeug' in die Kamera reden. Dann sind die zwei Commercials aus dem Film hier als separate Clips anwählbar; ein Musik Video von Buck Owens sowie ein kurzer Nachruf auf den verstorbenen Nebendarsteller Matthew McGrory sind ebenfalls vorhanden. Zu guter Letzt kann man sich den TV-Ausschnitt der fiktiven "The Morris Green Show" in voller Länge (ca. 13 Minuten) zu Gemüte führen. Das alles ist jedoch nur noch Material für absolute Fans und Allesgucker.

Insgesamt bringt es das Bonusmaterial auf circa 370 Minuten Informatives (inklusive der zwei Audiokommentare) plus weitere etwa 40 Minuten Unterhaltsames. So viel boten zuletzt nur Scheiben wie STAR WARS EPISODE 1-3, die MATRIX- oder HERR DER RINGE-Reihe sowie HELLBOY (in der Deluxe-Ausgabe)!

Bewertung  8 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  8 von 10 Punkten


Dass THE DEVIL´S REJECTS erst die zweite Regie von Rob Zombie nach seinem Debüt HAUS DER 1000 LEICHEN, welches übrigens auch das Prequel zum vorliegenden Streifen darstellt, ist, mag man angesichts der versierten und routinierten Arbeit gar nicht glauben. Zwar bedient sich Rob Zombie bekannter Stilmittel und verheimlicht nie seine Regievorbilder, doch wirkt das Ganze dennoch stets professionell sowie eigenständig genug, um mindestens als "straightes B-Movie" durchzugehen. Eigentlich sind es nur die durchgeknallte Thematik und die damit verbundenen Ausflüge ins "Geschmacklose", welche den Film vom durchproduzierten Mainstream unterscheiden. Erstaunlich auch, dass Mister Zombie mit weniger als zehn Millionen Dollar auskommt, während Regiekollegen wohl locker das Drei- bis Vierfache dafür verpulvert hätten, ohne, dass der Film auch nur einen Deut anders aussähe! Der Audiokommentar und das gelungene überlange Making Of im Bonusmaterial zeigen zudem, dass er ein disziplinierter Arbeiter ist, der sich auf seine Crew sowie Darsteller einlässt, sie führt, aber nie wirklich 'regiert'. Ein Konzept, das hier voll aufzugehen scheint!

Der Film ist – auch das würde man ihm im Vorfeld wohl gern absprechen – viel weniger Gewalt verherrlichend als es scheint, denn vieles erstickt in Andeutungen, Morde werden nur selten explizit gezeigt und sind immer Zeichen der verzweifelten Lage. Obwohl dem so ist, wird er dennoch wie der weitaus horriblere Vorgänger dem Exploitation-Genre zugerechnet. Natürlich darf man weder Mitleid mit den Protagonisten haben noch sollte man deren Aktionen gutheißen. Wegschauen hilft aber auch nicht, denn solche Fälle gibt es immer wieder - sie werden nur selten so "ehrlich" auf Zelluloid gebannt. Die Grenze zwischen Gut und Böse verschwimmt im Lauf der Geschichte zusehends. Das Werk erinnert passagenweise an Oliver Stones NATURAL BORN KILLERS, welcher thematisch zumindest anfangs sehr ähnlich gelagert ist, das Finale hingegen an THELMA & LOUISE; es fällt aber weniger pathetisch wie poetisch aus.

THE DEVIL´S REJECTS ein Meisterwerk oder Kultfilm zu nennen, wäre wohl zu viel der Ehre. Dennoch bietet er ein "gutes" Stück kurzweiliger Unterhaltung, deren Inhalt man allerdings nicht allzu viel Beachtung schenken sollte. Letztendlich ist er eine Schlachtplatte, ein Roadmovie, ein Rächerfilm – Moral und Tabus sind außen vor, Ethik sowie Gerechtigkeitssinn werden stark verzerrt oder verbogen. Eine klare Überzeichnung der Figuren und deren Handlungen sorgt dafür, dass einem trotz der drastischen Handlung "nicht der Kamm schwillt"! Dass dies auch den Herren Zensoren nicht passierte, erweist sich als erstaunlich, denn die FSK ist in Sachen Sex & Gewalt nicht gerade als "moderate Anstalt" bekannt. Dennoch kam der Film ohne Schnitte davon und wird auf dieser Doppel-Disk somit komplett uncut präsentiert!

In Amerika war Ähnliches nur bei einem Indie-Label möglich. Der ursprüngliche Rechteinhaber Universal sprang ob des kontroversen Inhaltes ab und überließ Lion's Gate das Feld, welche sich in Übersee als Anbieter für die "besonderen Werke" etabliert haben. An deren DVD-Umsetzung orientiert sich die deutsche Sunfilm und bietet praktisch das komplette Bonusmaterial dieser Disks auf. Neben zwei Audiokommentaren erweist sich das knapp zweieinhalbstündige Making Of als wahrer Quell an Informationen und kann praktisch als Referenz herhalten. Bild und Ton der Blu-ray Disc-Auflage bieten eine gehobene Bild- und Tonqualität, die dem High Definition-Standard mehr als gerecht wird.

Review: Marcus Kampfert






© DVD-Palace Home Entertainment




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