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 9629  Review zu: The Concert for Bangladesh - George Harrison and Friends 02.11.2005
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Ein Review von Marcus Kampfert



THE CONCERT FOR BANGLADESH war eine Premiere. Erstmals kamen vor 34 Jahren herausragende Musiker zusammen, um gemeinsam für die humanitäre Hilfe zu spielen – das war eine bahnbrechende Idee. Fortan konnte Musik auch einer guten, höheren Sache dienen. Der Madison Square Garden in New York war ausverkauft, und zusammen mit den Erlösen aus dem Grammy®-dekorierten Triple-Box-Set sowie dem Konzert-Film kamen viele Millionen Dollar für UNICEF zusammen. Zudem wurde der Organisation eine bis dahin kaum gekannte Aufmerksamkeit zuteil, nicht nur unter Musikern und deren Fans. Als Inspiration und Vorbild weltweiter Benefiz-Events in den letzten Jahren hat THE CONCERT FOR BANGLADESH deshalb längst einen einzigartigen Stellenwert. Oder mit den Worten von UN-Generalsekretär Kofi Annan: "George und seine Freunde waren Pioniere."

Während des Kampfes für die Unabhängigkeit von Pakistan waren damals Millionen Flüchtlinge ins benachbarte Indien geströmt, um Hunger, Krankheit und Blutvergießen zu entkommen. Die Krise verschärfte sich, als die Region überflutet wurde. Gebeten durch seinen Freund Ravi Shankar, organisierte George Harrison das Konzert für Bangladesh im New Yorker Madison Square Garden am 1. August 1971. Alle Erlöse gingen an UNICEF.

Der Original-Konzert-Film, 99 Minuten lang, wurde restauriert und im 5.1-Format neu abgemischt.

Tracklisting:
Bangla Dhun – Ravi Shankar
Wah-Wah – George Harrison
My Sweet Lord – George Harrison
Awaiting On You All – Ringo Starr
That’s The Way God Planned It – Billy Preston
It Don’t Come Easy – George Harrison
Beware Of Darkness – George Harrison
While My Guitar Gently Weeps – George Harrison
Jumpin’ Jack Flash – George Harrison
Youngblood – George Harrison
Here Comes The Sun – George Harrison
A Hard Rain’s A-Gonna Fall – George Harrison
It Takes A Lot To Laugh, It Takes A Train To Cry – Bob Dylan
Blowin’ In The Wind – Bob Dylan
Just Like A Woman – Bob Dylan
Something – George Harrison
Bangla Desh – George Harrison

Previously Unseen Performances:
If Not For You – George Harrison & Bob Dylan
Come On In My Kitchen – George Harrison, Eric Clapton & Leon Russell
Love Minus Zero/No Limit – Bob Dylan

Cover The Concert for Bangladesh - George Harrison and Friends
Cover vergrößern




Im Handel ab:28.10.2005
Anbieter: Warner Music Group
Originaltitel:The Concert for Bangladesh - George Harrison and Friends
Genre(s): Musik
Dokumentation
Regie:Claire Ferguson
Darsteller:Eric Clapton, Bob Dylan, George Harrison, Jim Keltner, Ustad Ali Akbar Khan, Billy Preston, Ustad Alla Rakha, Leon Russell, Ravi Shankar, Ringo Starr, Klaus Voormann
FSK:o. A.
Laufzeit:ca. 176 min
Audio:Musik: DTS 5.1
Musik: Dolby Digital 5.1
Musik: Dolby Digital 2.0 Stereo
Bildformat:4:3 Vollbild (1.33:1)
Medien-Typ:2 x DVD-9
Regionalcode:0
Verpackung:Digipak mit Schuber
Untertitel: Deutsch, Englisch, Holländisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch,
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Interviews
  • Documentary
  • 3 Bonus Songs
  • Photo Gallery
  • Making Of The FIlm
  • Making Of The Album
  • Original Artwork
  • Take A Bow
  • Credits
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Das 4:3-Bild des immerhin 34 Jahre alten Konzertes hat etwas blasse Farben, die nur bei entsprechend bunter Bühnenausleuchtung eine leicht erhöhte Sättigung bieten. Bei rotem Licht zeigt sich deutliches Farbrauschen und Konturen werden überstrahlt. Auch der Kontrast ist ein gutes Stück von "perfekt" entfernt und offeriert bei hohem Schwarzwert im Bildhintergrund nur wenige Details, so dass einzelne Musiker teils nicht erkennbar sind. Das insgesamt etwas weiche Bild neigt in Totalen zum Mattscheibeneffekt, bietet in Nahaufnahmen, trotz teils recht hohen Rauschpegels, aber hinreichend Feinheiten. Die Anzahl der Kratzer und Blitzer liegt erfreulicherweise noch im Rahmen. Ebenso froh stimmt der geringe Einfluss der behutsamen Kompression, welche lediglich geringfügig Nachzieher zur Folge hat. Die Bildruhe wird durch sie ansonsten kaum gestört. Trotz der Mängel der Vorlage reicht es ob der feinen digitalen Aufarbeitung und angesichts des Alters der Vorlage noch zu ganz knappen sechs Punkten.

Bewertung  6 von 10 Punkten




Das Konzert wurde mit einem Upmix im Surround-Format versehen. So kann der Hörer zwischen einer DTS-Spur und selbiger in DD 5.1 wählen. Ein dem ursprünglichen Stereomix nahes, komprimiertes Dolby Digital-Pendant ist ebenfalls vorhanden. Die Surroundspuren bieten durchaus Räumlichkeit, trennen aber gerade bei den Songstarts recht deutlich die Front mit den Instrumenten von den Rears (Publikum). Während der Songs wird das Verhältnis aber homogener und diffuser, so dass auch von hinten neben einem Konzerthall einige instrumentale Effekte wahrnehmbar sind. Auf der Front teilen sich Bass, Schlagzeug, Klavier und diverse Gitarren die Stereoboxen, während Gesänge hauptsächlich aus dem Center ausgegeben werden. Im Klangbild unterscheiden sich die auch pegelmäßig leicht differierenden Spuren. So betont die DTS-Variante etwas mehr die Mitten, wohingegen DD 5.1 in den Höhen etwas überspitzt klingt. Beiden gemein ist ein sauberes, trockenes Bassfundament. Pegeltechnisch hat das DD-Pendant leicht die Nase vorn. In Sachen Authenzität kommen allerdings beide Spuren nicht gegen die Stereo-Variante an, welche den homogensten Mix bietet und die in den Surroundspuren etwas vernachlässigten Gitarren sowie Gesänge mehr hervorhebt. Natürlich fehlt ihr die (aufgesetzte) Räumlichkeit. Rauschen, echte Verzerrungen und Aussetzer bleiben trotz 34 Jahre altem Ausgangsmaterial erfreulicherweise auf allen Spuren aus.

Bewertung  7 von 10 Punkten




Rund 99 Minuten Konzert sind auf der ersten Disk abgelegt. Hier lassen sich Untertitel in verschiedenen Sprachen zu den Bemerkungen vor und zwischen den Songs zuschalten – Lyrics werden leider nicht angeboten.

Die zweite Disk beherbergt dann das eigentliche Bonusmaterial, welches in erster Linie aus der rund 45 Minuten dauernden Dokumentation besteht, die auf die Hintergründe sowie Produktion der Veranstaltung eingeht und viele der Künstler sowie Crewmitglieder 1971 plus heute zu Wort kommen lässt. Hier sind auch viele der Konzertperformances nochmals angespielt enthalten. Auf Grund des eingestreuten Archivmaterials schwankt die Bildqualität etwas, liegt aber immer auf akzeptablem Niveau.

Weiterhin gibt es drei rare, bisher unveröffentlichte Performances von den Proben, einem Soundcheck sowie der Nachmittagsveranstaltung des Events. Die anschließenden, so genannten "Mini-Features" (Gesamtlaufzeit knapp 30 Minuten) umfassen darüber hinaus noch ein Making Of zum Film (07:57 Minuten) sowie dem Album (04:25 Minuten), eine Kurzfeaturette zum "Original Artwork" (04:09 Minuten) von Veranstaltungswerbung, Album und Booklet, aktuelle Interviews mit Cast & Crew betitelt "Recollections Aug 1st 1971" (03:39 Minuten), eine Vorstellung aller Musiker (Take A Bow 01:46 Minuten), eine animierte, musikuntermalte Photo Gallery (03:36 Minuten) mit bildschirmfüllenden Fotos vom Konzert und die Credits (01:40 Minuten) als Abspann. Alle Features vermischen historisches Material von 1971 sowie aktuelles aus 2005 und sind optional in verschiedenen Sprachen untertitelbar.

Die Menüs sind inklusive Übergängen ansprechend animiert und musikuntermalt, was Segen und Fluch zugleich ist, da hierdurch die Navigation behindert beziehungsweise verlangsamt wird.

Bewertung  7 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  7 von 10 Punkten


THE CONCERT FOR BANGLADESH - GEORGE HARRISON AND FRIENDS war die erste Benefiz-Veranstaltung, bei der nicht ein einzelner Künstler, sondern ein ganzes Ensemble gemeinsam musizierte, um auf Missstände in armen Ländern aufmerksam zu machen und Spenden für deren Linderung zu sammeln. In einer organisatorischen Meisterleistung konnte George Harrison innerhalb weniger Wochen neben Beatles-Mitstreiter Ringo Starr auch noch weitere namhafte Kollegen wie Eric Clapton, Leon Russell, Billy Preston, Bob Dylan oder Ravi Shankar versammeln, um mit ihnen Songs von mehr oder minder politischem Inhalt im Nachhall der Flower Power-Ära zu zelebrieren. Die inhaltliche Qualität der Darbietungen ist dabei hoch, denn alle Künstler stehen für ein Live-Niveau der Extraklasse. Auch wenn sich George Harrison zwar als Gastgeber des Events versteht, räumt er seinen Mitstreitern genügend Raum ein, um sich selbst einzubringen und die Songauswahl abwechslungsreich zu gestalten. Die zeitlosen Harrison-Klassiker "Here Comes The Sun", "My Sweet Lord" und "Something", oder Bob Dylans "Blowin´ In The Wind", werden ebenso gespielt wie Stücke des Sitar-Virtuosen Ravi Shankar, welcher seinen Freund George Harrison um Hilfe für Bangladesh bat und dieses Event dadurch überhaupt erst ermöglichte.

Das Konzert, in dessen Folge es Live-LPs sowie einen Konzertfilm zum Kauf und als zusätzliche Spendeneinnahmequelle gab, wurde zu einer großen musikalischen Geste der Nächstenliebe und das Vorbild für alle späteren Charity-Events à la Live Aid & Co.

Um den Spendenaufruf zu erneuern und dabei auch die Fans des Konzertes beziehungsweise den geneigten Zuschauer zu erfreuen, unterzog man das komplette Material, welches vor 34 Jahren gefilmt wurde - auf Initiative der Familie Harrison hin - einer Frischzellenkur und zeigt dieses erstmals auf der besprochenen Doppel-DVD. Diese enthält neben dem superben Konzert in ansprechendem Surround-Sound und der noch authentischeren Stereo-Variante diverse Extras zur Veranstaltung und deren Hintergründen auf einer Bonusdisk. Lediglich das Bild zeigt deutlichere Mängel, welche aber dem Genuss nicht sonderlich abträglich sind.

Alle Einnahmen aus dem Verkauf dieser Doppel-DVD gehen an die Bangladesh-Hilfe der UNICEF!






© DVD-Palace Home Entertainment




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