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 15863  Review zu: Sin City - Recut & Extended - Limitierte Fassung 16.12.2006
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Ein Review von Marcus Kampfert



Willkommen in Sin City! Diese Stadt begrüßt die Harten, die Korrupten, die mit den gebrochenen Herzen.

Einer von ihnen ist Marv (Mickey Rourke), ein riesiger Schlägertyp, der für eine einzige Nacht das Glück in den Armen einer Frau findet. Am Morgen liegt sie ermordet neben ihm und Marv sinnt auf Rache - um jeden Preis. Dwights (Clive Owen) Problem ist Jackie Boy (Benicio Del Toro), der psychopathische Ex-Lover seiner Geliebten, den er aufhalten muss. Für John Hartigan (Bruce Willis) bleibt nur noch eine Stunde, bis der letzte aufrichtige Cop von Sin City seine Marke abgibt. Doch davor gilt es noch, ein kleines Mädchen aus den Fängen eines Perversen zu retten und ihm die Waffen abzunehmen – alle Waffen.

Cover Sin City - Recut & Extended - Limitierte Fassung
Cover vergrößern




Im Handel ab:16.11.2006
Anbieter: Buena Vista Home Entertainment
Originaltitel:Sin City
Genre(s): Action / Thriller
Regie:Frank Miller, Robert Rodriguez, Quentin Tarantino
Darsteller:Jessica Alba, Devon Aoki, Alexis Bledel, Powers Boothe, Cara D. Briggs, Jude Ciccolella, Jeffrey J. Dashnaw, Rosario Dawson, Jesse De Luna, Benicio Del Toro, Jason Douglas, Michael Clarke Duncan, Tommy Flanagan, Christina Frankenfield, Rick Gomez, Carla Gugino, Josh Hartnett, Arie Verveen, Rutger Hauer, David H. Hickey, Evelyn Hurley, Greg Ingram, Nicky Katt, Jaime King, Helen Kirk, Michael Madsen, Nick Offerman, Ethan Maniquis, Jason McDonald, John McLeod, Clark Middleton, Frank Miller, Brittany Murphy, Iman Nazemzadeh, Lisa Marie Newmyer, Tommy Nix, Clive Owen, Marco Perella, Sam Ray, Randal Reeder, Mickey Rourke, David Alex Ruiz, Ryan Rutledge, Marley Shelton, Jeff Schwan, Korey Simeone, Nick Stahl, Paul T. Taylor, Scott Teeters, Ken Thomas, Rico Torres, Makenzie Vega, Patricia Vonne, Shaun Wainwright-Branigan, Chris Warner, Bruce Willis, Elijah Wood, Danny Wynands, J.D. Young, Chelsea Bulte, Penny Drake, Lauren-Elaine Edleson, Natalie Hess, Ashley Moore, Sherrell Murphy-Ramos, Katherine Willis
FSK:Keine Jugendfreigabe
Laufzeit:ca. 136 min
Audio:Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat:16:9 (1.85:1) anamorph
(zum Teil s/w)
Medien-Typ:2 x DVD-9
Regionalcode:2
Verpackung:Sonderverpackung
Untertitel: Englische Untertitel für Hörgeschädigte, Deutsch, Englisch,
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Original SIN CITY Comic "Stadt ohne Gnade"
  • SIN CITY Original Kinofassung (119 Min) & SIN CITY Recut: Neue Schnitt-Fassung (136 Min)
  • Audiokommentare
  • Wie Frank Miller von der Verfilmung seines Comics �berzeugt wurde
  • Hintergrundinfos
  • 15 Minuten "Film School" mit Robert Rodriguez
  • Die ungek�rzte 14 Minuten Filmsequenz von Quentin Tarantino
  • Party nach Abschlu� der Dreharbeiten
  • 10 Minuten Robert Rodriguez Koch-Schule
  • Der komplette Film im Schnelldurchlauf vor dem "Green Screen"
Zusatzinfos: Limitierte und nummerierte Auflage in Fetisch Lack Box + Sin City Comic Buch "Stadt ohne Gnade"

DVD 1: SIN CITY Original Kinofassung (119 Min)
DVD 2: SIN CITY Recut: Ultimative neue Schnitt-Fassung (136 Min)

Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
buch.de - einfach schnell


Die Ausführungen von Matthias Schmieder zur Kinofassung haben auch bei der Neuveröffentlichung ihre Gültigkeit. Schwarzwert, Kontrast sowie Schärfepegel sind immer noch von allererster Güte und vermitteln perfekt den Look der Comics. Keine überstrahlenden Silhouetten, kaum Detailverluste, wenn sie nicht durch die Vorlage gewollt sind, und dank des digitalen Masters ausbleibende analoge Fehler oder Defekte sorgen für durchgehenden Sehgenuss. Einzig ein etwas häufiger sichtbares Rauschen, welches ja nur die Folge der aufgrund jener Speicherplatz raubenden Mehrausstattung (Audiokommentare, diverse Featurettes) höheren Bildkompression sein kann, sorgt für minimale Unruhen. Das kostet die erweiterte Auflage zwar den Award, aber nicht die Höchstwertung in Punkten. Die Aussage gilt im Übrigen sowohl für die erneut verfügbare Kinofassung mit den drei Kommentarspuren als auch für die „Recut & Extended“-Version auf Disk Zwei.

Bewertung  10 von 10 Punkten




Hier hat sich gegenüber der Erstauflage rein gar nichts verändert. Direktionale Effekte von höchst dynamischer Ausprägung zuhauf, ein Score, der teils aus dem Heimkinosessel bläst und der Tiefbass, welcher nur selten so vehement als „Druckmittel“ eingesetzt wird wie bei SIN CITY, sorgen für beinahe pausenlosen Betrieb auf allen Kanälen. Die Stimmen bleiben dabei stets klar und sauber verständlich, wandern teils sogar über mehrere Lautsprecher. Allerdings gibt es doch einige wenige Dialogszenen, also ruhigere Passagen, in denen es etwas an Hintergrundgeräuschen mangelt, denn auch in Wohnungen/Häusern ist im wahren Leben stets eine leise Kulisse vorhanden (richtig still wird es doch nur, wenn absolut alle elektrischen Geräte ausgeschaltet sind und wann ist das schon mal der Fall…), die hier teils vermisst wird. Aber das ist ein winziger Wermutstropfen, da solche Szenen zum einen selten, zum anderen sehr kurz sind und somit schnell wieder dem großen Effektgewitter Platz machen, was letztendlich keine Abzüge bedeutet! Statt den vorherigen vier, gibt es hier übrigens nur noch zwei Dolby Digital 5.1-Spuren auf die Ohren (Deutsch und Englisch). Spanisch sowie Italienisch mussten den Audiokommentaren sowie diversen Featurettes weichen. Wieder gelten die Ausführungen für beide aufgespielten Filmversionen gleichermaßen.

Bewertung  10 von 10 Punkten




In Anbetracht der Fülle an Einzelfeatures beschränken sich die Ausführungen lediglich auf eine erläuternde Aufzählung.

Disk Eins – Kinofassung:
Audiokommentar von Regisseur Robert Rodriguez und Autor Frank Miller:
Dieser Kommentar behandelt überwiegend die Zusammenarbeit, die Herangehensweise an einzelne Passagen sowie die Umsetzung der Graphic Novels als Ganzes und ist dabei häufig nicht szenenspezifisch. Ab und an werden auch technische Details ausgeplaudert.

Audiokommentar von Regisseur Robert Rodriguez und Gast-Regisseur Quentin Tarantino:
Im Großen und Ganzen ist dieser Kommentar ein Monolog von Robert Rodriguez, denn Quentin Tarantino schaut nur partiell vorbei und steht dann in der von ihm gedrehten Autoszene mit Clive Owen sowie Benicio Del Toro aus der Episode „Das große Sterben“ durchgängig Rede und Antwort. Hier geht es wesentlich technischer zu, ein Filmstudent könnte hier alles über den Dreh eines kostengünstigen, abgedrehten Film Noir lernen. Immer wieder werden auch Anekdoten von den Dreharbeiten eingestreut. Trotz des monotonen Tonfalls von Robert Rodriguez ein hörenswerter Vertreter der Kommentar-Zunft.

Audiokommentar: Publikumsreaktionen bei der Uraufführung in Austin, Texas:
Eher ein Experiment, welches allerdings beweist, dass in amerikanischen Kinos ein anderes, offeneres und emotionaleres Publikum sitzt als in Deutschland. So laute Reaktionen – sei es Gelächter oder Erstaunen – ist jedenfalls in deutschen Kinosälen in solcher Vehemenz und Häufigkeit nicht zu hören (oder ich gehe in die falschen Lichtspielhäuser)! Mehr ist dem „Kommentar“ dann aber auch nicht abzugewinnen, zumal in den „Pausen“ lediglich der leicht verhallte Filmton zu hören ist.

Die nun folgenden Features hätten gut und gern als „Making Of“ zusammengefügt werden können. Leider müssen sie aber alle einzeln – ohne Zusatzoption „alle abspielen“ – angewählt werden.

Wie Frank Miller überzeugt wurde, seine Comics zu verfilmen (05:29 Minuten):
Robert Rodriguez schaffte es mit einer aus eigenen Mitteln finanzierten kleinen Sequenz, der ersten Story „Der Kunde hat immer recht“ (mit Josh Hartnett und Marley Shelton), den Autor der Sin City-Graphic Novels Frank Miller zu beeindrucken. Schließlich nahm der als „Co“ sogar selbst mit auf dem Regiestuhl Platz. In Interviews wird dieses Unterfangen von den Beteiligten, begleitet durch Aufnahmen aus der Mini-Episode, erläutert.

Special Guest Regisseur Quentin Tarantino (06:56):
Hier kommt vor allem der im Clip-Titel benannte zu Wort, aber auch andere Beteiligte des Films äußern sich zur Zusammenarbeit.

Schlitten mit ordentlich PS unter der Haube: Die Autos von Sin City (07:17):
Man erfährt, wie akribisch versucht wurde, die von Frank Miller in den Comics gezeichneten, real existierenden Vehikel für die Filmausstattung zu beschaffen, was nicht immer gelang.

Knarren, Alk und heiße Schlampen: Die Ausstattung von Sin City (10:32):
Wie der Titel besagt, geht es hier um die Requisite.

Fiese Visagen: Effekte & Make up (08:44):
Auch der Titel ist Programm. Es werden die Tricks der Crew hinter den Effekten beleuchtet.

Trenchcoats & Strapse: Die Kostüme in Sin City (07:17):
Drei Mal dürft Ihr raten worum es geht und wer hier zu Wort kommt…

Zu guter Letzt gibt es noch den Clip Sin City: Live in Concert (08:57), welcher Bruce Willis als Sänger einer aus der Crew zusammen gewürfelten Combo (inklusive einiger Kollegen aus der Band von Robert Rodriguez) namens „The Accelerators“ featured, und die Sin City: Trailer & Teaser, wobei letzterer mit einer Laufzeit von 01:48 Minuten eigentlich auch schon als Filmtrailer durchgeht.

Disk Zwei – Recut & Extended:
Soweit zur ersten Disk. Neben den Einzelepisoden mit einer kurzen Einleitung von Regisseur Robert Rodriguez nach Einlegen der zweiten Scheibe, enthält diese noch folgende vom Regisseur zusammengestellte Beiträge:

15-Minuten-Flic-School (11:54 Minuten):
Hier verrät Rodriguez praktisch alle simplen Tricks, die ihm halfen, das Budget trotz schwieriger Vorlage überschaubar und auf Low-Budget-Niveau zu halten. Das ideale Schulungsvideo für Regie-Aspiranten. Tatsächlich dauert das laut Titel 15 Minuten lange Feature allerdings nur knappe 12.

Die ‚Green-Screen-Version’ (11:57):
Nach einer Einleitung von Rodriguez kann man sich den kompletten Film im Schnelldurchlauf ohne jegliche Effekte anschauen, was allerdings nur anfangs interessant ist. Sobald man verstanden hat, dass sich die großen Stars praktisch nie am Set begegneten und quasi fast immer ohne Hintergründe (stattdessen Green-Screen) sowie vor Doubles/Stand-Ins agierten, verliert das Feature seinen anfänglichen Reiz.

Die ungekürzte Version (17:01):
Hier wird die zweitlängste Version der Autosequenz mit Clive Owen und Benicio Del Toro aus „Das große Sterben“ gezeigt. Sie bietet jedoch nicht mehr Filmmaterial, sondern zeigt lediglich in einem Take wie die Aufnahmen zu dieser langen Szene entstanden sind. Hier sind immer wieder auch Crewmitglieder sowie Tarantino, Miller oder Rodriguez mit im Bild zu sehen oder diskutieren die Darsteller wie sie Teile der Sequenz spielen sollten. Nicht uninteressant, aber nicht das, was der Titel verheißt!

Die 10-Minuten-Kochschule (06:08):
Die Dreharbeiten zu SIN CITY dauerten oft 15 Stunden und mehr, Tag sowie Nacht. Da brauchte es einen nahrhaften, schnell zubereiteten Snack für zwischendurch, den Hobbykoch Rodriguez hier detailliert vorstellt: Frühstücks-Tacos. Guten Appetit! Seltsamerweise entspricht auch hier die Laufzeit nicht der, welche im Titel erwähnt wird („10 Minuten“)?!

Soweit zu den Extras. Bleibt noch zu erwähnen, dass alle Kommentarspuren sowie Clips deutsch untertitelbar sind und meist in anamorphem Format vorliegen. Die Menüs sind genauso aufwändig animiert und musikuntermalt wie auf der Erstveröffentlichung, allerdings endet dies mit den ebenso gearteten Übergängen. Die Unterpunkte sowie die Kapitelauswahl sind leider nur noch stumm und starr – da war dann wohl das Budget aufgebraucht!

In Papierform bliebe noch der Nachdruck der Graphic Novel „Sin City – Stadt ohne Gnade“ aus der Feder von Frank Miller zu nennen. Hochwertig und mehr als 200 Seiten stark, hat diese selbst schon einen Wert von circa 20 Euro, was bereits einiges vom Mehrpreis dieser Box wettmacht. Wer die Graphic Novel allerdings nicht braucht, zahlt für einen Haufen Papier drauf!

Die Verpackung besteht aus einem hochwertig, teilweise erhaben bedruckten Pappkarton mit Klettverschluss, welcher die Graphic Novel und das Doppel-Keep Case beherbergt. Auch wenn sie befüllt einen robusten Eindruck hinterlässt, hätte das Material ruhig noch dicker sein dürfen. Zudem fehlt die „Fetisch-Lack-Beschichtung“ aus der Vorankündigung. Keine rundum gelungene Verpackung, die darüber hinaus etwas „lieblos“ wirkt. Paramount bewies unlängst mit der Special Edition von EVENT HORIZON, dass für wenig Geld Besseres zu bewerkstelligen ist!

Bewertung  8 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  9 von 10 Punkten


Zur Kinofassung verliert der Reviewer an dieser Stelle keine weiteren Worte, da im entsprechenden Review vom Kollegen Matthias Schmieder einfach die perfekten Ausführungen dazu gemacht wurden. Vielleicht nur soviel: Als Fan der Vorlage – dies beinhaltet automatisch auch, dass der Reviewer die schlichten Storys in ihrer brutalen Umsetzung für „kultig“ befindet – halte ich Robert Rodriguez’ Adaption für die kongenialste, da werkgetreueste Comicverfilmung mit einem visuellen Stil, der im Hollywood-Einerlei der Neuzeit einen wahren Segen und letztendlich eine Innovation darstellt. Kompromisslos, brutal sowie stets auf die Wahrung aller Vorgaben durch die Graphic Novels bedacht, entstand so ein echter Kultfilm. Sicherlich ist dies nicht allein Rodriguez zu verdanken, denn Frank Miller war als Co-Regisseur stets am Set präsent und achtete akkurat auf die originalgetreue, teils penible Umsetzung dessen, was er einst zu Papier brachte. Seine Novels dienten als Storyboards und wurden 1:1 adaptiert. Das superbe Cast letztendlich hauchte den gezeichneten Charakteren schließlich dreidimensionales Leben ein – und das in einer Manier, die ebenfalls heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist – besonders dann nicht, wenn es sich, ja ihr hört richtig, um einen Low-Budget-Film handelt!

Die Idee zur „Recut & Extended“-Version allerdings ist ähnlich, wie einst bei MEMENTO (wobei dies dort rein technisch durch eine andere Abspielreihenfolge der Kapitel bewirkt wurde), eher ein Schlag ins Wasser. Zwar wurden zwei der vier Einzel-Storys inhaltlich etwas erweitert, doch hätte man das mit etwas Geschick auch in den Kinocut integrieren können. Was den Episoden einzeln betrachtet einfach fehlt, ist das Überraschungsmoment. Sie sind separat betrachtet sehr geradlinig, geradezu simpel konzipiert, was in der ursprünglichen Filmfassung nicht so direkt ins Auge fiel, da der ständige Szenenwechsel für eine, wenn auch aufgesetzte Komplexität sorgte. Zudem sind Überschneidungen der Handlungen und Figuren der verschiedenen Storys nicht mehr so schnell zu erfassen, denn an mehreren Punkten treffen nun mal viele Charaktere mehr oder minder zufällig aufeinander, was nicht so klar herauskommt. Wer aber nur Fan einzelner Geschichten des Sin City-Geflechts ist, kann sich diese nun ohne Unterbrechungen durch die anderen am Stück ansehen. Als Anhänger der Kinofassung wird der Rezensent aber doch eher die erste Disk mit eben dieser in den Player wandern lassen und von der zweiten lediglich die Extras mal wieder beäugen. Im Übrigen bezieht sich die längere Laufzeit von fast 36 Minuten beinahe ausschließlich auf die jeweils rund 7-8 Minuten langen Abspänne der Einzelepisoden. Insider sprechen von nur etwa sechs Minuten neuem, zusätzlichem Filmmaterial. Am interessantesten dürfte dabei die ausführlichere Kampfeinlage von Miho (Devon Aoki) in der Episode „Das große Sterben“ sein.

Apropos Bonusmaterial. Während die Erstveröffentlichung vor genau einem Jahr bloß einen knappen „Blick hinter die Kulissen“ gewährte, bietet allein die Filmdisk drei verschiedene Audiokommentare, von denen zwei sogar ernsthaft und informativ ausfallen (der dritte ist eher experimenteller sowie wenig gehaltvoller Natur). Dazu kommen diverse Featurettes, welche zusammen genommen ein ordentliches Making Of ergeben, sowie einige persönlich von Regisseur Rodriguez beigesteuerte Clips auf Disk Zwei, die nicht minder interessant sind (vielleicht abgesehen vom Kochkurs).

Die Technik der Filmfassungen hat sich nicht wirklich verändert. Lediglich ein partielles Bildrauschen fällt deutlicher auf; ansonsten sind Bild und Ton identisch mit der superben Erstveröffentlichung. Mit den durchaus veritablen, informativen Extras und einer schmucken Verpackung sowie – nicht zu vergessen – dem Nachdruck der originalen, mehr als 200 Seiten starken Graphic Novel „Sin City - Stadt ohne Gnade“, ist die „Recut & Extended“-Ausgabe trotz der kleinen Mogelpackung in Bezug auf den Titelzusatz, welcher einfach andere Inhalte vermuten lässt, ein Schmuckstück, dass sich Liebhaber des Films ins Regal stellen sollten. Schade, dass die gerüchteweise vorangekündigte „Fetisch-Version“ der Verpackung (in Lack) nicht zum Tragen gekommen ist – das wäre noch mal ein echter Hingucker gewesen. So wirkt die Box mit Klettverschluss zwar immerhin einigermaßen robust, aber auch etwas einfallslos.

Die deutsche Auflage ist auf 44.444 Stück limitiert. Wer die Limitierung nicht braucht, kann zur kostengünstigeren australischen Version (Code 4 beziehungsweise 10) inklusive deutschem Ton greifen, welche es schon für unter 20 Euro im Internet-Handel gibt. Diese enthält allerdings dann die Graphic Novel in Englisch!


Hinweis des Reviewers:
Ein echter technischer Vergleich zwischen der ursprünglich veröffentlichten DVD mit der Kinofassung und der Sin Sity „XXL-Version“ wurde nicht vorgenommen. Die Ausführungen beziehen sich auf die Schilderungen des Reviewers der Erstveröffentlichung (Matthias Schmieder) und den vergleichenden Ausführungen zur Sin City „XXL-Version“!







© DVD-Palace Home Entertainment




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