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 5281  Review zu: Shopgirl 13.04.2006
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Ein Review von Michael Holland



Stundenlang steht die schüchterne Mirabelle Butterfield (Claire Danes) hinter ihrer Ladentheke, in der Handschuhe feilgeboten werden, die niemand mehr haben möchte, und träumt dabei von der großen Liebe. Die kommt überraschend und ungeplant, aber gleich im problematischen Doppelpack: Ray Porter (Steve Martin) tritt in ihr Leben. Er ist älter, reich, geschieden, erfolgreich, selbstbewusst und er begehrt sie - jedoch ohne jede Verpflichtung. Und da ist noch Jeremy (Jason Schwartzman), der stets liebenswert chaotische Musiker. Mirabelle verliebt sich in den glamourösen Ray und ihr Leben bekommt eine magische Wendung. Doch schließlich stellt sie fest, dass sie sich zwischen den beiden Männern entscheiden muss. Denn der charmante Millionär Ray Porter hat so ganz andere Vorstellungen vom perfekten Glück als sie selbst ...

Cover Shopgirl
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Im Handel ab:03.04.2006
Anbieter: Universum Film / UFA home entertainment
Originaltitel:Shopgirl
Genre(s): Komödie
Drama
Regie:Anand Tucker
Darsteller:Steve Martin, Claire Danes, Jason Schwartzman, Bridgette Wilson, Sam Bottoms, Frances Conroy, Rebecca Pidgeon, Samantha Shelton, Gina Doctor, Clyde Kusatsu, Romy Rosemont, Joshua Snyder, Rachel Nichols, Shane Edelman, Emily Kuroda, Jayzel Samonte, Mark Kozelek, John Fedevich, Zak Sally, Ray Buktenica, Alexondra Lee, Shannon Hile, Joe Bays, Randy Oglesby, Richard Fancy, Anne Marie Howard, Kevin Kilner, Mathew Smith, Troy Gregory, Scott Michalski, Russell Ledford, Jeff Oakes, Kris Deskins, Laura Grady, Markus Baldwin, Jesse Burch, Yorgo Constantine, Barbara Ann Crumm, Kimberly Demarse, Zoey Goetsch, Alonzo F. Jones, Tom Jourden, Henry T. Yamada
FSK:o. A.
Laufzeit:ca. 100 min
Audio:Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat:16:9 (1.78:1) anamorph
Medien-Typ:1 x DVD-9
Regionalcode:2
Verpackung:Amaray Case
Untertitel: Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte, Englisch,
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Trailer von anderen Filmen
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Making Of
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Interviews
  • Cast & Crew
  • Bildergalerie
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Das Bild kann zwar nicht in euphorische Jubelstürme versetzen, ist aber gleichermaßen weit von schlechten Werten entfernt. So erfreuen kräftige, aber - abgesehen von offensichtlich als Stilmittel eingesetzten tristen Tönen - immer natürliche und stets sauber voneinander getrennte Farben (sehr schön zu sehen bei 0:49:48 -> Swimming Pool plus Umgebung), welche der allgemein gute Kontrast noch unterstützt. Er durchzeichnet die Gesamtoptik ordentlich; nur stellenweise wirkt alles ein wenig zu dunkel, was sich negativ auf die Darstellung von feinen Einzelheiten auswirkt. Auch ein satter, aber nicht zu dominanter Schwarzwert weiß zu gefallen.

In Sachen Schärfe bekommt man ebenfalls keine Perfektion, doch generell deutlich Überdurchschnittliches geboten, nämlich angenehme Plastizität und zumindest bei Nahaufnahmen eine Vielzahl an Details. In Totalen verschwimmen gerade bewegte Bildinhalte allerdings ziemlich deutlich, weshalb beispielsweise das Mienenspiel auf Gesichtern nur noch schwer zu erkennen ist. Seltene Doppelkonturen lassen zudem Edge Enhancement vermuten. Dafür verhält sich die Kompression ruhig, was angesichts der angenehm hohen Videobitrate von 6,66 Mbps kaum überrascht; lediglich partiell auftretendes Aliasing stört den diesbezüglich positiven Eindruck. Immerhin präsentiert sich das Master völlig frei von Schmutz oder Beschädigungen; selbst Rauschen muss man praktisch mit der Lupe suchen. Letztlich bleiben sehr gute...

Bewertung  7 von 10 Punkten




Beide Tracks (Deutsch und Englisch jeweils als Dolby Digital 5.1-Mix) unterscheiden sich praktisch bloß bezüglich der Sprachwiedergabe. Während Stimmen in der Synchronfassung immer einen Tick zu laut abgemischt scheinen, was sie häufig etwas unrealistisch klingen lässt, kann das Original wie so oft mit einer realistischeren Einbindung der Dialoge punkten. Verständlichkeitsprobleme treten jedoch in keinem Fall auf.

Ansonsten breitet sich der Score weiträumig, teils sogar recht dynamisch im Hörraum aus und bewirkt wohlige Atmosphäre. Allerdings bekommen die Rears ansonsten bloß extrem wenig Arbeit - lediglich ganz vereinzelte direktionale Effekte oder die akustische Abbildung einer Fußgängerzone beanspruchen sie noch ganz leicht. Ähnliches gilt für den Subwoofer, welcher bis auf sehr seltene Ausnahmen niemals ins Geschehen eingreifen darf. Zumindest entfaltet sich auf den Frontboxen manchmal ein relativ dichter Klangteppich aus Umgebungsgeräuschen, was für Lebendigkeit sorgt. Summa summarum schöpft der Sound seine potenziellen Möglichkeiten also genrebedingt niemals aus - dafür bleiben...

Bewertung  6 von 10 Punkten




Dass SHOPGIRL für Universum ein B-Titel ist, zeigen schon die allesamt stummen und starren Untermenüs; lediglich der Hauptauswahl wurde neben Musik auch eine hübsche Animation spendiert. Sonstige Extras finden sich ebenfalls nicht gerade im Übermaß; zudem sind gute Englischkenntnisse gefragt, da kein einziges Feature Untertitel bietet, was letztlich zur Abwertung führt.

Neben einer vier Titel umfassenden Trailershow gibt es zunächst das knapp 15minütige Making Of, welches durchweg unkommentiertes, aber immerhin recht interessant montiertes Behind the Scenes-Material zeigt. In den anschließenden Interviews dürfen sechs Beteiligte insgesamt kurze elfeinhalb Minuten nett daherplaudern, ohne sonderlich viele Informationen zu transportieren, zumal Lobhudeleien leider nicht ausbleiben. Es folgen der deutsche sowie englische SHOPGIRL-Trailer, Filmografien der vier Hauptdarsteller (sieben Texttafeln) und eine Bildergalerie mit 17 Motiven.

Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass im Hauptfilm Untertitel zur Verfügung stehen (Deutsch für Hörgeschädigte und Englisch), gibt es hier ganz knappe...

Bewertung  2 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  6 von 10 Punkten


Was tut ein Komiker, wenn sein Stern zu sinken droht, er anstatt einstiger Kassenknüller wie ROXANNE, L.A. STORY oder auch dem dramatisch angehauchten GRAND CANYON nur noch fragwürdige Durchschnittsware à la HOUSESITTER beziehungsweise HAUS ÜBER KOPF fabriziert (und ganz aktuell mit dem PINK PANTHER-Remake einen künstlerischen Bauchklatscher hinlegt)? Klarer Fall: Er schreibt einen Roman, welcher zum Bestseller avanciert - trotz des ziemlich nichtssagenden Titels "Shopgirl". So geschehen bei Steve Martin. Und weil ihm besagter geistiger Erguss eben tatsächlich einen grandiosen Erfolg bescherte, lag nichts näher als die Kino-Auswertung. Skript: Steve Martin. Hauptrolle: dito.

In deutsche Lichtspielhäuser hat es dieser Streifen nie geschafft, was dem hierzulande mangelnden Bekanntheitsgrad seiner Vorlage geschuldet sein dürfte. Leider steht zu befürchten, dass auch nach Veröffentlichung der cineastischen Adaption kein Run auf die hiesigen Buchhandlungen einsetzen wird, denn dafür ist SHOPGIRL ganz einfach zu bieder und wenig memorabel. Dabei fängt alles wirklich wunderbar an: Die Kamera fährt quer durch ein Kaufhaus, streift vielerlei Luxusartikel, beobachtet gut betuchte Bürger beim Shopping und stoppt schließlich am Handschuh-Verkaufstresen. Dahinter steht Mirabelle einsam und unbeachtet, da sich kein Mensch für ihre Waren interessiert. Schon in diesem Moment erwacht Sympathie für unsere ehemalige Landpomeranze, welche das rosarote Liebesglück in der großen Stadt finden wollte, aber so weit weg von daheim schlicht droht unterzugehen. Visuelle Spielereien wie die eben erwähnte finden sich übrigens noch häufig und funktionieren hervorragend, da sie Gefühle transportieren, aber nicht plump darbieten.

Auch die nachfolgenden Minuten wissen überaus gut zu gefallen. Wenn nämlich Mirabelles ersehnter Prinz in Form eines finanziell notorisch unterbelichteten Chaoten auf der Bildfläche erscheint und als ultimativen Kennenlernspruch "Ich bin übrigens ganz harmlos" wählt, macht SHOPGIRL jede Menge Spaß. Hinzu kommen dezenter Humor, teils brüllkomische Gags (Stichwort "Liebesnacht mit Sylvia") sowie verblüffend doppelbödige Dialogzeilen (im Restaurant: "Wissen Sie schon, was Sie wollen?" - "Jedenfalls nicht die Hühnerbrust!"). Aber all das endet viel zu schnell und macht einer ernsthaften, bitteren Erzählebene Platz, welche für deutliche Unterhaltungsdefizite sowie manche Länge sorgt. Immerhin hebt sie SHOPGIRL dafür auch weit über das Niveau gängiger Genrevertreter, obwohl grundsätzlich das Rad natürlich nicht neu erfunden wird. So fragt man(n) sich bei Protagonistinnen vom Schlage Mirabelles immer noch unwillkürlich, warum sie ihr per se mehr als hübsches Äußeres unter scheußlichen Frisuren oder grauenhafter Klamottage verstecken. Und Männer wie Ray können ganz ohne Hilfe Kleider kaufen, welche der jeweiligen Frau/Freundin nicht nur wahnsinnig gut gefallen, sondern auch auf Anhieb perfekt passen! Dieses Kunststück versuche mal ein durchschnittlicher Kerl im wahren Leben nachzumachen...

Aus Gründen der Fairness muss aber festgestellt werden, dass unsere zwei Hauptdarsteller dem Publikum ohne jede Mühe sofort ans Herz wachsen: Claire Danes ist ein bezaubernder stolzer (manchmal indes auch fragiler, verletzter) Schwan im Hässliches Entlein-Gewand, und als höchst liebenswerter Gefühls-Anarchist hinterlässt Jason Schwartzman starken Eindruck. Nur Steve Martin bleibt seltsam blass, teils wirkt er gar eindeutig abwesend. Na ja, wir begründen dies einfach mit der Gelassenheit seines nunmehr doch fortgeschrittenen Alters.

Am Ende steht ein sympathisches Feel Good Movie, dessen zurückhaltende Herzigkeit aber noch mehr Pfiff vertragen könnte, was selbst die für Genreverhältnisse erstaunlich tiefsinnige Subebene nicht völlig ausgleicht. Wer keine romantische Lach-Kanonade erwartet, liegt hier trotzdem richtig und sollte durchaus mal einen Blick riskieren. Auf ähnlichem Level bewegt sich die deutsche DVD: Technisch überdurchschnittlich und zumindest ganz annehmbar ausgestattet, überzeugt sie, ohne Spitzenwerte zu erreichen.

Subjektive Filmwertung: 6 von 10 grauen Mäuschen mit Nachholbedarf in Liebesdingen






© DVD-Palace Home Entertainment




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