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 7181  Review zu: Running Scared - Steelbook 21.10.2006

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Ein Review von Fabian Sell



Joey (Paul Walker) und seine Komplizen geraten bei einer Drogenübergabe in einen Schusswechsel, bei dem unglücklicherweise auch einige Polizisten sterben. Nun soll Joey die Tatwaffe entsorgen. Als er die Waffe im Keller seiner Familie versteckt, wird er vom Nachbarsjungen Oleg beobachtet. Dieser klaut den Revolver, schießt damit auf seinen brutalen Vater und ergreift die Flucht. Damit setzt er eine Kettenreaktion von tragischem Ausmaß in Bewegung.

Joey muss den Jungen und die Waffe finden um seine eigene Haut zu retten. Gejagt von der russischen Mafia und den Cops wird diese Nacht zu einem Ritt durch die Hölle.

Cover Running Scared - Steelbook
Cover vergrößern




Im Handel ab:31.08.2006
Anbieter: e-m-s
Originaltitel:Running Scared
Genre(s): Action / Thriller
Regie:Wayne Kramer
Darsteller:Paul Walker, Cameron Bright, Vera Farmiga, Karel Roden, Johnny Messner, Ivana Milicevic, Chazz Palminteri, Alex Neuberger, Michael Cudlitz, Bruce Altman, Elizabeth Mitchell, Arthur J. Nascarella, John Noble, Idalis DeLeon, David Warshofsky, Jim Tooey, Thomas Rosales Jr., Morgan Johnson, Maurice Lee, Viktor Cervenka, Oakley Lehman, Jan Kohout, Jeffrey Smith, Karen Joy Cifarelli, Brian Caspe, Ryan James, Ellen Savaria, Jiri Simberský, Petr Horacek, Miroslav Lhotka, William Byrd Wilkins, Matthew Blood-Smyth, Julian Littman, Katerina Novotná, James Lambert, Howie Lotker, David Monteiro, Jeff Caster, Todd Kramer, Clara Perez, Monika Podzimkova, Jan Vosmik, Glenn Wrage
FSK:16
Laufzeit:ca. 117 min
Audio:Deutsch: DTS 5.1
Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat:16:9 (2.35:1) anamorph
Medien-Typ:1 x DVD-9
Regionalcode:2
Verpackung:Steelbook
Untertitel: Deutsch,
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Behind the Scenes
  • Audiokommentar von Regisseur Wayne Kramer
  • Storyboard-Clip
  • TV-Spots
  • Bildergalerie
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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e-m-s hat RUNNING SCARED im originalen 2.35:1-Kinoformat auf DVD gepresst. Die optische Erscheinung wurde dabei mit diversen Farbfiltern fast durchgehend verfremdet, was zur visuellen Unterstreichung der Zeitrücksprünge oder des prinzipiell dreckigen Stils vom Film dient. Indes sind an vereinzelten Stellen Rauschmuster zu erkennen. Ansonsten lassen sich jedoch keine signifikanten Kompressionsmängel feststellen. Der Kontrast gibt sich keine Blöße und entbehrt auch in dunklen Settings keine Details. Abschließend sei noch die tolle Schärfe aufgeführt, welche auch kleinste Hautverunreinigungen sehr präzise abzeichnet.

Summa summarum erlangt dieser Transfer in der Gesamtwertung neun Punkte.

Bewertung  9 von 10 Punkten




Tonal lieferte e-m-s eine wirklich grandiose Leistung ab. Das generell sehr turbulente und actionreiche Geschehen geben die beiden Dolby Digital 5.1 Tracks (Deutsch und Englisch) mit zahlreichen Effekten und hoher Vitalität wieder. Stereotonale und direktionale Effekte sind massenhaft vorhanden. Die Dispersion der Musikuntermalung und der Actionabschnitte überzeugt ebenfalls. Konsequent werden die Rearspeaker angesprochen, wobei ein im Vergleich zur Front eigenständiger tonaler Hergang für eine hohe Dynamik sorgt. Sofern nötig, kommt auch der Subwoofer sehr gut zur Geltung. Die zudem präsente DTS-Spur ertönt noch einen Tick kräftiger als die beiden Mixes im Dolby Digital 5.1 Format.

Allumfassend verdient der Ton durchaus einen Platz in der Spitzenklasse, wobei die zehn Punkte aus der subjektiven Empfindung heraus, dass zuweilen das Potential nicht gänzlich perfekt ausgeschöpft wurde, verwehrt werden.

Bewertung  9 von 10 Punkten




Trotz des hübsch anzusehenden SteelBooks, in dem die DVD zu RUNNING SCARED verpackt ist, fällt das Bonusmaterial eher bescheiden aus. Das wohl interessanteste Feature - ein Audiokommentar von Regisseur Wayne Kramer - liegt leider ohne deutsche Untertitel vor, so dass nur Englischkönner voll auf ihre Kosten kommen. Die fünf kurzen Interviews (7:27) mit Paul Walker, Vera Farmiga, Chazz Palminteri, Johnny Messner und Wayne Kramer erweisen sich als durchaus hintergründig, wobei jedoch immer wieder Lob an anderweitige Mitwirkende ausgesprochen wird. Das Behind the Scences (10:33) offeriert einen netten Zusammenschnitt einiger Setszenen. Kleinkram wie der Storyboard-Clip, die TV-Spots oder die Bildgalerie beschließen dann auch schon das Bonusprogramm.

Das Hauptmenu wurde erstklassig animiert und mit der Titelmusik ausgestattet.

Sehr knappe vier Punkte.

Bewertung  4 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  7 von 10 Punkten


Regisseur Wayne Kramer kreierte im Jahre 2004 mit seinem Kinodebüt THE COOLER ein faszinierendes Gangsterdrama. Jenseits vom Hollywood-Mainstream angesiedelt, entführte das Prestigewerk in die Casinowelt Las Vegas und lag damit irgendwo zwischen Melancholie, Witz und Emotion. Kramers zweites Regieprojekt - RUNNING SCARED - ist ein ebenso tempo- wie facettenreicher Thriller der absolut deftigen Machart.

Für einen Gangsterboss im Drogenmilieu erledigt Joey (Paul Walker) seit Jahren buchstäblich die Drecksarbeit, stellt dafür aber keine Fragen. Als eines Tages bei einer Drogenübergabe versehentlich zwei Polizisten sterben, versteckt Joey die Mordwaffe im Keller der Familie. Was er jedoch nicht ahnt: Nachbarsjunge Oleg (Cameron Bright) beobachtet ihn bei dieser klandestinen Tat. Oleg entwendet den Revolver, schießt damit seinen Vater an und ergreift die Flucht. Damit setzt er eine Kettenreaktion tragischer Ereignisse in Gang. Joey muss nun den Jungen und die Waffe finden, um seine eigene Haut zu retten. Gejagt von der russischen Mafia und den Cops, wird diese Nacht zu einem Ritt durch die Hölle.

Anhänger des Peniblen mögen anhand der Story nun sicherlich warnend mit dem erhobenen Zeigefinger schwingen und über die durchaus vorhandenen Klischees herziehen. Bescheidene Gemüter werden diesen Vorwurf wohl kaum dementieren können, dürfen jedoch durchaus beifügen, dass sie - wenn überhaupt - nur sehr geringfügig stören und zuweilen auch dem Geschehen adäquat sind. So nimmt der Zuschauer es gerne in Kauf, dass unser Held Joey als fanatischer Amerikaner gilt und, wie es sich für einen zünftigen Actionthriller nunmal gehört, der Realismus während der gewaltvollen Baller- beziehungsweise Gewaltorgien außen vor bleibt.

Indes meistert es Kramer, den Zuschauer in eine absolut bizarre wie fesselnde Welt menschlicher Grausamkeiten zu entführen, die in ihren besten Momenten gar emotional mitnehmende Präsenz annimmt. Das gesamte Sujet erscheint unvorstellbar trostlos und dreckig. Kein Schutzengel hält seine schützende Hand vor die Charaktere - Prota- wie Antagonisten sterben wie die Fliegen im Herbst. Den banalen Konflikt zwischen den guten und den bösen Menschen werden Freunde des Profanen dabei kläglich vermissen. „Hier gibt es aller höchstens abgrundtief böse und nicht ganz so böse, wobei die, die zunächst nicht ganz so böse wirken, die abgrundtief Bösen sind und umgekehrt.“ (Zitat: Celluloid Dreams). Das Vokabular der Figuren fällt dementsprechend derb aus. „Leichte Sticheleien“ kommen kaum vor. Eine richtig harte Ghettosprache gibt in RUNNING SCARED den unästhetischen, zum Geschehen jedoch passenden Ton an.

Darstellerisch sticht vor allem Paul Walker hervor, dessen nahezu perfektes Schauspiel allen anderen die Show stiehlt. Das kanadische Jungtalent Cameron Bright, der insbesondere wegen seiner hochgradig überzeugenden darstellerischen Leistung in BUTTERFLY EFFECT und GODSEND einen festen Platz in den Köpfen aller Psychothriller-Fans eingenommen haben sollte, mimt unterdessen die Rolle des vom Vater geschlagenen Jungen durchaus überzeugend. Vera Farmiga spielt ebenfalls erstklassig, obgleich ihre Präsenz handlungsbedingt vergleichsweise wenig gefordert wird.

All dieses inszeniert Kramer in einem umwerfend hohen Tempo, das von rasanten Kamerafahrten und schier endlosen Handlungswendungen geprägt ist. So bleibt dem Zuschauer kaum Zeit zum Luftholen, den Charakteren indes allerdings auch keine Möglichkeit, sich genauer zu entwickeln. Ein hohes Maß an Abwechslung, das mit der häufigen Sichtflukationen und den daraus resultierenden zeitlichen Rückblicken zusammenhängt, lässt dieses Manko jedoch zerplatzen wie Seifenblasen.

Allumfassend ist also von einem durchaus gelungenen Psychothriller zu sprechen, dem es nicht an Tempo, Abwechslung und Eigenständigkeit mangelt. Wenn man denn unbedingt etwas hart kritisieren möchte, sollte lediglich das sehr klischeehafte und unpassende Ende aufgeführt werden, das den zuvor fast perfekten Gesamteindruck leider markant schmälert. Jedoch bleibt RUNNING SCARED für Genrefans unverzichtbar und für Filmfreunde im Allgemeinen auf jeden Fall sehenswert.

Bild und Ton bewegen sich im Bereich der Oberklasse. Das Bonusmaterial fällt dagegen unterdurchschnittlich aus.






© DVD-Palace Home Entertainment




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