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 4408  Review zu: Ohne Limit 29.09.2011
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Ein Review von Carlito Brigante



Eddie Morras (Bradley Cooper) Leben verläuft nicht gerade auf der Erfolgsspur. Viel zu lange schreibt er schon an seinem ersten Roman und treibt sich in den Straßen und Bars von New York herum. Als ihn auch noch seine Freundin Lindy (Abbie Cornish) verlässt, fehlt ihm jede Motivation. Zufällig begegnet er eines Tages einem alten Freund (Johnny Whitworth), der ihm eine neue Designerdroge namens NZT anbietet. Und das Mittel wirkt tatsächlich Wunder: Innerhalb kürzester Zeit ist Eddie in der Lage, sämtliche Kapazitäten seines Gehirns zu nutzen. Seinen Roman bringt er in nur wenigen Stunden zu Ende. Plötzlich ist alles ganz leicht! Doch schon bald merkt Eddie, auf welch gefährliches Spiel er sich eingelassen hat ...

Cover Ohne Limit
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Im Handel ab:08.09.2011
Anbieter: Concorde Home Entertainment
Originaltitel:Limitless
Genre(s): Thriller
Regie:Neil Burger
Darsteller:Bradley Cooper, Robert De Niro, Abbie Cornish
FSK:16
Laufzeit:ca. 105 min
Audio:Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Bildformat:High Definition (2.35:1) - 1080p
Medien-Typ:1 x Blu-ray
Regionalcode:B
Verpackung:Blu-ray Case
Untertitel: Deutsch,
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Making Of
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Unrated Extendet Cut
  • Alternatives Ende
  • Featurette
  • Audiokommentar von Regisseur Neil Burger (Kinofassung und Unrated Extendet Cut)
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Der Film spielt nur so mit Stilmitteln, weshalb das Bild (2,40:1; 1080p) entsprechend bearbeitet wurde. Der Look ist in zwei Bereiche eingeteilt, der Protagonist in seiner Normalwelt ohne Drogen und dann mit bzw. auf Droge. Ohne sieht der Film rau und düster aus. Die Farben sind korrigiert worden und alles sieht kühl aus, mit einem blau-grau-grünen Stich. Auf Droge sieht die Welt hell und bunt aus. Die Farben sind sehr kräftig, sogar ein bisschen übertrieben und gehen ins Warme.

Es herrschen Orange oder Gelb vor. Ein weiteres Merkmal sind hier die hellblauen, geradezu leuchtenden Augen von Bradley Cooper. In diesen Szenen wurde auch der Kontrast gepusht, sprich steiler gewählt. Helle Flächen neigen hier kräftig zum Überstrahlen, was aber genauso gewollt ist. Der Schwarzwert ist satt. Die Schärfe ist in beiden Bereichen sehr gut, dennoch ist das Niveau nicht immer auf höchstem Level. Selbst Nahaufnahmen wirken oft einen Tick weicher als üblich. Möglicherweise hat man die Bilder auch hier ein wenig bearbeitet oder dies ist das Ergebnis der anderen Manipulationen. Es gibt ein leichtes Bildrauschen, welches besonders in den dunklen Szenen und Flächen deutlicher zu Tage tritt. Die Kompression arbeitet makellos und unauffällig. Das Bild hat also scheinbar kleine Schwächen, aber es dürfte genau den Vorstellungen der Filmemacher entsprechen.

Bewertung  9 von 10 Punkten




KINOFASSUNG:
Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1

EXTENDED CUT:
Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1

Es gibt für beide Fassungen optionale deutsche Untertitel.

Der Film ist zwar immer wieder recht ruhig und zurückhaltend, weil man sich auf Dialoge konzentriert, doch wenn die Action beginnt und/oder der Protagonist sich auf einem Trip befindet, dann kommt ein ausgeklügeltes Sounddesign zur Anwendung, welches großartig rüberkommt und viel Spaß macht. Der Mix aus Dialogen, Musik, Umgebungsgeräuschen und Soundeffekten ist fein ausbalanciert und wird durch kein Element dominiert. Der Ton weist viele direktionale Effekte auf, die ständig von allen Seiten auf den Hörer einprasseln. Musik, Straßenverkehr, U-Bahnen, Menschenmengen, alles ist differenziert und detailliert. Das Design spielt auch mit Echos oder isolierten Klängen, die verstärkt werden (aus der Sicht der Hauptfigur). Hier werden alle Boxen zu einem mehr als gelungenem Raumklang vereint. Der Sound ist ganz einfach voluminös, kräftig und wunderbar dynamisch.

Bewertung  9 von 10 Punkten




Bestes "Extra" ist natürlich die Anwesenheit des Unrated Extended Cut, der allerdings "nur" in Englisch mit optionalen deutschen Untertiteln vorhanden ist.

Darüber hinaus gibt es einen Audiokommentar von Regisseur Neil Burger, der aber für beide Filmfassungen abrufbar ist. In diesem AK schildert Burger wie er zum Projekt kam, seinen inszenatorischen Ansatz, die visuellen Effekte und einige Anekdoten von den Dreharbeiten.

Dazu existiert ein zu kurz geratenes Making of (ca. 11 min), das zwar einige Informationen über den Film und seine Entstehung enthält, aber schon aufgrund der nicht besonders langen Laufzeit zu wenig bieten hat. Weiterhin gibt es eine kurze Featurette: Ein Mann ohne Limit (ca. 4 min) mit diversen Interviews, ein Alternatives Ende (ca. 6 min, OmU) sowie zwei verschiedene Trailer, einer in Deutsch, der andere in Englisch.

Die Extras liegen alle, außer dem AK, in Englisch mit optionalen deutschen Untertiteln vor.

Bewertung  5 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  8 von 10 Punkten


PG13-Kinofassung: 105:02 Min
Unrated Extended Cut: 105:33 Min

LIMITLESS (Originaltitel; USA, 2011) von Regisseur Neil Burger (THE ILLUSIONIST, THE LUCKY ONES) basiert auf dem Roman "The Dark Fields" von Alan Glynn. In den Zeiten von endlosen Remakes, Sequels, Prequels und Comic-Adaptionen kann man generell über jeden Film froh sein, der mit einer originären Idee daherkommt und wenn dabei das Ergebnis auch noch ansprechend ausfällt, hat der Zuschauer auf ganzer Linie gewonnen.

Neil Burger gelang so ein Werk, auch wenn die Umsetzung vielleicht ein wenig oberflächlich geriet, da man sich mit bestimmten Fragen gar nicht auseinandersetzte. Aber es ging den Machern wohl mehr um einen rasant erzählten Paranoia-Thriller als um ein Drama über Drogenmissbrauch und dessen Folgen. Immerhin sind hier Drogen doch nicht so schlimm, wenn man damit umgehen kann.

Der Film erzählt davon, wie alle Beteiligten im Film die Drogen nur dazu gebrauchen, um Geld und Macht anzuhäufen. Es geht also wieder einzig um Sex und Materialismus, gewonnen aus Börsenspekulationen und Insidergeschäften. Moralische Bedenken gibt es hier nicht. Im Grunde ist auch die Hauptfigur ein zunächst wenig sympathischer Zeitgenosse, der ebenso narzisstisch wie egoistisch daherkommt. Seine späteren, angeblich lauteren Motive, er will die Welt durch seinen Einfluss zum Besseren verändern, werden aber nie wirklich erklärt und bleiben bis zum Schluss im Dunkeln. Die Elemente der Faust-Geschichte, also ein Deal mit dem "Teufel", bleiben im Ansatz stecken und sind nur ein Aufhänger für eine rasante Jagd durch die Stadt.

Der Zuschauer begleitet diese Figur (= Bradley Cooper) auf seinem rauschhaften Trip, der die kognitiven Fähigkeiten verbessert und den Nutzer zu einem geistigen Überflieger macht: eloquent, fantasievoll, kreativ, blitzschnell im Denken und mit einem grenzenlosen Gedächtnis ausgerüstet. Sein schneller Aufstieg macht ihn aber verdächtig, weckt Begehrlichkeiten und bringt letztendlich viel Ärger ein. Also muss ein Plan her, der ihm den Aufstieg sichert und die Verfolger abschüttelt.

Bradley Cooper (THE HANGOVER, THE A-TEAM, CASE 39) ist wie geschaffen für seine Hauptrolle, an der er viel Freude hat und sie mit Verve ausfüllt. Robert DeNiro (RONIN, MACHETE) oder Abbie Cornish (SUCKER PUNCH, ELIZABETH: THE GOLDEN AGE) in den Nebenrollen bleiben aber etwas unterfordert und kommen kaum zur Geltung. Das gilt erst recht für jene, die noch kleinere Rollen haben wie Anna Friel (PUSHING DAISIES, LAND OF THE LOST) oder Robert Burke (ROBOCOP 3, DUST DEVIL).

Die Filmemacher fanden für die Trips eine ebenso schlichte wie verblüffende (und noch nie zuvor gesehene) Bildsprache, die illustriert, wie sich das Gesichtsfeld erweitert, das Gehirn die Umgebung schneller erfasst und regelrecht scannt und wie man sich selbst erlebt, teilweise multipliziert und mehrfach am selben Ort. Auch die "Sprünge" und das rauschhafte Laufen durch die Stadt, verdeutlicht mit den Endlos-Zooms, sind faszinierend anzusehen. Die verwendeten visuellen Effekte wirken dabei nie aufgesetzt oder Over the Top, sondern immer im Dienst der Geschichte.

LIMITLESS bzw. OHNE LIMIT (dt. Titel) ist ein spannender, sehr kurzweiliger und visuell ausgeklügelter Film, der viel Spaß macht. Die Prämisse ist sehr gut und auch wenn der Film nicht alle Versprechen einlösen kann und am Ende ein klein wenig abfällt, unterhält er dabei aber so gut, dass man über einige Mängel hinwegsehen kann.






© DVD-Palace Home Entertainment




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