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 6057  Review zu: Nikita - Neuauflage 18.01.2006
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Ein Review von Dennis Meihöfer



Sie ist jung, rauschgiftsüchtig und am Ende jeder Hoffnung: Nikita. Ihre Verzweiflung und ihre Skrupellosigkeit macht sich der französische Geheimdienst zunutze. Nach einem Polizistenmord unterbreitet ihr der mehr als undurchsichtige Bob ein Angebot: statt Todesstrafe oder lebenslänglich eine neue Identität und ein Dasein als Undercover-Agentin mit Lizenz zum Töten. Nikita greift zu. Der Geheimdienst arbeitet gründlich und kennt kein Pardon. Nikita lernt töten ohne Frage nach dem Warum. Ihre Feuerprobe: ein Attentat in einem vollbesetzten Restaurant. Nikita besteht und geht ihren Weg in eine Welt bezahlter Mörder und Agenten, in eine Welt, in der ein Menschenleben nichts mehr gilt. Auch das ihre nicht. Da begegnet sie eines Tages dem jungen Marco. Ihre Liebe zu ihm scheint die einzige Rettung vor dem endgültigen Sturz in die Hoffnungslosigkeit . . .

Cover Nikita - Neuauflage
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Im Handel ab:22.11.2005
Anbieter: Kinowelt Home Entertainment
Originaltitel:Nikita
Genre(s): Thriller
Action
Drama
Regie:Luc Besson
Darsteller:Anne Parillaud, Marc Duret, Patrick Fontana, Alain Lathière, Laura Chéron, Jacques Boudet, Helene Aligier, Pierre-Alain de Garrigues, Patrick Pérez, Bruno Randon, Vincent Skimenti, Roland Blanche, Joseph Teruel, Jacques Disses, Stéphane Fey, Philippe Dehesdin, Michel Brunot, Rodolph Freytt, Pavel Slaby, Tchéky Karyo, Jean-Luc Caron, Rénos Mandis, Jean-Marc Merchet, Jeanne Moreau, Philippe Leroy, Patrick Serrière, Iska Khan, Heike Fisher, Patrick Buiquangda, Eddie Gaydu, Jose Steinmann, Philippe Hernando, Gérard Touratier, Jean Bedin, Edith Perret, Jean-Hugues Anglade, Jean-Pierre Pauty, Michel Campa, Murray Gronwall, Pierrick Charpentier, Rafael Sultan, Hubert Gillet, Fausto Costantino, Roberto Talanno, Pétronille Moss, Eric Prat, Mia Frye, Olivier Hémon, Philippe Du Janerand, Christian Gazio, Jérôme Chalou, Jean Reno, Jean-Claude Bolle-Reddat, Jean Bouise, Patrick Chauveau, Maurice Antoni, Mathieu Archer, Alexis Dupuy, Michèle Amiel, Guy Van Riet, Xavier Bonastre
FSK:16
Laufzeit:ca. 112 min
Audio:Deutsch: DTS 5.1
Deutsch: Dolby Digital 5.1
Französisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat:16:9 (2.35:1) anamorph
Medien-Typ:1 x DVD-5 und 1 x DVD-9
Regionalcode:2
Verpackung:Steelbook
Untertitel: Deutsch,
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Making Of
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Interviews
  • "The Sound of Nikita" Featurette
  • Programming Nikita
  • Easter Egg
  • Filmografien
  • Fotogalerie
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Die Neuauflage von NIKITA hat im Gegensatz zu vorherigen Veröffentlichungen erstmals das originale 2.35:1-Format (anamorph). Wie zu erwarten war, gibt sich die Bildqualität zwar verbessert, leidet aber weiterhin unter einigen Mängeln. So ist die Schärfe nicht immer gut und lässt besonders in der Tiefe Details vermissen, während hingegen Naheinstellungen sogar teils saubere Strukturen offenbaren. Leider wurde digital nachgeholfen, was sich durchgehend in starkem Edge Enhancement (Doppelkonturen) widerspiegelt. Als Negativ-Beispiel kann man dies unter anderem bei Timecode 40:00 an den Stangen hinter Nikitas Kopf erkennen. Dem hinzu gesellt sich noch ein Zeilenflimmern (89:01 - das Fenstergitter). Der Kontrast erreicht befriedigende Werte, hat jedoch Schwächen bei hellen Bildelementen wie Lampen oder roten Farben, welche immer wieder zum Überstrahlen neigen. Auch der Schwarzwert ist nicht durchgehend top und verschluckt mitunter Konturen. Die Farben sind stilistisch oft verfälscht, wirken ansonsten aber natürlich. Verunreinigungen lassen sich kaum ausmachen, während bei einer Bitrate von 6.18 Mb/sec. keine Artefakte oder ähnliche kompressionsbedingten Mängel auffallen. Ein Hintergrundrauschen ist in wechselhaft starker Intensität vorhanden, stört meistens jedoch nicht. Anscheinend wurde mittels Filter nachgeholfen, denn im Vergleich zur verrauschten kanadischen MGM-DVD lässt sich in puncto Schärfe kein Unterschied ausmachen. Eine Gegenüberstellung dieser beiden Disks offenbart jedoch, dass Kinowelt ein etwas anderes Master genommen hat, welches an allen Seiten einen größeren Bildausschnitt bietet. Bei den restlichen Werten zeigen sich allerdings kaum Unterschiede – inklusive des Edge Enhancement und Kantenflimmerns.

Bewertung  6 von 10 Punkten




Die beiden deutschen 5.1-Tonspuren sind leider nicht das Gelbe vom Ei. Die gesamte Soundkulisse stammt vom französischen Mix und nur der Centerkanal wurde mit einer deutschen Synchronspur belegt. Obwohl diese Idee im Grunde nicht schlecht ist, sieht das Ergebnis leider sehr ernüchternd aus. Der Center passt sich nicht harmonisch in die Klangkulisse ein, was gut bei Actioneinlagen zu hören ist und sich auch in einem wechselhaften Lautstärkepegel mit entsprechend teils schlechterer Sprachverständlichkeit widerspiegelt. Auch wurden bei diesem Verfahren anscheinend einige Töne vergessen. Dies ist beispielsweise gut zwischen Timecode 4:10 und 5:30 zu hören, wo die Schussgeräusche in keinem Vergleich zum Gesehenen stehen und dumpf, ja geradezu kraftlos klingen. Schlussendlich gibt es auch noch leichte Asynchronitäten. Zwar liegt diese im Bereich des Akzeptablen, fällt jedoch zwischen 24:40 und 25:10 sehr stark auf. Auf dem Center ist oft ein leichtes Hintergrundrauschen ausmachen, welches besonders in leiseren Szenen deutlich hörbar ist. Merkwürdigerweise ist dies bei der DTS-Spur dezenter, was auch gleichzeitig der einzige Unterschied zum Dolby-Pendant darstellt. Die bisher genannten Mängel reißen leider beide deutschen Tracks herunter, welche ansonsten ganz gut sind.

Der französische Dolby Digital 5.1-Track überzeugt vor allem durch eine schöne Wiedergabe des Scores, während dabei einige gelungene Effekte zu hören sind und der Bass in diversen Szenen gut angesteuert wird. Atemberaubend ist der Sound zwar zu keinem Zeitpunkt, dennoch ein zufriedenstellender Klang für einen Actionfilm von 1990! Der Center-Kanal ist diesmal nun fehlerfrei und passt sich harmonisch dem Geschehen an. Ein Hintergrundrauschen ist auch nicht mehr vorhanden, wohingegen die Tonspur allerdings ein wenig leiser abgemischt wurde, was jedoch nicht tragisch auffällt.

Dank des Originaltons reicht es zu sechs Punkten!

Bewertung  6 von 10 Punkten




Neben dem Hauptfilm befinden sich auf der ersten DVD nur noch acht Trailer, inklusive dem von NIKITA in Deutsch und Französisch. Sämtliche anderen Extras wurden auf die Bonus-Disk verlagert.

Fangen wir mit dem längsten Clip an. Das Making of (20:37) wurde einige Jahre nach der Produktion für den DVD-Release angefertigt. Dabei gibt es kaum Behind the Scenes-Material (höchstens in Form von Fotos), sondern durchgehend Interviews mit Beteiligten, wie unter anderem Luc Besson (Regisseur), Anne Parillaud, Jean Reno oder Marc Duret (jeweils Darsteller). Hierbei wird über allerlei Interessantes, wie beispielsweise die Situation oder den Grad an Realismus beim Dreh, das anders geplante Ende oder allgemein zum Film geredet. Sicher nicht der beste Beitrag dieser Art, aber auf jeden Fall sehenswert! Den zweitlängsten Part nimmt das Interview mit Luc Besson (19:10) ein. Lediglich durch Texttafeln mit der entsprechende Frage unterbrochen, bekommt der Regisseur genug Zeit, um einige Themen zum Film zu beleuchten, ohne dabei jedoch außergewöhnlich tiefgründige Hintergrundinformationen zu bieten. Dafür holt er oft zu weit aus und stellt teils komische Vergleiche an, welche jedoch zum Nachdenken anregen. In der Featurette The Sounds of Nikita (4:48) wird die Entstehung des Scores angesprochen. Zu mehr als einer oberflächlichen Erläuterung reicht es auf Grund der Laufzeit jedoch nicht. Unter Programming Nikita (1:40) gibt es noch drei langweilige und sehr kurze Clips zur Hauptdarstellerin. Abgerundet wird die Disk durch Filmografien, eine 25 Bilder umfassende Fotogalerie sowie fünf Werbetrailer. Für alle Extras sowie den Hauptfilm stehen optionale deutsche Untertitel zur Verfügung.

Hidden Feature: Vom Menüpunkt "Trailer" nach unten beziehungsweise von "The Sounds of Nikita - Featurette" nach oben drücken und den markierten Easter Egg-Schriftzug bestätigen. Es folgt ein 00:26 langer Clip über eine spezielle Kameratechnik von Besson.

Das Rezensionsexemplar liegt ohne Steelbook und Booklet vor, weshalb diese nicht in die Wertung einfließen.

Bewertung  5 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  6 von 10 Punkten


NIKITA zählt ohne Zweifel zu einem der besten Filme im Profikiller-Genre, dessen Messlatte Regisseur Luc Besson vier Jahre später mit LÉON - DER PROFI noch ein Stück höher legte. Gleich der Anfang bietet eine visuell tolle Szene, in der die Kamera langsam die Straße hochfährt und eine Gang beim Weg Richtung Apotheke verfolgt. Eiskalt zieht dabei einer der Gangster einen Toten/Verletzten hinter sich her. Nachdem Nikita (Anne Parillaud) während der anschließend folgenden Schießerei im Drogenrausch einen Polizisten erschießt, wird sie als Strafe zum Tode durch die Giftspritze verurteilt, welche sich jedoch nach Durchführung der Exekution als getürkt erwiesen hat. Frisch aufgewacht, bekommt Nikita auch gleich Besuch seitens der Regierung, welche sie als Killerin anheuert. Mehr oder weniger ohne freie Wahl, denn offiziell ist sie bereits für tot erklärt und beerdigt worden. Bis hierhin wird bei den meisten Zuschauern kaum Mitgefühl aufkommen - und dort setzt Besson an: Er zeigt den restlichen Film über, dass Nikita eine ganz normale Frau ist, welche nur nach Halt und Liebe sucht. Dies gelingt ihr auch mit einer späteren Beziehung zum Supermarktverkäufer Coyotte (Patrick Fontana), doch lässt sie die Regierung dank des Kontaktmannes Rico (Marc Duret) nicht ein normales, friedfertiges Leben führen und kommt ihr jedes Mal in die Quere. Man leidet förmlich mit und wünscht sich schlicht, dass sie endlich mal in Ruhe gelassen wird. Besson schafft es durch seine gute Regie, bei den Zuschauern das zuerst nicht vorhandene Mitgefühl aufkommen zu lassen. Dies zieht sich bis zum Ende hin, welches einen krönenden Abschluss bildet. Ein toller Film mit guten Darstellern und einer spannenden Geschichte.

Die Neuauflage von Kinowelt ist nicht schlecht, kann aber auch nicht zu übermäßigen Freudensprüngen hinreißen. Das Bild könnte besser sein und der deutsche Upmix enttäuscht. Bei den Extras wurde sämtliches Material der MGM-DVD lizenziert und zusätzlich noch ein gutes Interview auf die Disk gepackt. Wer bisher keine Veröffentlichung dieses Filmes hat, der sollte hier nun zuschlagen.






Und das meinen unsere Kollegen...

Fazit: 2,5/5
Kinowelt scheint ein echtes Problem mit der Endkontrolle zu haben. Bei "Saw" lag die deutsche Tonspur der Kinofassung nur in Mono vor (in 5.1 codiert!), bei "Scream" kommt es zu einer Wortwiederholung, bei "Terminator 2" fehlten Teile von Sätzen bei der deutschen Sprachfassung. Die Liste ließe sich bei Bedarf noch verlängern. Im Grunde müsste dies dem Label doch mittlerweile so peinlich sein, dass [...]
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