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 4316  Review zu: My Son, My Son, What Have Ye Done 15.02.2011
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Ein Review von Danny Walch



Detective Havenhurst wird mit seinem Team zu einem Einsatz in einen Vorort von San Diego gerufen. Der Fall scheint klar. Der Tatverdächtige Brad McCullum hat seine eigene Mutter mit dem Schwert erstochen und sich anschließend mit Geiseln im gegenüberliegenden Haus verschanzt. Auf der Suche nach einem Motiv dringt Havenhurst mithilfe McCullums Freundin Ingrid immer weiter in die Psyche des Killers ein. Was er entdeckt, ist ein Mensch, der von inneren Stimmen getrieben sein ganzes Leben lang am Rande des Wahnsinns balancierte.

Cover My Son, My Son, What Have Ye Done
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Im Handel ab:18.11.2010
Anbieter: Kinowelt Home Entertainment / Arthaus
Originaltitel:My Son, My Son, What Have Ye Done
Genre(s): Thriller
Regie:Werner Herzog
Darsteller:Michael Shannon, Chloe Sevigny, Willem Dafoe, Udo Kier
FSK:16
Laufzeit:ca. 91 min
Audio:Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Bildformat:High Definition (1.78:1) - 1080p
Medien-Typ:1 x Blu-ray
Regionalcode:B
Verpackung:Blu-ray Case
Untertitel: Deutsch,
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Audiokommentar
  • Featurette
  • Fotogalerie
  • Wendecover
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb


Technische Daten:

Codec: MPEG-4 AVC Video (High Profile 4.1)
Bitrate: 23932 kbps
Auflösung: 1080p / 23,976 fps / 16:9


Der Blu-ray Transfer von Kinowelt für MY SON, MY SON, WHAT HAVE YE DONE besitzt das originale Bildformat 1,78:1. Der Film wurde mit der digitalen Red One-Kamera in 4K-Auflösung gefilmt, was allerdings eher Budgetgründe hatte, da Werner Herzog nach den Aussagen im Audiokommentar nicht viel von diesen Geräten hält. Die Bildqualität lässt indes kaum Wünsche offen. Zwar besitzt das Bild den typischen, etwas glatten Look sowie die leichten Bewegungsunschärfen der Red One, doch wirkt das Bild angenehm knackig und detailliert in Totalen. Nachgeschärft wurde hier nicht. Naheinstellungen könnten allerdings mehr Feinheiten herausarbeiten. Rauschen gibt es nur ganz vereinzelt in etwas dunkleren Einstellungen und die Kompression kommt mit diesen Gegebenheiten hervorragend zurecht, da man keinerlei Artefaktbildung erkennen kann. Die Farben erscheinen frisch und natürlich, da man auf optische Spielereien sowie Verfremdungen verzichtet hat. Trotz eines verbesserungswürdigen Schwarzwertes kann man die Kontrastbalance als ausgewogen bezeichnen. Nur selten wirkt das Bild flach, sondern überwiegend plastisch und gut durchzeichnend. Zu guter Letzt befindet sich kein Schmutz auf dem digitalen Ausgangsmaterial.

Bewertung  8 von 10 Punkten




Verfügbare Tonspuren:

Englisch: DTS-HD Master Audio / 5.1 / 48 kHz / 3676 kbps / 24-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 24-bit)
Deutsch: DTS-HD Master Audio / 5.1 / 48 kHz / 3895 kbps / 24-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 24-bit)
Englisch: DTS-HD Master Audio / 2.0 / 48 kHz / 994 kbps / 16-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 768 kbps / 16-bit)
Kommentar: DTS-HD Master Audio / 2.0 / 48 kHz / 974 kbps / 16-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 768 kbps / 16-bit)
Deutsch: DTS-HD Master Audio / 2.0 / 48 kHz / 1601 kbps / 24-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 768 kbps / 24-bit)


In Sachen Sound werden Tonspuren DTS-HD Master Audio 5.1 oder 2.0 (Stereo) angeboten und zwar in den Sprachen Deutsch und Englisch, wobei die deutsche Synchronisation qualitativ sehr ansprechend erfolgte. Die englischen und deutschen Tracks unterscheiden sich von der Abmischung her nicht besonders, so dass man annehmen kann, dass wohl das gleiche Ausgangsmaterial verwendet wurde. Surroundeffekte sind genrebedingt eher rar, der Sound konzentriert sich auf die Front. Lediglich Umgebungsklänge oder Musik können gelegentlich Räumlichkeit schaffen, die Kanaltrennung auf der Front ist allerdings ziemlich gut gelungen. Tiefenbass wird ebenfalls eher dezent eingesetzt, am Limit arbeitet der Subwoofer entsprechend nie. Die Dialogwiedergabe ist in beiden Sprachfassungen einwandfrei und niemals steril. Am Klang gibt es ebenfalls nichts auszusetzen. Satt und klar kommen vor allem die Mitten daher. Höhen und Bässe sind etwas zurückhaltender, damit ein Sound erzielt wird, welcher recht nahe an der Realität angesiedelt ist.

Bewertung  7 von 10 Punkten




Untertitel gibt es in Deutsch. Übersetzt wurde ebenfalls der englischsprachige Audiokommentar von Regisseur Werner Herzog, Produzent Eric Bassett und Co-Autor Herb Golder, der mal wieder äußerst interessant anzuhören ist und teilweise auch Erstaunliches offenbart. So mag Herzog die momentan so beliebte RED ONE-Digitalkamera überhaupt nicht und begründet dies auch sehr sachlich. Er erklärt auch, wie man die Kamera umbauen musste, damit sie annehmbare Bilder schoss. Weiter geht es anschließend mit dem Trailer in Deutsch und Englisch (HD), gefolgt von einer halbstündigen Featurette (HD) über die Entstehung von MY SON, MY SON, WHAT HAVE YE DONE. Ausschnitte vom Set sowie erläuternde Interviews mit den Machern stehen hier auf dem Programm, welche noch dazu erfreulich wenig Eigenwerbung beinhalten, sondern interessante Anekdoten und Fakten vom Set vermitteln können.

Bewertung  3 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  7 von 10 Punkten


MY SON, MY SON, WHAT HAVE YE DONE ist ein Film des deutschen Regie-Veterans Werner Herzog, der vor allem für seine Werke mit dem kongenialen Klaus Kinski bekannt ist. Das Duo schuf legendäres deutsches Kino wie AGUIRRE - DER ZORN GOTTES oder NOSFERATU - PHANTOM DER NACHT. In den letzten Jahren lebte und arbeitete Herzog vermehrt in Los Angeles und schaffte es dort, in Hollywood ein Regie-Bein in die Tür zu bekommen. Christian Bale trieb er in RESCUE DAWN zu körperlichen Höchstleistungen und Nicholas Cage schickte er in BAD LIEUTENANT - PORT OF CALL NEW ORLEANS als korrupten Cop auf einen Trip der Gewalt und Korruption. Im vorliegenden Werk spielt Michael Shannon (UNDERWORLD) den gescheiterten Schauspieler Brad McCallum, der mit einem Schwert seine Mutter tötet. Anschließend verschanzt er sich in deren Haus und teilt der sich draußen versammelnden Polizei mit, dass er Geiseln genommen hat. Die ermittelnden Beamten Detective Hank Havenhurst (Willem Dafoe; DER BLUTIGE PFAD GOTTES) und Detective Vargas (Michael Pena; BABEL) nehmen die Nachbarschaft und Bekannten von Mutter und Sohn ins Verhör, um zu ermitteln, warum es zu der schrecklichen Familientragödie kam...

Der Film wird zum größten Teil in Rückblenden erzählt und offenbart dabei Motive der griechischen Tragödie "Orestes", aus der auch der Titel des Films stammt. Der offensichtlich psychisch kranke McCallum war Mitglied einer Schauspieltruppe, welche genau dieses Werk spielte. Dass niemand geringerer als David Lynch (MULHOLLAND DRIVE, TWIN PEAKS) als Produzent von MY SON, MY SON, WHAT HAVE YE DONE fungierte, merkt man bei der vielschichtigen Erzählweise in Rückblenden, dem elegischen Erzähltempo sowie den ausgefeilten Dialogen. Diese werden von erlesenen Charakterdarstellern gespielt unter denen sich neben genannten weitere klangvolle Namen wie Chloe Sevigny (KIDS), Udo Kier (BLADE) oder Brad Dourif befinden. Dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten eines Muttermordes von Mark Yavorsky im Jahr 1979 beruht, den die Macher über Jahre hinweg interviewten und studierten, macht die Sache umso brisanter, wenngleich sich die Filmemacher ein paar künstlerische Freiheiten erlaubt haben. So konnte Werner Herzog zum Beispiel aus politischen Gründen nicht in Pakistan drehen, sondern musste nach Peru ausweichen, an die Stätten in der Nähe von Macchu Picchu, wo er bereits AGUIRRE - DER ZORN GOTTES realisierte. Insgesamt ist MY SON, MY SON, WHAT HAVE YE DONE ein sehr spezielles Werk, das vor allem Fans von ruhigen, aber skurrilen Tragödien sowie Filmen mit interessanter Handlung ansprechen wird.

Die Blu-ray Disc von Kinowelt/Arthaus zeigt den Film in guter technischer Qualität und bietet nettes, interessantes Bonusmaterial, welches das Anschauen lohnt.






© DVD-Palace Home Entertainment




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