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 3665  Review zu: Mission: Impossible - Extreme Blu-ray Trilogy 19.12.2011
BMV-Medien

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Ein Review von Carlito Brigante



Mission: Impossible:
Als eine Liste mit den Codenamen verdeckter Top-Agenten zum Verkauf angeboten wird, soll ein Team von Spezialagenten den Verräter auf frischer Tat überführen. Tom Cruise spielt den Geheimagenten Ethan Hunt, der miterleben muss, wie seine Kollegen bei einem Einsatz zu Tode kommen. Bei einem Treffen mit seinem Kontaktmann der CIA erkennt Hunt, dass hinter der Mission ein perfides Doppelspiel steckt. Als Überlebendem wird ihm die Schuld am Tod seines Teams angehängt. Um seine Unschuld zu beweisen, muss Hunt den wahren Maulwurf finden. Ob auf der Flucht vor Killerkommandos der Regierung, beim Eindringen in den Hochsicherheitstrakt der CIA oder gar am Dach eines Hochgeschwindigkeitszuges festgeklammert, Hunt muss alles daransetzen, seinen Verfolgern stets einen Schritt voraus zu sein und der schrecklichen Wahrheit Schritt für Schritt näher zu kommen ...

Mission: Impossible 2:
Ethan Hunt (Tom Cruise) und seine schöne Partnerin Nyah Hall (Thandie Newton) sollen den Verräter Sean Ambrose (Dougray Scott) davon abhalten, eine neue Art des Terrors in einer ahnungslosen Welt freizusetzen. Auf einer Hetzjagd um die ganze Welt stehen sie vor der schweren Entscheidung zwischen Liebe und Pflichtgefühl, ihre Mission zu erfüllen.

Mission: Impossible III:
Tom Cruise ist Ethan Hunt in diesem atemberaubenden, spannungsgeladenen Action-Thriller-Feuerwerk von Regisseur J.J. Abrams (Lost, Alias). Seine Vorgesetzten (Laurence Fishburne und Billy Crudup) holen Ethan wieder zurück zum Dienst. Ethan muss sich seinem tödlichsten Feind stellen – einem sadistischen Waffenhändler namens Owen Davian (Oscar® -Gewinner Philip Seymour Hoffman*). Mit Unterstützung des IMF-Teams (Ving Rhames, Jonathan Rhys Meyers und Maggie Q) stürzt sich Ethan in spektakuläre Abenteuer – über Rom bis nach Shanghai. Ein Rennen gegen die Zeit beginnt, um die entführte Agentin (Keri Russell) zu befreien und um Davian zu stoppen. Dessen nächstes Ziel: Die Eliminierung von Ethans Frau Julia (Michelle Monaghan).

Cover Mission: Impossible - Extreme Blu-ray Trilogy
Cover vergrößern




Im Handel ab:01.12.2011
Anbieter: Paramount Home Entertainment
Originaltitel:Mission: Impossible / Mission: Impossible II / Mission: Impossible III
Genre(s): Action
Abenteuer
Regie:Brian De Palma, John Woo, Jeffrey Abrams
Darsteller:Tom Cruise, Jon Voight, Emmanuelle Béart, Henry Czerny, Jean Reno, Ving Rhames, Kristin Scott Thomas, Vanessa Redgrave, Dale Dye, Marcel Iures, Ion Caramitru, Ingeborga Dapkunaite, Valentina Yakunina, Marek Vasut, Nathan Osgood, John McLaughlin, Rolf Saxon, Karel Dobry, Andreas Wisniewski, David Shaeffer, Rudolf Pechan, Gaston Subert, Ricco Ross, Mark Houghton, Bob Friend, Annabel Mullion, Garrick Hagon, Jirina Trebická, Andrzej Borkowski, Maya Dokic, Sam Douglas, Oleg Fyodorov, Carmela Marner, Mimi Potworowska, David Schneider, Helen Lindsay, Pat Starr, Richard D. Sharp, Randall Paul, Sue Doucette, Graydon Gould, Tony Vogel, Michael Rogers, Laura Brook, Morgan Deare, David Phelan, Melissa Knatchbull, Keith Campbell, Emilio Estevez
FSK:16
Laufzeit:ca. 358 min
Audio:Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Französisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat:High Definition (2.35:1) - 1080p
Regionalcode:A/B/C
Verpackung:Blu-ray Case
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch,
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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MISSION: IMPOSSIBLE (1996)
Das Bild liegt in 2,35:1 (1080p) vor. Der Transfer ist augenscheinlich schon etwas älter und erfuhr keinerlei Restaurierung, so dass die Qualität ziemlich ernüchternd und sogar enttäuschend ausfällt. Die Schärfe ist nur mäßig. Es fehlt ständig an feinen Details, alles wirkt recht weich. Der Kontrast ist recht ausgewogen und zeigt eine gute Durchzeichnung. Der Schwarzwert ist satt. Die Farben sind annehmbar, könnten aber sicher noch kräftiger sein. Es gibt ein leichtes Bildrauschen, welches gar nicht so sehr stört und was dem Werk auch seinen filmischen Look verleiht. Dafür gibt es aber auch unzählige analoge Defekte in Form von Dropouts und kleineren Verschmutzungen. Auch die Kompression müsste besser ausfallen, da sie immer mal wieder durch Unruhen und leichte Blockbildung auf sich aufmerksam macht. Insgesamt lässt kann man also sagen, dass sich richtiges HD-Feeling nicht wirklich einstellen will.
6 von 10 Punkten


MISSION: IMPOSSIBLE II (2000)
Das Bild des zweiten Teils fällt zwar besser aus, als das des ersten, bleibt aber immer noch unter seinen Möglichkeiten. Das Bild (2,35:1; 1080p) weist eine bessere Schärfe auf, was den Film detailreicher aussehen lässt. Gerade Großaufnahmen geben nun viel mehr her. Der Kontrast ist ausbalanciert. Die Farben sind schön kräftig. Das Bild ist recht körnig und kommt so mit einem kräftigen Rauschen daher, welches in einigen Szenen wie ein leichter, trüber Schleier über dem Bild liegt. Auch die Kompression ist ein bisschen problematisch, da erneut vereinzelt Unruhen und Blockbildung auszumachen sind.
7 von 10 Punkten


MISSION: IMPOSSIBLE III (2006)
Auch der dritte Teil liegt im korrekten Format von 2,35:1 (1080p) vor. Und erneut gibt es eine Qualitätssteigerung beim Bild. Das ist aber auch keine große Kunst, immerhin ist dies der jüngste Streifen, so dass er am besten aussieht. Der ganze Look ist sehr stilisiert, weshalb es einige Besonderheiten gibt. Die Schärfe bewegt sich auf hohem Niveau und bietet ein detailreiches, knackiges Bild. Nur wenige Szenen scheinen etwas weicher auszufallen. Der Kontrast wurde ebenfalls bearbeitet und sorgt nun in einigen dunklen Szenen und Flächen für wenig Durchzeichnung. Ein paar Details werden da einfach verschluckt, aber das war nun mal beabsichtigt. Der Schwarzwert ist dabei satt. Die Farben wurden in der Post-Produktion korrigiert und sind nun sehr kräftig und gesättigt, zum Teil auch unnatürlich, aber dafür sehr stylisch ausgefallen. Das Bild ist frei von analogen Defekten und auch die Kompression arbeitet unauffällig. Es gibt ein Rauschen aufgrund des Korns, das mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt, dem Ganzen aber seinen Filmlook gibt und auch gewollt etwas rau wirkt. Die wenigen Szenen, die digital fotografiert wurden (Shanghai-Skyline, einige Plates für Effekszenen), stechen nur marginal hervor. Der Transfer dürfte also so ziemlich den Intentionen der Filmemacher entsprechen.
9 von 10 Punkten

Bewertung  7 von 10 Punkten




Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Französisch: Dolby Digital 5.1

Es gibt optionale deutsche, englische und diverse weitere Untertitel.


MISSION: IMPOSSIBLE
Nach dem mäßigen Bild nun ein weiterer Rückschlag: Die BD präsentiert alle Tonspuren nur in Dolby Digital 5.1! Das führt dazu, dass dem Sound von Anfang an die nötige Dynamik fehlt, um wirklich zu beeindrucken. Der ganze Film klingt nie so lebendig, wie er es eigentlich sollte. Die Explosionen (Autobombe, Aquarium) zeigen einen deutlichen Mangel an Volumen und Kraft. Zwar ist der Showdown mit dem Zug und dem Hubschrauber im Tunnel ganz gelungen, aber eine bessere Tonspur könnte hier noch deutlich mehr rausholen. Manche Szenen (z.B. Regen in London) klingen leider auch ein wenig zu frontlastig, da die Rears nicht laut genug beschallt werden. Die Dialoge sind stets sauber und klar vernehmbar.
6 von 10 Punkten


MISSION: IMPOSSIBLE II
Das gleiche Spiel von vorn: Erneut gibt es nur DD 5.1-Spuren. Die mögen zwar besser sein als noch beim ersten Teil, aber dennoch bleiben sie hinter ihren Möglichkeiten. Dynamik und Kraft sind durchaus vorhanden und es gibt auch viele direktionale Effekte, die eine angenehme Atmosphäre kreieren. Die Abmischung ist detailreich und auch in ruhigen Stellen subtil und ausbalanciert. Der Subwoofer ist aktiver als noch beim Vorgänger. Insgesamt sicherlich kein Flop, aber im Vergleich zu BD-DTS-Soundspuren anderer Action-Titel auch nur leicht besser als Mittelmaß.
7 von 10 Punkten


MISSION: IMPOSSIBLE III
Gerade der dritte Teil enttäuscht besonders, da er als jüngster auch nur in schnödem Dolby Digital 5.1 daherkommt! Sicher, der Sound ist mehr als solide und absolut brauchbar, aber mit einem DTS-HD MA-Ton kann er nicht mithalten. Der Film schreit geradezu nach einem unkomprimierten Ton, der einem die Gehörgänge freibläst. So bekommt man immerhin einen zufriedenstellenden Ton, dem aber die notwendige Kraft, das Volumen, die Dynamik und ein Stück weit Aggressivität abgeht. Für eine DVD wäre das sicher im Referenzbereich, aber bei einer Blu-ray darf man eigentlich mehr erwarten!

Die DD 5.1-Abmischung hält diverse direktionale Effekte parat, die den Zuschauer mitten in das Geschehen hinein versetzen. Egal ob Schießereien, Flugzeuge, Hubschrauber, Drohnen, Raketen oder einfach nur der Lärm des Windes von einer geöffneten Luke im Flugzeug, stets werden alle Lautsprecher vernehmlich eingesetzt und erzeugen eine beeindruckende räumliche Kulisse. Der Subwoofer ist immer kräftig dabei und rockt das Haus. Der Ton ist überaus detailreich und überzeugt auch in subtilen, kleinen Spielereien. Der Dialog ist dabei stets klar und verständlich und geht auch nie im Getöse der Action unter.
8 von 10 Punkten

Bewertung  7 von 10 Punkten




Das Bonusmaterial kennt man von den DVDs. Neues Material gibt es nicht. Bei Teil 3 hat man dazu die Bonusdisc mit dem Rest der Extras eingespart, so dass der Bonus hier ein wenig unterrepräsentiert ist. Die Extras liegen alle in Englisch mit diversen optionalen Untertiteln vor.

MISSION: IMPOSSIBLE

- Mission: Remarkable – 40 Years of Creating the Impossible (ca. 12 min, SD):
Eine etwas werbelastige und deshalb auch oberflächliche Featurette, die den Weg vom Fernsehen zur Kinoleinwand nachzeichnet. Die ersten drei Filme der Reihe werden dabei kurz vorgestellt. Dazu gibt es Interviews mit Tom Cruise, Produzentin Paul Wagner, anderen Schauspielern, Drehbuchautoren und den Regisseuren der ersten drei Filme.

- Mission: Explosive Exploits (ca. 5 min, SD):
Die Featurette berichtet davon, dass Cruise gerne seine Stunts selbst macht. Gezeigt werden die Dreharbeiten zum explodierenden Aquarium und zum stillen Einbruch bei der CIA. Ergänzt wird das Material durch diverse Statements der Beteiligten.

- Mission: Spies Among Us (ca. 9 min, SD):
Die Kurzdoku beleuchtet echte geheimdienstliche Aktivitäten aus der modernen Geschichte, enthält Interviews mit ehemaligen Agenten und weiteren Leuten aus der Branche.

- Mission: Catching the Train (ca. 3 min, SD):
Die etwas zu kurz geratene Featurette erklärt die Entstehung der Zug-Sequenz. Der Einblick fällt aber recht oberflächlich aus und bietet zu wenig Behind the Scenes-Material.

- Mission: International Spy Museum (ca. 7 min, SD):
Der Direktor des "International Spy Museum" in Washington, D.C. führt den Zuschauer durch sein Museum und zeigt einige seiner Exponate

- Mission: Agent Dossiers:
Texttafeln mit den Profilen der Agenten aus dem Film, ihrer Herkunft, ihrer Ausbildung und ihren Fähigkeiten.

- Excellence in Film: Cruise (ca. 9 min, SD):
Dies ist eine Montage fast aller Filme, in denen Cruise bis ca. 2005 mitgespielt hat. Der Clip entstand anlässlich der Verleihung des "Stanley Kubrick Britannia Award for Excellence in Film" 2005 während der BAFTA-Zeremonie.

- Generation: Cruise (ca. 4 min, SD):
Noch eine Montage, nun anlässlich des "MTV Generation Award", den Cruise als erster bei den MTV Movie Awards 2005 bekam.

- Bildergalerie

- Kino Teaser (HD)

- Kino Trailer (HD)

- TV Spots (Neun Stück, SD)



MISSION: IMPOSSIBLE II

- Audiokommentar von Regisseur John Woo:
Der AK fällt etwas trocken aus, da Woo nicht nur viele Pausen macht, sondern seine Anekdoten auch eher oberflächlich bleiben und recht unkritisch ausfallen.

- Behind the Mission: The Making of M: I-2 (ca. 15 min, SD):
Die Featurette erklärt den Ansatz eines neuen Teils des Franchise, wie man an die Sache heranging, die Wahl des Regisseurs, Besetzungsideen, verdeutlicht durch Interviews mit Cruise, Wagner, Woo, Drehbuchautor Robert Towne und einigen Schauspielern.

- Mission Incredible (ca. 5 min, SD):
Einblick in einige Actionszenen und wie sie realisiert wurden. Der Fokus liegt dabei wieder einmal auf Cruise und wie oft er seine Stunts selbst durchführt.

- Impossible Shots (ca. 34 min, SD):
Eine elfteilige Featurette-Sammlung über die Dreharbeiten der verschiedenen Actionszenen: u.a. Klettern, Auto-Verfolgungsjagd, Heli-Sprung, Motorradstunts, Hand-to-Hand-Fights, Messerkampf.

- Musikvideo: "I Disappear" – Metallica (ca. 5 min, SD)

- Alternative Titelsequenz (ca. 1 min, SD)

- Excellence in Film: Cruise (ca. 9 min, SD):
Wiederholung von Teil 1: Dies ist eine Montage fast aller Filme, in denen Cruise bis ca. 2005 mitgespielt hat. Der Clip entstand anlässlich der Verleihung des "Stanley Kubrick Britannia Award for Excellence in Film" 2005 während der BAFTA-Zeremonie.

- Generation: Cruise (ca. 4 min, SD):
Noch eine Wiederholung von Teil 1: Noch eine Montage, nun anlässlich des "MTV Generation Award", den Cruise als erster bei den MTV Movie Awards 2005 bekam.



MISSION: IMPOSSIBLE III

- Audiokommentar von Regisseur J.J. Abrams und Hauptdarsteller/Produzent Tom Cruise:
Beide ergehen sich ein bisschen zu sehr in Lobeshymnen und verbalem Schulterklopfen. Wirklich informative Details bekommt man nur vereinzelt.

Bewertung  6 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  7 von 10 Punkten


Die MISSION: IMPOSSIBLE - Blu-ray Extreme Box enthält die drei Filme:

MISSION: IMPOSSIBLE (R.: Brian De Palma, 1996, ca. 110 min)
MISSION: IMPOSSIBLE II (R.: John Woo, 2000, ca. 124 min)
MISSION: IMPOSSIBLE III (R.: J.J. Abrams, 2006, ca. 126 min)


MISSION: IMPOSSIBLE
1996 adaptierte Regisseur Brian De Palma die kultige TV-Serie MISSION: IMPOSSIBLE (Kobra, übernehmen sie; 1966 - 1973) für die große Leinwand und landete einen unglaublichen Hit (mit ca. 457 Millionen Dollar Einspiel weltweit). Ein Franchise war geboren, das fast ausschließlich von seinem Hauptdarsteller lebt. Tom Cruise produzierte den ersten Film, wie auch die Fortsetzungen, mit seiner eigenen Firma und für sich selbst, um an seine anderen Erfolge anschließen zu können.

Der erste Film folgt noch weitgehend dem Prinzip der Serie, die ein Team dabei zeigte, wie es mit Ideen und neuester Technik heikle Aufträge löste. Es gab zwar einen Aufstand bei Hardcore-Fans der Serie, als publik wurde, dass der eigentliche Chef der Gruppe Jim Phelps (im Film Jon Voight) einen Verräter spielt, aber das konnte dennoch den letztendlichen kommerziellen Erfolg nicht schmälern.

M: I lebt von De Palmas exzellenter visueller Erzählkraft, die all seine Filme auszeichnet, die er aber nun in einen Blockbuster packte. De Palma hat eine einzigartige Fähigkeit in einer Szene Spannung aufzubauen. Darin ist er unerreicht. Auch hier sieht man seine bekannten Stilmittel, die er schon in anderen Filmen einsetzte: Split-Optiken, mit denen Vordergrund und Hintergrund gleichermaßen durch Schärfe betont werden, oder eine besondere Art des Framings und wie er Objekte und Personen darin positioniert. Er ist auch ein Meister längerer Kamerafahrten und einer Inszenierung ohne unnötige Schnitte. So sind seine Einstellungen oftmals länger als anderswo und geraten so nicht in Gefahr in eine wirre Schnittorgie ohne Sinn und Verstand abzurutschen. Ebenso gibt es bei De Palma ausgewählte Zeitlupen ohne inflationär oder aufgesetzt zu sein. Ein wohltuender Unterschied zu anderen Filmemachern, die dieses Instrument nicht beherrschen und unnötig einsetzen (in der Regel zu oft und an der falschen Stelle). So hat der Film, obwohl ein großer Studiofilm und ein Star-Vehikel für Cruise, trotzdem eine persönliche Note des avantgardistischen Autoren-Film-Regisseurs, schließlich wurden ganze Szenen von ihm eigens erdacht und entworfen (z.B. der lautlose Einbruch in den Tresorraum bei der CIA, eine Hommage an den Film DU RIFIFI CHEZ LES HOMMES von Jules Dassin, 1955). So hat das Werk einen einzigartigen, stylischen Look und eine faszinierende Bildsprache, aber er ist auch komplexer als übliche Blockbuster, weshalb Zuschauer aufmerksamer als sonst der Sache folgen müssen. Sicher, der erste Teil ist kühl, analytisch und zum Teil düster, was aber angemessen ist für einen Agenten-Thriller über Verrat, Freundschaft, Loyalität und Misstrauen. Zudem ist die Hauptfigur Ethan Hunt (Cruise) hier noch kein Supermann, sondern ein cleverer, auf sich gestellter Agent, der Lösungen weniger mit Gewalt als durch Intelligenz herbeiführt. Er nimmt mal eine Waffe zur Hand, aber feuert im ganzen Film nie eine ab.

MISSION: IMPOSSIBLE enthält auch einen schönen Ensemble-Cast, von dem aber einige zu Beginn gleich mal getötet werden, um für immer zu verschwinden (Emilio Estevez, Kristin Scott Thomas). Andere großartige Schauspieler tauchen dafür auf: Ving Rhames, Jean Reno, Henry Czerny, Vanessa Redgrave, einige wenige sind die ganze Zeit über vertreten: Emmanuelle Béart oder Jon Voight. Sie alle heben den Film mit ihren Darstellungen auf ein höheres Niveau und verleihen ihm eine besondere Güte, die noch heute Früchte trägt und zum Widersehen einlädt.


MISSION: IMPOSSIBLE II
Die Idee von Tom Cruise war, dass jeder neue Teil von einem anderen Regisseur inszeniert werden sollte, um dem Franchise frisches Blut zuzuführen. Der erste, der ein Sequel machen sollte, war John Woo, der sich hier ein wenig austobte, aber dafür den ganzen Film fast zu einer One-Man-Show für Tom Cruise machte, was zu Kritik führte, aber das enorme Einspielergebnis auch nicht beeinflussen konnte, welches sogar noch über dem des Vorgängers lag (ca. 546 Millionen Dollar).

War der erste Film mehr ein ausgeklügelter Thriller der Film Noir-Elemente enthielt und im besten Sinne "Old-School" war, ging man von nun an einen anderen Weg und setzte mehr auf reine Action. Kein Wunder, dass da Woo auf dem Regiestuhl der richtige war. Wo man im ersten Teil noch leise, subtil und clever vorging, herrscht nun das ganze Gegenteil vor, in Form von Lautstärke, Protzerei und Krawall. Es hagelt im Minutentakt Schießereien, Verfolgungsjagden, Motorradstunts, Explosionen und Hand-to-Hand-Fights. Alles nach dem Prinzip größer, schneller, weiter, lauter, was leider aber dazu führt, dass alles auch austauschbarer und beliebiger wurde.

Woos Stil ist unübersehbar: es gibt zahllose Zeitlupen, tänzerische, geradezu Ballett-artige Inszenierungen bei Actionszenen und Stunts, überhöhte, beinahe opernhafte Sequenzen und jede Menge Over-the-Top-Action. Ethan Hunt ist nun gefährlicher, brutaler, risikofreudiger, aber Cleverness ist dafür abgemeldet.

"Style over Substance" gewinnt, Oberfläche ist hier alles. Die Aneinanderreihung von reinen Actionszenen, die zwar jede für sich oftmals nett anzusehen sind, aber wenig zur Story beitragen, sorgen dafür, dass die eigentliche Handlung nur ein dünnes, Alibi-artiges Gerüst ist, so dass der Verlauf schnell eintönig und fast langweilig wird, zumal echte Spannung nicht wirklich aufkommt. Die eigentliche Story hat man bei Hitchcock und seinem Film NOTORIOUS (Berüchtigt, 1946) so ziemlich 1:1geklaut und mit übertriebener Action, nahe der Lächerlichkeit, zugekleistert.

Beide Teile haben so scheinbar nicht viel gemein, bis auf den Titel und den Namen des Protagonisten, sonst herrscht ein völliger Wechsel an Schwerpunkten und Ausrichtung vor, was die zwei Filme beinahe disparat erscheinen lässt.


MISSION: IMPOSSIBLE III

Der dritte Teil blieb zwar seinerzeit hinter den kommerziellen Erwartungen zurück ("nur" ca. 397 Millionen Einspiel im Kino), überzeugte aber inhaltlich Fans wie Kritiker. Der Misserfolg dürfte eher an der damaligen mangelnden Popularität von Tom Cruise liegen, der unangenehm in den Medien auffiel (Sofa hüpfen), denn die Action von Regisseur J.J. Abrams (STAR TREK XI, SUPER 8) überzeugte.
Der Film selbst wirkte zwar wie eine überlange Folge ALIAS oder LOST, weil Abrams die selbe elliptische Erzählstruktur wie bei seinen TV-Serien benutzte, sprich Flash Forwards zu Beginn und Flashbacks mittendrin, aber die Balance von Action und Handlung ist hier besser gelungen als im zweiten Teil. Wieder etwas mehr Story, auch wenn erneut nicht so umfangreich und komplex wie bei Teil Eins, verbunden durch exzellent in Szene gesetzte Actionsequenzen, die zum Teil atemberaubend cool ausfielen (z.B. die Brücke).

Ethan Hunt sieht sich nun einer Mission ausgesetzt, die persönliche Motive trägt. Eigentlich vom aktiven Dienst zurückgetreten und nur noch Ausbilder, wird er in das Geschehen zurückkatapultiert, als einer seiner Schützlinge bei einem Auftrag entführt wird und Hunt zu einer Rettungsmission aufbricht. Die führt nicht zum gewünschten Ergebnis, setzt ihn aber auf die Spur eines neuen, noch gefährlicheren Gegners, der auch nicht davor zurückschreckt Hunts Ehefrau zu bedrohen und mit reinzuziehen.

Absoluter Höhepunkt des Filmes ist die Besetzung von Philip Seymour Hoffman als Gegenspieler, was ein Geniestreich ist. Hoffman liefert hier eine derartig gelungene Performance ab, dass es eine wahre Freude ist. Hier sitzt jeder Blick, jede Geste, jedes Wort. Er verkörpert kongenial eine kalte, niemals zu erschütternde, zielgerichtete Bosheit, der man die Gefährlichkeit in jeder Sekunde abnimmt. Das ist ein Hauptgewinn für die ganze Handlung drum herum. Laurence Fishburne, Ving Rhames, Maggie Q, Billy Crudup, Jonathan Rhys Myers, Michelle Monaghan u.a. machen ihre Sache zwar auch gut, wirken aber dennoch neben Hoffman ein klein wenig blasser (was aber auch keine wirkliche Schande ist).

M: I-3 bietet einen erneuten Wechsel in Stil, Ton und Ausrichtung. Persönliche Belange halten Einzug, sind aber nur ein Aufhänger für eine Nonstop-Achterbahnfahrt. J.J. Abrams macht praktisch alles richtig und führt nach der Enttäuschung des zweiten Teils das Franchise zu neuen Höhen. Ihm gelang ein packender, sehr dichter, spannender, hochdynamischer, teuflisch gut inszenierter Kracher, der viel Spaß macht - und das von der ersten Minute an!


Fazit:
Die Filme sind über alle Zweifel erhaben, aber die technische Präsentation fällt dahinter zurück und enttäuscht, erst Recht als Blu-ray-Veröffentlichung. Die Bildqualität hat zum Teil erhebliche Mängel und der Ton kommt bei allen drei Filmen nur in DVD-Qualität in Form von komprimierten Dolby Digital 5.1-Spuren daher. Man kann nur hoffen, dass Paramount (noch mal) nachlegt und spätestens mit der Heimkino-Auswertung des vierten Teils MISSION: IMPOSSIBLE - GHOST PROTOCOL (R.: Brad Bird, 2011) eine BD-würdige Qualität für die ersten drei Teile in der Box mit Teil Vier präsentiert. Das sind sie ihrem erfolgreichstem Franchise-Projekt und den Fans, die es dazu gemacht haben, schuldig.






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