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 12117  Review zu: Krieg der Welten - 2 Disc Special Edition 16.11.2005
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Ein Review von Michael Holland



In der aktuellen Neuauflage des Klassikers von H.G. Wells erzählt der Science-Fiction Thriller den außergewöhnlichen Kampf um das Überleben der Menschheit aus der Perspektive einer ganz normalen amerikanischen Familie unserer Tage. Auf der Flucht vor einer Armee außerirdischer Killer-Tripoden, die alles auslöschen, was sich ihnen in den Weg stellt, versucht Ray Ferrier (Tom Cruise) verzweifelt, seine Familie zu retten.

Cover Krieg der Welten - 2 Disc Special Edition
Cover vergrößern




Im Handel ab:15.11.2005
Anbieter: Paramount Home Entertainment
Originaltitel:The War of the Worlds
Genre(s): Science Fiction
Regie:Steven Spielberg
Darsteller:Tom Cruise, Dakota Fanning, Tim Robbins, Miranda Otto, David Alan Basche, James DuMont, Yul Vazquez, Daniel Franzese, Michalina Almindo, Gerald Blakey, Justin Chatwin, Ambi Daniel, Miguel Antonio Ferrer, Stephen Gevedon, Rick Gonzalez, Tommy Guiffre, David Harbour, Amy Hohn, Elizabeth Jayne Hong, John Thompson Hopkins, Priscilla Hopkins, Johnny Kastl, George Katt, January LaVoy, Riley G. Matthews Jr., Mariann Mayberry, Kirsten Nelson, Dempsey Pappion, Rick Pisarro, Sharrieff Pugh, Ann Robinson, Camillia Sanes, Rafael Sardina, John Scurti, Columbus Short, Ty Keegan Simpkins, Channing Tatum, Lenny Venito, Travis Aaron Wade, Michael Waldron, Lisa Ann Walter, Christopher Evan Welch, Julie White, Christopher Anderson, Rose Pasquale
FSK:12
Laufzeit:ca. 112 min
Audio:Deutsch: DTS 5.1
Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Türkisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat:16:9 (1.85:1) anamorph
Medien-Typ:2 x DVD-9
Regionalcode:2
Verpackung:Doppel Amaray Case im Schuber
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch,
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Neuerschaffung der Invasion
  • Das Vermächtnis von H.G. Wells
  • Steven Spielberg und der ursprüngliche KRIEG DER WELTEN
  • Charaktere: Die Familie
  • Die Visualisierung
  • Produktionstagebücher: Ostküste (Preproduction und Außenaufnahmen)
  • Produktionstagebücher: Westküste (Studioshootings und Optik/Spezialeffekte)
  • Design des Feindes: Tripoden und Aliens
  • Die Filmmusik von KRIEG DER WELTEN
  • "We are not alone"
Zusatzinfos:
  • offizielle Filmseite: www.kriegderwelten-film.de

    Infos zum Film bei der OFDb
    Infos zum Film bei der IMDb
  • buch.de - einfach schnell


    Ein kleiner Prolog scheint angebracht. Grundsätzlich haben wir ja nichts dagegen, dass viele Regisseure glauben, ihre jeweilige Vision nur unter Einsatz diverser Stilmittel adäquat umsetzen zu können. Im Gegenteil - dies wird im Sinne einer fairen technischen Bewertung berücksichtigt, so gut es eben geht. Aber selbst der wohlwollendste Rezensent stößt an seine Grenzen, wenn das daraus resultierende DVD-Bild aussieht, als wäre es durch den Fleischwolf gedreht worden...

    Was im vorliegenden Fall bedeutet: Nichts gegen Spielbergs Hang zur tristen Optik, zumal sie dem Geschehen ja schon einen ansatzweise realistisch-dokumentarischen Look verleiht. Allerdings ist es beim KRIEG DER WELTEN nie ganz klar, wo gewollter Filmgrain aufhört und störendes Rauschen anfängt. Alles grieselt - inklusive stehender Muster - häufig dermaßen fröhlich vor sich hin, dass Feinheiten gar keine Chance haben, ordentlich abgebildet zu werden. Unterstützend zeigt die Schärfe Schwächen und bewegt sich bloß auf angenehmem Niveau. Neben unzureichender Detailzeichnung stellen gerade die oft verschwimmenden Kanten keinesfalls zufrieden und wirken manchmal sogar bewusst weichgezeichnet (was erneut die Frage aufwirft, inwiefern dies beabsichtigt war). Auch Aufnahmen im extrem gleißenden Licht sind per se eine schicke Sache - würden nicht einzelne Passagen derart überstrahlen, dass beispielsweise Gesichter zu matschigen Ovalen ohne Konturen mutieren. Harte Kontraste verstärken in Verbindung mit den hier gewählten kalten, bleichen (aber überzeugenden) Farben sicherlich die intendierte Atmosphäre. Steiles Verhalten muss dennoch nicht sein, zumal dadurch auf dunklen Flächen weitere Einzelheiten verloren gehen. Dafür überzeugt diesbezüglich ein generell recht satter Schwarzwert, dieser tendiert auf Grund der erwähnten Verfremdungen allerdings nicht selten zu leicht grau-bläulichen Ausprägungen.

    Trotz des oben erwähnten Rauschverhaltens gelingt es der Kompression darüber hinaus, vor allem bei nebligen Szenen auf sich aufmerksam zu machen. Wer genauer hinschaut, wird außerdem wahlweise Doppelkonturen oder dezentes Aliasing wahrnehmen. Eine reine Videobitrate von 5,85 Mbps reicht eben für hektische, aufwändige Filme à la KRIEG DER WELTEN nicht wirklich aus.

    Letztlich erhält das Bild noch sieben Punkte - allerdings nur mit Stilmittel-Bonus und deutlicher Tendenz nach unten.

    Bewertung  7 von 10 Punkten




    Wie auch das Bild, sollte man den Ton am besten selbst erleben - allerdings aus vollkommen anderen Gründen. Grundsätzlich unterscheiden sich alle drei Dolby Digital 5.1-Spuren (Deutsch, Englisch, Türkisch) nur bezüglich der Sprache. Ansonsten fahren sie akustische Geschütze auf, welche ihresgleichen suchen. Schon zu Beginn stellt man fest, dass sich ein Score selten zuvor derart differenziert, nuanciert und mit winzigen Details versehen auf sämtlichen Lautsprechern ausgebreitet hat. Dessen nicht genug, überzeugt die Umgebungsambienz ebenfalls auf voller Linie. Egal, ob nur eine Möwe kurz schreit oder sich irgendwo im Hintergrund eine Tür schließt - alles wirkt stets realistisch, lebendig und kann perfekt im Hörraum geortet werden.

    Mit Eintreffen der Tripoden nehmen darüber hinaus die sowieso schon knackigen Bässe ein Ausmaß an, welches den Nachbarn zeigt, was Surroundanlagen leisten können. Hinzu gesellt sich ein nahezu permanent niedergehendes Effektgewitter; allein schon die seltsamen, nie wirklich fassbar über dem Geschehen schwebenden Geräusche der Invasoren sorgen bei sensiblen Gemütern für Gänsehaut. Eine hervorragende Dynamik ist da natürlich Ehrensache und macht den positiven Eindruck perfekt. Der deutsche DTS-Track legt zwar sogar einen weiteren Tick zu, indem er nicht nur etwas lauter abgemischt ist, sondern auch minimal klarer und besser aufgelöst wirkt. Dennoch hätte man angesichts des sowieso grandiosen 5.1-Pendants darauf verzichten und den gewonnenen Platz ins Bild stecken können...

    Abschließend noch ein paar Worte zur Sprachwiedergabe: Obwohl sämtliche Dialoge wunderbar dem Geschehen angepasst wurden und stets problemlos verständlich bleiben, neigen Stimmen im englischen Original manchmal leicht zum Zischeln. Trotzdem haben wir es im Fazit mit einem absoluten Referenz-Sound zu tun, dessen verdiente Würdigung natürlich unser Award darstellt.

    Bewertung  10 von 10 Punkten




    Abgesehen von einer hübsch animierten und soundunterlegten Einführung in die nahezu starre Hauptauswahl nebst entsprechenden Übergängen herrscht in Sachen Extras auf der Film-DVD gähnende Leere. Dafür bietet sie die Bonusdisk (adäquate Menügestaltung) in Hülle und Fülle, beginnend mit...

  • "Neuerschaffung der Invasion" (7:40). Von ein paar putzigen Szenen aus der 1953 entstandenen KRIEG DER WELTEN-Verfilmung eingeleitet, spricht hier Steven Spielberg über Einflüsse auf sein Werk, so zum Beispiel den 11. September und damit verbundene Ängste. Unter anderem kommt auch Tom Cruise zu Wort, um vermeintlich Spektakuläres zu verraten ("Ich mag Arbeiterfiguren")... Pathetisch.

  • Wesentlich ergiebiger, aber ziemlich kurz wird dann "Das Vermächtnis von H.G. Wells" (6:36) betrachtet. Erinnerungen seiner (Ur-)Enkel porträtieren den genialen Autor als Autodidakten mit visionären Vorstellungen und klaren Zielen. Nostalgisch.

  • "Steven Spielberg und der ursprüngliche KRIEG DER WELTEN" (8:01) stehen im Fokus des nächsten Features. Es widmet sich zwei Darstellern, welche im Original von 1953 Hauptrollen spielten, hier nun Cameos übernahmen und dafür - wie auch der Klassiker an sich - eine sicher verdiente, jedoch recht beweihräuchernde Würdigung erfahren. Nett.

  • Jetzt steht "Charaktere: Die Familie" (13:22) auf dem Plan. Wie der Titel schon verrät, dreht sich alles um unsere Protagonisten, ihre Intentionen, Charaktere und Entwicklungen. Stellenweise durchaus interessant, artet dieses Extra genauso oft lediglich in "Alles war perfekt, jeder Mitwirkende ist unglaublich talentiert, eine bessere Zeit hatte ich noch nie"-Gesülze aus. Fragwürdig.

  • Einen Bericht zum Einsatz animierter Storyboards bietet nachfolgend "Die Visualisierung" (7:43). Sehenswert.

  • Vier Produktionstagebücher geben auf der nächsten Menütafel Aufschluss über bestimmte wichtige Eckdaten der Produktion und bilden das Herzstück dieser Ausstattung. Nach Abzug sämtlicher gegenseitiger Belobigungen sowie sonstiger hohler Sprechblasen bleiben informative Studien der Preproduction ("Ostküste - Der Anfang" [22:31]), Außenaufnahmen ("Ostküste - Exil" [19:40]), Studio-Shootings ("Westküste - Zerstörung" [27:30]) und Optik/Spezialeffekte ("Westküste - Krieg" [22:21]). Spannend.

  • Weil es immer wichtig ist, seinen Gegner zu kennen, wird dann das "Design des Feindes: Tripoden und Aliens" (14:08) näher untersucht. Welche Evolution haben die Außerirdischen von 1953 bis heute vollzogen? Wer zeichnet für ihre Entstehung verantwortlich? Was muss man sonst wissen? Diese und einige andere Fragen werden hier beantwortet. Empfehlenswert.

  • "Die Filmmusik von KRIEG DER WELTEN" (11:58) gehört natürlich ebenfalls einer Analyse unterzogen, weswegen wir Komponist John Williams bei der Arbeit über die Schulter schauen dürfen. Wohlklingend.

  • Zum guten Schluss orakelt Spielberg noch "'We are not alone'" (3:16) und badet ein bisschen im Kitsch, während ihm Tom Cruise erneut seine ewige Zuneigung versichert. Überflüssig.

    Alle Boni können optional in Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Holländisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch oder Spanisch untertitelt werden; der Hauptfilm beschränkt sich dagegen auf die drei zuerst genannten Sprachen.

    Quantitativ bleiben zweifellos keinerlei Wünsche offen; qualitativ sind einige Features aber schlicht verzichtbar beziehungsweise mit Phrasen zugemüllt. Deshalb vergeben wir "bloß" gute acht Punkte.

    Bewertung  8 von 10 Punkten





    Technisches Fazit:  Bewertung  8 von 10 Punkten


    Steven Spielberg, quasi eine irdische Anlaufstelle für Aliens aller Art (siehe E.T., UNHEIMLICHE BEGEGNUNG DER DRITTEN ART oder, mit deutlichen Abstrichen, A.I. - KÜNSTLICHE INTELLIGENZ) widmet sich mal wieder seinen Lieblingen. Das ist schön, sollte man meinen. Allerdings währt die Freude bei einem Blick hinter die pompösen Kulissen nicht gerade lange...

    Wie sehr viele US-Filme vor Pathos strotzen, ist bekannt und eigentlich eher amüsant. Was aber Spielberg hier abliefert, will so offensichtlich ein politisches Statement sein, dass es schmerzt. Natürlich möchte niemand etwas gegen Hintersinn im Popcorn-Kino sagen. Darüber hinaus eignet sich gerade das Science Fiction-Genre hervorragend dazu, Kommentare zur aktuellen Lage abzugeben (nach dem Motto: Wohin geht die Menschheit? Was erwartet sie potenziell?). Aber unser Steven, im Herzen wahrscheinlich der amerikanischste aller Filmemacher, hat sich für diese Möglichkeit nicht bloß erwärmt - er steht praktisch in Flammen. Es genügt, diesbezüglich einen kurzen Interviewfetzen zu zitieren: "Er (= KRIEG DER WELTEN - d.V.) spiegelt viele unserer Ängste nach dem 11. September wieder, aber auch einen anderen Impuls, der uns als Menschen ausmacht, denn wir rücken zusammen und helfen uns gegenseitig zu überleben. Besonders, wenn wir einen gemeinsamen Feind haben. (Hervorhebung durch d.V.)" Aha... Ohne die Opfer von 9/11 zu vergessen oder das grausame Geschehen herabwürdigen zu wollen, fungieren die Aliens hier offensichtlich als metaphorische Terroristen, denen sich ein Einzelkämpfer in Durchhalte-Manier entgegenstellt, um der furchtsamen Volksseele Balsam zu spenden. Ergo wird tatsächlich der patriotische Holzhammer geschwungen, bis auch noch der allerletzte Eindringling im Staub amerikanischer Großstädte liegt. Gute Güte - es gibt gewisse geschmackliche Grenzen... Wie hätte KRIEG DER WELTEN wohl ausgesehen, existierte da nicht eine klassische Vorlage, an die man sich wenigstens rudimentär halten musste, obgleich hier eben leider keine Armee die endgültige Rettung bringt?! Vielleicht so: Der Präsident tritt schließlich dem außerirdischen Pack gegenüber, schwenkt wild die US-Flagge und brüllt Parolen. Daraufhin erkennen die Invasoren, was für einen dummen Fehler sie begangen haben, fallen um Gnade winselnd auf ihre (sofern vorhanden) Knie, kapitulieren geschlossen und werden nach einer umfassenden Resozialisierung zu braven, fröhlichen, fleißigen US-Bürgern... Ja, das hätte den Steven sicher gefreut!

    Von all dem mal weg, ist es per se spannender, wie Spielberg und Koepp (Autor) ihre Protagonisten, also eine durchschnittliche (?) Familie, darstellen. Die Ehefrau lebt getrennt vom Mann, dem sie einst ewige Liebe schwor, beschlagnahmte aber scheinbar sicherheitshalber den Wagen. Böses Weib! Den verlassenen Gatten nahm dieser Verlust (vermutlich primär des Autos) furchtbar mit, weswegen er vor allem psychisch völlig verlodderte. Armer schwarzer Kater! Nun braucht der gemeinsame, aufmüpfige Nachwuchs, welcher Daddy schon lange nicht mehr als Respektsperson ansieht, plötzlich dringend einen Helden - dreimal darf geraten werden, wer angesichts dieser Aufgabe "Hier!" schreit... Na? Richtig! Unser Sensibelchen wächst natürlich über sich hinaus! Oh Gott. Haben Drehbuch und Regie schon mal was davon gehört, dass man Charaktere nicht unbedingt nach Schnittmusterbogen 08/15 basteln muss?! Scheinbar passierte beim Schreiben des Drehbuches jede potenzielle Emotion beziehungsweise Figur den Mainstream-Check und erhielt erst dann ihre Freigabe, wenn sie wirklich absolut massentauglich und billig war - bloß keine Risiken à la Provokation oder Doppelbödigkeit eingehen!

    Noch schlimmer wird's, schaut man sich das Cast an. Oh-oh... Diesbezüglich verlangt Spielberg der Vorstellungskraft einiges, eigentlich sogar das Unmögliche ab. Wir glauben ja gern daran, dass irgendwo dort draußen ebenso intelligentes wie bösartiges Leben nur auf die Chance wartet, den guten alten Planeten Erde zu unterjochen. Aber Tom Cruise, unsere weder jemals durch sonderlich kluge Gedanken noch übermäßiges Talent auffällig gewordene Zahnweiß-Reklame in Menschengestalt (also quasi so etwas wie die amerikanische Jenny Elvers-Elbertzhagen), als abgewrackter, mit seinen Kindern hadernder Vater?! Bei aller Imagination: Hier versagt selbst die blühendste Phantasie. Zumal Mister Cruise angesichts langjähriger Scientology-Erfahrung viel eher als Alien-Boss prädestiniert war.

    Na ja, man muss diesen Besetzungs-"Coup" eben hinnehmen, zumal ein wie immer souveräner Tim Robbins dafür entschädigt. Auch DER HERR DER RINGE-Amazone Miranda Otto macht das Beste aus ihrer faden Minirolle. Interessant allerdings wiederum Dakota Fanning, das kleine Mädchen, welches bereits Kollegen wie Michelle Pfeiffer (ICH BIN SAM), Denzel Washington (MAN ON FIRE) oder Robert De Niro (HIDE AND SEEK - Fannings Blick kurz vor Elisabeth Shues Sterbeszene vergisst man nie wieder) gnadenlos an die Wand spielte. Was tut Spielberg folgerichtig? Gibt er dem einmaligen Naturtalent Raum zur Entfaltung? Nein. Bei ihm mutiert Fanning zum Prototypen eines erst nervtötend altklugen, später dann kreischenden und quengelnden Filmbalgs, welches man am liebsten den Tripoden zum sofortigen Fraß vorwerfen würde. Für diese fragwürdige Meisterleistung gibt's ein dickes Bienchen, Mister Spielberg...

    Über tiefe Logik-Löcher beziehungsweise das schlicht hingeklatschte Ende haben andere Publikationen bereits ausführlich berichtet. Deshalb sparen wir uns entsprechende Anmerkungen und gelangen zum Fazit. Nämlich: Anno 1953 hatte KRIEG DER WELTEN mit seinen hemmungslos überagierenden Darstellern, drolligen Puppen sowie aus heutiger Sicht zum Grölen komischen Spezialeffekten umwerfenden Charme. Spielbergs technisch ohne Zweifel perfekte, visuell überwältigende Neuinterpretation ist dagegen so glatt und kalt wie ein toter Fisch. Viel schlimmer: Phasenweise durchaus sehr unterhaltsam, hält das Konglomerat aus Bombast und Kalkül seine knappen zwei Stunden Laufzeit insgesamt einfach nicht durch - es langweilt zu oft. Weswegen der Rezensent voller Erleichterung hier endet und sich das klebrig-patriotische Pathos aus den Gehörgängen spült. Dagegen hilft nämlich nicht mal der Referenz-Sound dieser DVD, welche darüber hinaus mit sinnigen Extras punktet, beim Bild allerdings ziemlich einbricht.

    Subjektive Filmwertung: 3 von 10 Attacken aus dem All




    BIG SOUND AWARD


    Und das meinen unsere Kollegen...

    Fazit: 4/5
    "Krieg der Welten" ist ein gelungener Popcorn-Streifen vom Meister Steven Spielberg. Ob er allerdings für mehr reicht, ist fraglich, denn die Story ist sehr minimalistisch ausgelegt und beschränkt sich auf die Ferrier-Familie und die Flucht vor den Aliens. Einen richtigen Höhepunkt gibt es eigentlich nicht, sodass das Ende dann auch recht plötzlich da ist und man sich fragt "Das war´s?". Nichtsde [...]
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