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 10277  Review zu: Königreich der Himmel - Deluxe Edition 09.12.2005
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Ein Review von Michael Holland



Eine Geschichte über Mut, Leidenschaft und Abenteuer: Balian (Orlando Bloom), ein einfacher französischer Schmied, verliert seine Frau und sein zu Hause. Er begibt sich auf die Reise ins Heilige Land, dort will er nicht nur seinen eigenen Frieden finden, sondern auch in den Fußstapfen seines Vaters (Liam Neeson) dessen Lebenswerk, die Verständigung zwischen den Religionen, während der Kreuzzüge weiterführen. Als Fremder in einem fremden Land tritt er neben dem königstreuen Ritter Tiberias (Jeremy Irons) für Gerechtigkeit ein, findet in der Prinzessin Sybilla (Eva Green) eine neue große Liebe und kämpft schließlich selbst als Ritter eine entscheidende Schlacht um Jerusalem. Um sein Volk zu retten und die Idee des friedlichen Miteinanders der Religionen aufrecht zu erhalten, entschließt sich Balian zu einem gewagten Schritt ...

Cover Königreich der Himmel - Deluxe Edition
Cover vergrößern




Im Handel ab:24.11.2005
Anbieter: 20th Century Fox Home Entertainment
Originaltitel:Kingdom of Heaven
Genre(s): Action
Drama
Historienfilm
Regie:Ridley Scott
Darsteller:Martin Hancock, Michael Sheen, Nathalie Cox, Eriq Ebouaney, Jouko Ahola, David Thewlis, Liam Neeson, Philip Glenister, Orlando Bloom, Bronson Webb, Kevin McKidd, Nikolaj Coster-Waldau, Steven Robertson, Marton Csokas, Alexander Siddig, Velibor Topic, Michael Shaeffer, Eva Green, Brendan Gleeson, Nasser Memarzia, Jeremy Irons, Jon Finch, Edward Norton, Lotfi Yahya Jedidi, Samira Draa, Ulrich Thomsen, Matthew Rutherford, Michael Fitzgerald, Ghassan Massoud, Khaled El Nabaoui, Karim Salah, Shane Attwooll, Giannina Facio, Emilio Doorgasingh, Peter Cant, Angus Wright, Iain Glen
FSK:12
Laufzeit:ca. 139 min
Audio:Deutsch: DTS 5.1
Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat:16:9 (2.35:1) anamorph
Medien-Typ:2 x DVD-9
Regionalcode:2
Verpackung:Doppel Amaray Case
Untertitel: Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte, Deutsch, Englisch, Türkisch,
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Trailer von anderen Filmen
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Anti-Piraterie-Trailer auf der DVD vorhanden
  • Fact Track: “The Pilgrims Guide”
  • TITANIC Trailer zur Special-Edition 4-Disc-Version
  • Interactive Production Grid: Making-Of in 9 Kurz-Featurettes zu Pre-Production sowie Production und Post-Production mit Regisseur/Schauspielern und Crew als interaktive Navigation (83 Minuten)
  • A&E Movie Reel (45 Minuten)
  • Geschichte und Hollywood (43 Minuten)
  • vier Internet-Featurettes
Zusatzinfos:
  • Königreich der Himmel

    Infos zum Film bei der OFDb
    Infos zum Film bei der IMDb
  • buch.de - einfach schnell


    Die Güte des Bildes zeigt sich schon zu Beginn in der Schmiede: Hier existiert beispielsweise rotglühendes Eisen friedlich neben einem kalt-blauen Amboss, ohne dass darunter die Natürlichkeit oder Kraft beider Färbungen leiden würde. Dies ändert sich auch im weiteren Verlauf nicht - es gelingt KÖNIGREICH DER HIMMEL trotz häufiger visueller Kühle geradezu perfekt, sogar nur leicht differierende Töne grandios abzubilden. Wie man von Regisseur Scott fast erwarten durfte, wird darüber hinaus ein meist harter Kontrast geboten. Ungeachtet dessen, dass dadurch alles selten etwas zu dunkel wirkt, verzeichnet er gleichermaßen brillante Ergebnisse - selbst in der oft vorhandenen Dämmerung sind Einzelheiten noch ohne Probleme sichtbar, (fast) nichts wird verschluckt.

    Unterstützend dürfen wir uns an einer Schärfe erfreuen, welche meist auf hohem Niveau angesiedelt ist. Ab und zu geht sie allerdings schon leicht in die Knie; dann mangelt es gerade tieferen Bildbereichen an Details. Einen echten Grund zur Kritik stellt dieser kleine Makel aber nicht dar. Gleiches gilt für hin und wieder auf einheitlichen Flächen sichtbares (Block-)Rauschen, das jedoch stets dezent genug bleibt, um keinesfalls wirklich zu stören. Wer unbedingt mit der Lupe suchen möchte, kann zudem ein paar Artefakte ausmachen (beispielsweise kaum zu sehende Doppelkonturen an Liam Neesons Mantel). Diesbezüglich ernsthaft von einem Fehler zu sprechen, wäre jedoch erneut schlicht albern. Auch der generell zwar beeindruckend satte, auf Grund stilistischer Verfremdungen teilweise indes nicht völlig überzeugende Schwarzwert schmälert das Sehvergnügen nur unwesentlich.

    Letzten Endes summieren sich zwar alle diese kleinen Nachteile und führen somit zur Abwertung. Sehr gute acht Punkte sind aber trotzdem zweifellos gerechtfertigt.

    Bewertung  8 von 10 Punkten




    Ganz klar - für Filme wie KÖNIGREICH DER HIMMEL wurden Surroundanlagen praktisch erfunden. Allerdings haben wir es hier auch mit einem recht guten Beispiel dafür zu tun, worauf diesbezüglich bei den meisten Major Labels Wert gelegt wird: Während der imposanten Kampfszenen bricht ein akustisches Gewitter sondersgleichen los, bei dem sich Highlights im Sekundentakt abwechseln. Egal, ob zischende Pfeile, klirrende Schwerter oder am Ende zusätzlich ihren Dienst verrichtende Rammböcke - es kracht, rumst beziehungsweise scheppert an allen Ecken, man befindet sich auf Grund stets quasi greifbarer Effekte und vermehrten Subwoofer-Einsatzes praktisch mitten im Gemetzel. Auch der betörende Score, welcher klagende Stimmen, orchestral aus dem Vollen schöpfende Sequenzen und orientalische Weisen kongenial vermengt, breitet sich so differenziert wie weiträumig aus, was einfach Balsam für die Ohren ist. Zudem wird immer wieder eine passende Umgebungsambienz aufgebaut. Neigt die Handlung allerdings zu ruhigen Abschnitten, scheint es manchmal, als wäre automatisch jedes Interesse an einer realistischen Sounduntermalung erloschen. Dann verzichtet KÖNIGREICH DER HIMMEL nämlich zu sehr auf Geräusche, Effekte et cetera. Dies stört zwar den Genuss nicht ernsthaft, bringt aber die Homogenität des Gesamtergebnisses leicht ins Stolpern.

    Alle getätigten Ausführungen beziehen sich gleichermaßen auf den deutschen und englischen Dolby Digital 5.1-Track. Zusätzlich kann man die Synchronfassung noch als DTS-Spur anwählen, welche allerdings bis auf eine erhöhte Lautstärke und dadurch im ersten Moment subjektiv gefühlte Steigerung der Kraft keine nennenswerten Vorteile birgt. Abschließend bliebe lobend zu erwähnen, wie überaus gelungen in allen Fällen Sprache dem sonstigen Umfeld angepasst wurde, wobei es die deutschen Versionen dabei fast etwas zu gut meinen und manchmal schwerer verständlich sind.

    Letztlich verhindern bloß winzige Mängel den Aufstieg zur absoluten Referenzklasse - wofür entsprechend sichere neun Punkte verbleiben.

    Bewertung  9 von 10 Punkten




    Grundsätzlich gilt: Auf beiden DVDs sind die Hauptauswahlen animiert und mit Sound unterlegt, fast alle Untermenüs zeigen sich zumindest vertont, manche sogar ebenfalls bewegt, schicke Übergänge gehören meist dazu. Darüber hinaus bieten sämtliche Extras Untertitel in diversen Sprachen; der Hauptfilm beschränkt sich diesbezüglich auf Englisch, Deutsch (auch für Hörgeschädigte) sowie Türkisch.

    Nach Einlegen der ersten Disk startet automatisch ein Anti-Piraterie-Spot, welchem die Trailer zur TITANIC 4 DISC SPECIAL EDITION sowie ICE AGE 2 auf dem Fuße folgen. Dessen noch immer nicht genug, dürfen anschließend weitere Fox-Highlights auf DVD bewundert werden, nämlich die Clips zu ROBOTS, DER FLUG DES PHOENIX und WÄCHTER DER NACHT.

    Einige Zeit später... Ungeachtet aller schon fast aufgegebenen Hoffnung befindet man sich nun tatsächlich im KÖNIGREICH DER HIMMEL-Menü. Neben dem Hinweis auf die Fox-Webseite gewährt es Zugriff auf einen Fact Track namens "Führer der Pilger". Was bedeutet: Parallel zum Film werden Texttafeln mit historischem Hintergrundwissen eingeblendet, nehmen aber gern mal den gesamten Screen ein, weswegen es empfohlen sei, dieses Feature erst beim zweiten Ansehen zu starten. Dann aber unbedingt, denn die Reichhaltigkeit der übermittelten Informationen sucht ihresgleichen!

    Alle anderen Boni liegen auf einem separaten Silberling vor, welcher zunächst das “Interaktive Produktionsnetz“ offeriert. Dabei handelt es sich um ein ausführliches Making Of von stattlichen 83 Minuten Länge, welchem sich der Zuschauer aus verschiedenen Richtungen annähern kann. Nachfolgend eine kurze Auflistung aller Möglichkeiten:

  • Wer es einfach mag, wählt „Alles abspielen“ und bekommt sämtliche Informationen am Stück geliefert.

  • Ist man eher an den einzelnen Phasen der Entstehung interessiert, steht eine Unterteilung in „Pre-Production“ (25:30), „Production“ (29:12) und „Post-Production“ (28:24) zur Verfügung.

  • Das human orientierte Publikum lässt sich von den Beteiligten alles Wissenswerte vermitteln. Dazu dienen die Blickwinkel von „Regie“ (28:13), „Stab“ (29:29) sowie „Besetzung“ (25:24).

    Besonders spannend ist es allerdings, die genannten Elemente miteinander zu kombinieren. Beispielsweise betrachtet die Verknüpfung „Regie + Pre-Production“ gezielt, wie Ridley Scott sein Werk vorbereitete. Ein weiteres Beispiel: „Besetzung + Post-Production“ lässt alle Darsteller ihre – natürlich positive – Meinung zum fertigen Film sagen. Auf diesem Wege zerfällt das Ganze in (mathematisch begabte Leser wissen es bereits) neun einzelne Featurettes mit insgesamt logischerweise wiederum 83 Minuten Laufzeit. Obwohl sich inhaltlich natürlich nie etwas ändert, man die Idee also grundsätzlich als Spielerei ansehen könnte, erhält sie einen spontanen Extra-Punkt für Kreativität. Qualitativ bleibt übrigens festzuhalten, dass nach Ansicht dieses Features - auf welche Weise auch immer - trotz manchen Ausflugs in gegenseitiges Gelobe nur noch wenige Fragen zur Entstehung offen bleiben. Klasse!

    Was verbirgt sich als nächstes wohl unter "Werbematerialien"? Eine Mogelpackung, denn obwohl allein der verwandte Plural einiges verheißt, gibt es nur den Kinotrailer zu sichten. Na ja, was soll's, schließlich sind wir noch lange nicht am Ende - weiter geht's mit ein paar Internet-Featurettes. Wie der Name schon sagt, wurden diese kurzen PR-Clips bereits im World Wide Web veröffentlicht. Konkret handelt es sich um:

  • "Ridley Scott: Welten erschaffen" (2:31) - Einige Beteiligte beweihräuchern ihren Regisseur.

  • "Orlando Bloom: Das größte Abenteuer seines Lebens" (2:07) - Bloom berichtet Uninteressantes vom Dreh; so beispielsweise, dass er "zum ersten Mal im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stand" und mittlerweile "recht gut im Reiten ist". Na, da hat sich's doch gelohnt!

  • "Ausstattung: Eine alte Stadt zum Leben erwecken" (2:14) - Was eine spannende Abhandlung zum Production Design hätte werden können, bleibt erneut in Lobhudeleien stecken. So erfährt man ungefähr alle 20 Sekunden noch einmal, wie "gigantisch" und "rekordverdächtig" alles war.

  • "Kostüme: Figuren durch Kleidung charakterisieren" (2:08) - Unerwarteterweise enthält dieses Filmchen tatsächlich einige Informationen! Von Schulterklopferei (welche sich zudem teils mit "Welten erschaffen" deckt) bleibt es natürlich dennoch nicht verschont.

    Aber es liegen immer noch knapp anderthalb Stunden vor dem geneigten Zuschauer, denn zwei weitere Dokumentationen möchten angeschaut werden. "Geschichte und Hollywood" (42:58) verliert zwar häufig das erklärte Ziel, einen Vergleich zwischen historischer Wahrheit und künstlerischer Interpretation anzustellen, etwas aus den Augen. Trotzdem bleibt ein hochgradig sehenswerter, mit geschichtlichen Fakten angereicherter Bericht für Zuschauer, welche die realen Hintergründe gern näher beleuchtet wissen wollen. "A&E Movie Real" (44:31) kommt ganz ähnlich daher, konzentriert sich allerdings mehrheitlich auf die Kreuzritter, ihre Motive, Religion, Handlungen et cetera.

    Natürlich bleiben gewisse Überschneidungen bei alldem nicht aus, sind aber zu vernachlässigen. Die qualitativ überzeugende Fülle an sowohl inhaltlichen Informationen (Dokus, Fact Track) als auch Ausführungen zur Produktion (Making Of) macht sogar den leider fehlenden Audiokommentar relativ vergessen, weshalb hier - inklusive des oben erwähnten Zusatzpunktes - knapp die Höchstnote erreicht wird.

    Bewertung  10 von 10 Punkten





    Technisches Fazit:  Bewertung  9 von 10 Punkten


    Ridley Scott hat mit GLADIATOR nicht nur fünf Oscars(R) eingefahren, sondern auch das lange Zeit darbende Monumentalepos zu neuem cineastischen Leben erweckt. Allerdings nur, um es durch KÖNIGREICH DER HIMMEL wieder in Dornröschenschlaf zu versetzen (der Fairness halber sei aber angemerkt, dass dies nicht schwer war, weil das Genre nach TROJA oder ALEXANDER sowieso an akuter Schwäche litt). Woran liegt's? Nun, vorrangig fehlt ein Bezugspunkt im Sinne einer Identifikationsfigur, welche den Zuschauer dazu bringt, um sie zu bangen, mit ihr zu fiebern. Orlando Bloom eignet sich nämlich überhaupt nicht dazu. Mister Bloom scheint zu glauben, dass Minimalismus das Gebot der Stunde war und rührt entsprechend nur ganz, ganz selten einen Gesichtsmuskel. Egal, ob Trauer um seine Frau, der allererste Mord im Affekt, Selbstverteidigung oder irgendeine andere Gefühlsregung: Blooms Mimik bleibt auf trübes In-die-Botanik-Gucken beschränkt, gern auch unterlegt von schuldbewusstem Dackelblick-Extrakt. Toll. Letztlich interessiert es das Publikum schon nach wenigen Minuten herzlich wenig, was Balian widerfährt oder eben auch nicht (nur nochmals zur Erinnerung: Balian ist der Protagonist!). Weil aber Bloom als Star des Ganzen gepusht werden musste - ein Schelm, wer jetzt behauptet, dies hätte etwas mit dem globalen Siegeszug seiner Filme FLUCH DER KARIBIK und DER HERR DER RINGE 1-3 zu tun -, entfernen sich schauspielerische Schwergewichte wie Liam Neeson oder Jeremy Irons schnell genug aus der Handlung, um keinen gar zu charismatischen Eindruck zu hinterlassen.

    Hinzu gesellt sich Verwunderung angesichts der vorliegenden Schnittfassung. Mit fast zweieinhalb Stunden nicht gerade kurz, gelingt es ihr dennoch immer wieder, echte Hektik zu erzeugen. Man denke beispielsweise an den Schiffbruch: Was ein dramatisches sowie inszenatorisches Highlight hätte sein können, wird von Scott im wahrsten Wortsinne völlig nebenbei abgehandelt - ein Gewitter zieht auf, der Kahn kippt um, nach sage und schreibe 45 Sekunden ist alles vorbei. Dafür weisen andere Szenen schlicht unnötige, ermüdende Lauflängen auf. Inwiefern diese wirklich seltsame Montagetechnik durch den angekündigten Director's Cut ihre notwendige Korrektur erfährt, bleibt abzuwarten. Aber mal ehrlich: Schlimmer kann es eigentlich nicht mehr werden, denn von "Handlungsfluss" zu sprechen, wäre stark übertrieben. "Dahinplätschern ohne denkwürdige Höhepunkte" scheint wesentlich angebrachter. Es braucht leider eine Menge Sitzfleisch, um die finale (und durchaus mitreißende) Schlacht überhaupt zu erleben...

    All das wäre vermutlich gar nicht mal so schlimm, würde es Scott gelingen, dichte Atmosphäre zu schaffen (wie er es gerade bei GLADIATOR hervorragend getan hat). Doch auch da zeigen sich heftige Schwächen. Bedenkt man, dass wir hier von einem per se verdammt düsteren historischen Kapitel reden, erscheinen die sonnendurchfluteten Naturaufnahmen, prachtvollen Kostüme und geradezu leuchtenden Sets fast höhnisch. Angst und Schrecken, religiöser Fanatismus, Machtgier et cetera liegen unter einer Decke aus Prunk verborgen; die zugegebenermaßen prachtvolle Kameraarbeit gleitet oftmals ins Pittoreske ab. Ein Katalog-Angebot im Reisebüro um die Ecke könnte nicht malerischer und verträumter aussehen. Ach, wie schön... und völlig steril. Einzig die immer mal wieder aufblitzenden Gewaltszenen (erschrockene Frage am Rande: FSK 12?!) lassen so etwas wie finstere Stimmung aufkommen, welche dem Sujet doch stark angemessen scheint.

    Nun ja. In den USA blieb KÖNIGREICH DER HIMMEL mit knapp 48 Millionen Dollar Einspiel weit hinter Erwartungen und Budget zurück, Ridley Scott leckte seine Wunden, steuerte einen Kurzfilm zu ALL THE INVISIBLE CHILDREN bei und besann sich auf alte Qualitäten. Darum zeigt das 2006 startende Werk A GOOD YEAR erneut GLADIATOR Russell Crowe in der Hauptrolle. Recht so! Hoffen wir, dass dabei unter dem Strich mehr als die hier gebotene nette, hinsichtlich der Schlachten unbestritten imposante, zwischendurch häufig aber viel zu langatmige Unterhaltung steht... Dafür muss man Fox hinsichtlich der DVD-Umsetzung nahezu uneingeschränkten Respekt zollen - von ein paar Winzigkeiten abgesehen, stimmt diesbezüglich nämlich wirklich alles.

    Subjektive Filmwertung: 6 von 10 Historienschinken






    Und das meinen unsere Kollegen...

    Fazit: 4/5
    "Königreich der Himmel" ist ein imposanter Actionfilm verpackt in einem historisch wichtigen Abschnitt unserer Geschichte. Ridley Scott beweist nach "Gladiator" erneut, dass er es versteht solche historischen Filme zu drehen und dem Zuschauer einen bildergewaltigen Action-Popcornstreifen zu präsentieren. Die DVD-Umsetzung ist ebenso gelungen und gehört wieder einmal zu der Sorte Special- oder in [...]
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