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 3449  Review zu: Freelancers 12.02.2013
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Ein Review von Marcus Kampfert



Ein korrupter New Yorker Polizist fährt nachts zusammen mit seinem Sohn Malo (Curtis „50 Cent“ Jackson) durch die Stadt und raubt einen russischen Geldwäscher aus. Kurz darauf erschießen Unbekannte den Polizisten, während der Sohn fliehen kann. 15 Jahre später ist Malo selbst Polizist und dem ebenso korrupten wie unberechenbaren Captain Joe Sarcone (Robert De Niro) unterstellt. Für Malo ist Sarcone kein Unbekannter, war er doch damals der Partner seines Vaters. Mit zunehmendem Maße bekommt Malo die knallharten Methoden Sarcones zu spüren und bald schon keimt in ihm ein schrecklicher Verdacht, wer hinter dem Tod seines Vaters steckt ...

Cover Freelancers
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Im Handel ab:06.12.2012
Anbieter: Highlight Communications / Constantin Film
Originaltitel:Freelancers - To serve, protect...and steal
Genre(s): Thriller
Regie:Jessy Terrero
Darsteller:Robert De Niro, Forest Whitaker, Curtis „50 Cent“ Jackson, Dana Delany, Vinnie Jones
FSK:16
Laufzeit:ca. 97 min
Audio:Deutsch: DTS-HD High Resolution Audio 5.1
Englisch: DTS-HD High Resolution Audio 5.1
Bildformat:High Definition (2.35:1) - 1080p
Medien-Typ:1 x Blu-ray
Regionalcode:B
Verpackung:Blu-ray Case
Untertitel: Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte,
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Audiokommentar (ohne UT)
  • Hinter den Kulissen von Freelancers (ca. 15 Min.)
  • Alternativer Anfang 1 (ca. 6 Min.)
  • Alternativer Anfang 2 (ca. 3 Min.)
  • Interviews (ca. 35 Min.)
  • Darstellerinformationen
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb


Die Farben des HD-Transfers sind satt und strahlend, bleiben dabei aber meist natürlich. In einigen Szenen überzieht dafür der Kontrast ein wenig, so dass es zu leichten Überstrahlungen im Weißanteil kommen kann. Der Schwarzwert ist sehr tief. Hier fehlt es in dunkleren Aufnahmen etwas an Tonabstufungen, so dass einige Details im Tiefschwarz verschwinden. Die Plastizität ist dennoch in den meisten Szenen recht hoch. Der Film zeigt eine sprunghafte Körnung. Während häufig Szenen praktisch komplett ohne Korn daherkommen, gibt es wiederum andere, die viel davon zeigen. Entweder wurde hier nicht nur der einzig vermerkte Kameratyp ArriRaw (2.8K) eingesetzt oder das Bild wurde teilweise per Filter nachbearbeitet. Das lässt sich auch anhand der stärker wechselnden Schärfewerte vermuten, denn gerade in Totalen gibt es manchmal kaum noch feinere Details auf Gesichtern und Hintergründen. Ansonsten ist die Schärfe in Nahaufnahmen teils sogar beinahe noch sehr gut und in Halbtotalen zumindest überwiegend noch gut. Die Kompression wird hin und wieder durch leichte Nachzieher bzw. Unschärfen erkennbar.

Alles in allem für ein B-Movie aber ein recht ordentlicher Transfer, der noch ganz knapp die acht Punkte knackt.

Bewertung  8 von 10 Punkten




Beim Vorspann freut man sich noch auf den Soundtrack, denn der erste Song, der während des Intros läuft, bringt saftig Tiefbass mit und die Musik erklingt zumindest etwas dynamischer und auch weiträumiger als bis zur Raummitte. Doch wie als wären die hinteren Boxen ausgefallen spielt sich das restliche tonale Geschehen fortan beinahe ausschließlich auf der Front ab. Und selbst da kann man die Split-Effekte und differenzierten Signale an gut zwei Händen abzählen. Sicherlich wird im Film viel gesprochen, doch einigen Schießereien, Massenszenen, Straßenverkehr und Score fehlt es an jeglicher Räumlichkeit und vom Rest abgrenzender Dynamik. Klebt man mit den Ohren an den Rears, dann wird die Musik im Club oder in den Autos zumindest hauchzart daraus wahrgenommen. Es lässt sich schwer sagen, ob das ein Masteringfehler ist, obwohl auch das Original nicht anders klingt (wohl basierend auf gleichem Mix); eine Enttäuschung ist es jedenfalls, da so jegliche Mittendrin-Atmosphäre flöten geht! Selbst der Subwoofer agiert während des Films nicht mehr so vehement wie zu Beginn. Einzig etwas aufwerten kann das Ganze dann die Autoexplosion in der zweiten Filmhälfte, die zumindest dynamisch wieder die richtige Linie findet. Immerhin sind die Stimmen stets sauber und klar verständlich. Auch ein B-Movie darf da insgesamt deutlich mehr bieten an Raumatmosphäre und Umgebungsgeräuschen! Klanglich wartet die deutsche Spur mit klaren Höhen, breiten Mitten und zumindest hinsichtlich der eingestreuten Hip Hop-Musik-Titel mit tiefen Bässen auf, denen jedoch manchmal der rechte Punch fehlt.

Bewertung  6 von 10 Punkten




Die Extras sind in HD aufgespielt, wurden aber stärker komprimiert als der Hauptfilm, damit sie noch auf eine BD-25 passen. Die deutlich sichtbaren Artefakte sind unschön und stören mitunter den Genuss! Das Hinter den Kulissen-Feature geht weniger auf die Produktion bzw. den Dreh ein, als vielmehr auf die Intention der Filmemacher und das Verständnis von Figuren und Story seitens der Darsteller. Es gibt daher wenig Setmaterial, dafür umso mehr Statements und Filmausschnitte im Wechsel. Die Interviews, die mit sechs Darstellern geführt wurden (gesamt ca. 20 Minuten), fördern kaum mehr zu Tage als Rollenbeschreibungen und Infos über das Miteinander am Set (inklusive Lobhymnen). Die letzten drei Interviews entfallen auf Regisseur, Produzent und den Autor der Buchvorlage, die in ihren gesamt ca. 15 Minuten aber auch kaum mehr herausbekommen als das, was sie vorher in ähnlicher Form schon im Hinter den Kulissen-Feature erzählten. Dann wäre da noch der Audiokommentar von 50 Cent und Regisseur Jessy Terrero, der inhaltlich durchaus gehaltvoller ist und auch mal ein wenig Interna von der Produktion ausplaudert, jedoch aus unerklärlichen Gründen ohne optionale Untertitel daherkommt, während diese zum Hauptfilm und den Videofeatures ja vorhanden sind! Somit ist dieses wichtige Feature leider nur für Englischkundige brauchbar! Die zwei alternativen Anfänge sind nur zwei verschieden lange Versionen der gleichen Szene, die letztendlich gegen den tatsächlichen Anfang verlor. Kann man ansehen, ist aber in abgewandelter Form zu späteren Zeitpunkten im Film in Häppchen zerlegt auch vorhanden. Die „Darstellerinfos“ sind wie gewohnt lediglich Auszüge aus den Filmografien einiger Darsteller aus dem Film auf Texttafeln oder alternativ auf Papier im Einleger der Blu-ray-Hülle. Unter verschiedener Betitelung (Programmvorschau, Unsere Empfehlung, Trailershow) liegen dann noch einige Trailer zu anderen Filmen auf der Disc vor.

Die fehlenden Untertitel beim informativsten Feature kosten die bessere Punktzahl!

Bewertung  4 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  6 von 10 Punkten


FREELANCERS ist nicht unbedingt ein schlechter Cop-Thriller, aber ein sehr vorhersehbarer, konventioneller Genrebeitrag. Er wandelt leider auf sehr ausgetretenen Pfaden und schafft es nicht, der bekannten Story über korrupte Cops in der New Yorker Polizei neue Facetten abzugewinnen, verfällt aber stattdessen des Öfteren den üblichen Klischees und Archetypen über korrupte Cops und deren Motive (schlechte Bezahlung, übermächtige Ganoven, Drogenabhängigkeit, Cop-Partner hintergehen, Spitzelei etc.). Dazu kommt, dass der Film an sich eigentlich eine Top-Besetzung hat, diese aber nur für drei Wochen Drehzeit gewinnen konnte, was offenbar einfach zu kurz war, um alles voll „durchzustylen“ und die Takes so lange zu wiederholen bis das Ganze vollends überzeugend ist. So kommen Robert De Niro und Forest Whitaker oder auch Dana Delany nicht nur auf vergleichsweise wenig Screentime, sie füllen diese auch nur mit einem lediglich routinierten, fast schon etwas flüchtigem Schauspiel aus. Vielleicht hat man diese Namen aber auch nur bewusst eingekauft, um die Zuschauer anzulocken? Das fällt insofern mehr ins Gewicht, als dass Script, Inszenierung und die restlichen Darsteller es nicht schaffen, so etwas wie anhaltende Spannung, Mitgefühl oder Greuel zu erzeugen und somit die „Routine“, wenn überhaupt, höchstens fortführen, aber nicht aufwerten! Der Film hat jedoch ein paar gute Momente und Rap-Star Curtis „50 Cent“ Jackson spielt längst nicht mehr so steif wie noch bei früheren filmischen Gehversuchen (dafür ist das Narben-Make up schwach), doch man wird mit ihm nie so wirklich warm. Bei nur drei Wochen Drehzeit und wenig Budget für Post Production, da von den knapp 15 Mio. US$ Gesamtkosten sicherlich ein Großteil für die Gagen der Stars ausgegeben wurde, musste der Film zudem fast komplett ohne Action auskommen. Der verbleibende Rest in Sachen Dramaturgie und Thrill fordert indes einfach kaum zum Mitfiebern auf. Wer diese Art von Film mag und nicht wirklich (actionreiche) Abwechslung benötigt, kann sicherlich mal reinschauen, eine Wiederholung werden aber wohl nur die wenigsten anstreben!

Die Blu-ray bietet einen soliden, überdurchschnittlichen Bildtransfer, womit der Sound leider kaum mithalten kann. Bei den Extras gibt es relativ wenig Spektakuläres über die Produktion und den Dreh zu berichten, so dass alle Videofeatures lediglich Story, Intention und Rollenbilder reflektieren. Einzig der Audiokommentar gibt etwas mehr preis, patzt aber in Sachen Kundenfreundlichkeit (zumindest hinsichtlich des einheimischen Marktes).




Blu-ray Player: Panasonic DMP-BDT 221S
AV-Receiver: Yamaha RX-V571 titan
Plasma-TV: Panasonic TH-50PZ70E

Center-Speaker: 2 x Teufel Concept S FCR (Front- & Back-Center)
Front-Speaker: Teufel Concept S Saeule
Surround-Speaker: Teufel Concept S Saeule
Subwoofer: Teufel Concept S SW






© DVD-Palace Home Entertainment




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