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 5601  Review zu: Elektra 03.08.2005
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Ein Review von Marcus Kampfert



Sie ist schnell, durchtrainiert und perfekt - Elektra (JENNIFER GARNER) ist die beste Auftragsmörderin der Welt. Man vergleicht sie mit einem tödlichen Phantom und keine kann so elegant mit Messern umgehen wie sie. Doch als Elektra die 13-jährige Abby (KIRSTEN PROUT) und deren Vater Mark (GORAN VISNJIC) töten soll, bringt sie es nicht übers Herz, beschützt die beiden sogar vor einem Anschlag des dunklen Geheimbunds "The Hand". Ein gnadenloser Krieg zwischen Gut und Böse beginnt, bei dem Elektra all ihr Können und Wissen auf eine Karte setzen muss, um Mark und Abby zu retten...

Cover Elektra
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Im Handel ab:25.07.2005
Anbieter: Universum Film / UFA home entertainment
Originaltitel:Elektra
Genre(s): Action
Regie:Rob Bowman
Darsteller:Jennifer Garner, Goran Visnjic, Kirsten Prout, Will Yun Lee, Cary-Hiroyuki Tagawa, Terence Stamp, Natassia Malthe, Bob Sapp, Chris Ackerman, Edson T. Ribeiro, Colin Cunningham, Hiro Kanagawa, Mark Houghton, Laura Ward, Kurt Max Runte, Nathaniel Arcand, Aaron Au, Kevan Ohtsji, Ian Tracey, Jana Mitsoula, Sean Akira, Taku Kawai, Kendall Cross, Ty Olsson, Nancy Wetzel, Paul Wu, Marke Driesschen, Jason Isaacs
FSK:12
Laufzeit:ca. 93 min
Audio:Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat:16:9 (2.35:1) anamorph
Medien-Typ:1 x DVD-9
Regionalcode:2
Verpackung:Amaray Case
Untertitel: Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte, Englisch,
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Making Of
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Entfallene Szenen
  • Featurettes
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb


Wie es sich für eine Comic-Adaption gehört, ist das Bild von ELEKTRA schon vom bewährten Marvel-Vorspann an knackig-bunt. Die Farben neigen trotz hoher Sättigung jedoch nie zu sichtbarem Überstrahlen. Der Kontrast hält die Detailtreue selbst in den häufigen spärlich ausgeleuchteten Szenen, der Schwarzwert schluckt nur winzige Details in wenigen dunklen Einstellungen. Die Schärfe ist auf hohem Niveau und kann an den Kanten wie in den Feinheiten weitestgehend überzeugen. Hin und wieder sind lediglich Doppelkanten zu erkennen. Der Transfer kommt allerdings nicht ganz rauschfrei daher, was sich in Totalen durch geringfügige Schärfeverluste bemerkbar macht. Nur gut, dass man hier aber nicht gleich zum digitalen Filter gegriffen hat, der womöglich störendere Auswirkungen gehabt hätte! Der Bildstand bleibt jederzeit sehr ruhig und insgesamt wirkt alles sehr sauber. Selbst Texteinblendungen sind ruckelfrei. Die Kompression arbeitet unauffällig im Hintergrund und der Transfer ist praktisch frei von Verschmutzungen jedweder Art. Eine feine Leistung, die mich zu knappen neun Punkten hinreißt.

Bewertung  9 von 10 Punkten




Die beiden Spuren im 5.1-Raumtonverfahren in den Sprachen Deutsch und Englisch überzeugen auf verschiedene Weise, geben aber auch Anlass zur Kritik. Doch zunächst zum Positiven: Ihnen gemein ist eine sehr differenzierte und luftige Wiedergabe des Scores, der von vielen kleinen Effekten durchsetzt ist. Er erklingt breit sowie sehr räumlich und lässt auch in puncto Dynamik keine Schwächen erkennen. Dies ist allerdings Vor- und zugleich Nachteil, denn durch seine Dominanz werden einige der gesplitteten Actioneffekte "untergemischt", so dass jene sich nicht wirklich durchsetzen können. Es rumst des Öfteren gewaltig, doch nie so, dass man das Geräusch separiert wahrnehmen würde, sondern eher als einen Bestandteil der Musik vermutet. Besser ergeht es da schon den Hintergrundgeräuschen in den betont leiseren Szenen, denn diese können sich merklich und ohne Störung im Raum entfalten. Die Stimmen sind stets gut verständlich und folgen der Bildposition. Die Originalspur klingt im Score nicht ganz so überbetont, lässt aber wieder mal spürbar nach in Sachen Stimmenverständlichkeit.

Alles in allem gefällt die Vertonung trotz der genannten Schwächen vor allem durch die intensive Einbeziehung aller Kanäle und erreicht so noch gute acht Punkte.

Bewertung  8 von 10 Punkten




Die stimmungsvoll musikuntermalten und hintergrundanimierten Menüs schwören auf den Film ein, wurden aber leider nicht anamorph aufgespielt. Darin finden sich folgende Features:

Das Making Of ist kaum mehr als eine Promo-Featurette, die in knapp 13 Minuten die Beteiligten, ihre Rollen und die Story vorstellt. Statements im Mix mit Filmszenen bieten wenig Neues; erst im letzten Drittel gehen Regisseur und Produzenten ein wenig auf die Entstehung des Films ein. Viel ausführlicher und ergiebiger ist da die Featurette Vom Comic zum Film, in der überwiegend die vielen Zeichner der Comics zu Wort kommen und sehr informativ die Entwicklung der Figur, der Geschichten und letztendlich der Filmvorlage schildern. Fast 53 Minuten geballte Monologe sind allerdings trotz Untertitelung, auf Grund weniger Unterbrechungen durch Zeichnungen und ähnlichem, ziemlich anstrengend! Darüber hinaus gibt es noch drei Deleted Scenes mit wahlweisem Regiekommentar, die inhaltlich allerdings als Szenenerweiterungen nicht viel hergeben, sowie den Filmtrailer und eine mehrteilige Trailershow zu Titeln aus dem Programm von Universum.

Lediglich die umfangreiche Featurette weiß zu überzeugen und rettet dem ansonsten schwachen Bonusmaterial die knappen fünf Punkte.

Bewertung  5 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  8 von 10 Punkten


ELEKTRA ist als Comic ein gar nicht mal so wenig erfolgreiches Spin-Off von DAREDEVIL. Nachdem man in jener Zelluloid-Adaption die lederbekleidete Killerin erstmals bewundern durfte, ließ das Solo-Abenteuer auch filmisch weniger als zwei Jahre auf sich warten. Durch den Auftritt bei DAREDEVIL durchaus schmackhaft gemacht, erwartete man nun vom eigenen Streifen zum einen mehr Hintergrund zur Figur und ansonsten einen schicken Actionfilm. Beides wird allerdings nur bedingt geboten. So gibt es zwar einige nett choreographierte Fights und in Rückblicken auch das Ein oder Andere zum Ursprung von ELEKTRA zu sehen, aber dazwischen plätschert der Film ziemlich belanglos ohne jegliche Tiefe dahin. Gerade so als ob man das Spin-Off zwanghaft machen wollte, ist die Story so banal und einfallslos, dass man lediglich durch einige optische Finessen bei der Stange gehalten wird, sofern man dazu überhaupt gewillt ist. Die Erinnerungen an die Ausbildung bei einem Sen-Sei erinnert zudem stark an KILL BILL.

Leider gelingt es also auch mit ELEKTRA nicht, an die tollen Marvel-Verfilmungen von zum Beispiel SPIDER-MAN oder DAREDEVIL (zumindest im Director's Cut) anzuknüpfen. Die so oft zitierte innere Zerrissenheit des Helden/der Heldin wird hier nur oberflächlich angerissen. Qualitativ etwas höher einzuschätzen als CATWOMAN, handelt es sich hier somit lediglich um eine weitere Comic-Adaption, die es zur seichten, anspruchslosen Abendunterhaltung schafft, aber den echten Fan mehr schlecht als recht befriedigen dürfte. Immerhin ist mit Jennifer Garner eine höchst attraktive Hauptdarstellerin am Start, die mit ihren optischen Reizen nicht geizt (auch wenn das Kostüm nicht ganz so knapp ausgefallen ist wie das von Halle Berry in CATWOMAN)!

Die DVD bietet neben optischen Reizen - dem sauberen, scharfen Bild - einen bombastischen Surroundton, welchem es allerdings am letzten Quäntchen Homogenität fehlt, sowie eine sehenswerte Dokumentation. Für den einmaligen Genuss ist die Scheibe inhaltlich wie technisch durchaus geeignet und für Alleskäufer bei einer UVP zum Kaufstart von unter zehn Euro sogar den Kauf wert.

Nachschlag:
In den USA erscheint im Übrigen bereits im Oktober ein Director's Cut des Films, ob er dadurch - ähnlich wie seiner Zeit DAREDEVIL - besser wird, bleibt abzuwarten. Zumindest bleibt ein Hoffnungsschimmer, was die inhaltliche Aufbesserung und einen deutschen Release dieser Version angeht.







Und das meinen unsere Kollegen...

Fazit: 4/5
Dass der Film wohl eher zu den schwächeren Comicumsetzungen gehört, dürfte außer Frage stehen, doch technisch hat die DVD einiges zu bieten. Während das Bild bereits gute Arbeit leistet, kann der Ton erst so richtig aufdrehen. Dass einem hier Referenzqualität geboten werden würde, hätten wir davor nicht vermutet. Auch die restliche Umsetzung kann gefallen. Ein nett animiertes Menü und durchaus fun [...]
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