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 4768  Review zu: Eiskalte Engel 18.04.2010
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Ein Review von Danny Walch



Sebastian (Ryan Phillippe) genießt an der High School den Ruf des skrupellosen Verführers. Leider gibt es für ihn keine Herausforderungen mehr. Selbst das Angebot seiner attraktiven Stiefschwester Kathryn (Sarah Michelle Gellar) erscheint ihm reizlos. Um sich an ihrem Ex-Liebhaber (Charlie O'Connell) zu rächen, soll Sebastian dessen neue Freundin, die naive und sexuell unerfahrene Cecile (Selma Blair), verführen. Doch für Sebastian wäre das nur ein Kinderspiel. Er hat eine viel reizvollere Idee. Sein Opfer heißt Annette (Reese Witherspoon). Sie ist die bezaubernde Tochter des Schulrektors und hat in aller Öffentlichkeit ein Keuschheits-gelübde abgelegt. Sebastian soll Annette bis zum Ende der Sommerferien verführen und die Sache mit Cecile so nebenbei erledigen. Gelingt es ihm, erhält er eine Nacht mit Kathryn, der einzigen Frau, die er bisher nicht verführen konnte. Gelingt es ihm nicht, muß er ihr sein heißgeliebtes Jaguar Oldtimer-Cabrio überlassen. Ein gemeines Spiel beginnt, und er ist sich seines Sieges schon sicher - bis er sich in sein Opfer verliebt...

Cover Eiskalte Engel
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Im Handel ab:18.02.2010
Anbieter: Kinowelt Home Entertainment
Originaltitel:Cruel Intentions
Genre(s): Drama
Romanze
Thriller
Regie:Roger Kumble
Darsteller:Sarah Michelle Gellar, Ryan Phillippe, Reese Witherspoon, Selma Blair, Louise Fletcher, Joshua Jackson, Eric Mabius, Sean Patrick Thomas, Swoosie Kurtz, Christine Baranski, Alaina Reed Hall, Deborah Offner, Tara Reid, Herta Ware, Hiep Thi Le, Charlie O'Connell, Fred Norris, Ginger Williams, Drew Snyder, Alisha Klass, Phil Hawn
FSK:16
Laufzeit:ca. 97 min
Audio:Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Bildformat:High Definition (1.85:1) - 1080p
Medien-Typ:1 x Blu-ray
Regionalcode:B
Verpackung:Blu-ray Case
Untertitel: Deutsch,
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Making Of
  • Animiertes Menü
  • Audiokommentar der Filmemacher
  • B-Roll
  • Dokumentation „Creative Intentions“
  • Geschnittene Szenen
  • Interviews mit Roger Kumble / Reese Witherspoon / Ryan Phillippe und Sarah Michelle Gellar
  • Featurette
  • Wendecover
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Technische Daten:

Codec: MPEG-4 AVC Video High Profile 4.1
Bitrate: 29999 kbps
Auflösung: 1080p / 23,976 fps / 16:9


Die Blu-ray Disc von EISKALTE ENGEL besitzt das Bildformat 1,85:1. Die Bildqualität des Films ist durchaus gut. Dass der Transfer aber wahrscheinlich schon einige Jahre auf dem Buckel hat, merkt man aber ebenso. Die Schärfe kann sich vor allem in Naheinstellungen auszeichnen, welche ein gutes Maß an Detail offenbart. Totalen wirken meistens recht knackig, aber öfters auch mal weich und schwammig. Ein erkennbares, aber noch unaufdringliches Rauschen ist fast durchgehend präsent, in dunklen Sequenzen ist es stärker als in hellen. Die Kompression arbeitet mit hoher Bitrate und hat keine Probleme mit Blockbildung oder anderweitigen Artefakten. Wenn der Transfer eine richtige Schwäche hat, sind es die nicht optimalen Farben. Die Töne wirken vor allem in Innensequenzen nicht sonderlich natürlich und nicht perfekt gesättigt. In der Regel wirken die Töne zu erdig und fahl. Das schlägt sich dann auch auf die etwas flache Kontrastbalance durch, welche nur ein geringes Maß an Plastizität erzeugen kann und deren Schwarzwert nicht perfekt gesättigt daherkommt. Kleinere Kratzer und Blitzer sind auf dem Ausgangsmaterial ebenfalls zu erkennen, wenn man genau hinschaut.

Bewertung  7 von 10 Punkten




Verfügbare Tonspuren:

Englisch: DTS-HD Master Audio / 5.1 / 48 kHz / 2022 kbps / 16-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)
Deutsch: DTS-HD Master Audio / 5.1 / 48 kHz / 1915 kbps / 16-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)
Kommentar: Dolby Digital Audio / 2.0 / 48 kHz / 224 kbps / DN -4dB


In Sachen Sound werden zwei DTS-HD Master Audio 5.1-Tracks in Deutsch und Englisch geboten. Die Abmischung ist genrebedingt ziemlich frontlastig ausgefallen und wirkt allgemein etwas leise. Effekte von hinten gibt es nur selten, vorne kann man jedoch dezente Stereoaktivitäten orten. Auch der Subwoofer hat nur wenig zu tun und darf maximal ein warmes Bassfundament beisteuern. Der rockige Soundtrack dehnt sich etwas in den Raum aus, wirkt aber ebenfalls leicht frontlastig. Absolut tadellos ist dagegen die Dialogwiedergabe ausgefallen und zwar in der deutschen und der englischen Fassung. Die Stimmen klingen sicherlich nicht superklar, aber ziemlich realistisch. Die allgemeine Klangqualität bietet keine sonderlich hohe Dynamik, sondern eher einen mittigen Sound, dem etwas die ausgefeilten Höhen fehlen. Der Bassbereich wird jedoch gut repräsentiert.

Bewertung  6 von 10 Punkten




Deutsche Untertitel für den Hauptfilm sind vorhanden. Das Bonusmaterial beginnt mit der 22 Minuten langen Dokumentation "Creative Intentions", welche den ungewöhnlichen Stil von EISKALTE ENGEL ins Visier nimmt. Die Mixtur aus klassischen Kulissen mit modernen Elementen und Darstellern wird von den verantwortlichen Produktionsdesignern in Interviewausschnitten erläutert, aber auch die Darsteller dürfen ihre Faszination ausdrücken. Anschließend folgt das Making Of, welches den klassischen Werbecharakter eines EPK-Features besitzt und sechs Minuten läuft. Viele Filmszenen, Aufnahmen vom Dreh sowie kurze Statements von Darstellern sowie Regisseur kratzen die Entstehung des Films nur oberflächlich an. Der Audiokommentar der Filmemacher wurde übersetzt. Vor dem Mikrofon sitzen der Regisseur und Drehbuchautor Roger Kumble, Kameramann Theo van de Sande, Produzentin Heather Zeegen, die Kostümdesigner und Ausstatter Denise Wingate und Gary Steele sowie Komponist Edward Shearmur. Die Leute unterhalten sich doch sehr gelöst und mit viel Gelächter über das Geschehen auf dem Schirm und geben interessante Details zum Entstehungsprozess von EISKALTE ENGEL preis.

Die B-Roll dauert knapp drei Minuten und zeigt unkommentierte Aufnahmen vom Set. Das Interview mit Sarah Michelle Gellar ist mit einer Minute extrem kurz und handelt von ihrem Filmcharakter und der Beziehung zu den anderen Figuren im Film. Das Interview mit Ryan Phillippe dauert leider mit zwei Minuten nicht viel länger. Der Hauptdarsteller beschreibt hier ebenfalls seinen Charakter. Dasselbe in Grün stellt das Interview mit Reese Witherspoon (2 Min.) dar, während das Interview mit Roger Kumble wieder nur eine Minute dauert und eine Lobesorgie an seine Darsteller enthält. Anschließend folgen 20 Minuten beziehungsweise sechs Deleted Scenes, welche aber jeweils eine Einführung des Regisseurs beinhalten, die erklärt, warum die Szene entfernt wurde. Zum Schluss gibt es noch den Kinotrailer sowie eine Trailershow zum Kinowelt-Programm zu sehen.

Bewertung  5 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  6 von 10 Punkten


Der Thriller EISKALTE ENGEL wurde im Jahr 1999 zu einem Überraschungshit in den Kinos. Das Kinodebüt von Regisseur Roger Kumble spielte weltweit satte 75 Millionen Dollar ein, bei einem Budget von gerade einmal 11 Millionen Dollar. Die Handlung dreht sich um das reiche, versnobte und extrem fiese Stief-Geschwisterpaar Kathryn (Sarah Michelle Gellar, BUFFY) und Sebastian (Ryan Phillippe, THE WAY OF THE GUN), das mehr aus Langweile eine kuriose wie heiße Wette abschließt. Sebastian soll die jungfräuliche Tochter des Schuldirektors Annette (Reese Witherspoon, WALK THE LINE) ins Bett kriegen. Als Belohnung winkt ihm Sex mit der attraktiven und verführerischen Stiefschwester Kathryn. Sollte er es nicht schaffen, ist er dagegen seinen 1956er Jaguar los. Sebastian, als selbsternannter Don Juan von New York, macht sich sogleich an die Arbeit, beginnt sich aber an Annette die Zähne auszubeißen und noch viel schlimmer ... entwickelt Gefühle für Annette. Das bringt wiederum Kathryn zur Rage, die rasend eifersüchtig auf ihren attraktiven Stiefbruder wird...

Das Katz- und Maus-Spiel der beiden versnobten Stiefgeschwister profitiert von einem spannenden Drehbuch, welches die Aktionen der beiden auf sehr fiese Art darstellt. Kathryns manipulative Spielchen mit Sebastian, der die ihm erlegenen Mädels eiskalt ausnutzt, zeigt sehr eindrucksvoll die emotionslose, reiche Ellenbogengesellschaft, in der aus Langeweile das Leben von anderen zerstört wird. Die sehr heißen Jungdarsteller tun ihr übrigens dazu. Besonders Sarah Michelle Gellar, die man zu dieser Zeit nur als toughe Vampirmetzgerin Buffy kannte, zeigt als verführerischer Vamp eine ganz neue Seite ihres Könnens. Die Optik von EISKALTE ENGEL setzt auf urbane Elemente, wobei das Heim von Kathryn und Sebastian - ein altes Herrenhaus - sinnbildlich für den Zusammenstoß der Kulturen steht. Einerseits die klassische, viktorianische, altmodische Einrichtung; andererseits findet im Inneren die Dekadenz der Reichen in Form von modernem Luxus (Mobiltelefone und anderer Schnickschnack) und emotionslosem Sex statt. Insgesamt ist EISKALTE ENGEL ein wirklich fieser Thriller, der mit den Gefühlen des Zuschauers Achterbahn fährt und zwei absolut hassenswerte Charaktere als Hauptfiguren besitzt.

Die Blu-ray Disc von Kinowelt zeigt den Film in ordentlicher, allerdings bereits leicht angestaubter Technik. Ein ordentliches Remastering wäre hier fällig. Die Ausstattung ist dagegen recht üppig und qualitativ gut.






© DVD-Palace Home Entertainment




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