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 7484  Review zu: Die Hochzeits-Crasher 31.01.2006
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Ein Review von Marcus Kampfert



John Beckwith (Owen Wilson) und Jeremy Grey (Vince Vaughn) haben eine Reihe von „Regeln für Hochzeits-Crasher“ aufgestellt, schmuggeln sich mit ihrem Charme auf jede Hochzeitsfeier… und brechen die Herzen aller Brautjungfern. Doch auf dem größten Hochzeitsfest des Jahres verstößt John gegen die Regeln und verliebt sich in die Tochter (Rachel McAdams) des amerikanischen Finanzministers (Christopher Walken), während Jeremy ihrer Schwester (Isla Fisher) in die Hände fällt, die sich als Extrem-Klette erweist. Aber weil Freunde nun mal zusammenhalten müssen, verbringen Jeremy und John ein Wochenende auf dem noblen Anwesen der Familie – und diese Fete dürfte selbst für die beiden Party-Profis eine Nummer zu groß sein.

Cover Die Hochzeits-Crasher
Cover vergrößern




Im Handel ab:13.01.2006
Anbieter: Warner Home Video
Originaltitel:Wedding Crashers
Genre(s): Komödie
Romanze
Regie:David Dobkin
Darsteller:Owen Wilson, Vince Vaughn, Christopher Walken, Rachel McAdams, Isla Fisher, Jane Seymour, Ellen Albertini Dow, Keir O'Donnell, Bradley Cooper, Ron Canada, Henry Gibson, Dwight Yoakam, Rebecca De Mornay, David Conrad, Jennifer Alden, Geoff Stults, James McDonnell, Jesse Henecke, Lou Cutell, Sparkle, Frank Ray Perilli, Patricia Place, Chao Li Chi, Norma Michaels, Noel De Souza, Ivana Bozilovic, Camille Anderson, Rachel Sterling, Diora Baird, Ned Schmidtke, Jennifer Massey, Dylan James Turner, Sophia Blouin, Stephen J. Downs, Larry Joe Campbell, Mark Duane Anderson, Irene Roseen, Jules Mandel, Betsy Ames, Carson Elrod, Joshua Wheeler, John G. Pavelec, Charles Kahlenberg, Kathryn Joosten, Karen Miller, Tanaya Nicole, Naureen Zaim, Cindy Taylor, Melanie Hawkins, Summer Altice, Lisa Beach, Lovelynn Vanderhorst, Phyllis Samhaber, O.J. Watson, Al Cerullo, Maria Arcé, Shawn Barber, Mike Bellesfield, Jed Bernard, Caro Caccietta, Steve Carson, Robert Randolph Caton, Melanie Anneke Conopask, Jewel Donohue, Mim Drew, Jeff Fields, Pamela Fischer, Lauren Fritz, Gill Garci, Ina Haybaeck-Rogers, Roopashree Jeevaji, Z.M. Nan Khan, Brian T. Lynch, Robert Neal Marshall, Amber Matthews, Michael McKennitt, Stephanie Nevin, Brad Newman, Jacob Newman, Laura Orrico, Eddie Page, Kassie Pinegar, Rita Rani, Carolyn Robertson, Lindsay Schoenweis, William F. Smith, John H. Tobin, Holly Traister, Juting Tsang, Tiffany Turner, Schuster Vance, Kelsey Wedeen, Michelle Woods, Claudia Barroso, James Carville, Will Ferrell, Mike George, Neil James, John McCain, Neil Patil, Elizabeth Sallay, Steve J. Termath
FSK:12
Laufzeit:ca. 114 min
Audio:Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat:16:9 (2.35:1) anamorph
Medien-Typ:1 x DVD-9
Regionalcode:2
Verpackung:Amaray Case
Untertitel: Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte, Deutsch, Englisch,
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Musikvideo(s)
  • Audiokommentar von Regisseur David Dobkin
  • Audiokommentar von den Hauptdarstellern Owen Wilson und Vince Vaughn
  • Dokumentationen: "Die Regeln des Hochzeitscrashen" / "Hochzeitsplanung" / "Zuschauerreaktionen"
  • Nicht verwendete Szenen
  • Original-Trailer und -Teaser
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Nach einigen mittelmäßigen Bildtransfers in der jüngeren Vergangenheit bietet Warner hier einen weitestgehend fehlerfreien an. Wie gewohnt erstrahlen die Farben frisch und bunt. Der Kontrast offeriert ein stets ausgewogenes, konturenreiches Geschehen von hoher Detailtreue. Einzig schwarze Anzüge zeigen etwas wenige Abstufungen/Details und Tageslichtszenen muten aufgehellt an. Der Schwarzwert ist zwar nicht perfekt, erwirkt aber immer wieder auch plastische Einstellungen. Schärfetechnisch gibt es in Nahaufnahmen sowie Halbtotalen nichts zu bemängeln. Weitwinkelaufnahmen, zum Beispiel von den Hochzeitsgesellschaften, wirken hingegen leicht verschwommen. Rauschen ist praktisch nicht vorhanden, Defekte sind es ebenso wenig. Gelegentliches Zeilenflimmern sowie deutlichere Nachzieher bei schnellen Kameraschwenks lassen sich aber nicht von der Hand weisen.

Summa summarum gefällt das Bild bis auf die genannten Einschränkungen vor allem durch kräftige Farben, gute Schärfe und ruhigen Bildstand, was noch acht Punkte möglich macht.

Bewertung  8 von 10 Punkten




Trotz sicherlich ordentlichem Budget hat man sich mit der Vertonung dieses Blockbusters aus dem Jahr 2005 nicht allzu viel Mühe gemacht. Vornehmlich präsentiert DIE HOCHZEITS-CRASHER in beiden 5.1-Spuren (Deutsch und Englisch) den flippigen Score, saubere, teils aber etwas leise Stimmen sowie Umgebungsgeräusche, welche ihre Aktion jedoch meist auf die Frontlautsprecher beschränken. Selbst die vielen Massenszenen mit großen Hochzeitsgesellschaften bleiben im räumlichen Sinne eher schwach. Musik dringt dagegen aus allen Kanälen und verschafft sogar dem Subwoofer hauchzarte Einsätze. Die Rears werden dann doch immer wieder mal von einigen gelungenen Effekten wie etwa Motorengeräuschen (während des Segel-Turns) flankiert. Beide Spuren sind frei von Rauschen und Verzerrungen. Die Schwankungen in der Stimmverständlichkeit treten im Original nicht auf, dafür klingt alles ein wenig dumpfer, aber etwas differenzierter beziehungsweise weiträumiger. Knappe sieben Punkte.

Bewertung  7 von 10 Punkten




Nachdem man in den Audiokommentaren von Regisseur Dobkin sowie jenem von den Darstellern Vince Vaughn und Owen Wilson zunächst mal erfährt, dass Dwight Yoakam ein Freund ist und netterweise für die Schlichtungsverhandlung zu Beginn des Films als Darsteller zur Verfügung stand, folgen darauf in beiden Tonspuren vornehmlich interessante Fakten zur Produktion. Der Kommentar mit den Buddys ist natürlich ungleich humoriger ausgefallen, aber dennoch informativ. Schön, wenn auch Schauspieler mehr zu sagen wissen, als dass ihnen die Dreharbeiten sowie die Zusammenarbeit mit dem und dem gefallen haben! Zu beiden Spuren werden Untertitel in Englisch (!) angeboten.

Die nicht verwendeten Szenen (zusammen 07:22 Minuten), vier an der Zahl, beinhalten zwei erweiterte und ebenso viele gelöschte. Letztere hätte man ruhig im Film belassen können, zumal „99 Red Balloons“ einen gelungenen Schlussgag darstellt. In Filmqualität aufgespielt und mit oder ohne Regiekommentar ansehbar, verleiden lediglich fehlende Untertitel das Vergnügen an beiden Varianten.

Unter Zuschauer-Reaktionen (Gesamtlaufzeit 10:46 Minuten) stellt man sich zunächst Straßenbefragungen vor. Stattdessen handelt es sich allerdings um drei Clips, welche Filmszenen zeigen, zu denen die Original-Reaktionen des Kinopublikums vom Test-Screening zugespielt wurden. Der erste Schnipsel wird dabei optional vom Regisseur eingeleitet sowie kommentiert, um einen Einstieg in das Thema zu bewerkstelligen. Die Clips sind allerdings nicht sonderlich ergiebig, da gerade das amerikanische Publikum – wie aus diversen US-Sitcoms gewohnt – praktisch in jeder Szene lauthals loslacht, wo wir Europäer oftmals allenfalls schmunzeln würden. Hier sind nur die Kommentare untertitelbar.

Unter Hochzeitsplanung wurden der Blick hinter die Kulissen („Ein Event planen“, 11:36 Minuten) und eine spaßige Collage der wichtigsten Regeln eines Hochzeits-Crashers („Die Regeln“, 07:28 Minuten) zusammengefasst. Während ersteres Feature zumindest einige Informationen zur Produktion im Zusammenschnitt aus Statements von Cast & Crew, Set-Einstellungen sowie Filmszenen bietet, ist letzteres lediglich eine unterhaltsame Aneinanderreihung von zu den Regeln passenden Ausschnitten plus eingeblendeten Erläuterungen durch die Hauptdarsteller. Diesmal sind deutsche Untertitel vorhanden.

Abschließend gibt es noch den Originaltrailer, einen US-Teaser sowie das Musikvideo zu „Circus“ von The Sights.

Die anamorph kodierten Menüs bieten durchweg kleine Animationen und Musikuntermalung. Die Einleitung nach Einlegen der Disk ist allerdings mit fast einer Minute etwas lang geraten.

Wirklich informativ sind eigentlich nur die Audiokommentare, der Rest kann aber zumindest fast durchweg unterhalten. Etwas seltsam mutet die Untertitelung an: Manche Features sind deutsch untertitelt, andere englisch, weitere wiederum gar nicht – hier wäre eine gleichmäßige Ausstattung mit deutschen sinnvoller gewesen! Immerhin sind die zum Film einheitlich für Hörgeschädigte geeignet, dennoch gibt es insgesamt einen Punkt Abzug.

Bewertung  4 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  7 von 10 Punkten


Neben HITCH - DER DATE-DOKTOR (Review hier im Palace von Michael Holland) war DIE HOCHZEITS-CRASHER nicht nur in Deutschland der Komödien-Blockbuster 2005. Ob Film und DVD mit dem Kollegen mithalten können haben wir nun testen können. Doch zuerst noch ein wenig zum Inhalt.

Erste Szene: Wir sehen die Scheidungsanwälte John Beckwirth (Owen Wilson) und Jeremy Grey (Vince Vaughn) in einem Schlichtungstermin zweier stark verstrittener, scheidungswilliger Eheleute. Schon hier wird deutlich, dass ihre Methoden recht unkonventionell und wenig regelkonform sind. Als die beiden dann plötzlich einen amoralischen Vortrag über die „Vorzüge“ der Ehe halten, fällt ihnen auf, dass eine ganz andere Saison eröffnet ist, welche Vergnügungen der besonderen Art bereitet…

…es ist Frühling und damit wieder Zeit, sich dem Lieblingshobby zu widmen, für das die „Womanizer“ eigentlich schon zu alt sind: Sie schleichen sich mit falscher Identität auf großen Hochzeiten ein, schlemmen sich durchs Buffet, trinken bis der Arzt kommt und legen alle willigen Brautjungfern flach. Hier befolgen sie allerdings strenge Regeln, nämlich die der „Hochzeits-Crasher“, welche, von einem diesbezüglich wahren Guru (Will Ferrell) übereignet, schon jahrelang zum erhofften Erfolg verholfen haben und den beiden viele schöne, wenn auch abenteuerliche Sex-Abenteuer bescherten.

Doch diesmal kommt alles etwas anders: Als zum Saison-Abschluss die größte Hochzeit seit langem in Washington/DC ansteht, nämlich die einer Tochter von Finanzminister William Cleary (Christopher Walken), müssen John und Jeremy unbedingt dabei sein. Anfangs scheint auch hier wie gewohnt alles glatt zu laufen. Ihre falschen Identitäten sind wohl gewählt, denn diese haben sie schon so oft verwendet, dass sie praktisch selbst daran glauben (eine gute Voraussetzung zum überzeugenden Lügen) und beide finden ziemlich schnell die Dame für den Abend. Während sich Jeremy schon bald mit der rothaarigen, blutjungen Gloria (Isla Fisher) abseilt und dabei gleich zum Schuss kommt, bandelt John erst einmal locker plaudernd mit Claire (Rachel McAdams) an. Sie sind die noch nicht verheirateten Töchter von Gastgeber Cleary, was sich flugs als Problem darstellt:

Jeremys Gloria entwickelt sich im Nu zur anhänglichen Klette, während Claire von ihrem Freund Zack (Bradley Cooper), einem herrschsüchtigen Dreckskerl, eingefangen wird. Da John aber glaubt, nur noch etwas mehr Zeit zu benötigen, um Claire für sich zu gewinnen, überredet er Jeremy trotz dessen Bedenken (und etliche Crasher-Regeln verletzend) zum gemeinsamen Wochenende auf dem Anwesen der Clearys, nicht ahnend, dass diese Entscheidung das Leben aller Beteiligten gehörig durcheinander bringen wird…

Was anfangs wie eine reine Sex-Komödie vom Kaliber AMERICAN PIE für Erwachsene anmutet, wandelt sich schon nach etwa einer Dreiviertelstunde zu einer seichteren Romantic Comedy. Dies wäre eigentlich kaum anzukreiden, wenn der Film dadurch nicht das zu Beginn eingeschlagene (zugegebenermaßen fast etwas hohe) Tempo und Gagpotenzial zu einem gehörigen Teil einbüßen würde. Während nämlich in den ersten Minuten ein kleines Feuerwerk an Situationskomik sowie witzigen Dialogen abgebrannt wird und dabei zumindest im Ansatz die Klischees und moralischen Grundsäulen der Ehe durch den Kakao gezogen werden, ergeben sich ab der Mitte des Films nur noch selten solche Situationen aus den Missgeschicken eines der beiden Protagonisten und deren Zusammentreffen mit einem Mitglied der durchgeknallten Cleary-Familie.

Ab da steuert der Film von Regisseur David Dobkin (CLAY PIGEONS, SHANGHAI KNIGHTS) nämlich bloß noch gemäßigt vor allem durch von anderen erfolgreichen Komödien der jüngeren Vergangenheit bekannte Versatzstücke. Dass sich dennoch Langeweile oder Verdruss nie wirklich einstellen, liegt am hervorragend aufspielenden Buddy-Couple Wilson/Vaughn sowie an den charmanten weiblichen Haupt- und Nebendarstellern. Christopher Walken hingegen wirkt in seiner Rolle als strenger Familienregent mit weichem Herz trotz einiger guter Momente unterfordert. Ex-Bond-Girl Jane Seymour darf an dessen Seite als sexhungrige, untreue Ehefrau mit Silikonbausatz Owen Wilson (und sicher auch dem einen oder anderen an „älteren Semestern“ interessierten Zuschauer) den Kopf verdrehen. Dazu haben die Autoren Steve Saber und Bob Fisher immer rechtzeitig eine kleine verruchte Szene eingebaut, welche den Film wieder annehmbar auf Touren bringt (meist sind das Begegnungen von Jeremy und Gloria). Während dieses Abschnittes müssen die zu Beginn lediglich austeilenden Protagonisten verbal und körperlich ordentlich was einstecken.

Im letzten Filmdrittel kippt der Streifen fast noch in Richtung Melodram, was vor allem der von Owen Wilson verkörperten Figur beinahe die Glaubwürdigkeit nimmt. Überhaupt wirkt die von Vince Vaughn stets straighter und nachvollziehbarer. Das Finale bietet dann sowohl überaus komische, als auch die oft gesehenen kitschigen Elemente einer im Großen und Ganzen durchschaubaren romantischen Komödie.

Das soll jetzt alles nicht zu negativ klingen, doch ist der Rezensent vom Gesehenen im Nachhinein tatsächlich ein wenig enttäuscht, denn der Trailer versprach wesentlich mehr schmutzige Gags, als im Film über diesen hinaus zu sehen sind, und eine Satire auf die Institution Ehe ist der Streifen auch nur bis dahin, wo die Protagonisten selbst „Opfer der Liebe“ werden. Da sieht man mal wieder, wie Vorschauen (falsche) Erwartungen schüren können!

Wen es nicht stört, dass hier bloß wenige neue, aber nette Einfälle sowie der Versatz aus Altbewährtem nebst teils stark überzeichneten Figuren geboten werden, und wer vor allem am wirklich toll aufspielenden Darsteller-Duo Wilson/Vaughn interessiert ist, der bekommt etwas lange, doch insgesamt noch unterhaltsame zwei Stunden serviert. Die DVD-Umsetzung steuert zudem gute Werte für Bild sowie Ton bei und vermag Interessierten durch Audiokommentare und kurzweilige Features noch einiges an Informationen über die Produktion zu vermitteln.

6 von 10 verliebten Wedding-Crashern






© DVD-Palace Home Entertainment




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