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 4573  Review zu: Die Geschichte der Nana S. 25.08.2005
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Ein Review von Michael Holland



Nana arbeitet in einem Schallplattengeschäft. Da sie die Miete nicht mehr bezahlen kann, wird sie allmählich zur Prostituierten, erst gelegentlich, dann aber, nachdem sie einen Zuhälter gefunden hat, professionell. Godard zeigt nicht, was Nana als Prostituierte tut, sondern was mit ihr geschieht. In einer Mischung aus Dokumentation und Fiktion entsteht das Bild einer jungen Frau, die Objekt in einer entfremdeten Welt ist und sich der Fremdbestimmung entziehen will. Dieser durch Zwischentitel in zwölf Kapitel gegliederten Film ist Godards erster Versuch, die bislang übliche Film-Erzählung durch einen Film-Essay zu ersetzen. Er ist gleichzeitig auch der bis dahin (1962!) radikalste Bruch mit dem klassischen Erzählkino.

Cover Die Geschichte der Nana S.
Cover vergrößern




Im Handel ab:25.07.2005
Anbieter: Alive AG / Alamode Film
Originaltitel:Vivre sa vie: Film en douze tableaux
Genre(s): Drama
Regie:Jean-Luc Godard
Darsteller:Anna Karina, Sady Rebbot, André S. Labarthe, Guylaine Schlumberger, Gérard Hoffman, Monique Messine, Paul Pavel, Dimitri Dineff, Peter Kassovitz, Eric Schlumberger, Brice Parain, Henri Attal, Gilles Quéant, Odile Geoffroy, Marcel Charton, Jack Florency, Alfred Adam, Mario Botti, Jean Ferrat, Jean-Luc Godard, Gisèle Hauchecorne, Jean-Paul Savignac, László Szabó
FSK:12
Laufzeit:ca. 80 min
Audio:Deutsch: Dolby Digital 2.0
Französisch: Dolby Digital 2.0
Bildformat:4:3 Vollbild (1.33:1)
(s/w)
Medien-Typ:1 x DVD-9
Regionalcode:2
Verpackung:Amaray Case im Schuber
Untertitel: Deutsch,
Extras/Ausstattung:
  • Trailer von anderen Filmen
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Menü mit Soundeffekten
  • Interviews
  • 2 Kurzfilme von Jean-Luc Godard
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Scheinbar wurde das Master zwar vom gröbsten Schmutz befreit, aber dennoch sind Fäden, Kratzer und Blitzer hier eher die Regel denn eine Ausnahme. Am Kontrast des 4:3 Vollbildes in s/w kann man dagegen fast nie etwas bemängeln - er stimmt ganz einfach und erliegt vor allem zu keiner Zeit der allgegenwärtigen Gefahr des Überstrahlens. Auch der angenehme Schwarzwert muss sich keine Kritik gefallen lassen. Dafür stört oftmals grobkörniges Grieseln den Sehgenuss; hinzu kommen stehende Rauschmuster und die teils unsauber arbeitende Kompression. Letzteres ist angesichts einer nur mäßigen durchschnittlichen Bitrate von 4,3 Mbps (nach Abzug beider Tonspuren) allerdings kein Wunder.

Zudem weist die Schärfe stark schwankende Werte auf: Teils - vor allem bei Innenaufnahmen - möchte man sie maximal als ganz okay bezeichnen, da Einzelheiten zu einem großen weichen Brei verschwimmen. Dies kann sich jedoch bereits in der nächsten Szene wieder ändern; bestenfalls wird eine ansatzweise plastische, hinsichtlich der Kantenabbildung saubere Optik geboten, welche sogar einzelne Details (zum Beispiel Fältchen um die Augen) relativ deutlich sichtbar zeichnet.

Insgesamt sollte man angesichts dessen, dass wir es mit einem 43 Jahre alten Film zu tun haben, das Ergebnis als absolut zufriedenstellend ansehen. Dafür gibt es - inklusive viel guten Willens und eines dicken Nostalgie-Bonus - noch hauchdünne sechs Punkte.

Bewertung  6 von 10 Punkten




Auch beim Ton gereicht das Alter der Vorlage dem Ergebnis logischerweise nicht gerade zum Vorteil: Beide Spuren (Deutsch und Französisch, jeweils in Dolby Digital 2.0 Mono) weisen fast permanent Knackser auf. Dafür beschränkt sich Hintergrundrauschen bei der Synchronfassung auf ein relatives Minimum, was leider nicht gleichermaßen für das diesbezüglich schlechtere Original gilt. Raumklang darf man natürlich keinen erwarten, obwohl trotz der generellen Dialoglastigkeit des Geschehens hin und wieder mal ein paar Umgebungslaute (fahrende Autos et cetera) oder der - leicht verzerrt klingende - Score die Front beleben.

Ungeachtet dessen, dass die deutschen Stimmen streckenweise deutlich dumpf nachhallen, bleiben sie jederzeit gut verständlich, wirken allerdings generell leicht steril. Man hört hier quasi noch das Aufnahmestudio - weshalb der französische Track mit seiner helleren, natürlicheren Abmischung sowie einer Vielzahl von Geräuschen wesentlich besser abschneidet.

Summa summarum hätte es wesentlich schlimmer kommen können - darum bleiben für diesen Sound ebenso solide wie sichere vier Punkte!

Bewertung  4 von 10 Punkten




Abgesehen von einer animierten Einführung in die Hauptauswahl präsentieren sich alle Menüs starr, aber meist soundunterlegt. Sehr gelungen kommt allerdings der Punkt "Kapitel" daher: Hier gibt es zu jedem Segment nicht nur ein neues Standbild, sondern auch den im Film verwandten Namen des entsprechenden Abschnitts sowie Dialogauszüge. Toll! Die fünf Titel umfassende Trailershow ist nachfolgend gängiger Standard. Doch dann lässt sich Erstaunliches zu Tage fördern: Insgesamt bietet dieses Werk aus dem Jahre 1962 rund 115 Minuten (!) Bonusmaterial. Für beeindruckende Quantität ist also gesorgt; schauen wir uns nachfolgend die Qualität an.

Zunächst wären da zwei Kurzfilme von Jean-Luc Godard. Obwohl das Menü fälschlicherweise von 1957 spricht, wurde TOUS LES GARCONS S'APPELLENT PATRICK (20:55 inklusive gesprochener Einführung) 1959 gedreht. Getragen von wahlweise bezaubernden oder nervtötend kichernden Protagonistinnen, liefert Godard eine bittersüß-entlarvende Dialogkomödie. Einige visuelle Spielereien (wie beispielsweise scheinbare Beschleunigungen von Bewegungen) zeigen bereits den Tatendrang des Jung-Regisseurs, die dezent holprige Inszenierung und ein viel zu abruptes Ende dürften dagegen noch mangelnder Erfahrung geschuldet sein.

CHARLOTTE ET SON JULES (14:36, wieder mit Erklärung) entstand 1960 - auch hier stimmt die Angabe "1958" nicht. Mit dem jungen Jean-Paul Belmondo in der Hauptrolle und als Hommage an Jean Cocteau intendiert, handelt es sich quasi um eine sehr lose Fortsetzung von PATRICK. Erneut stehen originelle optische Einsprengsel formalen Schwächen gegenüber. Hinzu kommt die seltsam emotionslose, fast störende Synchronisation - von Godard selbst gesprochen - des abwechselnd klugen und blödsinnigen Monologes. Als mild zynische, ziemlich entlarvende Analyse des männlichen und weiblichen Denkens beziehungsweise Verhaltens funktioniert das Ganze aber trotzdem prächtig; nette Pointe inklusive!

Im nächsten Punkt darf man zwei Interviews lauschen. Zunächst stellt Jean Narboni, ehemaliger Chefredakteur der Cahiers du cinéma, Vergleiche mit ähnlichen Genre-Vertretern an, geht auf inszenatorische Kniffe ein und analysiert ausgewählte Sequenzen manchmal bis ins Detail. Obwohl diese dabei voll ausgespielt werden und deshalb einen nicht unwesentlichen Teil der insgesamt 45 Minuten ausmachen, für Cineasten ein lohnenswertes Feature.

Das zweite Gespräch bestreitet der kettenrauchende Schauspieler und Regisseur Mathieu Amalric. Er widmet sich drei ausgewählten Werken Godards, darunter den beiden oben erwähnten Kurzfilmen, um mehr als 35 Minuten lang die Entwicklung des Meisters zu betrachten. Eine ruhige, sehr persönliche Abhandlung mit vielen spannenden Denkansätzen.

Optional bieten alle Extras und der Hauptfilm deutsche Untertitel. Nicht nur angesichts des Alters von DIE GESCHICHTE DER NANA S. eine runde, sehr gelungene Ausstattung, offensichtlich mit Bedacht und Liebe erstellt. Dies wird mit sieben Punkten belohnt.

Bewertung  7 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  5 von 10 Punkten


Vielleicht stimmt es ja wirklich, was Godard manchmal vorgeworfen wird: Dass er prätentiös sei und seine Filme mit intellektuellem Ballast zuschütten würde, an dem letztlich nur verkopfte Filmstudenten ihre Freude hätten. Aber selbst Menschen, die seinen Spätwerken nicht viel abgewinnen können, sollten DIE GESCHICHTE DER NANA S. zumindest einmal ansehen. Um sich davon überzeugen zu lassen, wie experimentierfreudig, wagemutig und originell Godard dieses Schicksal erzählt.

Schon allein die Einteilung in zwölf einzelne "Bilder" spricht für die Kreativität des damaligen Jung-Regisseurs. Dies umso mehr, weil er damit keinen überflüssigen Kunstgriff tätigte, sondern die Möglichkeiten dessen nutzte, um die Charaktere zu entwickeln. So sieht man unsere Protagonistin im ersten Kapitel die ganze Zeit über ausschließlich von hinten, später kurz von der Seite. Nana bleibt ein nicht greifbares Phantom, ein anonymer Rücken, bislang völlig uninteressant. Passend zur geführten Unterhaltung über das Theater wird das Geschehen absolut statisch gefilmt.

Erst das zweite Tableau zeigt Nanas Gesicht von vorn. Größere Sympathien entwickelt man der Figur gegenüber aber noch immer nicht, da sie ihrer Arbeit als Verkäuferin offensichtlich höchst gelangweilt nachgeht. Hier kommt Godard ohne jeden Zwischenschnitt aus und folgt Nana quasi auf dem Fuß durch den Plattenladen, lässt die Kamera permanent von links nach rechts oder umgekehrt fahren.

Das dritte Bild setzt dagegen auf weite Winkel und schräge Perspektiven. Als Nana ins Kino geht, flimmert Carl Dreyers DIE PASSION DER JEANNE D'ARC über die Leinwand, was Godard geschickt zur Hommage an den Stummfilm umfunktioniert. Viel interessanter indes, dass Nana endlich einmal menschliche Züge tragen darf - sie weint. So dient die eingangs erwähnte Segmentierung der Evolution, hin zum bitteren Ende, und wartet außerdem mit stets neuen visuellen Experimenten auf. Eine entsprechende Abhandlung würde den hiesigen Rahmen sprengen, deshalb machen wir an dieser Stelle auch Schluss.

Letztlich dürften Filmhistoriker und Cineasten Godards Frühwerk tatsächlich den auf dem Cover gepriesenen Meilenstein nennen. Für einen "normalen", von modernen Sehgewohnheiten geprägten Zuschauer erweist es sich aber als generell etwas zu sperrig. Dies unter anderem deshalb, weil hier Emotionen eine nebensächliche Rolle spielen (was die Identifikation erschwert), Nanas direkt in die Katastrophe führender Lebensweg eher zum Weiterdenken als Mitfühlen zwingt. Zudem schießt Godard in seiner Experimentierfreude teils über das Ziel hinaus und lässt Handlungsfragmente schlicht im Raum stehen. Was allerdings wiederum dazu auffordert, sich dieses Porträt einer so verlorenen wie aufrechten Seele - nicht umsonst leitet Montaignes Zitat "Man muss sich den anderen hingeben und sich selbst treu bleiben" die nachfolgenden 80 Minuten ein - selbst zusammenzupuzzeln. Den wichtigsten Bestandteil dessen liefert Anna "Nana" Karina, zur Entstehungszeit Godards Gattin: Ihr Gesicht bleibt auf längere Sicht unvergesslich.

Erfreulich ist abschließend ohne Zweifel, welche Aufmerksamkeit der deutschen DVD-Auswertung geschenkt wurde. Nicht nur, dass Bild und Ton - gemessen am Alter der Vorlage - vollends überzeugen; vor allem die reichhaltigen, qualitativ hochwertigen Extras sorgen dafür, dass DIE GESCHICHTE DER NANA S. nur ganz knapp an sechs Punkten scheitert.

Subjektive Filmwertung: 8 von 10 Einzelschicksalen






© DVD-Palace Home Entertainment




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