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 6858  Review zu: Der Wald vor lauter Bäumen 07.04.2006
BMV-Medien

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Ein Review von Michael Holland



Melanie Pröschle ist zu engagiert für diese Welt. Sie ist irritierend enthusiastisch, unfreiwillig komisch und manchmal unglaublich peinlich. Die junge Lehrerin aus Schwaben tritt mit viel Idealismus ihre erste Stelle an einer Realschule in Karlsruhe an.

Der Schulalltag bricht schnell über sie herein und der Umgang mit den Schülern und Lehrerkollegen fällt ihr schwerer als erwartet. Als sie dann Tina, eine Nachbarin kennenlernt, scheint sie den erhofften Anschluss in der neuen Stadt gefunden zu haben. Ihre Erwartungen an die beginnende Freundschaft aber erfüllen sich nicht so schnell. Tina beginnt sich zurückzuziehen. Der Wald um Melanie herum wird immer dichter und sie beginnt verzweifelt in eine Richtung zu laufen.

Cover Der Wald vor lauter Bäumen
Cover vergrößern




Im Handel ab:07.04.2006
Anbieter: Eurovideo Bildprogramm GmbH / Neue Visionen Filmverleih
Originaltitel:Der Wald vor lauter Bäumen
Genre(s): Drama
Regie:Maren Ade
Darsteller:Eva Löbau, Daniela Holtz, Jan Neumann, Ilona Schulz, Robert Schupp, Heinz Röser-Dümmig, Martina Eckrich
FSK:o. A.
Laufzeit:ca. 81 min
Audio:Deutsch: Dolby Digital 2.0 Stereo
Bildformat:Letterbox (1.85:1)
Medien-Typ:1 x DVD-9
Regionalcode:0
Verpackung:Amaray Case
Untertitel: Keine Untertitel
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Trailer von anderen Filmen
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Filmplakat
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN ist eine dieser DVDs, welche man am liebsten gar nicht technisch bewerten würde, weil das aus objektiver Sicht schwer fällt. Denn hierbei handelt es sich um das preiswert produzierte Debüt einer HFF-Absolventin - als Fernsehfilm konzipiert und erst nach großem Erfolg auf diversen Festivals ins Kino gekommen. Darüber hinaus möchte die Regisseurin Authentizität vermitteln, weshalb auf Video gedreht wurde. Entsprechend verwackelt und mit deutlichem "Aufnahmen von der letzten Familienfeier-Touch" versetzt sieht das Bild aus.

Hinzu gesellt sich eine heftige Grobkörnigkeit - wo diese aufhört und Rauschen anfängt, kann man nur sehr mühevoll eruieren. Auch der Kontrast zeigt manche Schwäche, da er stellenweise deutliche Anflüge von Steilheit aufweist, wodurch dunklere Passagen ziemlich ertrinken (gut zu sehen ab Timecode 0:57:07 -> Melanie steht vor einem hell erstrahlenden Fenster). Immerhin wirken sämtliche Farben angenehm kräftig, ohne übertriebene Sättigungen aufzuweisen; außerdem geht die Schärfe völlig in Ordnung. Zwar würde man sich häufig schon klarere Kanten oder gerade auf lange Distanzen einige besser herausgearbeitete Details wünschen, doch grundsätzlich liegt das gebotene Ergebnis deutlich über dem Durchschnitt. Allerdings verraten selten auftretende, dezente Nachzieher die TV-Herkunft. Dafür bleiben Schmutz oder Defekte dem Master fern, während die angenehm hohe Videobitrate (6,79 Mbps) kompressionsbedingten Mängeln nahezu keine Chance lässt. Hin und wieder sichtbares, aber nur ganz leichtes Flimmern stört nie wirklich.

Letztlich macht das Bild einen überraschend professionellen Eindruck; zur echten Abwertung führen bloß teils unnötig schlechte Kontrastwerte sowie die heftige Unruhe. Inklusive Bonus für Regie-Debütantinnen bleiben also extrem knappe...

Bewertung  7 von 10 Punkten




Vom deutschen Dolby Digital 2.0 Stereo-Ton bekommt man zwar erwartungsgemäß keine akustischen Höchstleistungen geboten, aber er präsentiert sich immerhin als zweckmäßig. Da im Sinne des dokumentarischen Charakters gänzlich (abgesehen vom Abspann sowie einer sehr kurzen Disco-Szene) auf musikalische Untermalung verzichtet und alles vor Ort aufgezeichnet wurde, kommt ein leichtes Grundrauschen häufiger zur Geltung. Darüber hinaus sorgen logischerweise bloß natürliche Umgebungsgeräusche für etwas tonales Leben, liegen aber dafür manchmal sogar szenenbezogen auf dem entsprechenden Frontlautsprecher (Stichwort "Türklingel"). Absolut positiv: Bezüglich der Sprachverständlichkeit gibt es nahezu nichts zu bemängeln. Gut, vielleicht wirken Stimmen teilweise etwas dumpf und allgemein leicht steril, wie man es eben schon von Privatvideos kennt. Echte Probleme treten jedoch nirgends auf. Deshalb erhält der Sound sehr solide...

Bewertung  4 von 10 Punkten




Starre und stumme Menüs lassen bereits Böses ahnen. Tatsächlich beschränkt sich die Ausstattung auf sieben Trailer (darunter DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN) sowie das offizielle Filmplakat in fast bildschirmfüllender Größe. Das Fehlen jeglicher Untertitel beim Hauptfilm verwehrt schließlich sogar unseren Gnadenpunkt.





Technisches Fazit:  Bewertung  4 von 10 Punkten


Der geneigte Leser wird sich aus seiner eigenen Schulzeit an zwei Extreme erinnern können: den gern mal brüllenden, mit dem Kreidekasten beziehungsweise Schlüsselbund um sich schmeißenden, zutiefst gefürchteten Lehrkörper. Und die schüchternen, kaum durchsetzungsfähigen Bildungsträger, denen man zur Belohnung ihrer Mühen Kleingeld zuwarf oder zwecks praktischer physikalischer Rotationsstudien im Musikunterricht Erbsen auf den Plattenspieler legte. Unsere hiesige Protagonistin Melanie Pröschle gehört eindeutig zur letzteren Kategorie. Wenn sie alles und jeden mit zögerlichen "Hallo..."-Attacken inklusive Dackelblick überfällt, entbehrt das nicht einer gewissen - tragischen - Komik.

Sagen wir es rundheraus: Melanie ist eine anrührend peinliche Person. Wie sie in Sachen Grazie einem Elefanten gleich durch die Wohnung springt... den Nachbarn zum Einzug Schnaps andreht... sich beim Elterngespräch nicht gegen eine blasierte Mutter wehren kann... die neue Bekannte Tina erst treuherzig mit irgendwelchen Worthülsen überschüttet und dann - natürlich - erneut ihren "Selbschtg'brannten" offeriert... Kein Fettnäpfchen scheint offensichtlich genug, um Melanie davon abzuhalten, in ihm zu versinken. Und zwar bis zum Hals.

Aber DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN ist dennoch keine Komödie. Anfangs schmunzelt man über das liebenswert ungelenke Menschenkind; unter anderem deshalb, weil in Melanie ein mehr oder weniger großes Stück von uns allen steckt. Doch sukzessive wird die Komik verzweifelter, finsterer, das potenzielle Lachen krallt sich in der Kehle fest. Denn nach und nach entlarvt Regisseurin/Drehbuchautorin Maren Ade virtuos den Zwang, sich der Gesellschaft anzupassen, wenn man nicht untergehen möchte: Melanies Bemühungen um Anerkennung führen sich selbst ad absurdum und sie schließlich steten Fußes in eine Sackgasse. Harmlose Fragen wie "Und? Was macht ihr heute Abend noch?" offenbaren die immer mehr zu herzblutenden Fetzen zertrümmerte Seele inklusive deren Einsamkeit. Idealismus mischt sich mit Abstumpfung, die anfängliche Tragikomödie mutiert zum Psychodrama. So unbemerkt, schleichend und ohne falsche Töne, dass man nur den Kopf schütteln kann: ein Regiedebüt? Unglaublich. Irgendwann macht es dann gar keinen Spaß mehr, DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN anzuschauen - und das ist gut so.

Apropos "gut": Was Eva Löbau als Melanie Pröschle hier zeigt, grenzt an Genialität. Sie spielt keine Figur, sondern lebt einen Charakter inklusive aller Facetten; gnadenlos gegen sich selbst, unglaublich überzeugend, erschreckend echt. Löbau trifft perfekt Melanies stets etwas zu lautes Kichern, die Traurigkeit hinter ihrem zunehmend maskenhaften Lächeln, später den verzehrenden Wunsch nach Nähe, die fast obsessive psychische Abhängigkeit von Tina. Mit diesem darstellerischen Pfund kann Ade ungehemmt wuchern und tut das auch virtuos. Als wahre Meisterin des Psychogramms erweist sie sich allerdings ganz ohne fremde Hilfe in der finalen Sequenz: Wäre DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN eine typische Mainstream-Produktion, würde Melanie vermutlich am Ende ausrasten und ihre Schüler plus Kollegen mit einer Pumpgun zusammenschießen, nach dem wunderbar simplen "Ein Opfer der grausamen Gesellschaft"-Moralprinzip. Doch hier, so viel sei verraten, kommt alles ganz anders. Details möge der Leser selbst sehen und mit einem Kloß im Hals rechnen.

Letztlich muss dieser Film also dringendst empfohlen werden, obwohl die DVD-Umsetzung technisch an den eingeschränkten Produktionsbedingungen krankt. Allerdings erklären selbige nicht die mangelhafte Ausstattung - zumindest Untertitel wären ja wohl möglich gewesen.

Subjektive Filmwertung: 9 von 10 Wegen in die Einsamkeit






© DVD-Palace Home Entertainment




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