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 5485  Review zu: Der Venedig Code 28.10.2006
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Ein Review von Matthias Schmieder



Tod in Venedig - Als der amerikanische Kunstexperte Donovan nach Venedig geschickt wird, um die Echtheit einiger Meisterwerke zu überprüfen, ahnt er nicht, welche Leidenschaft zur Kunst ihn in der Lagunenstadt erwartet. Bei seinen Untersuchungen stößt er auf ein tödliches Geflecht aus Macht und Gier, hinter dem sich nicht nur ein Fälscher genialen Ausmaßes verbirgt, sondern auch eine geheimnisvolle Frau, die vor nichts zurückschreckt...

Cover Der Venedig Code
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Im Handel ab:29.09.2006
Anbieter: Sunfilm Entertainment
Originaltitel:Tempesta
Genre(s): Thriller
Regie:Tim Disney
Darsteller:Scott Williams, Natalia Verbeke, Rutger Hauer, Valentina Cervi, Tcheky Karyo
FSK:16
Laufzeit:ca. 98 min
Audio:Deutsch: DTS 5.1
Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat:16:9 (1.85:1) anamorph
Medien-Typ:1 x DVD-9
Regionalcode:2
Verpackung:Amaray Case
Untertitel: Keine Untertitel
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Trailer von anderen Filmen
  • Biographien Crew
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Angaben der International Movie Database zufolge wurde dieser Kunst-Thriller in CinemaScope - also einem Seitenverhältnis von 2.35:1 - gedreht. Der Transfer der vorliegenden deutschen DVD aus dem Hause Sunfilm präsentiert sich jedoch lediglich in 1.85:1 und somit in einem falschen anamorphen Format.

Qualitativ bleibt ein zwiegespaltener Eindruck zurück, denn das Bild hat sowohl Stärken als auch gravierende Schwächen. Letztere fallen vor allem bei den ständig eingestreuten Landschaftsaufnahmen verstärkt auf: Starke Grobkörnigkeit, deutliches Rauschen und ein unpassender Kontrastpegel verunstalten das Bild enorm. Darunter leidet dann natürlich auch die Schärfe, weshalb das Bild oftmals wie ein abstraktes Ölgemälde erscheint. Dies ändert sich glücklicherweise bei den offensichtlich aus dem Studio stammenden Aufnahmen. Hier kommen sowohl die satten Farben als auch die gute Detailschärfe bei Nahaufnahmen voll zur Geltung. Weniger erfreulich ist die Darstellung von Kanten: Sie scheinen regelrecht in angrenzende Bereiche hinein zu laufen und verhindern somit eine plastische Abbildung des Geschehens. Hinzu kommen stellenweise auffallendes Blockrauschen auf homogenen, einfarbigen Flächen sowie sichtbare Nachzieheffekte. Von schlimmeren digitalen Artefakten und groben analogen Defekten bleibt der Zuschauer jedoch glücklicherweise verschont.











Bewertung  6 von 10 Punkten




Zwei Sprachen, Deutsch und Englisch, bietet uns die DVD zur Auswahl. Erstere ist sowohl in einer Dolby Digital 5.1- als auch DTS-Kodierung vorhanden. Die Originaltonspur muss sich mit DD5.1 begnügen.

Thriller und Horrorfilme werden meist erst durch ihre subtile Geräuschkulisse sowie einem atmosphärischen Score zu eindringlichen, cineastischen Ereignissen. Diese Merkmale hätten sich die Macher von DER VENEDIG CODE besser vorab schon mal vor Augen geführt, denn der fürchterliche Soundtrack verhindert nicht nur das Aufkommen jeglicher Stimmung, sondern macht den Film oftmals schon nahezu lächerlich.

Aus technischer Sicht schlagen sich die beiden deutschen Tracks jedoch ganz gut, wobei die DTS-Variante etwas kräftiger und voluminöser klingt als deren Pendant. Die Rear-Kanäle werden mit Score-Elementen versehen und dürfen auch gelegentlich ein paar Umgebungsgeräusche von sich geben. Zum Aufbau ausgedehnten Surroundsounds reicht dies jedoch zu keinem Zeitpunkt. Selbst in Sachen Dynamik weiß das Werk stellenweise durch gezielten Subwoofereinsatz einigermaßen zu überzeugen. Große Mankos der deutschen Synchronisation sind jedoch die Dialoge, welche unglaublich künstlich klingen und sich stark vom Geschehen abheben, sowie das Fehlen jeglicher direktionaler Effekte.

Die englische Tonspur ist der deutschen in nahezu allen Belangen unterlegen. Sie bietet weder das Volumen noch die Dynamik des anderssprachigen Gegenstücks. Lediglich die Sprachwiedergabe wirkt aus offensichtlichen Gründen wesentlich realistischer, auch wenn sie etwas zu leise abgemischt wurde. Insgesamt ist jedoch auf alle Fälle die deutsche Variante der englischen vorzuziehen.

Bewertung  7 von 10 Punkten




Sehr mager sieht es beim Bonusmaterial aus. Neben dem äußerst einfach animierten Hauptmenü befinden sich auf der DVD lediglich der Original- sowie der deutsche Trailer und gerade einmal zwei Bio-/Filmografien zu Rutger Hauer sowie Malcom McDowell - somit eine wirklich spärliche Ausbeute!







Bewertung  2 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  6 von 10 Punkten


"Titel sind Schall und Rauch" Genau dies müssten die Entscheidungsträger bei Sunfilm gedacht haben, als sie dem Film TEMPESTA (2004) den prestigeträchtigen Beinamen DER VENEDIG CODE (in Anlehnung an einen derzeit aktuellen Blockbuster mit Tom Hanks) verpasst haben, um vielleicht doch den ein oder anderen Käufer zu einer kleinen Investition zu veranlassen.

Regisseur Tim Disney - seines Zeichens Großneffe des legendären Walt Disney - zeigt sich für diesen uninspirierten und extrem langatmigen Thriller verantwortlich, welcher inmitten des Kunstmilieus von Venedig handelt. Der Film schleppt sich endlose 30 Minuten dahin, bis die Story endlich beginnt. Doch wer glaubt hier wäre jetzt der Punkt erreicht, an welchem die Spannung schlussendlich auf- und ausgebaut wird, täuscht sich gewaltig. Der Plot bleibt so langweilig und einfallslos, wie in den unzähligen, endlos erscheinenden Minuten zuvor. Um den gelegentlichen cineastischen Stillstand zu übertünchen werden hier und da harmlose Sexszenen oder Vendig-Aufnahmen eingespielt - sehr einfallsreich: Respekt!

Auch die Schauspieler können dem unterirdischen Drehbuch keine ansprechende Note verleihen. Trotz Darstellern wie Rutger Hauer und Malcom McDowell bleiben die Leistungen dank der literarischen Vorlage eigenwillig, völlig ausdruckslos sowie stellenweise äußerst peinlich. Sind wir doch mal ehrlich: Wer möchte den über 60-jährigen Malcom McDowell in bester Soap-Manier mit einer über 30 Jahre jüngeren(!) Darstellerin (Valentina Cervi) hemmungslos "herumknutschen" sehen?

DER VENEDIG CODE gehört zu den typischen Back-Katalogtiteln, welche auf Grund ihrer (nicht vorhandenen) Güte in den Kellern der Rechteinhaber versauern, bis diese den richtigen, werbewirksamen Zeitpunkt wittern, um doch noch ein wenig Geld mit nutzlosen "Zelluloid-Haufen" scheffeln zu können. Somit gilt nur noch ein Fazit zu ziehen, welches in diesem Falle "Einfach katastrophal" lauten muss.

Die technische Umsetzung der DVD ist ganz gut gelungen. Das Bild bietet zwar nur eine mäßige Performance, dafür bleibt der Ton auf solidem Niveau. Extras sind dahingegen kaum vorhanden.


Subjektive Filmwertung: 2 von 10 dreiste Titel-Anbiederungen






© DVD-Palace Home Entertainment




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