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 4200  Review zu: Constantine 24.11.2008
BMV-Medien

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Ein Review von Danny Walch



John Constantine kam mit einer Gabe auf die Welt, die er verabscheut: Er kann Halbblut-Engel und -Dämonen erkennen, die sich als Menschen tarnen und in unserer Welt leben. Als eine skeptische Polizeidetektivin (RACHEL WEISZ als Angela Dodson) verzweifelt, weil sie den geheimnisvollen Tod ihrer geliebten Zwillingsschwester nicht aufklären kann, bittet sie Constantine um Hilfe. Mitten in den katastrophalen Ereignissen einer anderen Dimension müssen sie Farbe bekennen und ihren ganz persönlichen Frieden mit der Welt schließen – koste es, was es wolle.

Cover Constantine
Cover vergrößern




Im Handel ab:17.10.2008
Anbieter: Warner Home Video
Originaltitel:Constantine
Genre(s): Action
Fantasy
Horror
Regie:Francis Lawrence
Darsteller:Keanu Reeves, Rachel Weisz, Shia LaBeouf, Djimon Hounsou, Max Baker, Pruitt Taylor Vince, Gavin Rossdale, Tilda Swinton, Peter Stormare, Jesse Ramirez, José Zúñiga, Francis Guinan, Larry Cedar, April Grace, Suzanne Whang, Jhoanna Trias, Alice Lo, Nicholas Downs, Tanoai Reed, Quinn Buniel, Ann Ryerson, Stephanie Fabian, Connor Dylan Wryn, Laz Alonso, Jeremy Ray Valdez, Jose Molina, Barbara Pilavin, C.W. Pyun, Sharon Omi, Edward J. Rosen, John Gipson, Roberto Kawata, Michelle Monaghan, Kevin Alejandro, Valerie Azlynn, Eileen Dietz, Bryan Holly, Wesley John, Andres Londono, Gus Lynch, Matthew McGrory, Billy Million, Abe Pagtama, Martin Pierron, R.A. Rondell, Erik Rusnak, Robbin Ryan, Mahryah Shain, Chad Stahelski
FSK:16
Laufzeit:ca. 121 min
Audio:Deutsch: Dolby Digital 5.1
Spanisch: Dolby Digital 5.1
Französisch: Dolby Digital 5.1
Japanisch: Dolby Digital 5.1
Italienisch: Dolby Digital 5.1
Bildformat:High Definition (2.40:1) - 1080p
Medien-Typ:1 x Blu-ray
Regionalcode:B
Verpackung:Blu-ray Case
Untertitel: Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte, Englische Untertitel für Hörgeschädigte, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Holländisch, Japanisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch,
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Trailer von anderen Filmen
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Making Of
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Musikvideo(s)
  • Audiokommentare
  • Nicht verwendete Szenen
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb


CONSTANTINE liegt auf der Blu-ray-Disc im Bildformat 2,40:1 vor und besitzt die FullHD-Auflösung von 1920x1080 Pixeln. Der Transfer wurde mit dem VC1-Codec erstellt, was Besitzern der HD DVD keine großartigen Änderungen beschert. Die Bildqualität besticht durch eine sehr gute Schärfe mit klaren Kanten und viel Detail. Besonders in dunklen Szenen und bei Naheinstellungen fällt aber eine gewisse Softness ins Auge, die zum Beispiel feine Hautporen nicht mehr sichtbar machen kann. Verantwortlich dafür ist entweder ein leichter Rauschfilter oder die relativ niedrige Bitrate oder eine Kombination aus beidem. Auf jeden Fall bleibt das Bild die meiste Zeit über sehr ruhig und zeigt nur selten auffälliges Rauschen auf Hintergründen. Die Kompression arbeitet sauber und ohne Blockartefakte. Die Farben wirken satt, aber durch stilistisch eingesetzte Filter nicht immer natürlich. Dafür machen Kontrastwerte sowie Schwarzwert eine ausgezeichnete Figur und bilden das Geschehen sauber und relativ plastisch in der Tiefe ab, was man durch etwas steil ausgefallene Helligkeitsabstufungen erreicht hat. Schmutz oder analoge Defekte findet man auf dem Ausgangsmaterial nicht.

Bewertung  8 von 10 Punkten




In Sachen Sound wurde nur der englische Originalton in Dolby TrueHD 5.1 auf die Blu-ray-Disc aufgespielt. Für alle anderen Sprachen inklusive der deutschen Synchronisation steht lediglich ein Dolby Digital 5.1-Track bereit. Trotzdem können sich die verlustbehafteten Versionen durchaus hören lassen. Zwar hat die TrueHD-Spur in Sachen Räumlichkeit, Breite sowie Bassdruck leicht hörbar die Nase vorn, dennoch bringen auch die Dolby Digital-Pendants noch eine enorme Anzahl an direktionalen Effekten aus allen Kanälen samt überzeugender Räumlichkeit und Volumen sowie mächtigen Tiefbass mit, um dem Zuschauer die Hölle heiß zu machen. Die Dialoge sind in allen Sprachen immer perfekt zu verstehen und auch nicht zu steril abgemischt. An Keanu Reeves' stumpfe, aber extrem homogen klingende Synchronstimme hat man sich ja seit der MATRIX-Trilogie bereits gewöhnt. Die Klangqualität bietet einen sehr dynamischen Sound mit tiefen Bässen, breiten Mitten sowie klaren Höhen und lässt damit rein gar nichts zu wünschen übrig.

Bewertung  9 von 10 Punkten




Untertitel sind in Deutsch und Englisch sowie einem knappen Dutzend weiterer Sprachen verfügbar. Das Bonusmaterial der DVD wurde übernommen, weshalb der Rezensent im Folgenden einige Passagen aus dem DVD-Review des Kollegen Stefan Mörkels übernimmt.

Die zwei Audiokommentare von Francis Lawrence und Akiva Goldsman sowie Frank Cappello und Kevin Brodbin enthalten interessante Informationen über die Entstehung von CONSTANTINE, besitzen aber keine deutsche Übersetzung. Regisseur Lawrence führt den Zuschauer auch durch die In-Movie-Experience, in welcher man im Bild-in-Bild-Verfahren an den verschiedenen Produktionsschritten teilhaben kann. Weiter geht es dann mit dem Musikvideo (04:15) „A perfect Circle“ von Passive, welches leider nur in Dolby Digital 2.0 (192 kbps) zur Anwahl steht. Anschließend folgen der USA-Kinoteaser sowie der USA-Kinotrailer. Die anschließend folgenden Features sind unter dem Überbegriff „Making Of“ zusammengefasst:

„Constantines Entstehung“ (15:44)
Wer die Comics und damit den Hintergrund dieses Filmes noch nicht kennt, der bekommt hier einen sehr guten Eindruck, wie Constantine Ende der 80er in den USA entstanden ist und jetzt versucht wurde, diese Comics auf die Kinoleinwand zu bringen. Nicht nur informativ, sondern auch aufschlussreich!

„Die Produktion aus der Hölle“ (18:36)
Dieser Punkt wurde in drei einzeln anwählbare Features – nämlich „Die Beichte des Regisseurs“ (05:35), „Zusammenstoß mit dem Bösen“ (04:39) und „Heilige Reliquien“ (08:22) – aufgeteilt. Mit einer Gesamtlaufzeit von knappen 19 Minuten auch nicht gerade kurz, erfährt der Zuschauer nicht nur mehr über die persönlichen Gedanken sowie die Stimmung des Regisseurs, sondern erhält bereits im zweiten Punkt Einsicht hinter die Kulissen der Dreharbeiten und Special Effects, bevor man im dritten Beitrag sogar noch einen Blick über die Schulter des Requisiteurs werfen darf. Angefangen beim göttlichen Schlagring (halt ähnlich einem Schlagring, nur mit Kruzifixen auf der Front), über die heiligen Granaten (Weihnachtskugeln mit Wasser aus dem Jordan gefüllt) bis hin zum heiligen Gewehr erhält man auch hier einen interessanten und ausführlichen Überblick.

„Die Darstellung der Unterwelt“ (30:41)
Grundsätzlich dreht sich unter diesem Punkt alles um die optische Präsentation der visuellen Effekte. Geht es in „Die Höllenlandschaft“ (12:00) eigentlich fast ausschließlich um die Probleme während der Entstehung und Visualisierung der Hölle, dreht es sich bei „Die Darstellung des Vermin Man“ (09:36) alles um einen einzigen Dämon. Auch hier angefangen von der Idee, den ersten Zeichnungen sowie Computeranimationen, bis hin zum fertigen Ergebnis, bevor ein kurzer Beitrag noch verrät, wie „Die Flügel der Krieger“ (03:18) am Computer (ausschließlich digital!) entstanden sind. Abgeschlossen wird das Ganze dann mit der „Entführung durch Dämonen“ (05:47), wohl mit eine der aufwändigsten Szenen im Film, da extrem viele Arten von Special Effects verwendet und kombiniert werden mussten.

Danach gibt es noch einen Einblick in „Constantines Sicht des Universums“ (05:21), bevor es mit „Blick in die Zukunft: Die Macht der Prävisualisierung“ (13:57) weitergeht. Hier hat der Zuschauer noch die Wahl, ob er diesen Beitrag optional mit oder ohne Audiokommentar von Francis Lawrence sehen möchte. Und obwohl der Film mit knappen 120 Minuten Länge nicht gerade zu den kürzeren Vertretern zählt, gibt es auch noch 13 geschnittene Szenen sowie ein alternatives Ende mit einer Gesamtlaufzeit von ungefähr 18 Minuten zu sehen – optional wieder inklusive Audiokommentar.

Nicht auf der DVD zu sehen waren das achtminütige Feature „Constantines Visionen“ über die Filmcharaktere und deren Darsteller, die ausgiebig zu Wort kommen. Das „Schießduell“ dauert zwei Minuten und zeigt die Darsteller beim Proben der Actionszenen. Dazu gibt der Stunt-Chef einige Kommentare ab. „Das Gesicht des Dämonen“ zeigt in zwei Minuten, wie die Stan-Winston-Maskeneffekte bei der Balthasar-Figur geschaffen wurden. Zuletzt findet man noch den Beitrag „Die Vision des Drehbuchautors“, welcher an Hand einer Rendersequenz des Film-Finales seine Meinung und Intention erläutert.

Bewertung  8 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  8 von 10 Punkten


An dieser Stelle möchte ich auf die hervorragende Rezension des Kollegen Stefan Mörkels hinweisen, der den Inhalt von CONSTANTINE in seiner DVD-Review aus dem Jahr 2005 folgendermaßen auf den Punkt bringt:

MATRIX meets THE EXORZIST – so würden böse Zungen wahrscheinlich den Film beschreiben. Und durchaus, CONSTANTINE hat von beiden etwas, ohne sich aber zu sehr bei den jeweiligen Titeln zu bedienen. Ich muss jedoch zugeben, dass ich vor dem Film von der Figur selber noch nie etwas gehört hatte und es so schwierig war, nur auf Grund des Covertextes einen Einstieg in die Welt von John Constantine zu finden. Behilflich war mir dabei das aufschlussreiche Bonusmaterial, welches unter anderem durch den Beitrag „Constantines Entstehung“ einen tieferen Einblick beziehungsweise Hintergrund gegeben hat. Darum auch mein Tipp an alle, die diesen Film oder die Figur noch nicht kennen: Legt zuerst die zweite DVD in den Player und schaut euch den Beitrag vor dem Film an – dieser hilft ungemein.

Auch wenn es jetzt reine Spekulation ist, kann ich mir durchaus vorstellen, dass dies auch einer der Gründe gewesen sein mag, warum der Film von den deutschen Zuschauern nicht so gut angenommen wurde. Erstens handelt es sich um eine weitere Comic-Verfilmung und zweitens dreht sich das Ganze um eine Figur, die in Deutschland – von einigen Hardcore-Comiclesern vielleicht einmal abgesehen – absolut unbekannt ist. Wie ich finde, absolut zu Unrecht. Dabei ist der Film im übertragenen Sinne – nicht vergessen, hier wird gegen Dämonen gekämpft – nicht übertrieben brutal, für den einen oder anderen Zuschauer zum Teil aber ekelig. Wer also zum Beispiel eine Phobie gegen kleinere Kriechtiere wie Spinnen, Kakerlaken, Würmer oder Schlangen haben sollte, wird zumindest den Kampf gegen den „Vermin Man“ nicht wirklich erleben.

Die Blu-ray-Disc bietet den gewohnt hohen Warner Home Video-Standard in Sachen Technik. Leider wird – ebenfalls typisch Warner – aus dem Material nicht das Optimum herausgeholt. Dafür wurden aber alle Extras der DVD übernommen und noch was obendrauf gepackt.






© DVD-Palace Home Entertainment




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