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 10145  Review zu: Blade - Trinity - Extended Version 06.11.2005
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Ein Review von Marcus Kampfert



Wesley Snipes übernimmt in „Blade: Trinity“, dem explosiven dritten Teil der erfolgreichen Filmserie, erneut die Rolle des legendären Vampirjägers Blade. In einer abgelegenen Wüstenregion erwecken die Vampirfürsten den Urvater ihrer Spezies zu neuem Leben: das grausige Monster Dracula. Der furchterregende Vampir trägt jetzt den Namen Drake (Dominic Purcell), und er hat inzwischen sein Immunsystem in den Griff bekommen – jetzt erträgt er auch das Tageslicht. Was die Sache für Blade nicht leichter macht: Die Vampirfürsten lancieren eine Verleumdungskampagne, stellen ihn als mörderische Bestie dar und hetzen ihm das FBI auf den Hals. Nachdem Blade und sein Mentor Whistler (Kris Kristofferson) ein explosives Showdown mit dem Team des FBI-Agenten Cumberland (James Remar) knapp überstanden haben, ist dem Daywalker klar, dass er Hilfe braucht. Eher widerwillig verbündet er sich mit den Nightstalkers, einer Gruppe menschlicher Vampirjäger, angeführt von Whistlers schöner Tochter Abigail (Jessica Biel) und dem Sprüche klopfenden Hannibal King (Ryan Reynolds).

Während Sommerfield (Natasha Lyonne), die blinde Wissenschaftlerin des Teams, nach einer endgültigen Lösung des Vampirproblems forscht, kämpfen die Nightstalkers unerbittlich gegen Draculas Untote unter der Führung der mächtigen Vampirin Danica Talos (Parker Posey) und ihrer langzähnigen Schergen Asher (Callum Keith Rennie) und Grimwood (Profi-Wrestler Triple H). Doch schließlich muss Blade höchstpersönlich dem gewaltigsten Vampir aller Zeiten gegenübertreten, denn diesmal steht nicht nur sein eigenes Schicksal auf dem Spiel, sondern das der gesamten Menschheit.

Cover Blade - Trinity - Extended Version
Cover vergrößern




Im Handel ab:21.10.2005
Anbieter: Warner Home Video
Originaltitel:Blade: Trinity
Genre(s): Action
Thriller
Horror
Regie:David S. Goyer
Darsteller:Wesley Snipes, Kris Kristofferson, Dominic Purcell, Jessica Biel, Ryan Reynolds, Parker Posey, Mark Berry, John Michael Higgins, Callum Keith Rennie, Paul Michael Levesque, Paul Anthony, Françoise Yip, Michael Rawlins, James Remar, Natasha Lyonne, Haili Page, Patton Oswalt, Ron Selmour, Christopher Heyerdahl, Eric Bogosian, Scott Heindl, John Ashker, Clay Cullen, Steven McMichael, Paul Wu, Kimani Ray Smith, Darren McGuire, Shannon Powell, Jill Krop, Jordan Hoffart, Kett Turton, Cascy Beddow, Simon Pidgeon, Michael St. John Smith, Stephen Spender, Kwesi Ameyaw, Alex Rae, Erica Cerra, Garvin Cross, Raymond Sammel, John Ulmer, Justin Sain, Darryl Scheelar, Camille Martinez, Michelle Stoll, Dawn Mander, Steve Braun, Michel Cook, Vitaly Kravchenko
FSK:Keine Jugendfreigabe
Laufzeit:ca. 117 min
Audio:Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital Surround EX
Bildformat:16:9 (2.40:1) anamorph
Medien-Typ:2 x DVD-9
Regionalcode:2
Verpackung:Steelbook
Untertitel: Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte, Deutsch, Englisch,
Extras/Ausstattung:
  • Kinotrailer
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Alternate endings
  • Dokumentation: "Inside the World of Blade: Trinity"
  • Fotogalerie
  • Interviews: "Goyer über Goyer"
  • verpatzte Szenen
Zusatzinfos: Die Erstauflage erscheint im Steelbook.

Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Das Bild hat sich gegenüber der im Mai veröffentlichten KINOFASSUNG praktisch nicht verändert, womit die kompletten Aussagen des Rezensenten Michael Holland übernommen werden können.

In Sachen Farben ist die Optik leicht zweigeteilt: Während Nachtszenen beziehungsweise solche von geringer Ausleuchtung mit sehr kräftigen Farben und gegensätzlichen Kontrasten daherkommen, wirken Tageslichteinstellungen beinahe etwas blass, aber noch natürlich. Da dies zu jeder Zeit im Film gilt, lässt sich ein Stilmittel nicht ausschließen. Die vielen dunklen Szenen werden von einem guten, etwas groben Kontrast detailgetreu und -reich gehalten, der Schwarzwert sorgt trotz seltener Schwächen (Grau- oder Blaufärbung) für Tiefe. In Sachen Schärfe konstatieren wir eine perfekte Detailabbildung selbst bei sehr fein ausgearbeiteten Bildinhalten wie Sand oder Kostümen. An den Kanten lässt sich aber schon immer wieder mal die eine oder andere etwas weiche Einstellung finden.

Der Transfer ist frei von jeglichen Verschmutzungen oder analogen Fehlern. Die durchschnittliche Kompression bei einer Bitrate von ca. 5,5 Mbps erzeugt selten Blockrauschen, und auch leichte Nachzieher lassen sich bei aufmerksamem Betrachten sichten (womöglich Folgen eines Rauschfilters). Alles in allem entspricht das Bild, trotz des knapp zehn Minuten längeren Films, wie eingangs erwähnt der Kinofassung und verdient sich weiterhin knappe neun Punkte.

Bewertung  9 von 10 Punkten




Was für das Bild gilt, ist auch für die deckungsgleichen DD 5.1 EX-Tonspuren in Deutsch und Englisch anwendbar. Im Original war diese bereits auf der Kinofassung enthalten und entspricht somit der Beschreibung durch den Kollegen. Erstmals ist hier ein deutsches Pendant in DD 5.1 EX aufgespielt, welches sich von der englischen Variante, abgesehen von der Stimmenwiedergabe, nicht unterscheidet.

Beide Spuren bieten eine sehr räumliche Anlage von Score sowie Effekten mit guter Ortbarkeit und Dynamik. Allerdings muss man zugeben, dass die Pegelsprünge schon sehr extrem sind und daher die DVD von vornherein mit moderater Zimmerlautstärke gestartet werden sollte, um nicht den Verlust der Anlage oder des Trommelfells hinnehmen zu müssen. Bei allem Bassgewitter bleibt dabei die letzte Feinzeichnung von kleineren Geräuschen leider auf der Strecke.

Doch mit all dem räumt die (nur) zur Extended Version des Films zuschaltbare Spur in DTS ES 6.1 Discrete auf. Sie behebt genau das Problem der Differenzierung auf Grund einer besseren Auflösung in den Höhen. Gleichzeitig ist sie nicht mehr ganz so brachial in den Dynamiksprüngen. Ein Makel bleibt dennoch: Die deutschen Stimmen stehen in Natürlichkeit und homogener Einbindung etwas hinter den originalen zurück.

Durch die DTS-Spur erfährt die Wertung eine Aufbesserung hin zu neun Punkten, die allerdings ob der User Prohibitions (Wechsel der Tonspur während des Films nur über das Sprachenmenü möglich) fast wieder aberkannt werden müsste!

Bewertung  9 von 10 Punkten




Die Ausstattung wurde wie die Anzahl Tonspuren ebenfalls sinnvoll erweitert. So gibt es nun auf der Filmdisk gleich zwei Audiokommentare. Der erste wird von Regisseur und Drehbuchautor David S. Goyer und den Sidekick-Darstellern Ryan Reynolds (Hannibal King) sowie Jessica Biel (Trinity Whistler) gesprochen. Goyer fungiert praktisch als Moderator und stellt seinen Mitstreitern Fragen zu unterschiedlichen Themen rund um die Dreharbeiten. Auf wesentliche Produktionsdetails wird hier verzichtet, vielmehr geht es losgelöst vom Bildgeschehen um Befindlichkeiten, Anekdoten und Belobigungen. Ryan Reynolds mimt auch wie im Film selbst den Pausenclown - heiter und unterhaltsam, aber nicht sonderlich informativ. Der zweite Audiokommentar versammelt praktisch die komplette Filmcrew an den Mikrofonen. Regisseur, diverse Produzenten, Cutter und Kameraleute sind an Bord und kommentieren recht szenennah alle wesentlichen Details zur Filmentstehung. Ein bisweilen etwas technischer, aber dennoch recht informativer Vertreter der Gattung.

Der Rest ist von der Kinofassung her bekannt. Die Dokumentation "Inside the World of Blade: Trinity" (insgesamt ca. 130 Minuten) setzt sich aus vielen kleinen, einzeln anwählbaren, aber auch hintereinander ohne Pause abzuspielenden Features zusammen. Hier muss man sich die brauchbaren Informationen leider aus einem großen Wust von Lobhudeleien und leeren Worthülsen herausfischen, was auf zwei Stunden gesehen etwas anstrengend ist!

Das selbstgefällige Interview von und mit David S. Goyer, ein weiteres alternatives Ende (spielt sechs Monate später und kann ob seines lächerlichen Inhaltes nur als Gag gemeint sein), circa zehn Minuten "Verpatzte Szenen", welche teils tatsächlich unterhaltsam sind, Teaser und Trailer zum Film, einige Bilder-Galerien sowie die Werbetexttafel für den Soundtrack sind allesamt ebenfalls bereits auf der Kinofassung enthalten.

Stimmungsvoll wie variabel animierte und musikuntermalte Menüs schwören auf den Film ein. Lediglich der Navigierbalken, welcher sich in Rot über die gesamte Breite des Bildschirms ausdehnt, wirkt etwas unpassend, ja sogar fast störend. Die Kapitelanwahl zeigt animierte und sounduntermalte Szenenfenster, die in Größe und Ansichtswinkel unglücklich programmiert sind und nicht wirklich für einen Wiedererkennungseffekt der Szene sorgen. Alle Features sind wahlweise mit deutschen Untertiteln ansehbar. Solche für Hörgeschädigte und in Englisch gibt es zusätzlich zum Hauptfilm.

Die Erstauflage des Doppel-DVD-Sets erscheint in einem stabilen Steelbook mit Aufdruck im Metalliclook.

Bewertung  7 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  9 von 10 Punkten


BLADE: TRINITY sollte der Abschluß einer Trilogie sondersgleichen werden. In puncto "Popcorn-Action" mag das auch durchaus zutreffen, denn die vielen Fights sind perfekt choreographiert und von den Darstellern sowie Stuntleuten ebenso umgesetzt worden. Auch die Ausstattung gefällt mit den düsteren Sets, Kostümen und passender Soundtrackuntermalung. Woran es letztlich hapert, sind die fade Storyline, welche nur an seidenen Fäden von Kampf zu Kampf entlang gesponnen wirkt, und sowie dünne Charakterzeichnung. War Blade im ersten und bisweilen auch zweiten Teil noch der dunkle, coole Jäger, den Niederlagen stärker machten, so sieht man ihn hier lediglich als Abziehbild vergangener Tage. Nicht nur Plattitüden wie "Nutze die Wut" lassen ihn erschreckend banal erscheinen, sein seltsames Grinsen nach der Vernichtung von Vampiren gibt ihn zudem der Lächerlichkeit preis - man meint, er habe ein nervöses Zucken im Gesicht. Die hier eingebrachten Sidekicks Trinity und Hannibal King hätten eine Bereicherung für die Filmserie sein können, wenn er nicht vollkommen überzogen komisch sein wollte und sie nicht immer so megatough dreinschauen würde (die berühmte "eine Grimasse" von Actionstars lässt grüßen)!

Letztlich ist BLADE: TRINITY für Jene, die auch bei den anderen Teilen vor allem die Action mochten, wiederum ein Fest - Tiefgang oder überschüssige Gefühlsduseleien müssen nicht gefürchtet werden.

Die Extended Version bringt da auch nicht viel Neues. Zwar wurden einige kurze Handlungsstränge sowie Dialoge re-integriert und das alternative Ende macht den Ausgang der Geschichte düsterer, aber ansonsten erreichen die weiteren zehn Minuten Film keine wirkliche Verbesserung. Interessanterweise wird diese Fassung in Amerika als "Unrated Version" verkauft, was zuallererst natürlich immer einen höheren Gewaltfaktor impliziert - Fehlanzeige, lediglich der Endkampf ist um einige Sekunden länger und hat wie erwähnt einen anderen Schluss als in der Kinofassung. Einen ausführlichen, bebilderten Schnittbericht hat übrigens Kollege Danny Walch auf einer einschlägig bekannten Internetpräsenz zur Ansicht eingestellt.

Technisch zeigt sich die Extended Version leicht aufgewertet, denn bei gleichem Bild wurde der Ton um eine etwas bessere DTS-Spur in Deutsch ergänzt. Die Ausstattung hat ebenfalls dazu gewonnen, da zumindest der Audiokommentar mit den Crewmitgliedern doch Vieles erhellt und als sehr informativ bezeichnet werden kann. Das reicht nun zu ganz knappen neun Punkten in der Endabrechnung, was allerdings wirklich nur auf die Silberscheiben zutrifft!






© DVD-Palace Home Entertainment




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