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 3512  Review zu: Beverly Hills Cop 09.12.2011
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Ein Review von Carlito Brigante



Eddie Murphy ist Axel Foley, ein Polizist mit hellem Köpfchen und großer Klappe aus der Arbeiterstadt Detroit. Er jagt den Mörder seines besten Freundes - bis ins vornehme Beverly Hills hinein. Doch die respektlose Art des Detroit-Cops stößt im Polizeirevier von Beverly Hills nicht gerade auf Wohlgefallen. Er bekommt zwei Kollegen zur Seite gestellt, die das Schlimmste verhindern sollen.

In der urkomischen, temporeichen Verbrecherjagd fegt Axel, begleitet von seinen zwei überforderten "Aufpassern", wie ein Wirbelwind durch die feine Gesellschaft.

Cover Beverly Hills Cop
Cover vergrößern




Im Handel ab:24.11.2011
Anbieter: Paramount Home Entertainment
Originaltitel:Beverly Hills Cop
Genre(s): Actionkomödie
Regie:Martin Brest
Darsteller:Eddie Murphy, Judge Reinhold, John Ashton, Lisa Eilbacher, Ronny Cox, Steven Berkoff, James Russo, Jonathan Banks, Stephen Elliott, Gilbert R. Hill, Art Kimbro, Joel Bailey, Bronson Pinchot, Paul Reiser, Michael Champion, Frank Pesce, Gene Borkan, Michael Gregory, Alice Cadogan, Philip Levien, Karen Mayo-Chandler, Gerald Berns, William Wallace, Israel Juarbe, Randy Vasquez, Damon Wayans, Charles Adamson, Chip Heller, Rick Overton, Rex Ryon, Mike Pniewski, Douglas Warhit, Paul Drake, Tom Everett, Sally Kishbaugh, Barry Shade, Jack Heller, Michael Harrington, David Wells, Scott Murphy, Dennis Madden, John Achorn, John Pettis, Nicholas Shields, Carl Weintraub, Anthony De Fonte, Darwyn Carson, Mark E. Corry, Thomas J. Hageboeck, Martin Brest
FSK:12
Laufzeit:ca. 105 min
Audio:Deutsch: Dolby Digital 2.0 Surround
Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Französisch: Dolby Digital 2.0 Surround
Italienisch: Dolby Digital 2.0 Surround
Spanisch: Dolby Digital 2.0 Surround
Bildformat:High Definition (1.78:1) - 1080p
Medien-Typ:1 x Blu-ray
Regionalcode:B
Verpackung:Blu-ray Case
Untertitel: Deutsch, Englisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Holländisch, Italienisch, Französisch, Spanisch,
Extras/Ausstattung:
  • Kapitel- / Szenenanwahl
  • Animiertes Menü
  • Menü mit Soundeffekten
  • Audiokommentar von Regisseur Martin Brest
  • Beverly Hills Cop: Die Geburt eine Phänomens
  • Casting Beverly Hills Cop
  • Beverly Hills Cop – Die Musik
  • Location Map
  • Original Kinotrailer
  • BD-Live
Zusatzinfos: Infos zum Film bei der OFDb
Infos zum Film bei der IMDb
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Paramounts Veröffentlichung von BEVERLY HILLY COP auf Blu-ray hinterlässt einen ordentlichen Eindruck, ist aber von fantastischen Ergebnissen ein Stückchen entfernt. Eine wirkliche Restaurierung des Bildes hat man offensichtlich nicht vorgenommen, denn dann wäre das Ergebnis sicher besser ausgefallen. Das Bild (1,78:1; 1080p) fällt als erstes durch ein massives Rauschen auf, welches wie ein dichter Schleier konstant über dem Film liegt. Bei hellen Tagesaufnahmen wirkt das nicht so schlimm, aber in dunklen Szenen oder vor dunklen, homogenen Hintergründen ist es schon heftig und kaum zu übersehen. Das hohe Maß an Korn sorgt zwar auch für einen starken, rohen Filmlook, ist aber letztendlich ein bisschen zu viel des Guten. Dabei ist die Schärfe an sich gar nicht mal so schlecht und präsentiert ein detailreiches Bild mit vielen Einzelheiten, was die Blu-ray zumindest den DVD-Versionen zuvor überlegen macht. Dazu ist der Kontrast ausgewogen, auch dunkle Szenen kommen mit einer guten Durchzeichnung daher. Der Schwarzwert ist an sich satt, aber durch das dichte Rauschen werden schwarze Flächen und Strukturen stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Farben sehen natürlich aus, fallen aber auch nicht zu kräftig aus. Etwas mehr Strahlkraft hätte man sich schon gewünscht. Stellenweise, gerade zu Beginn des Filmes, gibt es einen unruhigen Bildstand. Der beruhigt sich im Laufe des Filmes aber wieder. Die Kompression arbeitet unauffällig. Analoge Defekte wie Dropouts oder Verschmutzungen sind praktisch nicht vorhanden.

Bewertung  6 von 10 Punkten




Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Deutsch: Dolby Digital 2.0 Stereo
Französisch: Dolby Digital 2.0 Stereo
Italienisch: Dolby Digital 2.0 Stereo
Spanisch: Dolby Digital 2.0 Stereo

Es gibt optionale deutsche, englische und viele weitere Untertitel.

Wie gewohnt präsentiert Paramount seinen Backkatalog-Titel mit einer DTS-HD MA 5.1-Spur nur für die englische Originalfassung. Die deutsche und alle anderen Synchros liegen nur in ihren alten Dolby Digital 2.0-Stereo-Spuren vor.

Die deutsche Tonspur kommt mit einem guten, ausbalancierten Mix aus Dialogen, Musik und Umgebungsgeräuschen daher. Die Dialoge haben ein paar kleine Unsauberkeiten, aber die Verständlichkeit wird davon nicht getrübt. Die Tonspur weist ein dezentes Hintergrundrauschen auf.

Die englische OF bietet da mehr, ist aber auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Die Abmischung bleibt insgesamt frontlastig, da die Rears oft nur leise eingesetzt werden. Wirklicher Raumklang kommt ansatzweise nur bei der Musikuntermalung auf. Die ganze Spur wirkt ein wenig zu kraftlos, da hätte man sich mehr Volumen und mehr Kraft dahinter gewünscht. Die Höhen klingen allesamt recht gut, aber die Tiefen lassen auch an Kraft zu wünschen übrig. Schüsse und ähnliches klingen in den Actionszenen oft ein wenig dünn. Die Qualität der Abmischung ist also wechselhaft, manchmal klingen Soundeffekte satt und kräftig, mal etwas schwach. Diese ganzen Effekte sind, möglicherweise altersbedingt, nicht ganz so knallig und krawallig, wie man es von modernen Filmen kennt. Damals reichte wohl etwas weniger "Bumm". Der Ton hinkt dem Film als Spektakel also hinterher, macht seine Sache aber dennoch zufriedenstellend und brauchbar.

Bewertung  7 von 10 Punkten




Das Bonusmaterial kennt man schon von der Special Collector's Edition (DVD) von 2002. Seitdem hat sich nichts neues getan.

- Audiokommentar von Regisseur Martin Brest: Brest liefert einen weitgehend informativen Kommentar ab, der aber immer wieder zu Pausen neigt. Wenn er aber spricht, bekommt man Anekdoten zum Dreh, was wo gedreht wurde, wie er welchen Schauspieler findet und dessen Performance bewertet, wie die Chemie untereinander war, und er verweist auf die Szenen, in denen viel improvisiert wurde.

- BEVERLY HILLS COP - The Phenomenon Begins/Die Geburt eines Phänomens (ca. 29 min): Die Featurette wirft einen Blick zurück auf die langjährige Entstehung des Filmes, wie sich das Projekt weiterentwickelte, das Script ständig umgeschrieben wurde und die angedachte Besetzung wechselte, wie man Martin Brest zu überzeugen versuchte doch noch Regie zuführen und wie ein Münzwurf diese Entscheidung übernahm. Dazu gibt es Bilder von den Dreharbeiten und viele Interviews mit den Beteiligten vor und hinter der Kamera.

- A Glimpse inside the Casting Process/Casting Beverly Hills Cop (ca. 10 min): Casting Director Margery Simkin erzählt davon, wie und mit wem die einzelnen Rollen besetzt wurden.

- The Music of BEVERLY HILLS COP (ca. 8 min): Die kleine Doku erläutert die Zusammenstellung des Soundtracks, wie man auf einige Titel kam, welche Auswirkung die Musik auf den Film hat und wie erfolgreich der preisgekrönte (Grammy!) Soundtrack wurde. Hier gibt es auch mal ein Interview mit Komponist Harold Faltermeyer.

- Location Map: Man kann auf einer interaktiven Landkarte vom Großraum Los Angeles sieben Locations aus dem Film auswählen und bekommt dann Informationen zu ihnen, in Form eines Interviews mit Produktionsdesigner Angelo P. Graham.

- BEVERLY HILLS COP-Trailer

Die Extras liegen fast alle nur in SD-Qualität und in Englisch mit diversen optionalen Untertiteln vor. Einzig der Kinotrailer wird in HD präsentiert.

Bewertung  6 von 10 Punkten





Technisches Fazit:  Bewertung  6 von 10 Punkten


BEVERLY HILLS COP (USA; 1984) zementierte Eddie Murphys Starruhm nach "48 HRS." (Nur 48 Stunden, 1982) und TRADING PLACES (Die Glücksritter, 1983), in denen er aber noch eine größere Nebenrolle spielte. Nun sollte er erstmals allein einen Film tragen… und gewann auf ganzer Strecke.

Eddie Murphy ist der Detroiter Bulle Axel Foley, der nach dem Mord an einem seiner besten Freunde eine Spur nach Kalifornien verfolgt, nach dem "fish out of water"-Prinzip nach Beverly Hills/Los Angeles kommt und dort in einem Mini-Kampf der Kulturen die Reichen und Mächtigen aufmischt. Dabei trifft er auf eine alte Freundin (Lisa Eilbacher), die ihm hilft, und drei Kollegen vom Beverly Hills Police Department (Ronny Cox, Judge Reinhold, John Ashton), die ihm zunächst wenig zugetan sind und ihn angesichts des Ärgers, den er verbreitet, möglichst schnell wieder loswerden wollen. Doch so einfach lässt sich Foley nicht abschütteln, nicht bevor er den Fall gelöst hat.

Der Film ist eine der ersten gemeinsamen Produktionen von Don Simpson und Jerry Bruckheimer, die das Blockbuster-Kino der 1980er und frühen 1990er bestimmen sollten (gemeinsam mit Joel Silver). Der Film ist komplett auf seinen Star ausgerichtet, dabei war Eddie Murphy nicht einmal erste Wahl. Zu Beginn des Projekts waren Mickey Rourke (!) und Sylvester Stallone (!!) im Gespräch. Stallone, geplant als Axel Cobretti (!!!), schrieb schon das Script auf seine Bedürfnisse hin um, doch die Veränderungen, die den Film actionlastiger und brutaler machten, ließen den Film auch teurer werden, weshalb Paramount die Notbremse zog und die Beteiligten sich nach einem Ersatz umsehen mussten. In Eddie Murphy fanden sie diesen. Stallone nahm es wie ein Gentleman, nahm die Drehbuchveränderungen einfach mit und schuf daraus seinen eigenen Film COBRA (1986, R.: George Pan Cosmatos).

Die Story von BEVERLY HILLS COP ist zugebenermaßen etwas dünn und nur ein Aufhänger für einen Film, der viel von Situationskomik und ein wenig Action lebt. Es gibt keine großartige Spannung, keine überraschenden Wendungen, keine großen Finessen. Und dennoch macht er auch nach längerer Zeit immer noch Spaß. Das liegt zum einen natürlich an dem schnell redenden Murphy, der eine wunderbar leichte Performance abliefert, aber auch an seinen Schauspielkollegen, die bis in die Nebenrollen Spielfreude verbreiten und viel zum Witz des Filmes beitragen. Man denke nur mal an den Galerie-Mitarbeiter Serge, genial gespielt von Bronson Pinchot.

Dazu kommt die straffe Regie von Martin Brest (MIDNIGHT RUN, SCENT OF A WOMAN, MEET JOE BLACK), der den Film direkt und ohne Schnörkel umgesetzt hat. Ihm gelang so mit BEVERLY HILLS COP ein kleiner Klassiker, der feinstes 1980er Flair versprüht: die Klamotten, die Autos, die Frisuren, das Ambiente und vor allem die Musik. Der Film kam mit einem coolen Soundtrack daher, der immer noch die Füße wippen lässt und wunderbar passend die Action- und sonstige Szenen vorantrieb. Darüber hinaus ist der Film immer noch ziemlich charmant, witzig und verdammt unterhaltsam. Und das nach beinahe 30 Jahren. Way to go!






© DVD-Palace Home Entertainment




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